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Einleitung:
Anime-Fans
werden sicherlich den Film Ghost In The Shell aus dem Jahr 1995 kennen.
Neben der Filmfortsetzung des ursprünglichen Regisseurs wurde auch eine
Fernsehserie veröffentlicht. Natürlich musste auch irgendwann ein passendes
Spiel erscheinen. Mit Ghost in the Shell: Stand Alone Complex ist es nun
endlich soweit. Bei dem Spiel von Atari handelt es sich um ein
Third-Person-Action-Shooter, das aktuell nur für die Playstation 2
erscheint. Wir konnten eine fertige Version jetzt testen. Ob sich eine
Anschaffung nicht nur für Animefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum
Spiel:
The Shell: Stand Alone Complex spielt in einem futuristischen
Cyberpunk-Universum und verbindet anmutige und tödliche Kampfsport-Sequenzen
mit aufwändigen Waffengefechten. Natürlich darf eine passende Rahmenhandlung
nicht fehlen. Im Jahr 2030 haben die Computer ihren Siegeszug beendet: Die
Welt ist bis in den letzten Winkel vernetzt und Roboter sind
gesellschaftlich integriert. Doch dieser Fortschritt bildet auch den
Nährboden für eine neue Generation von Kriminellen. Diese versuchen die
Datenströme und damit den virtuellen Kosmos zu kontrollieren. Die Grenzen
zwischen Mensch und Maschine verschwimmen immer mehr. Nur der Ghost ist das
letzte Unterscheidungsmerkmal. Der Spieler ist ein Mitglied der
Elite-Anti-Terror-Einheit namens Section 9. Wir sollen den Waffenhandel
einer terroristischen Organisation stoppen. Allerdings decken wir bei
unseren Bemühungen immer mehr über eine globale Verschwörung auf. Am Anfang
sollte jeder erst einmal das Training absolvieren. Hier werden uns die
Steuerung und die Fähigkeiten unserer Spielfigur beigebracht. Unsere Heldin
ist recht vielseitig. Sie kann neben laufen und springen auch an Leitern
hochsteigen, sich an Kanten festhalten und hangeln. Das war aber noch nicht
alles. Hohe Distanzen können wir bewältigen, indem wir an nahe gelegenen
Wänden Wandsprünge ausführen. Natürlich bekommen wir es in dem Spiel auch
mit vielen Gegnern zu tun. Dank diversen Möglichkeiten können wir uns diese
vom Hals schaffen. Zum einen kann unsere Spielfigur mit Waffen gegen Feinde
vorgehen. Neben Waffen wie einem Maschinengewehr steht auch eine Sniper zur
Auswahl. Hiermit können wir Feinde erledigen, bevor sie uns sehen. Mit
unseren Nahkampffähigkeiten müssen wir hin und wieder auch mal feindliche
Personen KO schlagen. Hinzu kommen Alternativangriffe die auch bei den
Waffen zur Auswahl stehen. Hierdurch dürfen wir auch Handgranaten und andere
Objekte nutzen. Zum Schutz gegen feindliches Feuer verfügt unsere Spielfigur
über unterschiedliche Ausweichmanöver. Man kann dadurch zwar immer noch
getroffen werden, aber dieser Schaden ist bei weitem nicht so stark. Daneben
haben wir noch weitere Fähigkeiten. Mit dem Infiltrierungshack kann der
Spieler z.B. die Kontrolle über einen Feind übernehmen. Mit diesem dürfen
wir dann agieren. Verlassen wir seinen Körper so sackt er zusammen und ist
ausgeschaltet. Eine nette Feature das äußerst nützlich ist.
Nachdem wir nun das eigentliche Spiel gestartet haben dürfen wir uns erst
einmal ein ansprechendes Intro ansehen. Wir sollen nun als Agentin - eine
Mischung aus Mensch und Maschine - unseren ersten Auftrag erledigen. Über
Funk erhalten wir ständig neue Infos, die uns zu jeder Zeit wissen lassen,
was als nächstes zu tun ist. So sollen wir nun diverse Schalter betätigen,
akrobatische Sprungeinlagen ausführen und Massen von Gegnern mit unseren
Schusswaffen oder im Nahkampf erledigen. Damit wir es nicht allzu schwer
haben hat der Hersteller diverse Checkpoint eingerichtet. Gehen wir mal
drauf - durch stürze oder weil wir zu oft getroffen werden - haben wir es
nicht sehr weit. Nützlich sind auch noch diverse Medipacks und die
herumliegende Munition. Außerdem lassen getötete Feinde neue Waffen fallen,
die wir aufnehmen können. Allerdings kann unsere Heldin nur zwei Waffen
tragen. Nehmen wir eine dritte auf, wird eine von den alten Waffen
weggeworfen. Damit wir uns gut orientieren können folgen wir immer einem
Pfeil, der mit einer Entfernungsangabe anzeigt, wo wir als nächstes hin
müssen. Allerdings liegen die Punkte nicht immer mitten auf dem Weg. Oftmals
muss der Spieler diverse Sprungeinlagen absolvieren um an diesen Ort zu
kommen. Neben der Agentin Motoko spielen wir ab und zu auch mal den Agenten
Batou. Dieser ist allerdings nicht ganz so akrobatisch. Dafür hat er ein
prallgefülltes Inventar mit Waffen die er ausgiebig nutzt. Hin und wieder
muss der Spieler noch einen Kampfroboter oder eine Kanone bedienen. So
agiert Ihr nun in den gut 12 Missionen - die leider nicht lange andauern. Das
Spiel ist daher auch schon nach kurzer Spielzeit beendet. Zumindest dürfen
wir
Ghost in the Shell auf drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden spielen. Wer
dann genug vom Singleplayermodus hat, darf sich in den Mehrspielerbereich
stürzen. Hier warten dann Duelle mit bis zu vier Spielern auf Euch.
Technik:
Optisch wird leider nur mittelmäßige Kost angeboten. Die Levels selber
wirken recht trist und leider auch sehr steril. Alles wurde sehr einfarbig
gehalten und die Innenbereiche bieten wenig Abwechslung. Hier hätte der
Hersteller ruhig mehr machen können. Zumindest werden wir ab und zu gut
gemachte Rendersequenzen zu sehen bekommen. Gefallen können auch noch die
Animationen und das Aussehen der Figuren. Hinzu kommen viele gut gemachte
Effekte wie Explosionen oder Qualm. Das ganze Geschehen wird mit einer
passenden futuristischen Musik begleitet. Auch die Ingamegeräusche klingen
ganz passable. Außerdem werden wir gute englische Sprecher zu hören
bekommen. Wir bekommen zwar keine deutsche Sprachausgabe zu hören aber dafür
können wir alles mit deutschen Untertiteln nachlesen. Die Steuerung hat gute
aber auch schlechte Seiten. Grundsätzlich lässt sich die Spielfigur gut und
präzise lenken. Allerdings muss man sich ein wenig an die unkonventionelle
Tastenbelegung gewöhnen. Wichtige Funktionen wie das Abfeuern der Waffen
oder das Springen wurde auf die L bzw. R-Tasten gelegt. Hat man aber erst
einmal eine Zeit lang mit dieser Lenkung gespielt, geht auch diese ins Blut
über. Wirklich mies ist die KI der Gegner. Sie sind einfach zu blöd um uns
zu bemerken. Oftmals müssen wir auf sie schießen damit sie uns sehen. Fasst man
alles zusammen, so hat die technische Seite leider ein paar Macken.
Fazit:
Leider ist Ghost in the Shell: Stand Alone Complex nur ein mittelmäßiges
Spiel. Das liegt vor allem an dem etwas einseitigen Gameplay, der
durchschnittlichen Technik und der kurzen Spielzeit. Zumindest macht das
Spiel eine gewisse Zeit Spaß. Vor allem am Anfang testet man die diversen
Fähigkeiten der Spielfigur gerne aus. Mit der Zeit wiederholt sich
allerdings vieles und so wird das Spiel ein wenig langweilig. Die Story kann
einen auch nicht vom Hocker reißen. Zumindest ist eine vorhanden und so
rennen wir nicht grundlos durch die Levels. Wirklich schwer ist das Spiel
auch nicht. Das liegt vor allem an den CPU gesteuerten Figuren, die mehr als
unverständlich agieren. Wer also ein schnelles Spiel für zwischendurch sucht
und mit leichten technischen Problemen leben kann, darf bei diesem
Actionspiel zuschlagen. Allerdings erwartet nicht zu viel.
Features:
- Cyber-Action total: Ghost in the Shell - Stand Alone Complex ist ein
phantastischer Shooter der Sonderklasse inklusive Vierspieler-Modus!
- Zwei spielbare Helden und ein Roboter: Als agile Motoko setzten Sie auf
Eleganz und Akrobatik, während Sie als Soldat Bateau klar auf den Einsatz
von Waffen setzen. Hinzu gesellt sich der Cyber-Panzer Tachikoma.
- Pure Kampfkunst: Das ausgefeilte Kampfsystem erlaubt spektakuläre Duelle,
eindrucksvolle Combos sowie atemberaubende Sprünge und Bewegungen.
- Mehr Vielfalt: Die 15 Waffen und verschiedenen Kampftechniken der Helden
werden durch eindrucksvolle Schleich-Fähigkeiten und Zeitlupen-Effekte
abgerundet.
- Düstere Welt: Grafisch fängt das Spiel gekonnt die beklemmende
Zukunftsatmosphäre ein und wartet mit über 20 Minuten langen Filmsequenzen
auf.
- Tradition, die verpflichtet: Das Spiel basiert auf dem Anime-Filmklassiker
Ghost in the Shell.
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