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Ghost in the Shell: Stand Alone Complex - Review (PS2)

Wertung:
77 %

Einleitung:

Anime-Fans werden sicherlich den Film Ghost In The Shell aus dem Jahr 1995 kennen. Neben der Filmfortsetzung des ursprünglichen Regisseurs wurde auch eine Fernsehserie veröffentlicht. Natürlich musste auch irgendwann ein passendes Spiel erscheinen. Mit Ghost in the Shell: Stand Alone Complex ist es nun endlich soweit. Bei dem Spiel von Atari handelt es sich um ein Third-Person-Action-Shooter, das aktuell nur für die Playstation 2 erscheint. Wir konnten eine fertige Version jetzt testen. Ob sich eine Anschaffung nicht nur für Animefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

The Shell: Stand Alone Complex spielt in einem futuristischen Cyberpunk-Universum und verbindet anmutige und tödliche Kampfsport-Sequenzen mit aufwändigen Waffengefechten. Natürlich darf eine passende Rahmenhandlung nicht fehlen. Im Jahr 2030 haben die Computer ihren Siegeszug beendet: Die Welt ist bis in den letzten Winkel vernetzt und Roboter sind gesellschaftlich integriert. Doch dieser Fortschritt bildet auch den Nährboden für eine neue Generation von Kriminellen. Diese versuchen die Datenströme und damit den virtuellen Kosmos zu kontrollieren. Die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwimmen immer mehr. Nur der Ghost ist das letzte Unterscheidungsmerkmal. Der Spieler ist ein Mitglied der Elite-Anti-Terror-Einheit namens Section 9. Wir sollen den Waffenhandel einer terroristischen Organisation stoppen. Allerdings decken wir bei unseren Bemühungen immer mehr über eine globale Verschwörung auf. Am Anfang sollte jeder erst einmal das Training absolvieren. Hier werden uns die Steuerung und die Fähigkeiten unserer Spielfigur beigebracht. Unsere Heldin ist recht vielseitig. Sie kann neben laufen und springen auch an Leitern hochsteigen, sich an Kanten festhalten und hangeln. Das war aber noch nicht alles. Hohe Distanzen können wir bewältigen, indem wir an nahe gelegenen Wänden Wandsprünge ausführen. Natürlich bekommen wir es in dem Spiel auch mit vielen Gegnern zu tun. Dank diversen Möglichkeiten können wir uns diese vom Hals schaffen. Zum einen kann unsere Spielfigur mit Waffen gegen Feinde vorgehen. Neben Waffen wie einem Maschinengewehr steht auch eine Sniper zur Auswahl. Hiermit können wir Feinde erledigen, bevor sie uns sehen. Mit unseren Nahkampffähigkeiten müssen wir hin und wieder auch mal feindliche Personen KO schlagen. Hinzu kommen Alternativangriffe die auch bei den Waffen zur Auswahl stehen. Hierdurch dürfen wir auch Handgranaten und andere Objekte nutzen. Zum Schutz gegen feindliches Feuer verfügt unsere Spielfigur über unterschiedliche Ausweichmanöver. Man kann dadurch zwar immer noch getroffen werden, aber dieser Schaden ist bei weitem nicht so stark. Daneben haben wir noch weitere Fähigkeiten. Mit dem Infiltrierungshack kann der Spieler z.B. die Kontrolle über einen Feind übernehmen. Mit diesem dürfen wir dann agieren. Verlassen wir seinen Körper so sackt er zusammen und ist ausgeschaltet. Eine nette Feature das äußerst nützlich ist.

Nachdem wir nun das eigentliche Spiel gestartet haben dürfen wir uns erst einmal ein ansprechendes Intro ansehen. Wir sollen nun als Agentin - eine Mischung aus Mensch und Maschine - unseren ersten Auftrag erledigen. Über Funk erhalten wir ständig neue Infos, die uns zu jeder Zeit wissen lassen, was als nächstes zu tun ist. So sollen wir nun diverse Schalter betätigen, akrobatische Sprungeinlagen ausführen und Massen von Gegnern mit unseren Schusswaffen oder im Nahkampf erledigen. Damit wir es nicht allzu schwer haben hat der Hersteller diverse Checkpoint eingerichtet. Gehen wir mal drauf - durch stürze oder weil wir zu oft getroffen werden - haben wir es nicht sehr weit. Nützlich sind auch noch diverse Medipacks und die herumliegende Munition. Außerdem lassen getötete Feinde neue Waffen fallen, die wir aufnehmen können. Allerdings kann unsere Heldin nur zwei Waffen tragen. Nehmen wir eine dritte auf, wird eine von den alten Waffen weggeworfen. Damit wir uns gut orientieren können folgen wir immer einem Pfeil, der mit einer Entfernungsangabe anzeigt, wo wir als nächstes hin müssen. Allerdings liegen die Punkte nicht immer mitten auf dem Weg. Oftmals muss der Spieler diverse Sprungeinlagen absolvieren um an diesen Ort zu kommen. Neben der Agentin Motoko spielen wir ab und zu auch mal den Agenten Batou. Dieser ist allerdings nicht ganz so akrobatisch. Dafür hat er ein prallgefülltes Inventar mit Waffen die er ausgiebig nutzt. Hin und wieder muss der Spieler noch einen Kampfroboter oder eine Kanone bedienen. So agiert Ihr nun in den gut 12 Missionen - die leider nicht lange andauern. Das Spiel ist daher auch schon nach kurzer Spielzeit beendet. Zumindest dürfen wir
Ghost in the Shell auf drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden spielen. Wer dann genug vom Singleplayermodus hat, darf sich in den Mehrspielerbereich stürzen. Hier warten dann Duelle mit bis zu vier Spielern auf Euch.

 

Technik:

Optisch wird leider nur mittelmäßige Kost angeboten. Die Levels selber wirken recht trist und leider auch sehr steril. Alles wurde sehr einfarbig gehalten und die Innenbereiche bieten wenig Abwechslung. Hier hätte der Hersteller ruhig mehr machen können. Zumindest werden wir ab und zu gut gemachte Rendersequenzen zu sehen bekommen. Gefallen können auch noch die Animationen und das Aussehen der Figuren. Hinzu kommen viele gut gemachte Effekte wie Explosionen oder Qualm. Das ganze Geschehen wird mit einer passenden futuristischen Musik begleitet. Auch die Ingamegeräusche klingen ganz passable. Außerdem werden wir gute englische Sprecher zu hören bekommen. Wir bekommen zwar keine deutsche Sprachausgabe zu hören aber dafür können wir alles mit deutschen Untertiteln nachlesen. Die Steuerung hat gute aber auch schlechte Seiten. Grundsätzlich lässt sich die Spielfigur gut und präzise lenken. Allerdings muss man sich ein wenig an die unkonventionelle Tastenbelegung gewöhnen. Wichtige Funktionen wie das Abfeuern der Waffen oder das Springen wurde auf die L bzw. R-Tasten gelegt. Hat man aber erst einmal eine Zeit lang mit dieser Lenkung gespielt, geht auch diese ins Blut über. Wirklich mies ist die KI der Gegner. Sie sind einfach zu blöd um uns zu bemerken. Oftmals müssen wir auf sie schießen damit sie uns sehen. Fasst man alles zusammen, so hat die technische Seite leider ein paar Macken.

 

Fazit:

Leider ist Ghost in the Shell: Stand Alone Complex nur ein mittelmäßiges Spiel. Das liegt vor allem an dem etwas einseitigen Gameplay, der durchschnittlichen Technik und der kurzen Spielzeit. Zumindest macht das Spiel eine gewisse Zeit Spaß. Vor allem am Anfang testet man die diversen Fähigkeiten der Spielfigur gerne aus. Mit der Zeit wiederholt sich allerdings vieles und so wird das Spiel ein wenig langweilig. Die Story kann einen auch nicht vom Hocker reißen. Zumindest ist eine vorhanden und so rennen wir nicht grundlos durch die Levels. Wirklich schwer ist das Spiel auch nicht. Das liegt vor allem an den CPU gesteuerten Figuren, die mehr als unverständlich agieren. Wer also ein schnelles Spiel für zwischendurch sucht und mit leichten technischen Problemen leben kann, darf bei diesem Actionspiel zuschlagen. Allerdings erwartet nicht zu viel.

 

Features:

- Cyber-Action total: Ghost in the Shell - Stand Alone Complex ist ein phantastischer Shooter der Sonderklasse inklusive Vierspieler-Modus!
- Zwei spielbare Helden und ein Roboter: Als agile Motoko setzten Sie auf Eleganz und Akrobatik, während Sie als Soldat Bateau klar auf den Einsatz von Waffen setzen. Hinzu gesellt sich der Cyber-Panzer Tachikoma.
- Pure Kampfkunst: Das ausgefeilte Kampfsystem erlaubt spektakuläre Duelle, eindrucksvolle Combos sowie atemberaubende Sprünge und Bewegungen.
- Mehr Vielfalt: Die 15 Waffen und verschiedenen Kampftechniken der Helden werden durch eindrucksvolle Schleich-Fähigkeiten und Zeitlupen-Effekte abgerundet.
- Düstere Welt: Grafisch fängt das Spiel gekonnt die beklemmende Zukunftsatmosphäre ein und wartet mit über 20 Minuten langen Filmsequenzen auf.
- Tradition, die verpflichtet: Das Spiel basiert auf dem Anime-Filmklassiker Ghost in the Shell.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Ghost in the Shell: Stand Alone Complex (PS2)

 
 Ghost in the Shell
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 78 %  
Sound: 82 %  
Bedienung: 76 %  
Singleplayer: 77 %  
Multiplayer: 71 %  
Spielspaß: 75 %  
Gesamtwertung:  77 %  


 

 

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