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Geheimakte Tunguska - Review (PC)

Wertung:
88 %

Einleitung:

Adventurefans können sich aktuell nicht beklagen. Zur Zeit kommen so einige Point & Click-Adventurespiele auf den deutschen Markt. Mit der Geheimakte Tunguska versucht Deep Silver und Koch Media das Genre ordentlich aufzumischen. Um das zu schaffen, hat sich der Hersteller so einiges einfallen lassen. Was genau, verraten wir natürlich erst später. Ob Geheimakte Tunguska die Konkurrenz ausstechen kann und ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Wie bei solchen Spielen üblich, kommt auch Geheimakte Tunguska nicht ohne eine anständige Story aus. 1908 in Sibirien, Tunguska-Region: Ein unidentifiziertes Objekt aus dem All explodiert in einem Flammeninferno und hinterlässt nichts als Tod und Zerstörung. Fast 100 Jahre später erinnert sich kaum noch jemand an diese Katastrophe. Auch Nina Kalenkow nicht - bis ihr Vater plötzlich spurlos verschwindet und geheimnisvolle Gestalten in schwarzen Roben dunkle Schatten auf die Vorstadtidylle werfen. Wir schlüpfen natürlich in die Haut der attraktiven Nina Kalenkow und versuchen das Geheimnis um ihren verschwundenen Vater zu lösen. Schnell finden wir heraus, dass dieser an einem geheimen Projekt mit dem Namen Tunguska gearbeitet hat, welches eigentlich vor Jahren zu den Akten gelegt wurde. Bevor wir allerdings in das Spiel starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü. Hier finden wir die Menüpunkte "Neues Spiel", "Spiel laden" und "Optionen". Unter letzterem Punkt kann man wie gewohnt alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Hier finden wir übrigens auch eine nützliche Funktion. Der Hersteller hat eine Spielhilfe eingebaut. Wenn der Spieler diese einschaltet, kann er durch einen einfachen Druck auf die Leertaste oder das Lupensymbol (unten rechts in der Inventar-Leiste) alle Gegenstände und Ausgänge im jeweiligen Bild anzeigen lassen. So entgeht einem mit Sicherheit kein Objekt. Zudem schaltet die Spielhilfe ein besonderes Kapitel im Tagebuch frei. Bei besonders schwierigen Rätseln wird der Spieler dort mehr oder weniger direkte Hinweise auf einen möglichen Lösungsweg finden. Kommen wir wieder zurück zum Hauptmenü. Wer einen bestehenden Spielstand hat, darf diesen unter "Spiel laden" aktivieren. Am Anfang bleibt uns natürlich nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Klicken wir auf den gleichnamigen Punkt, so erscheint erst einmal ein einführendes Intro. Dieser Film leitet die Story wunderbar ein. Anschließend starten wir mit der Heldin in das spannende Abenteuer. Wir werden allerdings in dem Spiel nicht nur die hübsche Nina spielen. Recht schnell lernen wir auch Max kennen, in dessen Rolle wir später ebenfalls schlüpfen. Gesteuert wird nahezu ausschließlich mit der Maus. Die Spielfigur bewegen wir, indem wir mit der linken Maustaste auf einen Punkt bzw. Objekt klicken. Außerdem wechselt unsere Spielfigur direkt zu einem anderen Ort, wenn wir bei Türen oder Reisegeräten (Ninas Motorrad) einen Doppelklick ausführen.

Bewegt der Spieler die Maus auf ein Objekt, werden die Interaktions-optionen angezeigt. Dabei wird unterschieden zwischen Hand-, Auge-, Doppelpfeil und Kreispfeil-Symbol. Bei einer Hand kann der Akteur mit der linken Maustaste einen Gegenstand aus dem Bild oder dem Inventar aufnehmen, mit Personen sprechen oder einen der Menüpunkte in der Inventarleiste auswählen. Haben wir einen Gegenstand aufgenommen, klebt dieser am Mauszeiger. Nun dürfen wir diesen zu einem anderen Objekt bewegen und dort verwenden. Wenn dagegen das Augensymbol erscheint, darf man die entsprechende Person bzw. einen Gegenstand näher untersuchen. Ein Doppelpfeil erscheint, wenn ein Video abgespielt wird. Durch einen Klick auf die rechte Maustaste, wird das Video abgebrochen. Spricht eine Person, so kann man außerdem den gesprochenen Satz überspringen. Als letztes kann noch der Kreispfeil erscheinen. Damit darf der Spieler einen Gegenstand, den er in der Hand hält, wieder zurück ins Inventar legen. Ihr sehr schon, dass die Steuerung sehr einfach ausgefallen ist. Schon nach wenigen Minuten wird jeder mit der Lenkung klar kommen. Wir starten nun mit Nina im Berliner Büro ihres Vaters. Wie bei solchen Spielen üblich, untersuchen wir alle wichtigen Gegenstände und nehmen spielrelevante Objekte auf. Zum Glück nimmt unsere Spielfigur direkt alles mit und so müssen wir keine unnötigen Wege gehen. Hin und wieder treffen wir auch auf Personen, mit denen wir reden können. Über deutsche Sprachausgabe wird die Story gut vorangetrieben. Das wichtigste bei solchen Spielen sind natürlich die Rätsel. Diese sind sehr logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Der Spieler muss dafür oftmals Objekte in seinem Inventar untersuchen und diese gegebenenfalls kombinieren. An den dafür vorgesehenen Orten werden die Gegenstände dann wieder eingesetzt bzw. verwendet. Hinzu kommen nette Knobelaufgaben wie Schiebe- und Zahlenrätsel, die sehr abwechslungsreich sind. Immer wieder sollen wir etwas anderes erledigen und so wird das Spiel niemals langweilig. Natürlich erhalten wir immer genügend Hinweise. Hierdurch kommt der Spieler recht schnell auf die Lösung. Reichen diese Tipps mal nicht aus, so kann man auf die vorhandene Hilfefunktion im Spiel zurückgreifen. So durchsuchen wir alle möglichen Orte nach wichtigen Informationen bzw. Gegenständen. Mit diesen lösen wir dann diverse Aufgaben und unterhalten uns mit den unterschiedlichen Personen. Ist eine Aufgabe abgeschlossen, werden oftmals kleine, gut gemachte Videosequenzen eingespielt - die wunderbar das Spiel zusammenhalten. Natürlich werden wir nicht nur in Berlin agieren. Das Spiel bringt uns immer wieder in andere Länder. Von Russland über Kuba bis hin zur Antarktis ist alles vorhanden.

 

Technik:

Die Grafik ist einfach nur toll. Viele unterschiedliche Räume bzw. Landschaften sollen wir erforschen und das fällt nicht schwer, denn die Hintergründe sind eine wahre Augenweide. Neben vielen Details werden auch immer kleine Animationen gezeigt, wodurch die Umgebung sehr lebendig wirkt. Die Figuren sehen ebenfalls sehr gut aus. Tolle Gesichter sind genauso vorhanden, wie ansprechende Kleidung. Hinzu kommt ein guter Bewegungsablauf, wodurch die Charaktere geschmeidig durch die Bilder laufen. Das war selbstverständlich noch nicht alles. Immer wieder werden toll inszenierte Videos eingespielt, die das Spiel wunderbar zusammenhalten. Durch die gesamte Präsentation wird man förmlich an dem Bildschirm gefesselt. Neben der ansprechenden Optik kann auch der Sound überzeugen. Neben einer stimmungsvollen Musik werden wir viele Ingamegeräusche zu hören bekommen. Zum richtigen Zeitpunkt werden immer passende Töne eingespielt und so entsteht ein tolles Ambiente. Hinzu kommen professionelle deutsche Synchronsprecher, die den Charakteren leben einhauchen. Diese machen ihre Arbeit wirklich gut und so hört man den Gesprächen wirklich gern zu. Ein gewisser Witz darf natürlich auch nicht fehlen. Immer wieder werden wir flotte Sprüche zu hören bekommen, die wunderbar unterhalten. Die Steuerung ist ebenfalls sehr einfach. Alle Aktionen lassen sich flüssig ausführen und dank intuitiver Steuerung wird jeder schnell mit dem Spiel klar kommen. Toll ist auch, dass wir nicht jeden Pixel nach einem nützlichen Objekt absuchen müssen. Dank einer nützlichen Hilfsfunktion werden wichtige Objekte direkt hervorgehoben. Hierdurch kann man sehr flüssig das Spiel durchspielen. Fasst man alles zusammen, so kann die technische Seite voll überzeugen. Selten sah ein Spiel - aus diesem Genre - so gut aus.

 

Fazit:

Geheimakte Tunguska gehört ohne Zweifel mit zu den besten Adventurespielen. Das kommt jetzt nicht nur durch die tolle Präsentation oder Grafik zustande. Auch die Story - mit den interessanten Wendungen - kann voll überzeugen. Einfach phantastisch ist auch die komplette Synchronisation. Es wurden nicht nur professionelle Sprecher engagiert, diese sind auch mit vollem Elan dabei und so werden wir dynamische und vor allem witzige Gespräche zu hören bekommen. Daneben wird auch jeder mit der sehr intuitiven Steuerung sofort klar kommen. Schon nach wenigen Minuten kennt man alle Funktionen und so kann man sich direkt in das Spielgeschehen stürzen. Etwas schade ist nur, dass die Spielfiguren nicht laufen können. So etwas wie eine Rennfunktion gibt es leider nicht. Wirklich störend ist das natürlich nicht, denn wir werden durch eine sinnvolle Hilfefunktion anständig entschädigt. Sehr unterhaltsam sind auch die logisch aufgebauten Rätsel. Der Spaß endet dann leider nach gut 10 bis 12 Stunden. In dieser Zeit wird man aber bestens unterhalten. Wer also auf klassische Adventurespiele steht, der sollte schnell zum nächsten Händler eilen. Selten hat ein Spiel - aus diesem Genre - so viel Spaß gemacht. Uns hat das Point & Klick-Adventure sehr gut gefallen und daher können wir Geheimakte Tunguska allen Genrefans zum Kauf empfehlen.

 

Features:

- Gelungene 2D/3D-Symbiose mit über 100 stimmungsvoll animierten Hintergründen
- Licht- und Schatteneffekte der 3D-Figuren in Echtzeit
- Über mehrere Bildschirme scrollbarer Hintergrund
- Durchdachtes Story- und Rätseldesign

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Geheimakte Tunguska (PC)

 
 Geheimakte: Tunguska
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 82 %  
Sound: 88 %  
Bedienung: 90 %  
Singleplayer: 86 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 92 %  
Gesamtwertung:  88 %  

Systemanforderungen:

- Betriebssystem: Windows 2000/XP
- Prozessor: 500 MHz Pentium od. 100% kompatibler Prozessor
- Arbeitsspeicher: ab 128 MB RAM
- 16 MB 3D-Grafikkarte
- 2 GB Festplattenspeicher
- DVD Laufwerk erforderlich
- Maus

 


 

 

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