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Einleitung:
Adventurefans können sich aktuell nicht
beklagen. Zur Zeit kommen so einige Point & Click-Adventurespiele auf den
deutschen Markt. Mit der Geheimakte Tunguska versucht Deep Silver und Koch
Media das Genre ordentlich aufzumischen. Um das zu schaffen, hat sich der
Hersteller so einiges einfallen lassen. Was genau, verraten wir natürlich erst
später. Ob Geheimakte Tunguska die Konkurrenz ausstechen kann und ob sich
eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wie bei solchen Spielen üblich, kommt auch Geheimakte Tunguska nicht ohne
eine anständige Story aus. 1908 in Sibirien, Tunguska-Region: Ein
unidentifiziertes Objekt aus dem All explodiert in einem Flammeninferno und
hinterlässt nichts als Tod und Zerstörung. Fast 100 Jahre später erinnert
sich kaum noch jemand an diese Katastrophe. Auch Nina Kalenkow nicht - bis
ihr Vater plötzlich spurlos verschwindet und geheimnisvolle Gestalten in
schwarzen Roben dunkle Schatten auf die Vorstadtidylle werfen. Wir schlüpfen
natürlich in die Haut der attraktiven Nina Kalenkow und versuchen das
Geheimnis um ihren verschwundenen Vater zu lösen. Schnell finden wir heraus,
dass dieser an einem geheimen Projekt mit dem Namen Tunguska gearbeitet hat,
welches eigentlich vor Jahren zu den Akten gelegt wurde. Bevor wir
allerdings in das Spiel starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne
anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü. Hier
finden wir die Menüpunkte "Neues Spiel", "Spiel laden" und "Optionen". Unter
letzterem Punkt kann man wie gewohnt alle spielrelevanten Einstellungen
vornehmen. Hier finden wir übrigens auch eine nützliche Funktion. Der
Hersteller hat eine Spielhilfe eingebaut. Wenn der Spieler diese
einschaltet, kann er durch einen einfachen Druck auf die Leertaste oder das
Lupensymbol (unten rechts in der Inventar-Leiste) alle Gegenstände und
Ausgänge im jeweiligen Bild anzeigen lassen. So entgeht einem mit Sicherheit
kein Objekt. Zudem schaltet die Spielhilfe ein besonderes Kapitel im
Tagebuch frei. Bei besonders schwierigen Rätseln wird der Spieler dort mehr
oder weniger direkte Hinweise auf einen möglichen Lösungsweg finden. Kommen
wir wieder zurück zum Hauptmenü. Wer einen bestehenden Spielstand hat, darf
diesen unter "Spiel laden" aktivieren. Am Anfang bleibt uns natürlich nichts
anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Klicken wir auf den
gleichnamigen Punkt, so erscheint erst einmal ein einführendes Intro. Dieser
Film leitet die Story wunderbar ein. Anschließend starten wir mit der Heldin
in das spannende Abenteuer. Wir werden allerdings in dem Spiel nicht nur die hübsche
Nina spielen. Recht schnell lernen wir auch Max kennen, in dessen Rolle wir
später ebenfalls schlüpfen. Gesteuert wird nahezu ausschließlich mit der Maus. Die
Spielfigur bewegen wir, indem wir mit der linken Maustaste auf einen Punkt
bzw. Objekt klicken. Außerdem wechselt unsere Spielfigur direkt zu einem
anderen Ort, wenn wir bei Türen oder Reisegeräten (Ninas Motorrad) einen
Doppelklick ausführen.
Bewegt der Spieler die Maus auf ein Objekt, werden die Interaktions-optionen
angezeigt.
Dabei wird unterschieden zwischen Hand-, Auge-, Doppelpfeil und
Kreispfeil-Symbol. Bei einer Hand kann der Akteur mit der linken Maustaste
einen Gegenstand aus dem Bild oder dem Inventar aufnehmen, mit Personen
sprechen oder einen der Menüpunkte in der Inventarleiste auswählen. Haben
wir einen Gegenstand aufgenommen, klebt dieser am Mauszeiger. Nun dürfen wir
diesen zu einem anderen Objekt bewegen und dort verwenden. Wenn dagegen das Augensymbol erscheint,
darf man die entsprechende Person bzw. einen Gegenstand näher
untersuchen. Ein Doppelpfeil erscheint, wenn ein Video abgespielt wird.
Durch einen Klick auf die rechte Maustaste, wird das Video abgebrochen.
Spricht eine Person, so kann man außerdem den gesprochenen Satz überspringen. Als letztes kann noch der Kreispfeil erscheinen.
Damit darf der Spieler einen Gegenstand, den er in der Hand hält, wieder
zurück ins Inventar legen. Ihr sehr schon, dass die Steuerung sehr einfach
ausgefallen ist. Schon nach wenigen Minuten wird jeder mit der Lenkung klar
kommen. Wir starten nun mit Nina im Berliner Büro ihres Vaters. Wie bei
solchen Spielen üblich, untersuchen wir alle wichtigen Gegenstände und nehmen
spielrelevante Objekte auf. Zum Glück nimmt unsere Spielfigur direkt alles
mit und so müssen wir keine unnötigen Wege gehen. Hin und wieder treffen wir
auch auf Personen, mit denen wir reden können. Über deutsche Sprachausgabe
wird die Story gut vorangetrieben. Das wichtigste bei solchen Spielen sind
natürlich die Rätsel. Diese sind sehr logisch und nachvollziehbar
aufgebaut. Der Spieler muss dafür oftmals Objekte in seinem Inventar
untersuchen und diese gegebenenfalls kombinieren. An den dafür vorgesehenen Orten werden die
Gegenstände dann wieder eingesetzt bzw. verwendet. Hinzu kommen nette Knobelaufgaben wie
Schiebe- und Zahlenrätsel, die sehr abwechslungsreich sind. Immer wieder
sollen wir etwas anderes erledigen und so wird das Spiel niemals langweilig.
Natürlich erhalten wir immer genügend Hinweise. Hierdurch kommt der Spieler
recht schnell auf die Lösung. Reichen diese Tipps mal nicht aus, so kann man auf die vorhandene Hilfefunktion im Spiel zurückgreifen. So durchsuchen wir
alle möglichen Orte nach wichtigen Informationen bzw. Gegenständen. Mit
diesen lösen wir dann diverse Aufgaben und unterhalten uns mit den
unterschiedlichen Personen. Ist eine Aufgabe abgeschlossen, werden oftmals
kleine, gut gemachte Videosequenzen eingespielt - die wunderbar das Spiel
zusammenhalten. Natürlich werden wir nicht nur in Berlin agieren. Das Spiel
bringt uns immer wieder in andere Länder. Von Russland über Kuba bis hin zur
Antarktis ist alles vorhanden.
Technik:
Die Grafik ist einfach nur toll. Viele unterschiedliche Räume bzw.
Landschaften sollen wir erforschen und das fällt nicht schwer, denn die
Hintergründe sind eine wahre Augenweide. Neben vielen Details werden auch
immer kleine Animationen gezeigt, wodurch die Umgebung sehr lebendig wirkt.
Die Figuren sehen ebenfalls sehr gut aus. Tolle Gesichter sind genauso
vorhanden, wie ansprechende Kleidung. Hinzu kommt ein guter Bewegungsablauf,
wodurch die Charaktere geschmeidig durch die Bilder laufen. Das war
selbstverständlich noch nicht alles. Immer wieder werden toll inszenierte
Videos eingespielt, die das Spiel wunderbar zusammenhalten. Durch die
gesamte Präsentation wird man förmlich an dem Bildschirm gefesselt. Neben
der ansprechenden Optik kann auch der Sound überzeugen. Neben einer
stimmungsvollen Musik werden wir viele Ingamegeräusche zu hören bekommen.
Zum richtigen Zeitpunkt werden immer passende Töne eingespielt und so
entsteht ein tolles Ambiente. Hinzu kommen professionelle deutsche
Synchronsprecher, die den Charakteren leben einhauchen. Diese machen ihre
Arbeit wirklich gut und so hört man den Gesprächen wirklich gern zu. Ein
gewisser Witz darf natürlich auch nicht fehlen. Immer wieder werden wir
flotte Sprüche zu hören bekommen, die wunderbar unterhalten. Die Steuerung
ist ebenfalls sehr einfach. Alle Aktionen lassen sich flüssig ausführen und
dank intuitiver Steuerung wird jeder schnell mit dem Spiel klar kommen. Toll
ist auch, dass wir nicht jeden Pixel nach einem nützlichen Objekt absuchen
müssen. Dank einer nützlichen Hilfsfunktion werden wichtige Objekte direkt
hervorgehoben. Hierdurch kann man sehr flüssig das Spiel durchspielen. Fasst
man alles zusammen, so kann die technische Seite voll überzeugen. Selten sah
ein Spiel - aus diesem Genre - so gut aus.
Fazit:
Geheimakte Tunguska gehört ohne Zweifel mit zu den besten Adventurespielen. Das kommt jetzt
nicht nur durch die tolle Präsentation oder Grafik zustande. Auch die Story
- mit den interessanten Wendungen - kann voll überzeugen. Einfach
phantastisch ist auch die komplette Synchronisation. Es wurden nicht nur
professionelle Sprecher engagiert, diese sind auch mit vollem Elan dabei und
so werden wir dynamische und vor allem witzige Gespräche zu hören bekommen.
Daneben wird auch jeder mit der sehr intuitiven Steuerung sofort klar
kommen. Schon nach wenigen Minuten kennt man alle Funktionen und so kann man
sich direkt in das Spielgeschehen stürzen. Etwas schade ist nur, dass die
Spielfiguren nicht laufen können. So etwas wie eine Rennfunktion gibt es
leider nicht.
Wirklich störend ist das natürlich nicht, denn wir werden durch eine
sinnvolle Hilfefunktion anständig entschädigt. Sehr unterhaltsam sind auch
die logisch aufgebauten Rätsel. Der Spaß endet dann leider nach gut 10 bis 12 Stunden. In
dieser Zeit wird man aber bestens unterhalten. Wer also auf klassische Adventurespiele steht, der sollte schnell zum nächsten Händler eilen. Selten
hat ein Spiel - aus diesem Genre - so viel Spaß gemacht. Uns hat das Point & Klick-Adventure sehr gut gefallen und daher können wir Geheimakte Tunguska
allen Genrefans zum Kauf empfehlen.
Features:
- Gelungene 2D/3D-Symbiose mit über 100 stimmungsvoll animierten
Hintergründen
- Licht- und Schatteneffekte der 3D-Figuren in Echtzeit
- Über mehrere Bildschirme scrollbarer Hintergrund
- Durchdachtes Story- und Rätseldesign
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