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Einleitung:
Adventurespiele erfreuen sich schon
seit vielen Jahren einer sehr großen Beliebtheit. Obwohl das Genre
oftmals schon abgeschrieben wurde, kann es mit guten Spielen immer
noch viele Gamer in seinen Bann ziehen. Ein Erfolgsspiel ist ohne
Zweifel das Adventure Geheimakte. Vor gut einem halben Jahr kam der
zweite Teil für PC in den Handel. Jetzt erscheint auch die passende
Umsetzung für Nintendos Wii und NDS. Wir konnten uns die fertige
NDS-Version in den letzten Tagen ausgiebig ansehen. Ob das Spiel
auch auf dem Handheld überzeugen kann, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Genretypisch kommt das Spiel Geheimakte 2: Puritas Cordis nicht ohne eine
Story aus. Die Welt steht am Abgrund. Als Nina Kalenkow merkt, dass nicht
die Natur, sondern ein skrupelloser Geheimbund namens Puritas Cordis hinter
all diesen Katastrophen steckt, ist es fast schon zu spät. Während ihr
Ex-Freund und Wissenschaftler Max bei der Erforschung uralter indonesischer
Tempelanlagen Zeuge der brutalen Vorgehensweise von Puritas Cordis wird,
geht Nina zusammen mit einem Priester in Frankreich der Frage nach, welche
Verbindung es zwischen den düsteren Prophezeiungen des Geheimbundes und
einem unheimlichen Ordensführer aus dem Mittelalter gibt. Ein dramatischer
Wettlauf mit der Zeit beginnt. Wird es Nina gelingen, die drohende
Apokalypse zu verhindern? Diese Frage werden wir jetzt natürlich nicht
beantworten. Fangen wir erst einmal ganz von vorne an. Nachdem das Spiel
gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü. Hier kann man nun in ein neues
Spiel starten, einen bestehenden Spielstand laden oder die spielrelevanten
Optionen bearbeiten. Hinzu kommt ein Cinemabereich. Hier findet Ihr eine
Liste mit allen Zwischensequenzen, die bisher im Spiel vorkamen. Diese
müssen allerdings im Spiel erst einmal freigespielt werden. Nachdem wir nun
ein neues Game gestartet haben, wird das Abenteuer passend durch ein Intro
eingeleitet. Übrigens werden diese inkl. einer deutschen Synchronisation
abgespielt. Im Spiel selber werden wir dann die Gespräche über deutsche
Texte verfolgen können. Eine komplette Vertonung wird es also nicht geben.
Kommen wir aber zurück zum Spiel. Schon in der Einleitung werden wir mit der
Steuerung konfrontiert. Diese funktioniert recht einfach. Gesteuert wird
hauptsächlich mit dem Tochpen auf dem unteren Bildschirm. Hiermit können wir
unsere Spielfigur an jede Stelle im Bild bewegen - wenn diese erreichbar
ist. Über Türsymbole wechseln wir dann die Orte. Steht unser Cursor auf
Türen, Durchgängen oder Fortbewegungsmitteln, kann man durch das zweimalige
Drücken sofort zu einem anderen Raum wechseln. Bewegen wir den Cursor über
ein Objekt, werden uns die möglichen Interaktionsoptionen wie Hand zum
aufnehmen oder Auge zum ansehen eines Gegenstandes angeboten. Daneben können
wir noch Objekte, die wir in der Hand halten, wieder zurück ins Inventar
packen oder mit Personen reden.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist unsere Inventarleiste. Hier finden wir
alle aufgenommenen Gegenstände. Diese kann man sich erneut ansehen, mit
anderen Objekten kombinieren oder an dafür vorgesehene Orte verwenden. Die
Steuerung selber ist natürlich auf den NDS zugeschnitten.
Damit wir nicht jedes Bild haarklein nach wichtigen Objekten absuchen
müssen, gönnt uns der Hersteller eine sehr nützliche Spielhilfe. Schaltet
Ihr diese ein, so könnt Ihr alle Gegenstände und Ausgänge im jeweiligen Bild
anzeigen lassen. So entgeht uns wirklich kein Gegenstand oder wichtiger Ort.
Daneben wird auch im Tagebuch ein Bereich freigeschaltet, indem man mehr
oder weniger direkte Hinweise auf einen möglichen Lösungsweg findet. In dem
Tagebuch werden übrigens aktuelle Fortschritte und wichtige Ereignisse
aufgelistet. Kommen wir nun zum Gameplay. Ihr agiert mit Eurer Spielfigur in
vielen unterschiedlichen Hintergrundbilder. Hier sollen wir nun alles
untersuchen und gegebenenfalls Objekte einsammeln. Hinzu kommen viele
Personen mit denen wir reden können. Die Gespräche im Spiel laufen dann auf
dem oberen Bildschirm über Sprechblasen ab. Rätsel spielen ebenfalls eine
wichtige Rolle in dem Spiel. Immer wieder werden wir vor kniffligen Aufgaben
gestellt. Dabei sind es nicht nur Inventarrätsel, die wir lösen sollen.
Viele unterschiedliche andere Aufgaben warten ebenfalls darauf, von Euch
gemeistert zu werden. Die Probleme sind meistens sehr logisch aufgebaut. Mit
ein wenig Gehirnschmalz lässt sich fast jede Aufgabe direkt bewältigen. Im
Mittelpunkt des Spiels steht - die aus dem ersten Teil bekannte Schönheit -
Nina. Max ist ebenfalls wieder vorhanden und so müssen wir öfters mal
zwischen den beiden Hauptcharakteren wechseln. Hinzu kommen Nebenfiguren,
die ebenfalls von uns gespielt werden. Die unterschiedlichen Handlungsstränge laufen am Ende wie immer zu
einem großen Finale zusammen. Aber auch im Spiel wird die Spannung permanent
hoch gehalten. Dafür sorgen schon die vielen gut inszenierten Filme. Sehr
unterhaltsam sind auch die witzigen Dialoge. Mit unserer Spielfigur
untersuchen wir nun die diversen Umgebungen, sammeln nützliche Gegenstände
ein, kombinieren diese, lösen Aufgaben und vor allem Rätsel, führen
unzählige Gespräche und folgen der spannenden Story. Diese wird ständig
durch
eingespielte Filme stimmungsvoll vorangetrieben. Hierdurch bleibt die
Motivationskurve auf einem hohen Niveau.
Technik:
Mit der technischen Seite kann man sehr zufrieden sein. Das Adventure hat
zum einen eine sehr nette und ansprechende Grafik. Wir agieren in vielen
unterschiedlichen Hintergrundbildern, die sehr viele Details aufweisen.
Immer wieder werden wir neue Orte zu sehen bekommen, die zu Erkundungstouren
einladen. Neben gut modellierten Figuren werden wir auch noch nette
Animationen und kleine Lichtspielereien erblicken. Toll sind auch
die eingespielten Filme, die stimmungsvoll die Story vorantreiben. Zufrieden
kann man ebenfalls mit dem Sound sein. Da wären zum einen die deutschen
Synchronsprecher. Diese werden wir allerdings nur in den Filmen zu hören
bekommen. Ansonsten läuft, anders wie bei den anderen Versionen, alles über
Sprechblasen ab. Passend eingespielte Ingamegeräusche sind außerdem genauso
vorhanden, wie eine stimmungsvolle Musik. Die Steuerung ist sehr einfach
gehalten. Fast alles kann man mit dem Touchpen machen. Leider gibt es hier
manchmal kleinere Probleme, da man schnell neben das gewünschten Objekt
klickt. Auch durch den kleinen Bildschirm wird manches zu unscheinbar
dargestellt. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und so kommt man
später sehr gut mit der Lenkung klar. Sehr nützlich ist auch die
Hilfefunktion im Spiel, die alle spielrelevanten Orte sofort sichtbar macht.
Dank der eingebauten Hilfefunktionen ist auch der Schwierigkeitsgrad sehr
angenehm. Da alles sehr logisch aufgebaut ist, wird man fast alle Aufgaben
schnell lösen. Fasst man nun alles zusammen, so kann man insgesamt gut mit
der Technik leben. Fazit:
Die NDS-Version von Geheimakte 2: Puritas Cordis ist ein gutes Adventurespiel. Neben einer netten Grafik und Soundkulisse, gönnt man uns
auch noch ein gelungenes Gameplay. Die Rätsel sind logisch und gestellte
Aufgaben löst man - dank vorhandener Hilfsfunktion - ohne große
Schwierigkeiten. Hinzu kommt eine nette Story, die durch tolle Sequenzen
immer wieder vorangetrieben wird. Da kann man schon einmal über die etwas
ungenaue Steuerung großzügig hinwegsehen. An eine ordentliche Prise Humor
hat man selbstverständlich auch gedacht. Wer also ansatzweise Point &
Click-Adventurespiele mag und aktuell ein Genrevertreter auf seien Handheld
spielen möchte, der kann sein Sparschwein direkt plündern und zum nächsten
Händler eilen. Uns konnte das Spiel voll überzeugen und so können wir auch
eine Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Komfortable Bedienung mit Tagebuch, Rätselhilfe und Hotspot-Anzeige
- Vier zum Teil kooperativ spielbare Charaktere
- Spektakuläre Grafik und viele filmreife Zwischensequenzen mit
Sprachausgabe |