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Einleitung:
Master-of-Orion-III könnte
jetzt einen echten Konkurrenten bekommen, denn ein neues viel versprechendes
Spiel erscheint auf dem deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das
Strategiespiel Galactic Civilizations. Wir hatten jetzt die Möglichkeit die
deutsche Version zu testen. Ob sich das Spiel mit dem Mix aus
Wirtschaftssimulation und Strategie lohnt erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wir schreiben das Jahr 2178, aber die Geschichte beginnt eigentlich 50 Jahre
früher. Denn das ist der Zeitpunkt, an dem die Menschen erstmalig in Kontakt
mit einer außerirdischen Spezies treten. Die schwachen Signale einer
arceanischen Forschungsdrohne werden von Sensoren in Australien aufgefangen.
Es dauerte nicht lange bis anschließend eine einfache Form des Kontaktes
zwischen Erde und Arcea hergestellt wird. Seid tausenden von Jahren senden
verschiedenste Zivilisationen mit Hilfe von Stargates Sonden durch die
Galaxie. Die Menschen erkannten die Wichtigkeit dieser Technik und
versuchten diese nicht nur zu adaptieren, sondern auch zu verbessern. Und so
entwickelten sie den Hyperdrive. Mit Hilfe dieser Technologie konnten
endlich erste Kolonie- und Forschungsschiffe gebaut werden und der Weltraum
stand der Kolonialisierung offen. Das war der Anfang des interstellaren
Zeitalters - bekannt auch als Galactic Civilizations. Nun beginnt ein
spannendes Wettrennen um Planeten, Ressourcen und neue Technologien.
Die Erde ist der Ausgangspunkt von Euch. Es existieren zwar noch fünf andere
Rassen aber die sind nicht anwählbar, so dass wir die Menschen spielen
müssen. Bevor das Spiel nun beginnt dürfen wir erst einmal eine
Grundgesinnung aus acht Parteien wählen - die alle Vor- aber auch Nachteile
haben. Manche können besonders gut handeln, haben aber einen schlechten Ruf.
Andere besitzen dagegen einen ausgezeichneten Ruf sind aber bei
militärischen Aktionen absolute Nieten. Welche Ihr nun nehmt ist wohl davon
abhängig was für eine Spielart Ihr bevorzugt. Neben den Grundwerten kann der
Spieler noch weitere Fähigkeitspunkte in mehreren Stufen hinzufügen. Jede
hat dabei wieder bestimmt Auswirkungen und reichen von Population über
Spionage bis hin zur Wirtschaft. Gerade am Anfang sollte der Spieler
besonders darauf achten, dass er diese vernünftig verteilt, denn es wirkt
sich zu Spielbeginn am deutlichsten aus. Was Ihr genau machen solltet müsst
Ihr schon selber herausfinden, denn eine dicke Anleitung dazu gibt es in dem
Spiel nicht. Daneben darf man auch noch die Gegner bestimmen. Dabei reicht
die Bandbreite von freundlichen Aliens bis hin zu fast unbesiegbaren
Monstern. Diese Einstellung ist ebenfalls wichtig, da der Schwierigkeitsgrad
bei Galactic Civilizations generell recht hoch ist.
Wir beginnen mit einem Schiff so wie einem Aufklärer. Die letzteren sind
recht schnell und erkunden sehr gut die Umgebung. So können recht zügig
Kontakte zu anderen Parteien geknüpft werden. Mit dem Kolonieschiff fliegen
wir in ein Sonnensystem mit einem Planeten das Leben ermöglicht und gründen
eine Kolonie. Nun müssen mit den vorhandenen Ressourcen zwei Projekte
aufgebaut werden. Zum einen eine Militärbasis was weitere Schiffe ermöglicht
und einem zivilen Projekt für die Bevölkerung. Bevor nun eine Runde beendet
wird sollten wir uns noch um die Forschung kümmern. Hier haben wir unzählige
Möglichkeiten um unsere Zivilisation nach vorne zu bringen. Von Handel über
Militär bis hin zu Wirtschaft ist alles möglich. Fans dieses Genre werden
sich wohl sofort wohl fühlen, denn es ist fast genauso wie in anderen
Spielen aus diesem Bereich. Ist eine Sache erforscht erhält der Spiele ein
Extra und neue Möglichkeiten für die Forschung.
Ist der Anfang erst einmal geschafft zeigt das Spiel sein ganzes Potenzial.
Mit dazu beitragen kann die KI die hier wirklich beeindruckend ist. Die
Gegner sind hart aber fair. Irgendwann kommen wir dann auch mal in den
Genuss unsere Diplomatie bzw. den Handel einzubringen. So können wir nun
nette Tauschgeschäfte durchführen, die uns neue Erfindungen einbringen. Das
interessante bei Galactic Civilizations ist, das wir verschiedene
Kombinationsmöglichkeiten beim Verhandeln haben und somit werden die
Möglichkeiten um einiges erweitert. So bringen wir dann in vielen
Spielstunden unsere Zivilisation nach vorne. Ein Spiel dauert ca. 25
Stunden, was zwar nichts außergewöhnlich ist aber es reicht durchaus aus.
Wenn ein Spiel dann mal abgeschlossen ist können wir gleich mit dem nächsten
beginnen, denn dank vieler Einstellmöglichkeiten und intelligenten Gegnern
macht ein erneutes Spiel genau so viel Spaß wie das erste. Mit einigen
Erfahrungen klappt nun auch alles besser. Profis werden zwar am Anfang keine
großen Probleme bekommen aber Anfänger sei gesagt, dass man einiges beachten
muss um erfolgreich zu sein. Mit der Zeit macht dann der recht hohe
Schwierigkeitsgrad auch Genreneulinge nichts mehr aus.
Technik:
Was spielerisch ein Glanzstück darstellt verblasst bei der Optik. Zwar
können wir mit einer hohen Auflösung spielen aber das nützt nichts, denn wir
bekommen eine sehr verpixelte 2D Optik geboten. Auch mit den Animationen
sieht es hier nicht viel besser aus, denn es sind so gut wie keine
vorhanden. Zumindest sehen die Menüs passabel aus - was die gesamte Grafik
dann wieder nach vorne bringt. Wenn dann doch mal eine 3D-Szene kommt wird
es nicht unbedingt besser. Dazu kommt eine Sprachausgabe die zwar in
deutscher Sprache ist aber nicht gerade motivierend klingt. Dafür überzeugt
das Spiel bei der Bedienung. Alles ist recht gut angeordnet und jeder
Spieler kommt sehr schnell mit allen Funktionen zurecht. So ist ein
schneller Einstieg möglich und auch nach Stunden wird das Spielen nicht zur
Qual. Insgesamt ist die Grafik zwar nicht mehr zeitgemäß, dafür aber
zweckdienlich. Wichtige Ereignisse werden dann durch ein entsprechendes
Video gezeigt.
Der Sound dagegen ist recht
solide. Soundtracks werden dezent im Hintergrund abgespielt und so nerven
sie auch nicht nach stundenlangen daddeln. Nur die Kampfgeräusche bei den
Schlachten sind weniger gut gelungen. Insgesamt kann man wohl sagen das
Galactic Civilizations technisch nicht unbedingt zeitgemäß ist aber dank
einer guten Bedienung und so gut wie keinen Bugs hebt das Gameplay diese
Schwächen locker auf. Nur Grafikfetischisten werden wohl auf ein geniales
Gameplay verzichten da die Optik nicht das bietet was man heute gewohnt ist.
Ein Vorteil hat das ganze aber, denn das Spiel läuft schon auf kleineren
Rechnern ab 600 MHz.
Fazit:
Dank einem sehr guten Gameplay, interessanten Handels- und
Diplomatiemöglichkeiten und einem sehr üppigen Technologiebaum kann das
Spiel mit anderen Genrevertretern locker mithalten. Leider wird wenig neues
geboten, so das man eigentlich alles kennt was man in diesem Spiel sieht.
Auch der Einstieg ist nicht gerade einfach und vor allem Anfänger könnten
ihre Probleme bekommen. Optisch wird das Spiel auch nicht gerade zeitgemäß
präsentiert aber das macht nicht so viel aus, da genug spielerisches
Potenzial in Galactic Civilizations steckt. Leider wird der Spieler nicht in
den Genuss kommen gegen andere zu spielen. Galactic Civilizations hat leider
keine Internetfunktion, so dass spannende Onlinespiele ausbleiben. Wer
dieses Genre mag kann ohne überlegen zuschlagen. Es wird so viel Spielspaß
geboten, dass keiner eine Anschaffung bereut. Einzig Personen die ein
Grafikfeuerwerk bei einem Spiel sehen wollen kann man Galactic Civilizations
nicht nahe legen. Alle anderen sind zu einer heißen Strategieschlacht
eingeladen.
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