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Einleitung:
Vor gut drei Jahren kam das
Spiel Galactic Civilizations auf den deutschen Markt. Schon damals konnte
das Spiel viele Genrefans überzeugen. Mit Galactic Civilizations 2 kommt nun
der Nachfolger des rundenbasierten Strategiespiels in den Handel. Wieder
dürfen wir uns in den Weltraum begeben. Dort schlüpfen wir in die Rolle
eines Herrschers, der ein weit reichendes interstellares Imperium aufbauen
soll. Wir konnten jetzt das neuste Koch Media-Spiel testen. Ob sich das
Spiel für Strategiefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich kommt so ein Spiel nicht ohne eine Story aus. Wir schreiben das
Jahr 2225. Getrieben von ihrem ewigen Machthunger hat sich die Menschheit im
Weltall ausgebreitet. Die Eroberungskämpfe wüten unvermindert weiter. Die
Menschen greifen nach der Vormacht über die anderen Rassen der Galaxie.
Natürlich haben diese ihre eigenen Pläne für den Kosmos. Unter diesen neuen
Feinden ist auch das gefürchtete Imperium der Drengin, die vor nichts halt
machen, um die Menschen und ihre Verbündeten auszulöschen. Aber nicht einmal
die Drengin ahnen, welche Schrecken noch in den Weiten des Weltalls
lauern... Wir sollen nun Technologie, Diplomatie, Kolonisierung und
Angriffs-Krieg gekonnt einsetzen, um ein weit reichendes interstellares
Imperium aufzubauen. Bevor wir in das eigentliche Spiel einsteigen,
wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel
installiert und gestartet wurde, erblicken wir erst einmal das Hauptmenü.
Hier finden wir die Menüpunkte "Neues Spiel", "Spiel fortsetzen", "Spiel
laden", "Kampagne", "Metaverse", "Optionen" und "Tutorial". Wie gewohnt kann
der Spieler unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen und
unter "Spiel fortsetzen" sein letztes Spiel weiter spielen. Wollt Ihr einen
bestimmten Spielstand aktivieren, so geht einfach in den Bereich "Spiel
laden". Am Anfang sollte jeder erst einmal das Tutorial durchgehen. In diesem
Bereich wird uns die Steuerung näher gebracht. Dazu können wir
englischsprachige Videos ansehen, die mit deutschen Texten alles Wichtige
erklären. Kommen wir nun zu den eigentlichen Spielarten. Da wäre zum einen
der Modus Metaverse. In diesem Bereich darf man ein Sandbox-Spiel mit einem
festgelegten Regelsatz spielen. Das Ergebnis kann online übermittelt werden.
Die meisten werden sich allerdings für den Kampagne-Modus interessieren.
Hier warten zahllose Missionen auf uns, in denen die Geschichte der Dread
Lords erzählt wird. Daneben gibt es noch ein normales Einzelspieler
Sandbox-Spiel. Dieses aktivieren wir über den Menüpunkt "Neues Spiel". Am
Anfang muss der Spieler erst einmal festlegen, wie groß die Galaxie ist, wen
er spielen möchte und wer seine Gegner sein sollen. Bei der Größe der
Galaxie gibt es übrigens 6 Abstufungen, die von "Winzig" bis "Gigantisch"
reichen.
Eine ähnlich große Vielfalt gibt es auch bei den Zivilisationen. Gleich zehn
Rassen stehen zur Auswahl, die alle eigene Stärken und Schwächen besitzen.
Daneben kann der Spieler aber auch eine eigene Rasse erstellen. Sobald wir
uns entschieden haben, über welche Zivilisation wir herrschen möchten und
wer unsere Gegner sind, beginnt das Spiel. Der Akteur startet nun mit einer
Heimatwelt, einem Kolonie- und einem Erkundungsschiff. Mit dem Kolonieschiff
kann man dann neue Welten besiedeln - um die Bevölkerung, unseren Einfluss
und unsere militärische Macht zu vergrößern. Jeder Planet der Galaxis ist
einzigartig, aber einige sind besser als andere. Wir müssen dafür sorgen,
dass sich unsere Zivilisation die besten Planeten sichert, um unseren Erfolg
zu gewährleisten. Das eigentliche Spiel läuft nun rundenweise ab. Wir müssen
uns selbstverständlich in einer Spielrunde um viele Dinge kümmern. Neben dem
Planetenmanagement soll der Spieler auch die Galaxie erkunden, mit anderen
Rassen Handel betreiben und diverse Raumschiffe koordinieren. Die Planeten
sind dabei nicht nur der Lebensraum unserer Bevölkerung, sondern auch eine
wichtige Basis zur Eroberung der Galaxis. Je nach Beschaffenheit des
Planeten, darf der Spieler dort diverse Bauwerke errichten. Diese haben dann
Auswirkungen auf die Bereiche Militär, Ökonomie, und Forschung. Je besser
unser Militärbereich ist, desto schneller können wir Raumschiffe fertigen.
Durch eine bessere Ökonomie kann der Spieler außerdem zügiger bauen und durch eine gesteigerte Forschung werden schneller Technologien
verfügbar. Natürlich dürfen wir auf einem Planeten die Prioritäten ändern,
um bestimmte Bereiche nach vorne zu bringen. Allerdings geschieht dieses zu
Lasten der anderen Bereiche. Im Mittelpunkt stehen wie immer unsere
Raumschiffe und deren technologischer Stand. Am Anfang stehen nur ein paar
vorgefertigte Raumschiffe zur Auswahl. Später kann man dann eigene - aus
einem Baukastensystem - zusammenstellen. Dabei hat der Hersteller auf eine
große Vielfalt gesetzt. Von Waffen, Panzerung, Schilde über Triebwerke bis
hin zu Sensoren ist alles vorhanden. Mit neu erforschten Technologien
erweitern wir unsere Möglichkeiten und so entstehen immer mächtigere
Raumgleiter. Mit diesen erkunden wir nun die riesige Galaxie.
Wie schnell wir neue Gebiete erforschen, hängt natürlich auch von dem
Entwicklungsstand ab. Erst mit guten Triebwerken können unsere Raumschiffe
weite Strecken zügig überbrücken. Dann werden wir endlich eine Karte unserer
Galaxie erhalten, auf der Sonnensysteme genauso eingezeichnet sind wie
Anomalien, Handelsrouten und Grenzen zu anderen Reichen. Selbstverständlich
werden wir mit den Nachbarn in Kontakt treten und demzufolge auch Kämpfe
austragen. Damit wir einen großen Schutz haben, sollten wir später nur noch
mit Flottenverbänden reisen. Kommt es dann zu einer Auseinandersetzung,
können wir mit mehreren Schiffen besser gegen unsere Angreifer bestehen. Das
liegt vor allem daran, dass bei einem Kampf die Angriffs- und
Verteidigungswerte verglichen werden. Die anschließende Schlacht - mit
diversen Raumschiffen wie Zerstörern, Kanonenschiffe oder Transportern -
kann sich der Spieler dann in einem Video ansehen. Leider darf er nicht in
die eigentliche Schlacht eingreifen. Krieg wird selbstverständlich nicht nur
im Weltraum geführt, denn hat eine Nation Invasionseinheiten entwickelt, so
kann diese dann auch Planeten auf unterschiedlichen Arten erobern. Auch hier dürfen
wir übrigens nur die grobe Taktik vorgeben. Der Forschungsbereich ist ein
wichtiger Punkt in diesem Spiel und so werden wir es mit einem äußerst
umfangreichen Technologiebaum zu tun bekommen - der in allen möglichen
Bereichen Weiterentwicklungen zulässt. Der Spieler muss natürlich nicht
alles entwickeln. Oftmals ist es sogar ratsamer sich zu spezialisieren. Wie
immer wird die Forschung nur möglich sein, wenn auch die Finanzen stimmen.
Geld erhalten wir vor allem durch unsere Planetenbewohner, die fleißig
Steuern zahlen. Hinzu kommen diverse Bauwerke und Handelsraumschiffe, die
ebenfalls Einkünfte einbringen. Ein weiterer wichtiger Bereich in dem Spiel
ist die Diplomatie. Selbst unsere Diplomaten sorgen dafür, dass bei uns die
Kasse klingelt. Außerdem handeln sie noch Friedens- oder Allianzverträge
aus. Nützlich ist ebenfalls die Spionage. Durch
unterschiedliche Geheimdiensttätigkeiten kann man sich einen nützlichen
Wissensvorsprung verschaffen. Haben wir genug von einer Rasse, so dürfen wir
auch mit einem anderen Volk spielen. Da jede Nation andere Vorteile hat, wird sich ein ganz
anderes Spiel entwickeln.
Technik:
Die optische Seite steht bei solchen Spielen nicht wirklich im Mittelpunkt.
Das gilt auch für Galactic Civilizations 2. Es wurde eine eher praktische
und unspektakuläre Grafik gewählt, die allerdings das Gameplay gut
unterstützt. Zumindest haben wir durch eine frei zoombare Kamera alles im
Blick. Leider werden wir auch bei den Effekten kein Grafikfeuerwerk erleben.
Bis auf ein paar netten Explosionen wird kaum etwas gezeigt. Ein wenig
entschädigt wird der Spieler durch vielfältig gestaltete Planeten und
Raumschiffe. Mit den Menüs kann man ebenso gut leben. Diese sind nicht nur
gut sortiert und übersichtlich, sondern sie wurden auch mit vielen kleinen
Extras versehen. Dank eines netten Videotutorials wird man außerdem recht
schnell mit der Steuerung klar kommen. Allerdings wären ein paar praktische
Übungen ganz hilfreich gewesen. Recht praktisch ist dann noch die Tatsache,
dass zahlreiche Menüs mit wenigen Mausklicks erreichbar sind. Hinzu kommen
diverse Informationen, die man ein- und ausblenden kann. Gefallen hat uns
auch der Sound. Die passende Science-Fiction-Musik klingt genauso gut wie
die Ingamegeräusche. Toll ist auch die künstliche Intelligenz. Dank eines
einstellbaren Schwierigkeitsgrades werden Anfänger genauso gefordert wie
Genrekenner. Fasst man nun alles zusammen, so kann man grundlegend mit der
technischen Seite zufrieden sein.
Fazit:
Natürlich muss man solche Spiele mögen.
Wer mit Science-Fiction-Strategiespielen nichts anfangen kann, sollte lieber die Finger von
diesem Spiel lassen. Alle anderen werden ein tolles Game erhalten, das über
Wochen fesseln kann. Natürlich gibt es auch ein paar Punkte die stören. Zum
einen wünscht man sich mehr Handlungsmöglichkeiten beim Kampf. Dieses hat
uns der Hersteller leider nicht gegönnt und so dürfen wir nur - bei den
etwas unansehnlichen Schlachten - zuschauen. Nett wäre auch eine etwas zeitgemäßere Grafik gewesen. Dennoch reicht das gezeigt aus, um das Gameplay
gut zu unterstützen. Selbstverständlich bietet das Spiel auch viele positive
Punkte, so dass die negativen Bereiche kaum ins Gewicht fallen. Dank großer
Handlungsfreiheit und verschiedener Siegbedingungen, kann man sich so
richtig in dem Spiel auslassen. Es liegt wirklich an uns, wie sich unsere
Nation entwickelt. Ein großer Technologie- bzw. Forschungsbaum lässt tolle
Spezialisierungen zu und durch die unterschiedlichen Rassen wird so viel
Vielfalt angeboten, dass sich auch ein erneutes durchspielen lohnt. Dank
guter Gegner-KI wird man sich außerdem über Wochen mit dem Spiel
beschäftigen können. Dabei muss der Spieler kein Profi sein. Da man recht
viel anpassen kann, werden auch Genreneulinge mit dem Spiel gut zurecht
kommen. Uns hat das Spiel gut gefallen und so können wir Galactic
Civilizations 2 ohne Bedenken zum Kauf empfehlen.
Features:
- Jeder Planet verfügt über ureigene Bedingungen und Eigenschaften, die
Ihnen zahlreiche neue Wege ermöglichen, Ihr Imperium zu vergrößern
- Der verbesserte Kampfmodus erleichtert das Planen und Ausführen
strategischer Schlachten
- Erstklassige KI. Eines der besten KI-Systeme, die je für ein
Strategiespiel entwickelt wurden, steckt in Gal Civ II
- Einzigartige Planeten in einem abwechslungsreichen Universum
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