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Einleitung:
Koch Media bringt jetzt das
rundenbasierte Strategiespiel Galactic Assault: Prisoner of Power auf den
deutschen Markt. Das Paradox Interactiv-Spiel bietet eine packende Story,
die auf dem Roman Prisoner of Power von Arkady und Boris Strugatsky basiert.
In dem SciFi-Strategiespiel kämpfen vier verfeindete Rassen in einem nicht
enden wollenden Krieg erbittert um den Sieg. Wir konnten uns die fertige
PC-Version jetzt sehr genau ansehen. Ob sich das Game für angehende
Kriegsherren lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Das neuste Paradox Interactiv-Spiel kommt selbstverständlich nicht ohne eine
Story aus. Maxim Kammerer ist ein wagemutiger junger Mann, der dem
Raumforschungsprogramm seines Landes beitritt. Während einer Mission wird
sein Schiff über dem abgelegenen Planeten Saraksh abgeschossen, der sich
gerade langsam von einem brutalen Atomkrieg erholt. Als er nach der
Bruchlandung wieder zu sich gekommen ist, findet er sich im Land der
unbekannten Vorväter wieder, einem Land, das von einem
Gedankenkontroll-Netzwerk beherrscht wird. Max kann die zentrale
Übertragungsstation schon bald ausfindig machen und zerstören, was zum
Zusammenbruch des Kontrollnetzwerks führt und die Bewohner des Landes unter
verschiedenen Nachwirkungen leiden lässt, darunter komaähnliche Zustände.
Die benachbarten Khonties, die sich die Schwäche ihrer Feinde zunutze machen
wollen, ergreifen diese Gelegenheit beim Schopfe und greifen den Norden des
Landes an. Die Handlung setzt nach Max Zerstörung der zentralen
Übertragungsstation ein. Die Armee des Landes der unbekannten Vorväter hat
im Norden eine Niederlage gegen ihre bösartige und unerbittliche, aus
Khonties, Barbaren und dem Inselreich bestehende Gegnerschaft erlitten, die
sich die Vernichtung der gesamten Rasse des Landes der Vorväter auf die
Fahne geschrieben hat. Bevor wir nun in das Spiel einsteigen, wollen wir
erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem Galactic Assault: Prisoner of
Power installiert und gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den
Punkten Kampagne, Szenarien, Death Matches, Spiel laden, Multiplayer,
Wiederholung anschauen, Optionen und Hilfe. Unter zu letzt genannten Punkt
könnt Ihr alles über das Spiel erfahren. Anhand vieler informativer Texte
wird das komplette Spiel genau erklärt. Wie gewohnt kann man außerdem unter
Optionen alle spielrelevanten Einstellungen für Grafik, Audio und Gameplay
vornehmen. Wer mag darf unter "Wiederholungen anschauen" in vergangene
Schlachten reingehen. Einen bestehenden Spielstand aktiviert man außerdem
unter dem Punkt Spiel laden. Kommen wir nun zu den eigentlichen Spielarten.
Wer gegen menschliche Spieler ein Match bestreiten möchte, sollte in den
Bereich Multiplayer wechseln. Die Spielschlachten können hier in den
Kombinationen Spieler gegen Spieler und Spieler gegen KI über LAN und
Internet ausgetragen werden. Zuzüglich dürfen Spieler auch im herkömmlichen
Hot-Seat-Modus spielen. Nach diversen Einstellungen kann die Schlacht ganz
nach den Vorstellungen der Spieler beginnen. Bevor Ihr Euch allerdings mit
menschlichen Gegnern messt, solltet jeder erst einmal ausgiebig den
Einzelspielerbereich durchspielen. Dazu gönnt uns der Hersteller diverse
Spielmodis. Sehr interessant ist z.B. der Modus Death Matches. Das Game
bietet uns 12 herkömmliche Echtzeitstrategie-Death-Matches an. Das
Missionsziel dieser riesigen Missionen besteht in der Eroberung aller
feindlicher Basen. Das war bei weitem noch nicht alles. Unter Szenarien
dürft Ihr 11 davon spielen. Jedes dieser Spiele kann mit einer der vier
unterschiedlichen Rassen bestritten werden: dem Land der unbekannten
Vorväter, den Khonties, den Barbaren und dem Inselreich. Obwohl die
unterschiedlichen Rassen optisch anders rüber kommen, lassen sich alle
grundlegend gleich spielen. Das bringt natürlich spielerische Vorteile, vor
allem bei Multiplayergefechten.
Der interessanteste Modus ist ohne Zweifel der Bereich Kampagne. Diese
umfasst 17 Missionen zuzüglich dutzender Szenarien für die verschiedenen
Rassen. Die Schlachten finden auf 20 unterschiedlichen Karten statt, die
sich in Größe und Topographie unterscheiden. Die ersten sieben Missionen
sind dabei als Tutorial ausgelegt, die einen wunderbar das Spiel und die
Steuerung näher bringen. Dazu erklärt uns ein deutscher Sprecher jede
Kleinigkeit. Anschließende praktische Übungen verfestigen das Erlernte und
so kann jeder sehr schnell in das Geschehen einsteigen. Damit jeder eine
passende Herausforderung findet, gönnt man uns dann noch drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Somit
dürfte kein Gamer überfordert werden. Zwischen den
Missionen wird uns jeweils ein Text gezeigt, der die Aufgabenstellung klar
festlegt. Hinzu kommt ein Sprecher der uns alles Wichtige sagt. Somit wissen
wir immer, worum es in der bevorstehenden Schlacht geht. Kommen wir nun zum Gameplay. Das Spiel ist ein reinrassiges rundenbasiertes Strategiespiel. Der
Spieler soll in einer Schlacht seinen Feind so schnell wie möglich
erledigen, feindliche Stellungen zerstören bzw. gegnerische Basen erobern. Das ganze ist
in Runden aufgeteilt, wo jede Seite ihre Züge macht, bevor der nächste dran
ist. Jede Runde ist in eine Kampf- und Nachschubphase unterteilt. In der
Kampfphase ziehen wir jede einzelne Einheit auf den Hexfeldern. Diese geben
uns farbig an, wie weit wir ziehen können. Jeder Truppenteil hat eine andere
Beweglichkeit und so muss der Spieler genau darauf achten, wohin er eine
Einheit zieht. Die Topographie spielt natürlich ebenfalls eine wichtige
Rolle, denn je nachdem wo wir uns befinden, gibt es Bonuspunkte oder Abzüge.
So kommt man z.B. auf der Straße weiter voran, als wenn man durch einen Wald geht.
Allerdings bietet dieser ebenfalls Vorteile, die nicht zu verachten sind.
Bessere Deckungs- oder Angriffsvorteile sind entscheidende Faktoren für
bevorstehende Auseinandersetzungen. Übrigens können sich manche Einheiten
auch tarnen oder eingraben. Kommen wir nun in Reichweite eines Gegners, so
kann dieser sofort zurückschießen. Dadurch wirkt alles etwas actionlastiger,
da man auch Aktionen während der Züge sieht. Hinzu kommt, dass der Gamer
direkt mitbekommt, wenn er in einen Hinterhalt gerät. Schließlich können
schützende Artilleriegeschützte schnell unseren Vormarsch zu Nichte machen.
Eine weitere Besonderheit in dem Spiel ist die Moral der Einheiten. Eine
Einheit hat neben einer Lebensleiste auch eine Moral. Diese wird in
unterschiedlichen Farben dargestellt. Bei Grün ist noch alles in Ordnung.
Kritischer wird es bei Geld und bei Rot ist unsere Einheit fast erledigt.
Jetzt kann man sie nur noch ziehen aber nicht mehr kämpfen lassen. Zum Glück
darf der Spieler angeschlagene Einheiten in seiner Basis regenerieren. Das
ist nicht unwichtig, denn die Truppen sammeln in einer Schlacht Erfahrung.
Hierdurch werden sei noch stärker. Neben den Infanterieeinheiten gibt es
natürlich auch noch viele weitere. Welche Vorteile sie besitzen, kann man zu
jeder Zeit über eine Auflistung von Grundwerten ansehen. Dabei gönnt uns der
Hersteller viele unterschiedliche Einheitentypen. Von Panzer, Schiffen über
Artillerie bis hin zu Transportern oder Flugzeugen ist alles vorhanden.
Hinzu kommen Pioniere, die Brücken bauen können. Eine Basis haben wir dann
auch noch. In dieser können wir Einheiten erschaffen und gegebenenfalls auch
aufrüsten. Hinzu kommt die Möglichkeit Einheiten zu regenerieren und
Reparaturen durchführen zu lassen. Gegnerische Basen dürft Ihr übrigens auch
erobern. Schafft Ihr dieses, so erhaltet Ihr volle Kontrolle über deren
Depots. So agieren wir nun mit unseren Truppen auf den unterschiedlichen
Karten und versuchen taktisch klug unsere Gegenspieler vom Feld zu fegen.
Technik:
Galactic Assault: Prisoner of Power hat eine ganz nette Grafik, die einen
allerdings nicht vom Hocker haut. Die großzügig gestalteten Karten zeigen
viele Details wie Wasser oder eine üppige Vegetation. Einzig die Texturen
hätten ein wenig schärfer sein können. Besser kommen die vielen Effekte
rüber. Es sieht schon cool aus, wenn die Artillerie ihre Geschosse abfeuern
und diese wuchtig beim Gegner einschlagen. Ganz nett sehen auch die
Einheiten aus, die sich gut animiert über die Karte bewegen. Wenn man
bedenkt, dass es sich hierbei um ein rundenbasiertes Hexfeldstrategiespiel
handelt, kann man gut mit dem Gezeigten leben. An die Klasse von anderen
Echtzeitstrategiespielen kommt das Game aber nicht heran. Der Sound kann mit
der Optik gut mithalten. Jede Aktion wird mit einem passenden Geräusch
begleitet und so entsteht insgesamt ein ansprechendes Ambiente. Hinzu kommen
deutsche Sprecher, die allerdings etwas unmotiviert Ihre Sätze abfeuern. Mit
der Kamera kann man dann auch noch zufrieden sein. Zu jeder Zeit wird der
Spieler das Spielgeschehen wunderbar beobachten können. Die Steuerung ist
sehr genretypisch. Dank eines einführenden Tutorials wird jeder schnell mit
der Lenkung klar kommen. Ordentlich ist auch die KI der Gegner. Abhängig vom
Schwierigkeitsgrad wird jeder Akteur eine angemessene Herausforderung
finden. Fasst man nun alles zusammen, so ist die technische Seite ganz passabel.
Fazit:
Eigentlich kann man mit Galactic Assault: Prisoner of Power zufrieden sein.
Das unverbrauchte Szenario spricht uns genauso an, wie das dynamische
Spielprinzip. Viele Einheiten und Karten lassen das Gamerherz schnell höher
schlagen. Hinzu kommen nette Features wie die Moral und ein sehr einfaches
Gameplay. Selbst Anfänger werden mit dem simplen Spielprinzip sehr schnell
klar kommen. Natürlich trägt auch das anfängliche Tutorial dazu bei.
Außerdem ist es sehr angenehm, gerade für ungeübte Spieler, wenn man sich
viel Zeit zwischen den Zügen lassen kann. Die Schlachten sind trotzdem sehr
spannend, denn der Computer spielt gut mit und setzt uns ordentlich unter
Druck. Frust kommt trotzdem nicht auf, denn durch den einstellbaren
Schwierigkeitsgrad kann man alles seinen Fähigkeiten anpassen. Dennoch muss
der Spieler vieles beachten, wie z.B. die Geländevorteile. Allerdings gibt
es auch ein paar Punkte die stören. So nervt ein wenig, dass die Völker kaum
Unterschiede aufweisen. Hier hätte man sich doch ein wenig mehr Vielfalt
gewünscht. Auch die Aufrüstmöglichkeiten sind eher mager ausgefallen. Hinzu
kommt die Optik, die ruhig mehr zeigen könnte. Dennoch macht das Spiel über
lange Zeit sehr viel Spaß. Wer also gerne rundenbasierte Strategiespiele mag
und kleinere Macken verschmerzen kann, der wird mit Galactic Assault:
Prisoner of Power sehr viel Zeit verbringen können. Vor allem Schlachten
gegen menschliche Widersacher binden einen sehr lange an den Bildschirm. Uns
hat das Spiel insgesamt recht gut gefallen und daher können wir eine
Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Packende Story, basierend auf dem Roman "Prisoner of Power" von Arkady und
Boris Strugatsky
- 4 völlig unterschiedliche Rassen: Land der Väter, Khonties, Barbaren und
das Inselimperium
- Realistische Spielumgebung, komplett in 3D; inklusive Tag-/Nachtwechsel
und Wettereffekten
- Kinoreife Kameraführung für Dramatik pur
- Umfangreiches Technologie- und Upgradesystem
- Revolutionäres taktisches Kampfsystem
- Mehr als 70 unterschiedliche Einheiten
- Neuartige Technologien und Forschungsmöglichkeiten
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