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Einleitung:
Eigentlich sollte das Spiel G.I. Combat schon im Sommer kommen. Nach einigen
Verschiebungen ist es jetzt aber endlich soweit und Modern Games bringt das
taktische Actionspiel endgültig auf den Markt. Das Spiel stammt von den
ehemaligen Close Combat-Entwicklern der mittlerweile unter dem Label Freedom
Games arbeiten. Wir hatten jetzt die Gelegenheit das Spiel zu testen. Ob
sich eine Anschaffung lohnt erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich gibt es bei dem Spiel auch eine Story. Am 06. Juni 1944 nahm die
Erste Infanterie Division der U.S. Armee an einer der bedeutendsten
amphibischen Invasionen der Weltgeschichte teil. Diese Invasion fand an
einem langen Abschnitt des "Shale Beach" in der Normandie Frankreichs statt,
der als "Omaha Beach" in die Geschichte eingehen sollte. Adolf Hitlers
gefürchtete "Atlantische Mauer" sollte unter der militärischen Macht von
Amerika, England, Kanada und Frankreich zerbröckeln. Hitlers Nazi-Reich
sollte ein Jahr später zerfallen, zermahlen von den westlichen Alliierten
und Stalins Roter Armee. G.I. Combat überträgt dem Spieler die Rolle eines
Kompanie-Befehlshabers an der Frontlinie um den Kreuzzug zur Befreiung
Europas aus Hitlers teuflischen Klauen anzuführen. GI Combat ist ein 3D
Echtzeit Strategiespiel. In einem Kampf kann der Spieler bis zu 120 Männer,
eingeteilt in Infantrietruppen, Geschütze, Fahrzeuge und Panzer
kontrollieren und führen.
Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde gelangt der Spieler in das
Hauptmenü, wo er neben den Optionen auch die Punkte Szenario Editor,
Multiplayer, Training und Spiel starten findet. Mit dem Missionseditor
lassen sich eigene Karten und Schlachtszenerien erstellen. Über den
Multiplayermodus kann man über LAN oder Internet Spiele austragen.
Grundlegend ist erst einmal anzuraten das jeder das Grundtraining
absolviert. Das Training beinhaltet eine Reihe von Trainingskursen, welche
die grundlegende Kameraführung, das Kommandointerface und die Kampftaktik
schulen sollen. Im mitgelieferten Handbuch soll man hierzu einige
Informationen finden. Eine echte Hilfestellung ist dieses Handbuch aber
nicht. So muss man sich mit der Handbuch auf der CD auseinander setzen was
ein wenig schade ist, denn im Spiel nützt dieses wenig um mal schnell was
nachzuschlagen.
Kommt der Spieler mit der Steuerung zurecht kann er sich in das eigentliche
Spiel begeben. Als erstes erblickt er das Szenarioauswahlmenü. Hier dürfen
diverse Einstellungen vorgenommen werden. Darunter auch die
Szenarienauswahl. Der Szenarioauswahlbildschirm beinhaltet fünf Hauptfelder.
So hat der Spieler die Möglichkeit aus bereits vorhandenen Schlachten,
Operationen, Kampagnen oder gespeicherten Spielen das passende auszuwählen.
Eine Schlacht ist hierbei ein einzelnes Gefecht zwischen deutschen und
amerikanischen Streitkräften. Dieser findet auf einer einzelnen Karte statt.
Die Einheiten auf beiden Seiten werden von Kampfbeginn an vorgeschrieben.
Eine Operation dagegen ist der Kampf zwischen zwei Kampfgruppen auf zwei
oder drei zusammenhängenden Karten. Operationen beinhalten normalerweise
zwei oder drei Gefechte. Eine Kampagne besteht dagegen aus vier oder mehr
Karten mit unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten, die einige Aufgaben und
Einsätze zur erfolgreichen Beendigung erfordert. Daneben kann man auch
wählen, ob man auf der deutschen oder auf der amerikanischen Seite spielen
möchte. Natürlich darf der Schwierigkeitsgrad ebenfalls bestimmt werden.
Nach den Einstellungen beginnt nun endlich das eigentliche Spiel.
Der Spieler darf diverse Truppenteile steuern. Die Truppen sind
unterschiedlich ausgestattet. So gibt es Mörser, Maschinengewehre,
Flammenwerfer, Panzerabwehrgeschütze und diverse Fahrzeuge. Aus der
Vogelperspektive sieht der Spieler naturgetreue Landschaften, die nach
Satellitenbildern der Originalschauplätze modelliert worden sind. Während
eines Kampfes darf der Spieler so bis zu 120 Männer kontrollieren,
eingeteilt in Infanterietruppen und/oder Geschütze, Fahrzeuge und Panzer.
Die Einheiten sind aber nicht nur willenlose Wesen. Geraten die Soldaten in
gefährliche Situationen so handeln sie eigenständig, gehen in Deckung und
erwidern das Feuer. Wird die Gefahr größer so werden sie ängstlich,
verweigern Befehle oder ziehen sich zurück. Im schlimmsten fall geben sie
sogar auf. Mit den Einheiten erobert oder verteidigt der Spieler die
Schlüsselstellungen in gut 25 Szenarien, die entweder einzeln oder in
verknüpften Kampagnen gespielt werden können. Das Gelände indem eine
Schlacht stattfindet bietet einige Unterschiede. So gibt es Hecken und
Buschwerk genauso wie Gebäude, Wälder, Felder, Gartenmauern, Sandsäcke,
Zäune, Schützengräben und Obstgärten. Dieses Gelände muss der Spieler nun
für sich nutzen um die Schlacht zu gewinnen. Daneben gibt es auch noch eine
Detailansicht der Soldaten und individuellen Statistiken. Ein Spiel kann
beendet werden, indem eine Partei gewinnt oder weil die Zeit abgelaufen ist.
Ist letzteres der Fall wird die Punktzahl von allen geschlagenen Einheiten
und eroberten Gebieten gezählt. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl
siegt.
Technik:
Mit der Steuerung kann man bei G.I. Combat evtl. noch leben. Mit Hilfe der
Maus werden die Kamera und die aktuelle Perspektive eingestellt. Sie ist
zwar ein wenig gewohnheitsbedürftig aber mit der Zeit kommt man mit dieser
einigermaßen zurecht. Ansonsten wird sehr viel mit der Tastatur gemacht.
Schlechter schneidet bei dem Spiel die Grafik ab. Die Truppen wurden nicht
gerade gut animiert und durch mittelmäßige Texturen wirkt alles ein wenig
künstlich. Zusätzlich belastet die Kamera das Spielvergnügen. Diese macht
das Spiel sehr unübersichtlich. Vor allem, weil die Einheiten sich in den
Texturen verlieren. Ständig muss man dann noch die Perspektive neu justieren
um die Soldaten wieder zu finden. Nach ein paar Minuten beginnt dann das
große Chaos. Dadurch wird zum Teil auch der hohe Schwierigkeitsgrad erklärt,
weil der Spieler so gut wie nie den Überblick behält. Zumindest werden viele
unterschiedliche Einheiten geboten die sich recht realistisch verhalten. Das
reicht aber nicht aus um die technischen Mängel auszugleichen. Technisch
ausgereift ist das Spiel bei weitem nicht und so stört dieser Mangel vor
allem das Gameplay.
Fazit :
Das größte Problem bei dem Spiel ist wohl die unausgereifte Technik. Vor
allem, weil man durch die Kamera schnell den Überblick verliert. Ansonsten
kann man weder den Sound noch die Grafik hervorheben. Optisch ist das Spiel
bei weitem nicht mehr am Puls der Zeit. Zusätzlich gehen die Truppen in den
Texturen schnell unter, so dass man sie oft aus den Augen verliert - was zum
Teil auch an der Kamerasteuerung liegt. Wenn man das Spiel mit Freunden
spielt kommt wenigstens ein wenig Spielspaß auf. Ebenfalls schwach fällt das
Handbuch aus. Dieses besteht gerade einmal aus sechs Seiten. Will man mehr
über das Spiel erfahren muss man das Handbuch auf der CD durchlesen. Viele
Hilfen bietet es leider auch nicht. So werden gerade Genreanfänger schnell
Probleme bekommen und die Lust verlieren. Schade eigentlich, weil die Idee
des Spiels recht gut ist. Wenn G.I. Combat technisch nur besser umgesetzt
worden wäre hätte man ein gutes Spiel für sein Geld bekommen. So kann man
das Spiel nur Strategiefanatiker empfehlen die sich nicht von der schlechten
Technik abschrecken lassen. Zumindest bekommen diese viele Einheiten und
Waffen geboten.
Features:
- Dutzende historische und hypothetische Szenarien, die es zu bestehen gilt,
startend mit dem D-Day in Omaha Beach, über den Ausbruch Patton's bis hin
zur Operation Cobra
- Exakte Darstellung von Waffen und Munition (MP-40, Thompson...)
- 60 verschiedene Infanterie-Einheiten mit individueller Darstellung der
Soldaten-Modelle;
- Über 40 bewaffnete Fahrzeuge und Artillerie (Jumbo Sherman, Mark V
Panther...)
Kampagnen mit Zufallsereignissen (z.B. unerwartete Verstärkung,...)
- Multiplayer-Modus über LAN oder Internet
- Inklusive Missionseditor um eigenen Karten und Schlachtszenarien zu
erstellen
- Landschaften basierend auf Satellitenbildern der Original-Schauplätze
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