Mittlerweile ist die
FlatOut-Reihe eine feste Größe auf vielen Videospielsystemen. Basierend auf
dem preisgekrönten Xbox-360-Rennspiel FlatOut Ultimate Carnage kommt jetzt
über Empire Interactive ein Ableger für Sonys PSP auf den deutschen Markt.
Es handelt sich dabei um das actionreiche Rennspiel FlatOut: Head On. Wir
konnten uns die fertige Version jetzt genauer ansehen. Ob sich eine
Anschaffung nicht nur für Raser und Adrenalinjunkies lohnt, erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Erfreulicherweise ist FlatOut: Head On sehr umfangreich, wodurch Ihr Euch
über Tage mit dem Spiel beschäftigen könnt. Da wäre zum einen der
Karrieremodus. Hier müssen wir uns in unterschiedlichen Herausforderungen
wie Derby, Straße oder Rennen beweisen. Nett ist auch der Carnage-Mode, wo
36 verschiedene Aufgaben darauf warten, von uns gemeistert zu werden. Die
Vielfalt ist auch reichhaltig, denn vom Bombing-Run bis hin zum
Dummy-Weitwurf ist alles vorhanden. Ihr habt richtig gelesen. Wie schon bei
den Konsolenversion sitzt auch bei FlatOut: Head On kein Mensch hinter dem
Steuer. Wieder einmal fahren wir mit einem Crash-Test-Dummy die diversen
Rennen. Interessant ist auch der Destruction-Modus, wo der Spieler andere
Fahrzeuge zu Schrott fahren muss. An einen Einzeleventbereich hat der
Hersteller dann auch noch gedacht. Bei dieser Spielart dürft Ihr alle
Einzelaufgaben separat angehen. Ein idealer Ort um gerade am Anfang zu üben.
Das war bei weitem noch nicht alles. FlatOut: Head On bietet neben den
vielen unterschiedlichen Spielmodis auch viele Fahrzeuge. Mit den gut 40
Vehikeln dürfen wir uns auf den ebenso vielen Strecken voll auslassen. Einen
Tuningbereich gibt es ebenfalls. Bastler können hier in aller Ruhe an ihren
Fahrzeugen herumschrauben und so aus einem stink normalen Wagen eine
Rennmaschine machen. Dazu braucht Ihr allerdings Geld, das erst einmal
verdient werden muss. Das die Autos so richtig in Fahrt kommen, liegt auch
daran, dass man einen Boost aktivieren darf. Mit diesem beschleunigen wir
unseren Wagen dermaßen, dass man förmlich über die Strecke fliegt.
Allerdings dürfen wir den Turbo nicht unendlich einsetzen, da sich dieser
mit der Zeit verbraucht. Das Rennspiel hebt sich nicht nur durch den großen
Spielumfang von der Konkurrenz ab. Hinzu kommt eine tolle Physik-Engine bei
den Unfällen. Überall kracht und scheppert es, wenn wir mit unserem
Rennboliden anecken. Dabei gehen nicht nur andere Fahrzeuge zu Bruch, auch
die Umgebung muss unter unseren Fahrkünsten leiden. Durch diese optischen
Anreize macht es noch mehr Spaß, Unfälle zu provozieren und dementsprechend
actionreich ist das Gameplay. Damit die Rennen spannend bleiben, fahren wir
im Einzelspielermodus gegen sieben andere Autos. Diese verhalten sich, dank
einer ansprechenden KI, sehr realistisch und fair. Frustmomente wird es also
kaum geben. Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad recht anspruchsvoll. Nicht
jede Aufgabe bzw. Rennen wird man beim ersten Anlauf schaffen. Allerdings
stört das nur wenig, denn die Events laufen so spannend und spaßig ab, dass
man gerne einen weiteren Versuch startet. Erwähnen müssen wir auch noch,
dass der mehr oder weniger beliebte Gummibandeffekt auch hier vorhanden ist.
Gegnerische Fahrzeuge bleiben immer in unserer Nähe, egal ob wir Unfälle
bauen oder das Feld anführen. Hierdurch kann es notgedrungen leicht
passieren, dass ein Rennen erst auf der Zielgeraden entschieden wird. Eine
kleine Unaufmerksamkeit und schon ist alle Mühe umsonst gewesen. So fahren
wir nun ein Rennen nach dem anderen, zeigen unser Können bei den vielen
unterschiedlichen Events, besorgen uns viele PS starke Vehikel, die wir
aufbauen können und lassen es auf dem Handheld so richtig krachen.
Technik:
Mit der technischen Seite kann man voll zufrieden sein. Da wäre zum einen
die wunderschöne Grafik. Die Levels bzw. Strecken besitzen viele Details,
die zum Teil zerstörbar sind. Hinzu kommen viele unterschiedliche
Umgebungen, die immer wieder unser Auge erfreuen. Ein wahrer Augenschmaus
sind allerdings die Effekte bei den Unfällen. Es sieht schon bombastisch
aus, wenn Autos zusammenkrachen und spektakuläre Lichteffekte den Bildschirm
zum Glühen bringen. Toll kommen auch die Fahrzeuge rüber. Die vielen
unterschiedlichen Autos wurden gut modelliert und mit unzähligen Details
ausgestattet. Auf einem ähnlich guten Niveau bewegt sich der Sound. Die
fetzige Musik untermalt das actionreiche Gameplay erstklassig und neben fetten
Crashgeräuschen werden wir auch wuchtige Motoren zu hören bekommen. Die
Steuerung ist grundlegend einfach. Die Knöpfe wurden sinnvoll belegt und so
kommt man schnell mit den Wagen zurecht. Allerdings bedeutet das noch lange
nicht, dass wir die Autos sicher lenken. Diese verhalten sich leider ein
wenig schwammig und so ist es nicht gerade einfach - bei höheren
Geschwindigkeiten -seinen Wagen in der Spur zu halten. Da aber hierdurch
oftmals die tollen Unfälle ausgelöst werden, kann man damit gut leben. Wie
oben schon erwähnt muss man auch mit der KI der Gegner und dem
Schwierigkeitsgrad zufrieden sein. Das gleiche gilt für die Kamera. Diverse
Ansichten zeigen alles aus einer guten und genretypischen Perspektive und so
können wir alles perfekt erkennen. Fasst man nun alles zusammen, so kann die
Technik voll überzeugen.
Fazit:
FlatOut: Head On ist eine erstklassige Portierung der Konsolenversion. Das
Rennspiel macht auf Sonys Handheld genauso viel Spaß, wie auf den anderen
Systemen. Das liegt nicht nur daran, dass der Umfang ebenso großzügig
ausgefallen ist. Bis Ihr wirklich alles gesehen und erledigt habt, werden
Tage vergehen. Auch die technische Seite mit der ansprechenden Soundkulisse
und der opulenten Grafik haut einen fast vom Hocker. Das gleiche gilt für
das motivierende Gameplay. Die Rennen laufen allesamt spannend ab. Hat man
erst einmal das Spiel gestartet, so kommt man kaum noch vom Bildschirm los.
Etwas schade ist nur, dass kaum Neuerungen gegenüber der Konsolenversion
eingebaut wurden. Wirklich schlimm ist das für Neueinsteiger aber nicht. Wer
also aktuell ein spaßiges und actionreichen Rennspiel mit einer tollen
Grafik sucht, der darf ohne Bedenken bei FlatOut: Head On zugreifen. Selten
hat ein Rennspiel auf Sonys PSP so viel Spaß gemacht.
Features:
- 36 Carnage-Herausforderungen
- 9 Demolition Derby Arenen mit den Spielmodi Deathmatch und Last Man
Standing
- 12 verschiedene Dummy-Stunts wie Darts, Bowling und Ring of Fire FlatOut
Championship-Karrieremodus mit über 120 Rennen
- Wireless-Multiplayer für 4 Spieler sowie Minigames und Turniere für bis zu
8 Spieler
- 6 Landschaften, 40 Strecken und 45 einzigartige Automodelle
- 6 freischaltbare Bonusautos wie Schulbus, Truck und FlatMobile