Eine der bekanntesten und
beliebtesten Rollenspiel-Serien ist ohne Zweifel die Final Fantasy-Reihe.
Seid fast 20 Jahren können sich Genrefans auf diese Games stürzen.
Allerdings wurden nicht alle Teile bei uns veröffentlicht. Eines
der wohl interessantesten Spiele kommt jetzt über Koch Media in den
deutschen Handel. Es handelt sich dabei um das Square Enix-Spiel Final
Fantasy III. Dieses erscheint exklusiv für Nintendo DS. Wir konnten
uns die fertige Version jetzt genauer ansehen. Ob sich eine Anschaffung für
FF-Fans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Bevor wir in die virtuelle Welt von Final Fantasy III einsteigen, wollen wir
erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel eingelegt und
gestartet wurde, dürfen wir entweder ein bestehendes Spiel laden oder ein
neues Game beginnen. Nachdem wir unseren Namen eingegeben haben, kann das
Abenteuer beginnen. FF III wird komplett in 3D gespielt. Dabei werden beide
Bildschirme in das Geschehen mit eingebunden. Insgesamt gibt es drei
Bildschirme. Zum einen das Gelände, wo im oberen Screen die Weltkarte und im
unteren die jeweiligen Orte inkl. unserer Spielfigur dargestellt werden.
Daneben gibt es noch die Menüs. Hier kann man sein Inventar einsehen,
Ausrüstungen an- oder ablegen und andere Einstellungen vornehmen. Der
Kampfbildschirm wird außerdem angezeigt, wenn Ihr Gegner im Gelände oder in
Ereignissen begegnet. Das grundlegende Spielprinzip hat sich
selbstverständlich nicht geändert. Wir werden immer noch rundenbasierte
Zufallskämpfe austragen. Hier kann man in aller Ruhe seine Taktik überlegen
und Aktionen wie Angriff, Magie, Verteidigung, Items, Rüsten, sich bewegen
oder Fliehen ausführen. Schließlich sollen wir die vielen Gegner nicht nur
mit einer Waffe angreifen. Unsere Mitstreiter müssen geheilt, Items
verteilt und Magie eingesetzt werden. Hinzu kommen die obligatorischen
Spezialangriffe. Steht unsere Aktion fest, wird diese dann vollautomatisch
von unserer Spielfigur ausgeführt. Im Anschluss kann unser Gegner eine
Aktion ansetzten, auf die wir in der nächsten Runde reagieren. Ist ein Feind
dann geschlagen, gibt es die genretypischen Erfahrungspunkte, Geld sowie
Items. Letztere kann man selber nutzen oder bei Händlern zu Geld machen.
Hierdurch ergibt sich ein reger Handel. In Waffen-, Rüstungs- und
Zauberläden warten natürlich unzählige Objekte auf uns.
Berufe gibt es auch in dem Spiel. Zu Beginn starten wir als
Freiberufler in das Abenteuer. Im Laufe des Spiels kommen dann neue Berufe wie
z.B. Krieger, Magier, Mönch, Waldläufer, Ritter, Gelehrter, Dragoon,
Beschwörer, Barde oder Hexer hinzu. Jede Ausrichtung hat selbstverständlich
andere Vor- aber auch Nachteile und so sollte man sich gut überlegen,
welchen Beruf man auswählt. Natürlich darf jeder unserer vier
Partymitglieder einen Job ergreifen oder zu einem anderen wechseln - um sich
so zu spezialisieren. Hierzu müssen wir allerdings sagen, dass nur eine gute
Mischung Vorteile bringt. Dass unsere Gruppe funktionieren muss, werden
Spieler schnell in den hammerharten Dungeons feststellen. Wer hier versagt,
wird schnell das Hauptmenü wieder sehen. Da das Speichersystem bei dem Spiel
nicht sonderlich gut ausfällt, sind Frustmomente vorprogrammiert. Schaffen
wir es doch gegen die unzähligen Monster zu bestehen, wartet am Ende eines Dungeons der obligatorische Bossgegner auf uns. Ist dieser besiegt, heißt das
noch lange nicht, dass wir Ruhe haben. Fehlt z.B. ein Teleporterzauber muss
das ganze Gebiet noch einmal durchquert werden. Erst wenn wir Heil an der
Oberfläche ankommen, dürfen Erfolge gespeichert werden. Frisch ausgerüstet
und erholt starten wir nun in das nächste Abenteuer. Die einzelnen Aufträge
bekommen wir übrigens von den NPC, die wir überall in dem Spiel treffen. Mit
diesen werden dann ausführliche Gespräche geführt. Um an die
unterschiedlichen Orte auf der Welt zu kommen, kann unsere Gruppe auch
Transportmittel wie Cids Luftschiff, die Enterprise, ein Faltkanu oder
Chocobos benutzen. Hierdurch erreichen wir weit entfernte Orte sehr schnell. So
erforschen wir nun die riesige Welt, sprechen mit diversen Leuten, verfolgen
die Story der vier jungen Helden Luneth, Arc, Redia und Ingus - die mal
wieder die Welt retten sollen, kämpfen unzählige Male gegen diverse Gegner,
nehmen Berufe an,
handeln mit Items und
entwickeln unsere Charaktere immer weiter.
Technik:
Die technische Seite ist wirklich erstklassig. Selten hat man auf dem
kleinen Handheld eine so imposante Grafik gesehen. Wir agieren in einer
üppig ausgestatteten Spielwelt, die viele Details aufweist. Die Dungeons
selber sehen natürlich ein wenig trist aus, aber das kennt man ja von
solchen Spielen. Daneben werden wir noch tolle Sequenzen und gut modellierte
Spielfiguren erblicken. Diese wurden sogar nett animiert und so sieht man
ihnen gerne zu. Zahllose Effekte lassen dann noch den Bildschirm oftmals
erbeben. Das ganze wird selbstverständlich mit einer zeitgemäßen
Soundkulisse abgerundet. Die Kampfgeräusche passen genauso zum Spiel, wie
die stimmungsvolle Musik. Insgesamt wird also eine tolle Atmosphäre
erschaffen, die einen sofort an den Bildschirm fesselt. Leider wird die
Toptechnik durch lange Ladezeiten erkauft, die mit der Zeit nerven. Die
Features des NDS wurden ebenfalls gut in das Spiel eingebunden. So
werden zum einen beide Bildschirme genutzt. Hinzu kommt eine einfache und
sehr intuitive Steuerung, die sofort ins Blut übergeht. Das agieren mit dem Touchpen funktioniert
auf Anhieb und so kann jeder direkt in das
Spielgeschehen einsteigen. Wirklich hart ist leider der Schwierigkeitsgrad.
Nicht nur das Gegner alles von uns abverlangen, auch das Speichersystem
lässt einige Wünsche offen und so sind Frustmomente vorprogrammiert. Trotz
kleiner Kritikpunkte kann man mit der technischen Seite aber voll zufrieden
sein.
Fazit:
Grundlegend kann man mit Final Fantasy III sehr zufrieden sein. Das
Rollenspiel ist nicht nur sehr umfangreich, sondern es hat auch eine
Topgrafik und Präsentation. Die herausfordernden Kämpfe können genauso
überzeugen, wie das motivierende Job-System. Dank einer einfachen Steuerung
kann auch jeder direkt in das Spiel einsteigen. Durch die nette Story,
Intros und die vielen erforschbaren Gegenden wird man wirklich gut motiviert
weiter zu spielen. Allerdings gibt es auch ein paar Punkte die stören. Da
wäre zum einen der heftig ansteigende Schwierigkeitsgrad. Nur wer gut
ausgerüstet und hochgelevelt ist, wird gegen die harten Gegner bestehen
können.
Hinzu kommt das Problem der Speicherpunkte. Einen Spielstand sichern kann
man leider nur auf der Weltkarte und so werden wir oftmals ein Dungeon
mehrmals durchspielen. Wirklich nervig ist auch das
Zufallskampfsystem. Alle paar Schritte wird der Spieler auf Gegner treffen.
Was am Anfang noch ganz lustig ist, wird mit der Zeit echt langweilig.
Hierzu muss man allerdings sagen, dass altgediente FF-Fans dieses aus
anderen Teilen schon kennen. Wer damit leben kann, wird ein tolles
Rollenspiel auf Nintendos neustem Handheld bekommen. Das Suchtpotenzial ist
wirklich enorm und so kann man sich - trotz kleinerer Frustmomente -
wunderbar mit dem Spiel beschäftigen. Uns hat Final Fantasy III wirklich gut
gefallen und daher können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Komplett überarbeitete Grafik, neue Spielelemente, erweiterte Story
- Unterstützung für Stylus-Steuerung und Wireless Mail
- 60+ Stunden Spielzeit