Rennspielfans
dürfen Ihre Konsole entstauben, denn Publisher System 3 und
Distributor Koch Media bringen das Spiel Ferrari Challenge auf den
deutschen Markt. Wie der Titel es schon verrät, ist das Rennspiel mit
der offiziellen Lizenz der gleichnamigen Motorsportserie
ausgestattet. Erscheinen wird das Game übrigens aktuell nur für die
Playstation 3. Im August 2008 folgen dann Versionen für Playstation
2 und Nintendo Wii. Wir konnten uns jetzt die fertige PS3-Version
ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel nicht nur für Ferrari-Liebhaber
lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Bevor wir uns mit den Rennflitzern auf die Pisten begeben, wollen wir erst
einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint
das Hauptmenü mit den Punkten Einzelspieler, Mehrspieler, Garage, Team,
Errungenschaften, Kartenspiel, Leaderboards und Optionen. Unter zu letzt
genannten Punkt darf man wie immer die spielrelevanten Einstellungen
vornehmen. Interessant ist auch der Bereich Leaderboards. Hier dürft Ihr
Eure Rundenzeiten auf die Online-Leaderboards stellen. Eine nette Sache
abseits der Rennen ist das Kartenspiel. Wie bei dem klassischen Original
werden hier Sammelkarten spielerisch getauscht. Wer den besten Wert in einer
Kategorie hat, gewinnt das Duell und die Karte des Gegners. Bei
Errungenschaften darf sich der Möchtegernrennfahrer außerdem seine
Leistungen in den Bereichen Trophäenrennen, Einführungsmodus, Zeitrennen,
Arcademodus usw. in aller Ruhe ansehen. Unter Team sollt Ihr dann noch ein
eigenes Team erstellen, mit dem Ihr dann u.a. unter Mehrspieler antretet.
Hier sind dann Rennen mit bis zu 16 Spielern möglich. Wer lieber seine
verdienten Credits für neue Wagen ausgeben möchte, der kann dieses unter Garage
machen. Hier darf man sich nicht nur die Autos wunderbar ansehen, sondern
diese zusätzlich individuell gestalten. Kommen wir nun zum
Einzelspieler-Modus. Hier warten diverse Spielmodis auf Euch. Zu Beginn
sollte jeder in den Einführungsmodus gehen um die Steuerung kennen zu
lernen. Ihr erhaltet hier nicht nur Fahrtipps, sondern der Spieler kann auch
die Strecken ausgiebig kennen lernen. Sind die ersten Trainingseinheiten
beendet, so kann es direkt in die eigentlichen Rennen gehen. Damit wir auch
ordentlich etwas zu tun bekommen, gönnt uns der Hersteller gleich fünf
unterschiedliche Spielarten. Von "Schnelles Rennen" über den "Arcademodus"
bis hin zu "Herausforderung", "Trophäenrennen" und "Zeitrennen" ist alles
vorhanden.
Der Hersteller hat sich die Originallizenzen für unzählige Wagen des
italienischen Sportwagenherstellers gesichert und so werden wir viele
Rennautos der unterschiedlichsten Baujahre kennen lernen. Das war noch nicht
alles, denn auch viele bekannten Strecken wie Silverstone, Hockenheim oder
Monza dürfen befahren werden. In einem Rennen angekommen, soll sich der
Spieler nun gegen die virtuelle Konkurrenz durchsetzen. Das Gameplay ist
recht genretypisch. Diverse Kameraansichten stehen uns zur Verfügung und so
darf man das Fahrzeug ganz nach seinen Vorstellungen steuern. Neben dem
schicken Wagen sehen wir noch mehr. Eine Minikarte wird genauso
eingeblendet, wie unsere aktuelle Position, die Rundenanzahl, der
Drehzahlmesser, unsere aktuelle Geschwindigkeit, die Abstandszeit zum
nächsten Wagen und die Zeit. Gefahren wird dann auf einer Rennstrecke, die
möglichst fehlerfrei absolviert werden soll. Kommt Ihr mal von der Strecke
ab, so bedeutet das direkt Geschwindigkeitsverlust und eine schlechtere
Rundenzeit. Diese könnt Ihr dann auch nicht durch Abkürzungen wieder
zurückholen, denn bei den Rennen werden die gültigen Regeln des Rennsports
angewendet. Der Wagen selber lässt sich recht gut lenken. Allerdings ist es
nicht immer einfach, die Strecke fehlerfrei zu befahren. Zum Glück gönnt man
uns diverse Fahrhilfen, die den Simulationscharakter etwas entschärfen. Sehr
hilfreich ist vor allem die einblendbare Ideallinie, die genau angibt, wann
wir wo bremsen oder Gas geben sollten bzw. wo wir am besten die Straße
befahren. Wer es lieber realitätsnah mag, der darf diese Sachen auch
weglassen. Diverse Wettereinflüsse spielen ebenfalls eine Rolle. Schließlich
wird es nicht gerade einfacher, wenn es aus Kübeln regnet. So fahren wir nun
ein Rennen nach dem anderen, optimieren die Wagen,
schalten neue Sachen frei und verbessern einen Rundenrekord nach dem
anderen.
Technik:
Mit der Grafik kann man zufrieden sein. Die Rennen laufen selbst bei vielen
Autos sehr flüssig. Toll sehen vor allem die Fahrzeuge aus, die unzählige
Details haben. Sogar an verschmutzten Lack hat man gedacht. Schade ist
allerdings, dass wir die Wagen nicht wirklich zerlegen können. Nach einem
schweren Unfall fahren die Autos fast wie neu weiter. Hinzu kommen die
vielen unterschiedlichen Strecken, die oftmals verwaschene Texturen
aufweisen. Zumindest werden wir neben der Piste viele Objekte erblicken.
Ganz nett kommen die Effekte wie die Lichtspielereien oder das Wetter rüber.
Auf einem ähnlichen Niveau bewegt sich der Sound. Neben einer
stimmungsvollen Musik werden wir vereinzelte Ingamegeräusche zu hören
bekommen. Hinzu kommen die fetten Geräusche von den Motoren. Auch die
englische Sprachausgabe kann man sich anhören. Wer der Sprache nicht mächtig
ist, darf übrigens alles über deutsche Texte nachlesen. An unterschiedliche
Perspektiven hat man ebenfalls gedacht. Wahlweise könnt Ihr
die Fahrzeuge mit den
Ansichten Stoßstange, Motorhaube, Cockpit oder verschiedenen Draufsichten lenken. Die Steuerung ist gewohnheitsbedürftig, da die Wagen
etwas träge reagieren. Da das Spiel allerdings simulationslastig aufgebaut
ist, muss man damit wohl leben. Zum Glück gönnt uns der Hersteller diverse
Fahrhilfen die unser Leben erleichtern. Ansonsten ist alles sehr
genretypisch und so wird jeder sehr schnell in das Spiel einsteigen können.
Die KI der computergesteuerten Wagen ist sehr realistisch. Die Autos
verhalten sich wie menschliche Fahrer und so laufen die Rennen sehr spannend
ab. Es ist wirklich nicht einfach einen Wagen zu überholen. Fasst man nun
alles zusammen, so kann das Spiel technisch durchaus überzeugen.
Fazit:
Ferrari Challenge ist ein nettes Rennspiel, das vor allem Fans der
italienischen Edelmarke anspricht. Viele bekannte Strecken sind genauso
vorhanden, wie motivierende Spielmodis und originalgetreue Fahrzeuge. Diese
verhalten sich sogar komplett anders und so ist es nicht gerade einfach
erste Erfolge einzufahren. Das kommt auch durch die guten CPU-Fahrer und das
simulationslastige Gameplay zustande. Der Hersteller gönnt uns allerdings
auch diverse Fahrhilfen, sodass selbst Genreneulinge mit dem Game schnell
klar kommen. Wer dann genug vom Einzelspielerbereich hat, der darf auch
Online gegen menschliche Spieler sein Können unter Beweis stellen. Leider
hat der Hersteller komplett auf ein Splitscreenmodus verzichtet. Recht
ansehnlich ist auch die Grafik. Die Autos sehen wirklich gut aus, allerdings
fällt das Niveau bei den Strecken etwas ab. Wer also gerne Rennen ausschließlich mit Ferraris
bestreiten möchte, der darf ruhig bei dem Spiel zuschlagen. Auch wenn nicht
alles Perfekt war, hat uns Ferrari Challenge durchaus gefallen und daher
können wir einen Kauf befürworten.
Features:
- Original-Lizenz der Ferrari Challenge-Serie
- 16 Kurse
- alle Teams und Autos der realen Rennserie sind zum Start der Saison auch
im Spiel aktuell vertreten
- Spielmodi wie Ferrari Challenge, Time Trial, Practice, Arcade,
Ausdauerrennen oder Quick Race
- hoher Realismusgrad und authentisches Fahrverhalten
- freispielbare Ferrari-Modelle wie der 360 Challenge, 355 Challenge oder
348 Challenge
- Online-Rennen für bis zu 16 Spieler (PS3)
- Start der ersten "Ferrari Challenge Virtual Championship" im Januar 2008
- durch Erfolge werden Ferrari-Sammelkarten freigeschaltet
- innovative Online-Community-Features ermöglichen den Kauf und Tausch von
Autos und Sammelkarten
- monatlich neue Inhalte via Download verfügbar
- unterstützt das "Offizielle Ferrari Lenkrad"