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Far Cry 2 - Review (PS3)

Wertung:
89 %

Einleitung:

Vor gut vier Jahren schlug das Crytek-Spiel Far Cry ein wie eine Bombe. Neben einer imposanten Grafik konnte das Spiel vor allem durch sein erstklassiges Gameplay viele Egoshooterfans begeistern. Die Fans warten schon lange sehnsüchtig auf einen neuen Teil, der jetzt endlich über Ubisoft auf den deutschen Markt kommt. Es handelt sich dabei um das Spiel Far Cry 2 das von Ubisoft Montreal entwickelt wurde. Erscheinen wird das Game übrigens für PC, Playstation 3 und Xbox 360. Wir konnten uns jetzt die fertige PS3-Version ausgiebig ansehen. Ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat und ob die hohen Erwartungen erfüllt wurden, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Far Cry 2 kommt selbstverständlich nicht ohne eine Story aus. Diesmal verschlägt es uns nach Afrika. Eingekesselt zwischen zwei rivalisierenden Fraktionen im kriegsgezeichneten Afrika wird der Spieler ausgesandt, um den "Schakal" auszuschalten, eine zwielichtige Gestalt, die den Konflikt zwischen den Warlords wieder angefacht und dabei tausende von Menschenleben aufs Spiel gesetzt hat. Um unsere Mission erfüllen zu können, müsst Ihr beide Fraktionen gegeneinander ausspielen, indem Ihr ihre Schwächen entdecken und ausnutzten. Die zahlenmäßige Überlegenheit und Feuerkraft des Gegners kann der Spieler nur durch List, Überrumpelung, Täuschung und natürlich brutale Gewalt wettmachen. Viel mehr wollen wir jetzt nicht verraten, denn schließlich soll das Spiel noch einige Geheimnisse für Euch bereithalten. Bevor wir loslegen können, muss das Spiel allerdings erst einmal auf der Festplatte installiert werden. Im Anschluss erblickt Ihr das Hauptmenü mit den Punkten Story Modus, Multiplayer, LAN, Karten-Community, Optionen und zusätzliche Inhalte. Unter zu letzt genannten Punkt findet Ihr dann nette Extras wie exklusive Inhalte, Werbe-Inhalte oder herunterladbare Inhalte. Wie gewohnt darf man außerdem unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen für das Spiel, Anzeige, Sound oder Steuerungseinstellungen anpassen. Sehr interessant ist auch der Bereich Karten-Community. Hier darf man mit einem Editor eigene Karten erstellen und diese dann veröffentlichen. Selbstverständlich darf man auch Maps von anderen Leuten herunterladen. Kommen wir nun zu den eigentlichen Spielarten. Da wäre zum einen der Mehrspielerbereich. Über LAN oder Internet kann man sich mit anderen menschlichen Spielern auf diversen Karten messen. Am Anfang sollte man allerdings erst einmal den Singleplayermodus durchspielen. Schließlich muss man das Spiel und die Steuerung gut kennen lernen. Also starten wir den Story Modus.

Nachdem Ihr den Schwierigkeitsgrad (Einfach, Normal, Heftig und Berüchtigt) eingestellt habt, wird der Charakter ausgewählt. Das Spiel bietet uns gleich neun unterschiedliche Figuren an. Die anderen Charaktere werden wir übrigens im Spiel treffen, denn sie werden uns im Verlauf der Story zugeteilt. Teilweise kämpfen sie auch an unserer Seite. Außerdem retten sie unser Leben, wenn wir zu Boden gehen. Im Gegenzug werfen wir auch ein Auge auf unsere Mitstreiter und helfen ihnen, wenn sie in Bedrängnis kommen. Sie wachsen einen später sogar richtig ans Herz und so lässt man sie nur ungern sterben. Jetzt denkt allerdings nicht, dass wir nur im Team arbeiten. Die meiste Zeit im Spiel sind wir alleine unterwegs. Nachdem wir eine Figur bestimmt haben, kann das Abenteuer endlich beginnen. Das Storyspiel wird nun nicht durch ein bombastisches Intro eingeleitet. Wir starten auf dem Rücksitz eines Autos, das uns erst einmal minutenlang durch Afrika fährt. Wir erblicken brennende Dörfer, nette Landschaften und eine Straßensperre. Ein schöner Einstieg der recht authentisch rüber kommt. Unser Fahrer erzählt uns auch einiges über das Land und so bekommen wir ein gutes Gefühl dafür, was in dem Staat passiert. Schließlich kämpfen hier die verfeindete Parteien APR und UFLL um die Vorherrschaft. Am Zielort angekommen erleiden wir dann einen Malariaanfall. Nach einer kleinen Filmsequenz greifen wir dann endlich zur Waffe. Wir schlüpfen nun in die Haut eines Söldners, der in einem fiktiven Land einem Job nachgeht. Gespielt wird in einer riesigen frei erforschbaren Spielwelt, die sich über 50 Quadratkilometern erstreckt. Hier warten dann über 30 Missionen auf uns. Die Aufträge erhalten wir übrigens von verschiedenen Leuten. Meistens von namhaften Figuren der APR oder UFLL. Nach einen kleinen Gespräch bekommen wir dann den Einsatzort zugeteilt. Jetzt brauchen wir uns nur noch dorthin zu bewegen und unsere Ziele erfüllen. Diese sind recht vielschichtig, denn Ihr müsst viele unterschiedliche Aufgaben erledigen. So befreien wir Geiseln, zerstören Objekte oder säubern Gebiete von unseren Feinden. Damit wir genau wissen, wohin wir müssen, wird unser nächstes Ziel auf einer Karte markiert. Daneben gibt es übrigens auch noch alternative Aufträge, die nette Extras einbringen. Hinzu kommen dann noch kleinere Botengänge, die meistens darin enden, dass wir wieder Leute umlegen sollen. Auch hier erhalten wir dann Belohnungen wie z.B. Malariatabletten. Diese sind wichtig, denn unser Held muss regelmäßig welche einwerfen.

Neben diesen lebenswichtigen Extras sacken wir uns aber auch Diamanten ein. Das ist die Währung in dem Spiel. Damit wir unsere Kasse prall füllen, kann man auch noch auf die Suche nach über 200
versteckten Koffern gehen. Diese sind überall in der virtuellen Welt verteilt. Zum Glück haben wir einen Detektor, der anfängt zu blinken, wenn einer in der Nähe ist. Mit den wertvollen Steinen darf man dann später in Waffenshops einkaufen gehen. Das Waffenarsenal ist bei Far Cry 2 reichlich. Von Pistolen oder Maschinengewehren, Sniper, Schrotflinte, Granaten bis hin zum Raketenwerfer ist alles vorhanden. Maximal vier Waffen darf man übrigens mit sich herumschleppen. Wollt Ihr eine andere, so wird die gleiche Waffenklasse - die man aktuell besitzt - einfach weggeworfen. Im Spiel selber findet man übrigens auch viele Waffen. Schließlich hinterlässt fast jeder getöteter Feind eine Knarre. Auch diese darf man dann aufsammeln. Allerdings muss der Spieler hier aufpassen. Je dreckiger und verkommender eine Waffe aussieht, desto eher hat sie eine Ladehemmung oder geht kaputt. Neben den Waffen gibt es aber noch viel mehr, was wir nutzen dürfen. So gönnt man uns z.B. Taschen, Handbücher oder Spritzen. Mit letzteren heilen wir uns, wenn wir bei einem Gefecht Schaden nehmen. Übrigens hat der Hersteller für eine witzige Sache gesorgt. Ist unsere Lebensleiste fast verbraucht, muss unser Held erst einmal mit einer Zange eine Kugel aus seinem Körper holen, bevor er seine Leiste mit einer Spritze wieder auffüllt. Das war noch nicht alles. Kisten darf man dann auch noch kaufen. Hierdurch finden wir in unseren Quartieren, unser eigens angelegtes Waffenarsenal wieder. An diesen Orten kann man sich übrigens nicht nur ausruhen, sondern auch seinen Spielstand sichern. Frisch ausgerüstet und geheilt kann es dann endlich Richtung nächstes Missionsziel gehen. Da die Orte sehr weit auseinander liegen, nutzt unser Held diverse Fahrzeuge. Ist eines dieser Vehikel mal defekt bzw. raucht es, so kann man den Wagen mit einem Schraubenschlüssel wieder auf Vordermann bringen. Mit unserem fahrbaren Untersatz fahren wir nun die Straßen entlang und genießen die schicke Aussicht. Die ruhige Fahrt ist allerdings schnell zu Ende, denn an jeder Ecke warten fiese Gesellen auf uns. Wir werden also nicht nur am Zielort ärger bekommen. Ob wir die Feinde jetzt ausschalten oder abhauen, bleibt komplett uns überlassen. Bevor wir uns nun an unserem Bestimmungsort auf unsere Feinde stürzen, sollte man im Vorfeld erst einmal die Gegend erkunden. Also suchen wir uns einen erhöhten Punkt und sondieren mit einem kleinen Fernglas die Lage. Nachdem wir uns eine kleine Taktik zurecht gelegt haben, kann der Kampf Mann gegen Mann beginnen. Jetzt wird wie in einem klassischen Egoshooterspiel gespielt. Ist eine Aufgabe erledigt, begeben wir uns zu einem weiteren Charakter und erhalten dann den nächsten Job.

 

Technik:

Bei der Technik gibt es wenig zu meckern. Da wäre zum einen die Grafik. Wir werden eine wunderbare Spielwelt erblicken. Unzählige Details hat der Hersteller in diese eingebaut. Hinzu kommen wunderschöne Landschaften mit einer dichten Vegetation, die vom dichten Dschungel bis hin zu kargen Wüsten reichen. Das Beste an der Sache ist aber die Zerstörbarkeit. Fast alles lässt sich zerlegen. Es sieht schon cool aus, wenn wir mit einem fetten Maschinengewehr eine Baumkrone zerfetzen. Das war noch nicht alles. Einen atemberaubenden Tag- und Nachtwechsel spendiert man uns genauso, wie fette Feuereffekte. Man braucht nur etwas zur Explosion zu bringen und schon breitet sich das Feuer über ein großes Gebiet aus. Das darf man dann auch taktisch nutzen. Diverse Wettereinflusse und gute Wassereffekte sind ebenfalls eine wahre Augenweide. Man kann sich schon alleine mehrere Stunden damit beschäftigen, sich die optischen Highlights anzusehen. Gelungen sind auch die Figuren die ansprechend modelliert und animiert wurden. Nicht viel schlechter ist der Sound. Eine stimmungsvolle Musikuntermalung spendiert man uns genauso, wie erstklassige und passend eingespielte Soundeffekte. Dank unzähliger Tiergeräusche im Hintergrund kommt auch ein echtes Afrika-Feeling auf. Die deutschen Synchronsprecher machen ihre Arbeit dann auch sehr professionell. Man hört den Gesprächen gerne zu - auch wenn diese nicht immer interessant sind. Mit der Steuerung kommt man ebenfalls sehr schnell klar. Diese orientiert sich am Genre und so wird jeder direkt in das Spiel einsteigen können. Selbst das Steuern der Fahrzeuge klappt erfreulich gut. Der Schwierigkeitsgrad ist so, wie man ihn einstellt. Da vier unterschiedliche Stufen vorhanden sind, werden Anfänger genauso gefordert wie Genrekenner. Leichte Kritik kommt eigentlich nur bei der KI der computergesteuerten Gegner auf. Teilweise verhalten sie sich wirklich realistisch. Sie gehen in Deckung und kreisen uns geschickt ein. Gute Aktionen wechseln sich allerdings oftmals mit totaler Verweigerung ab. Nicht selten bleibt eine Figur in einem Fahrzeug sitzen oder macht überhaupt nicht, wenn wir auf diese schießen. Hier hätte man ruhig mehr machen können. Trotz kleiner Kritikpunkte kann man aber trotzdem sehr zufrieden mit der technischen Seite sein.

 

Fazit:

Far Cry 2 ist schon ein wirklich gutes Spiel. Selten konnte man in einer so schönen Spielwelt eintauchen. Die Landschaften mit den vielen Details haben es uns genauso angetan, wie die unzähligen Effekte und Lichtspielereien. Hervorragend ist dann noch das Spiel mit dem Feuer. Man möchte förmlich ganz Afrika anstecken um zu sehen, wie die Umgebung brennt. Allerdings gibt es auch kleinere Kritikpunkte. Neben der nicht immer guten KI der Gegner, nervt vor allem das spielerische Grundgerüst. Eigentlich müssen wir immer wieder das gleiche machen. Mit Personen reden, Auftrag entgegennehmen, minutenlang durch die Gegend fahren um dann die Leute umzulegen. Da dann noch die Speicherpunkte recht weit auseinander liegen, kann es schon sehr frustrierend sein, wenn wir während einer Mission sterben. Ansonsten stimmt aber alles in dem Spiel. Wer sich also ansatzweise für Egoshooter interessiert, der wird an dem neusten Ubisoftspiel nicht vorbei kommen. Far Cry 2 ist ein echtes Erlebnis, das Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet. Uns hat das Spiel sehr gut gefallen und daher können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

 

 

 


Wertungsbox:

Far Cry 2 (PS3)

 
 Far Cry 2
EUR 69,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 93 %  
Sound: 90 %  
Bedienung: 89 %  
Singleplayer: 84 %  
Multiplayer: 86 %  
Spielspaß: 92 %  
Gesamtwertung:  89 %  


 

 

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