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Einleitung:
Jeder der sich ansatzweise
für Rollenspiele interessiert, der wird die Fallout-Reihe kennen. Die Serie
bieten Genrefans schon seit Jahren ein sehr interessantes Gameplay. Nach
einer langen Wartezeit ist es nun endlich soweit, denn Ubisoft
veröffentlicht den neusten Teil mit dem Titel Fallout 3 in Deutschland.
Entwickelt wurde das Spiel übrigens von Bethesda Softworks, die bekannt
wurden durch die Spiele The Elder Scrolls IV: Oblivion, Star Trek: Legacy
oder Star Trek: Conquest. Erscheinen wird das neuste Ubisoftspiel für PC,
Playstation 3 und Xbox 360. Wir konnten in den letzten Tagen ausgiebig die
PC-Version spielen. Ob sich das Game nicht nur für Rollenspielfans lohnt,
erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Ein Spiel wie Fallout 3 kommt selbstverständlich nicht ohne eine anständige
Story aus. Vault 101 - Juwel des Wastelands. 200 Jahre lang hat Vault 101
den überlebenden Bürgern von Washington D.C. und Umgebung, heute nur noch
Wasteland des Kapitols genannt, als Zufluchtsstätte gedient. Obwohl der
globale Atomkrieg im Jahre 2077 die Vereinigten Staaten in Schutt und Asche
gelegt hatte, erfreuten sich die Bewohner von Vault 101 eines Lebens frei
vom steten Stress der Welt da draußen. Gigantische Insekten, Gangster,
Sklaventreiber und ja, sogar Supermutanten ... sie alle sind der
überragenden Vault-Tech-Technik nicht gewachsen. Doch als wir eines
schicksalhaften Morgens erwachen, müssen wir feststellen, dass unser Vater
sich dem Aufseher widersetzt und den Komfort und die Sicherheit von Vault
101 aus unbekanntem Grund verlassen hat. Und so lassen auch wir die einzige
Heimat, die wir je gekannt haben, hinter uns und treten aus dem Vault hinaus
in die harsche Wastelandsonne, um uns auf die Suche nach unserem Vater und
der Wahrheit zu machen. Bevor wir in das Abenteuer starten, wollen wir erst
einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem ein neues Spiel gestartet wurde,
wird genretypisch ein Charakter erstellt. Anders wie bei anderen Spielen
macht das Fallout 3 sehr stimmungsvoll. Wir erleben unsere eigene Geburt,
bei der wir angeben, ob wir als weiblicher oder männlicher Held die
virtuelle Welt erobern wollen. Nachdem Ihr dann einen Namen bestimmt habt,
wird das spätere Aussehen abgefragt. Vom Gesicht bis zu den Haaren darf man
alles frei einstellen. Es vergeht ein Jahr und wir schlüpfen in die Haut des
einjährigen Babys. Jetzt wird uns die Steuerung ein wenig erklärt und wir
vergeben die ersten Attribute. Stimmungsvoll vergehen dann noch einmal neun
Jahre und wir dürfen unseren zehnten Geburtstag erleben. Als Geschenk
erhalten wir neben interessanten Spielinfos auch den Pip Boy 3000. Das ist
ein Armbandcomputer zur Aufgaben- und Inventarverwaltung den wir später noch
massiv brauchen. Außerdem drückt man uns unsere erste Waffe in die Hand, ein
Luftgewehr mit dem wir gleich ein paar Übungsschüsse abfeuern. Das war noch
nicht alles. Wieder springen wir in der Zeit und sind nun 16 Jahren alt. Es
ist die Zeit gekommen, den "Generalisierten Orientierungs- und Assessment
Test" zu absolvieren. Über kleine Multiple-Choice-Fragen wird ermittelt,
welcher Spielstil zu uns passt. Hierdurch wird auch festgelegt mit welchen
Fähigkeiten wir in das Spiel starten. Wer damit nicht einverstanden ist,
darf natürlich noch Änderungen vornehmen.
Es folgt nun der letzte Zeitsprung und wir werden recht unsanft von unserer
Freundin Amata aus dem Schlaf gerissen. Unser Vater ist aus dem hermetisch
abgeriegelten Bunker geflohen. Als wenn das nicht schlimm genug wäre, wurde
auch noch sein Freund ermordet. Ihr schlüpft nun endgültig in die Haut des
Helden, der aus Vault 101 herauskommen muss. Schließlich sollen wir unseren
Vater finden. Mehr wollen wir jetzt aber nicht verraten, schließlich soll
die Story noch einige Überraschungen für Euch bereithalten. Unser Abenteuer
führt uns nun durch eine bizarre Spielwelt, die immer wieder neue Orte
bereithält. Wir werden die Ruinen von Städten genauso zu sehen bekommen, wie
Lager, verlassene Bunker und eine riesige Außenwelt. Der Spieler folgt
selbstverständlich nicht nur der Hauptstory, denn daneben dürfen wir uns
auch noch diversen Nebenaufgaben zuwenden. Diese laufen uns förmlich über
den Weg und es fällt kaum auf, dass uns ständig irgendetwas ablenkt. Das hat
der Hersteller wirklich gut hinbekommen, vor allem da die Hauptstory einen
gerade einmal 15 Stunden am Bildschirm bindet. Durch die Nebenhandlungen
vergrößert sich die Spielzeit locker um das dreifache. Zu Beginn werden wir
recht schnell in die erste kleine Siedlung kommen. In dem recht trostlosen
Nest treffen wir dann weitere Charaktere mit denen wir reden können. Die
Dialoge laufen nach dem bekannten Prinzip ab, dass wir aus einer Reihe
vorgegebener Antworten einen passenden Satz aussuchen. Je nachdem wie
wir nun reden, entwickelt sich eine andere Dialogfolge. Wir haben es also
selber in der Hand, was bei den Gesprächen heraus kommt. Es kann natürlich
auch soweit kommen, dass die Konversation in einen Kampf ausarten. Das sollte Euch
möglichst nicht in einer Stadt passieren, da dann andere Bewohner ebenfalls
mitmischen. Da wir gerade beim Kämpfen sind, wollen wir Euch jetzt das
Kampfsystem vorstellen. Treffen wir auf einen Feind oder Monster, so kann
man diesen in altbekannter Egoshootermanier in Echtzeit umnieten. Hier
werden allerdings die Rollenspielelemente wie die Trefferquote mit
berücksichtigt. Ein Kopfschuss ist also noch lange nicht tödlich. Wahlweise
darf man aber auch das Vault-Tec Assisted Targeting System nutzen. Das
bringt vor allem den Vorteil, dass wir Munition sparen und genauer schießen.
Uns wird nun der Gegner mit seinen unterschiedlichen Trefferzonen gezeigt.
Hier sehen wir nun welche Erfolgschancen unser Angriff auf seine Körperteile
hat. Anschließend werden die Angriffe, egal ob mit einer Schlagwaffe oder
Knarre, vollautomatisch ausgeführt. Das bringt eine echte taktische Note in
das Spiel. Welchen Körperteil soll ich mit welcher Waffe am besten
angreifen? Unterm Strich müsst Ihr eine gesunde Mischung aus Echtzeit und
rundenbasierten VATS-Kämpfen finden. Hierdurch schafft man die Gegner
leichter und spart auch noch sehr viel Munition. Zielsicherer und effektiver
kämpfen wir natürlich später, wenn sich unsere Skills verbessert haben.
Bei der Gegnervielfalt hat sich der Entwickler übrigens richtig angestrengt.
Wir treffen nicht nur auf feindlich gesinnte Menschen, sondern auch auf
mutierte Tiere, fette Insekten und diverser andere Monster. Zum Glück gönnt
man uns ein reichhaltiges Waffenarsenal. Neben etlichen Schlagwerkzeugen
darf man die Feinde auch mit einem Messer, Pistolen, Gewehren oder sonstige
abstruse Tötungswerkzeugen niederstrecken. Allerdings brauchen die Waffen
oftmals Munition, die nicht gerade üppig in dem Spiel verteilt wurden. Alle
Objekte findet man dann hauptsächlich im laufe des Spiels an den
unterschiedlichen Orten oder wir nehmen sie uns einfach von den Typen, die
wir umgelegt haben. Wahlweise darf man alle Sachen auch beim örtlichen
Händler kaufen. Über ein Menü kann man alle Waffen dann genauso dem
Charakter anlegen, wie die Ausrüstungsgegenstände. Hinzu kommen die
spielrelevanten Items, womit wir zum Beispiel unsere Lebensleiste wieder
auffüllen. Da wir alles über ein Menü machen, werden wir ständig dieses
aufrufen. Selbst in einem Kampf wurstet man länger in diesem herum, wie der
Kampf dauert. Schließlich will man noch schnell etwas zum Heilen einwerfen
oder die Waffen wechseln. Das hätte man ein wenig eleganter lösen können.
Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran. Unser Pip Boy hat allerdings noch
mehr Aufgaben. Hier finden wir auch unsere Aufgaben, Hinweise und
Statistiken. Es ist ohne Zweifel das Herzstück des Spiels, mit dem wir so
gut wie alles verwalten und machen können. Wie in einem Rollenspiel
üblich haben wir noch mehr Fähigkeiten. Der Spieler kann zum Beispiel auch
Schlösser mit einer Haarnadel und Schraubenzieher öffnen. Allerdings müssen
unsere Fähigkeiten in diesem Bereich ausreichend sein. Das geschieht dann
über ein kleines Minispiel. Machen wir alles richtig, öffnet sich das
Schloss. Sind wir dagegen zu plump, so wird unser Einbruchwerkzeug zerstört.
So erkunden wir nun die Umgebungen, suchen diese nach nützlichen Infos und
Items ab, führen zahllose Gespräche, nehmen einen Quest nach dem anderen an,
kämpfen gegen eine Vielzahl von Feinden, bauen unsere Fähigkeiten und
Attribute immer weiter aus und folgen der recht interessanten Story.
Technik:
Grafisch wird uns was ganz feines angeboten. Da wäre zum einen die virtuelle
Welt. Uns wird eine glaubhaft postapokalyptische Landschaft gezeigt, die
viele Details beinhaltet. Alles sieht authentisch aus, denn überall findet
man Trümmer, kaputte Fahrzeuge und zerstörte Gebäude. Hinzu kommen
Siedlungen, Untergrundareale und mit Objekten voll gestopfte Räume. Da man
überall etwas Interessantes findet, erkundet man diese Umgebungen sehr
gerne. Ebenso gut kommen die einzelnen Charaktere rüber. Sie wurden gut
modelliert und animiert. Das Gleiche gilt für unsere Gegner. Zufrieden kann
man auch mit den Effekten sein. Sie sehen genauso gut aus wie die Licht- und
Schattenspiele. Auf einem ähnlichen Niveau bewegt sich der Sound. Eine
düstere Soundkulisse begleitet das Spiel und dank unzähliger passend
eingespielter Soundeffekte wird eine gute Stimmung erzeugt. Die Waffen
klingen dann ebenfalls sehr glaubhaft. Sehr ansprechend ist auch die
deutsche Synchronisation. Es wurden professionelle Sprecher engagiert die
den Charakteren ordentlich Leben einhauen. Mit der Steuerung kommt man auch
schnell klar. Unsere Figur lässt sich sicher lenken und alle Aktionen werden
direkt ausgeführt. Auch mit dem gut sortieren Menüs kommt man schnell
zurecht. Etwas schade ist allerdings, dass wir alles mit dem kleinen
Computer erledigen müssen. Noch nicht einmal unsere Medipacks kann man auf
eine Taste umlegen. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber auch daran. Etwas
nervig ist dann noch die KI der Gegner. Wirklich intelligent verhalten sie
sich nicht. Meistens stürmen sie einfach direkt auf uns zu und so sind sie
ein gefundenes Fressen für unsere Waffen. Außerdem ist deren Wegfindung
nicht optimal. Oftmals bleiben heranstürmende Feinde an Objekten hängen oder
laufen unnötige Wege. Der Schwierigkeitsgrad ist insgesamt recht ordentlich.
Allerdings dürfen wir diesen anpassen und so sollten Anfänger genauso wenig
über- oder unterfordert werden wie Genrekenner. Fasst man nun alles
zusammen, so kann man recht zufrieden mit der technischen Seite sein.
Fazit:
Fallout 3 ist schon ein verdammt gutes Spiel. Das liegt vor allem an der
erstklassigen virtuellen Welt. Es wird uns ein authentisches Szenario
angeboten, was dann auch noch erstklassig aussieht. Man entdeckt sich immer
wieder dabei, wie man die Umgebung erkundet. Da es an jeder Ecke etwas zu
entdecken gibt, lohnt sich das auch. Toll sind dann noch die vielen
unterschiedlichen Charaktere. Dank guter deutscher Sprecher kommen sie
wirklich gut rüber und so unterhält man sich gerne mit ihnen. Das war bei
weitem noch nicht alles. Die Story ist genauso packend wie die vielen
Nebenquests. Diese wurden auch noch gut in das Spiel eingebunden. Man
bekommt niemals das Gefühl, das man eine Nebenhandlung ohne Grund erfüllt.
Alles fließt geschmeidig ineinander über, wodurch man sich gerne in dem
Spiel aufhält und den Handlungen folgt. Allerdings gibt es auch kleinere
Kritikpunkte. Neben der etwas dürftigen KI der Gegner nervt mit der Zeit der
Pip Boy-Computer. Wir müssen wirklich alles mit ihm machen. Da man keine
Alternative hat, wird das Gameplay hierdurch unnötig verlangsamt. Gut
gefallen hat uns dagegen das Kampfsystem. Wahlweise darf man die Kämpfe in
Echtzeit oder über das VATS austragen. Am besten ist die Kombination aus
beiden, da die Rollenspielelemente wie Erfahrung und Treffsicherheit nicht
außen vor gelassen wurden. Wer glaubt, das Spiel wie ein Egoshooter spielen
zu können, der wird sich eines besseren belehren lassen müssen. Trotz
kleinerer Kritikpunkte wird ein Rollenspielfan aber kaum an dem neusten
Bethesda-Spiel vorbei kommen. Das Spiel macht jede Menge Spaß und dank
vieler Nebenhandlungen kann man unzählige Stunden mit dem Spiel verbringen.
Es lohnt sich auch ein erneutes Durchspielen, da es viele Alternativmöglichkeiten
gibt. Uns hat Fallout 3 wirklich gut gefallen und daher können wir das Spiel
jedem Genrefan ans Herz legen.
Features:
- Unbegrenzte Freiheit: Tauchen Sie ein in die Welt des Kapitol-Wastelands,
in der die großen Monumente der Vereinigten Staaten in postapokalyptischen
Trümmern liegen!
- Erleben Sie S.P.E.C.I.A.L.: Eine neue Möglichkeit, den eigenen Charakter
zu formen - das SPECIAL-Charaktersystem!
- Fantastische neue Ansichten: Die Welt kann entweder aus der First-Person-
oder der Third-Person-Perspektive bereist werden.
- Sie haben die Wahl: Entscheiden Sie sich für eine Seite oder wählen Sie
den goldenen Mittelweg, da jede Situation unterschiedlich bewältigt werden
kann.
- Nehmen Sie Ihre Gegner mit dem Kampfsystem V.A.T.S. genau ins Visier: Das
Vault-Tec Assisted Targeting System ermöglicht es Ihnen, den Kampf zu
pausieren, bestimmte Körperteile Ihres Ziels anzuvisieren, mehrere
aufeinanderfolgende Angriffe anzusetzen und sie dann vom Kampfsystem
ausführen zu lassen.
- Phänomenale künstliche Intelligenz: Die überarbeitete Version der Oblivion
K.I. bietet noch feinere Gestik und Mimik und hebt die Intelligenz der NPCs
auf ein neues Level an.
- Ein audiovisuelles Meisterwerk: atemberaubende Grafik und brachiale
Sounduntermalung sorgen dafür, dass der Spieler seine Ausflüge in die Welt
von Fallout nie mehr vergessen wird.
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