Eine der bekanntesten und
beliebtesten Videospielreihen ist ohne Zweifel die Final Fantasy-Serie.
Neben den erfolgreichen Rollenspielen existieren allerdings noch andere Games.
Eine der bekanntesten Marken ist die Final Fantasy Tactics-Reihe. Jetzt
können sich auch NDS-Besitzer freuen, denn ein neues Spiel kommt auf den
deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das Square Enix-Spiel Final
Fantasy Tactics A2: Grimoire of the Rift. Das Game ist übrigens das dritte
Spiel in der Reihe der hochgelobten Strategie- und Taktikspiele.
Selbstverständlich ist auch dieses NDS-Spiel in der Welt von Final Fantasy
angesiedelt. Wir konnten jetzt die fertige Version für Nintendos Handheld
ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung nicht nur für eisenharte FF-Fans
lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Ganz ohne Grund werden wir natürlich nicht auf das Schlachtfeld geschickt.
Als der lausbübische Luso ein uraltes Buch in der Bibliothek öffnet, findet
er sich plötzlich in einer anderen Welt wieder, direkt auf einem
Schlachtfeld! Bevor er noch nach Luft schnappen kann, tritt er auch schon
einem Clan bei, der vom gutherzigen aber etwas schroffen Cid angeführt wird.
Mit seinem neuen Clan im Rücken macht sich Luso auf die Suche nach einem Weg
zurück nach Hause. Der Spieler soll nun in Final Fantasy Tactics A2:
Grimoire of the Rift seine Gruppe in der bekannten Welt von Ivalice zum Sieg
führen. Auf uns warten viele Story-Missionen und hunderte von Nebenquests.
Wer jetzt denkt, dass wir nur kämpfen sollen, der irrt sich gewaltig. Ihr
müsst auch noch andere Dinge erledigen. Dabei schöpft der Hersteller aus dem
Vollen. Der Gamer soll Botengänge erledigen, Arbeiten ausführen und
Gegenstände finden. Hinzu kommen Geleitmissionen, Auftragsmorde und diverse
andere Missionsaufgaben. Dabei werden wir nicht alleine agieren. An unserer
Seite kämpfen viele andere Charaktere. Diese sollen wir nicht nur ausrüsten
und trainieren. In den bevorstehenden Kämpfen müsst Ihr sie auch taktisch
klug einsetzen. Im Spiel gibt es übrigens unterschiedliche Rassen, die alle
andere Eigenschaften besitzen. Das war bei weitem noch nicht alles.
Jobklassen gibt es auch noch. Über 50 verschiedene Berufe kann der Spieler
auswählen und erlernen. Mit anschließend angelegten Ausrüstungen werden dann
die diversen Fähigkeiten erlernt. Allerdings müsst Ihr Euch entscheiden,
welche Fertigkeiten die Clan-Mitglieder verwenden sollen. So erstellt man
sich nützliche Spezialisten. Obligatorische Objekte wie Waffen, Rüstungen
oder andere Gegenstände gibt es dann auch noch. Um diese zu bekommen, muss
der Akteur bestimmte Rohstoffe einsammeln. Kein wirkliches Problem, denn man
bekommt diese z.B. durch das Erledigen von Gegnern oder wenn man einen
Auftrag bewältigt hat. Mit den Rohstoffen werden dann Objekte hergestellt.
Ist etwas erst einmal im Spiel verfügbar, so kann man diese Sachen
anschließend auch beim Händler käuflich erwerben. Ihr müsst also nicht
ständig irgendwelche Sachen herstellen. Sind wir dann ordentlich trainiert
und ausgerüstet, so können uns die Schlachten nicht mehr erschrecken.
Gesetze gibt es dann auch noch in dem Spiel. An diese sollte man sich
halten. Macht man das nicht, so kann es Nachteile zur Folge haben. Im
Vorfeld wird einem die Gesetzeslage natürlich mitgeteilt. Wir agieren nun
auf einem Rasterfeld, dass leider nur eine Perspektive zeigt. Hinzu kommen
die Schlachtfelder, bei denen wir die Topographie nutzen, um strategische Vorteile zu
gewinnen. Die Auseinandersetzungen sind übrigens einer der wichtigsten
Inhalte im Spiel. Immer wieder trifft unsere sechsköpfige Truppe auf böses
Gesindel. Jetzt läuft alles sehr klassisch ab. Wer die Vorgänger kennt, der
wird schnell feststellen, dass sich nicht viel geändert hat. Unsere
Einheiten werden Zug um Zug auf dem Feld bewegt. Den Figuren geben wir
außerdem Anweisungen, welche Items eingesetzt werden sollen oder wer
angreift. Der Feind wird dann wahlweise mit Stahl, Magie oder Beschwörungen
bekämpft. Ist unser Spielzug beendet, wird die Blickrichtung festgelegt und
der nächste ist dran. Ist dann ein Kampf zu Ende, bekommt der Spieler die
obligatorischen Erfahrungspunkte. So bauen wir unsere Figuren immer weiter
auf, erledigen einen Auftrag nach dem anderen und kämpfen gegen eine
Vielzahl von Gegnern.
Technik:
Mit der technischen Seite kann man ganz zu frieden sein. Allerdings ist
nicht alles Perfekt. Da wären zum einen die etwas mageren Hintergründe. Hier
hätte man ruhig mehr Details einbauen können. Um einiges besser sehen die
gut modellierten und animierten Figuren aus. Hinzu kommen satte Effekte, die
immer wieder unser Auge erfreuen. Nett sind auch die vielen
Zwischensequenzen, die selbstverständlich übersetzt wurden. Leider gibt es
keine Sprachausgabe. Wirklich schlimm ist das aber nicht, denn eine opulente
Soundkulisse verwöhnt ständig unser Ohr. Neben der stimmungsvollen Musik
können auch die immer passend eingespielten Ingamegeräusche überzeugen.
Hierdurch wird ein wirklich gutes Ambiente erschaffen. Mit der Steuerung
kommt man auch schnell klar. Die Figuren reagieren direkt auf unsere
Anweisungen und selbst die Menüs sind sehr bedienerfreundlich. Nichts wirkt
unübersichtlich oder überladen und so findet man sich schnell in dem Spiel
zurecht. Toll ist auch, dass wir wahlweise per Touchscreen- oder
Tastensteuerung agieren können. Etwas nervig ist allerdings die Kamera.
Diese ist leider starr und so kommt es öfters mal vor, dass wir etwas nicht
sehen. Der Schwierigkeitsgrad ist außerdem sehr angenehm. Mit den meisten
Gegnern kommt man gut zurecht und so entstehen Frustmomente nur selten.
Einzig bei den Bossgegnern wird es wirklich heftig. Allerdings ist man auch
stolz auf seine Leistung, wenn man diese besiegt. Ist einem der normale
Schwierigkeitsgrad zu einfach, dann kann man das Game auch auf einer höheren
Stufe spielen. Hardcorezocker werden also genauso gefordert wie
Normalspieler. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der Technik gut
leben.
Fazit:
Final Fantasy Tactics A2: Grimoire of the Rift ist ein wirklich tolles
Spiel. Es revolutioniert zwar nicht das Genre, dennoch kann es lange an
Nintendos Handheld binden. Die Story hat uns genauso gut gefallen, wie die
taktischen Kämpfe und das Aufbausystem der Figuren bzw. deren Fähigkeiten.
Es gibt immer etwas zu erledigen oder zu erlernen. Dank vieler
unterschiedlicher Aufträge wird es auch nie langweilig oder monoton.
Wirklich störend war eigentlich nur die Kamera. Zum Glück werden wir durch
viele tolle Features ordentlich entschädigt. Der Hammer ist allerdings der
spielerische Umfang. Bis Ihr wirklich alles erledigt und gesehen habt,
werden Wochen vergehen. Wer also solche Strategie- und Taktikspiele mag und
gerne ins Final Fantasy-Universum abtauchen möchte, der darf ohne große
Bedenken bei diesem Game zuschlagen. Final Fantasy Tactics A2: Grimoire of
the Rift hat uns von der ersten Spielminute an den Handheld gefesselt und so
können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Rundenbasierte, taktische Schlachten in isometrischer 2D-Darstellung,
angesiedelt im immens beliebten FINAL FANTASY-Universum
- Ein Clan von Kämpfern, Magiern und anderen sucht einen Anführer, um
Ivalice, den Schauplatz von FINAL FANTASY® XII, gründlich zu erforschen
- Der Feind wird wahlweise mit Stahl, Magie oder Beschwörungen bekämpft
- Grandiose Grafik reizt den Nintendo DS bis an seine Grenzen aus
- Eindringlicher Soundtrack vom Komponisten von FINAL FANTASY XII
- Unendliche Vielfalt und Möglichkeiten mit einer Auswahl von über 50 Jobs -
mehr als jedes andere FINAL FANTASY-Spiel
- Über 300 Quests bieten viele Stunden Spielspaß
- Ein erweitertes Gesetz-System belohnt Spieler, die für Recht und Ordnung
eintreten, im und nach dem Kampf
- Durch das Herausfordern konkurrierender Clans können in einem
einzigartigen Auktions-Minispiel größere Gebiete erobert werden
- Im Gegensatz zur Japanischen Version bietet die Europäische nun sogar
Touchscreen-Kompatibilität