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Enter the Matrix - Review (GCN)

Wertung:
88 %

Einleitung:  

Oft ist es so das Spieler zusammenzucken, wenn Filmumsetzungen angekündigt werden. Gerade die Games die bekannte Titel tragen sind oft nicht gerade die Spiele die das halten was der Name verspricht. Diesmal soll alles anders werden, denn Atari (Infogrames), Shiny und Warner Brother wollen nun gemeinsam zeigen, das dieses Vorurteil nicht bei Enter the Matrix zutrifft. Im Vorfeld wurde schon so einiges getan um das Spiel bei den Käufern beliebt zu machen. Eine massive Werbekampagne begleitet den Verkaufsstart und die geschätzten Verkaufszahlen von rund 4 Millionen sprechen auch für das Selbstbewusstsein der Herstellerfirmen. Schlechte Karten hat dieses Vorhaben nicht, da das Spiel zeitgleich zum Kinostart des Films "The Matrix Reloaded" auf den Markt kommt. Die Konsolengemeinde darf sich diesmal auch gemeinsam auf das Spiel stürzen - Enter the Matrix erscheint zeitgleich auf der Playstation 2, Xbox, Gamecube und PC. Wir konnten nun alle drei Konsolen-Versionen des Spiels testen und feststellen, ob sich der Kauf lohnt.

 

Zum Spiel:

Ein interessantes Konzept steht hinter Enter the Matrix, denn der Kinofilm The Matrix Reloaded ist eng mit dem Actionspiel von Shiny verflochten. Daher handelt es sich bei dem Spiel auch nicht um eine reine Filmumsetzung, so wie man es bis jetzt kannte. Diesmal ist es vielmehr eine Ergänzung die die komplette Story erzählt. Für seine Crew hat Captain Thadeus sein Leben geopfert denn Maschinen bohren einen Tunnel nach Zion um die Menschheit auszurotten. Genau zu diesem Zeitpunkt setzt auch das Spiel und der Kinofilm an. Der Spieler hat die Möglichkeit zwei unterschiedliche Charaktere zu spielen. Zum einen wäre da Ghost der Experte im Kämpfen und bei Waffen ist und die heldenhafte Niobe. Beide Figuren gehören der gleichen Organisation an wie die Filmcharaktere Neo, Trinity und Morpheus. Die Wahl des Charakters beeinflusst das weitere Spiel, denn jeder erlebt die Story anders und daher hat jede Figur auch einen einzelnen Handlungsstrang. Am Anfang sind die Missionen beider Helden noch weitgehend gleich. Später geht die Handlung aber immer mehr auseinander. Bei einer Autoverfolgung z.B. übernimmt der Spieler als Niobe die Steuerung des Autos, während Ghost zum Bordgeschütz muß. Aber auch unterschiedliche Wege werden beide Figuren im laufe des Spiels gehen. Im Flughafen kämpft sich Niobe durch die Gepäckbänder und zum Vergleich darf hier Ghost einen Weg über das Dach des Gebäudes suchen. Damit ergeben sich zwei unterschiedliche Teile der Story.

Zu Beginn des Spiels müssen beide Charaktere erst einmal einen Brief finden den Thadeus in der Matrix versteckt hat. Dieser befindet sich in einem Postamt das allerdings geschlossen ist und von Wachmännern beschützt wird. Die Story des Spiels wird mit sehr vielen und vor allem auch langen Filmszenen erzählt. Diese Filmszenen sind extra für Enter the Matrix gedreht worden. Neben Originalschauspielern ist auch die Handlung eng mit dem Film verbunden und so verschmelzen Spiel und Film. Kein wunder denn Larry und Andy Wachowski - die als kreative Köpfe des Kinofilms bezeichnet werden - haben an der Story des Spiels mitgewirkt und das Spieldesign maßgeblich beeinflusst. Des weiteren war Yuen Wo Ping für die Choreografie verantwortlich die mit Motion-Capturing umgesetzt wurde. Ein weiterer hilfreicher Charakter in dem Spiel ist Sparks der mit der Spielfigur in der Matrix in Kontakt steht. Er gibt wichtige Informationen, Tipps und leitet die Helden zu den nächsten Knotenpunkten. 

In Enter the Matrix wird der Spieler viele unterschiedliche Level sehen. So muß die Figur mal in einem Postamt agieren, in einer Kanalisation kämpfen und über Dächer vor Agenten flüchten. Alle Level sind dabei sehr großzügig gestaltet und so kann sich der Spieler ausgiebig austoben. Immer stehen Aufgaben an, die gelöst werden müssen. Natürlich kann der Spieler diese Aufträge nicht ohne Gegenwehr lösen und so machen verschieden starke Gegner dem Spieler das Leben genauso schwer wie die obligatorischen Zwischen- und Endgegner. Im Mittelpunkt des Spiels steht vor allem die Action. Diese kann durch drei Schwierigkeitsgrade auf das Können der Akteure eingestellt werden. Besonders eindrucksvoll laufen die zahlreichen Kämpfe ab. Hierbei kann der Spieler auf Waffen zurückgreifen die von Niobe und Ghost eingesammelt werden. Neben der Schußfunktion kann die Figur die Waffe auch als Prügelwerkzeug einsetzen. Wenn mal keine Waffen herumliegen dürfen diese auch durch entwaffnen der Gegner besorgt werden. Leider stellt man schnell fest das die KI der Gegner nicht gerade hoch ist. Zu oft verhalten sie sich passiv - greifen gar nicht an oder zielen so schlecht das man sie für blind halten könnte. Trotzdem sind sie nicht leicht zu besiegen und wer nicht aufpasst wird schnell das Lademenue sehen. 

Daneben dürfen die Helden auch ihre kämpferischen Fähigkeiten unter beweis stellen. So können beide Charaktere treten und schlagen. Diese Aktionen werden dabei genauso gut im Einzel- aber auch im Gruppenkampf ausgeführt. Die Animationen sehen nicht nur fast so gut aus wie im Film, sondern sie wurden auch mit einer Vielfalt versehen das der Spieler oftmals den Mund nicht zubekommt. Diese werden mit der Zeit noch erweitert und so bekommt der Akteur fast alles zu sehen was er aus dem Film kennt. Wie in dem Filmstreifen wird man bei Enter the Matrix auch die bekannten Feature zu sehen bekommen. Beide Charaktere haben die Möglichkeit, sich besonders schnell zu bewegen und dadurch bekommen sie auch spezielle Fähigkeiten. Dieses wird - wie aus dem Film schon bekannt - in Zeitlupe dargestellt. Das Maß der Fähigkeit wird in dem Spiel mit dem Wort Focus gekennzeichnet. Dadurch steht die Fähigkeit nur für eine bestimmte Zeit zur Verfügung. Ist sie einmal verbraucht lädt sie sich mit der Zeit wieder auf und der Spaß kann von vorne los gehen. In der Zwischenzeit müssen die Charaktere mit normalen Mitteln weiterkämpfen. 

Optisch sind die Zeitlupen mit zahlreichen grafischen Effekten aufgemotzt worden, die besondere Fähigkeiten wie an der Wand entlanglaufen genauso genial darstellen wie das abfeuern von Waffen. Bei manchen Gegnern müssen Attacken mit dem Forus ausgeführt werden um sie überhaupt zu schlagen. Agenten zum Beispiel werden ohne dieses Feature jeden Angriff mit Leichtigkeit abwehren. Neben den normalen Leveln stehen auch Fahrzeuge zur Verfügung. So steuert Ihr dann auch mal Autos, wobei bei einer Szene Niobe das Fahrzeug steuert während Ghost aus dem Fenster die verfolgenden Fahrzeuge beschießt. Die Mobilität setzt sich aber auch in Luftkämpfen fort, wo feindliche Drohnen das Leben der Helden bedrohen. Rundum bietet das Spiel sehr viele unterschiedlichen Level so das das Gameplay nie langweilig wird. 

 

Technik:

Die Vielfalt in dem Spiel ist gigantisch groß aber trotz der ganzen Aktionsmöglichkeiten leidet die Steuerung nicht darunter. Der Spieler agiert aus der Third-Person-Perspektive wobei die Kameraperspektive automatisch an das Geschehen angepasst wird. Wer Objekte näher betrachten oder sich mal umsehen möchte kann dieses in einer Egoperspektive machen. Dabei kann auch geschossen werden und so ist diese Ansicht auch als Zielhilfe gedacht. Desweiteren kann der Spieler springen, Waffe ziehen bzw. wegstecken und schießen, Oberkörperangriffe ausführen, treten und den Focus einsetzen. Die Anzeigen in dem Spiel beschränken sich auf das notwenigste und so wird auch nur eine Focus-Anzeige, die Gesundheit und die aktuelle Waffe angezeigt. Die Lebensleiste erneuert sich nach harten Kämpfen von selber außer es sind Schlüsselszenen die alles von dem Spieler abverlangen. Die Figur läßt sich sehr direkt steuern und selbst komplizierte Bewegungen in Zeitlupe lassen sich sicher ausführen. Genauso einfach ist das Zielen mit den unterschiedlichen Waffen. Sobald ein Gegner einmal markiert ist wird das Fadenkreuz automatisch an dem aktuellen Gegner festgemacht und die Kugeln treffen automatisch das Ziel. 

Optisch eindrucksvoll sind die zahlreichen Actionsequenzen. Sie wurden im Motion-Capturing-Verfahren aufgenommen. Unzählige Martial-Arts-Bewegungen sind in dem Spiel eingebaut so das der Spieler eine riesige Anzahl von unterschiedlichen Moves zu sehen bekommt. Diese gehen dann so weit das Entwaffnung und anschließende Aktion mit der Waffe ineinander übergeht. Filmtypische Szenen sind ebenfalls zu sehen. So kann die Spielfigur an der Wand endlang laufen und dann mit einem Sprung einen Gegner zu Boden schicken. Leider wurde diese Perfektion nicht auf den normalen Bewegungsablauf übertragen. Die Charaktere bewegen sich zwar sehr lebensecht, sogar beim sprinten, aber sobald sie mal einen Zaun hochklettern müssen nimmt das sehr hohe Niveau der Animation ab. Trotz dieser kleinen Schwachpunkte sind die Bewegungen sehr gelungen. Die Charaktere Ghost und Niobe werden dabei sehr detailliert dargestellt und zeigen sogar sehr gute Gesichtstexturen. Auch die Kleidung sieht sehr gut aus und so kann der Spieler auf den Lederklamotten das Licht sehen was reflektiert wird. Die Gegner allerdings werden mit weniger Sorgfalt dargestellt. 

Die Umgebung wurde bei dem Spiel übrigens zum Teil mit einbezogen. So kann der Spieler Scheiben eintreten, Kartons wegtreten aber auch Schränke bearbeiten die dann sogar Schäden bekommen. Aber auch hier kommt ein kleines aber, denn wenn man bei Spinden gegen eine Tür schlägt fallen gleich mehre Türen aus der Halterung, obwohl die Figur diese nicht berührt hat. Über dieses kleine Manko kann man getrost hinweg sehen. Ebenfalls positiv sehen Explosionen und spezielle Effekte bei der Zeitlupe aus, wie z.B. bei den Kugeln - wenn sie verlangsamt durch die Luft fliegen. Trotz aller Qualität kommt das Spiel nicht ganz an den Glanz von Splinter Cell heran. Das liegt zum Teil auch daran das die Level manchmal ein wenig trist wirken. Mit Licht und Schatteneffekten wurde aber auch hier gearbeitet, auch wenn es nicht an das Referenzspiel heranreicht. Dafür bekommt der Spieler zahlreiche Zwischensequenzen zu sehen die man wirklich nicht verpassen sollte. Noch besser als die gute Grafik ist der fast perfekte Sound zu nennen. Die Sprachausgabe wird von den Darstellern in einer genialen Qualität wiedergegeben - allerdings nur in englischer Sprache. Die Umgebungsgeräusche stehen da um nichts nach und so kann sich der Spieler auf ein schönes Ambiente freuen.

 

Unterschiedliche Versionen:

Wie schon oben erwähnt wird das Spiel Enter the Matrix für den PC, Xbox, Playstation 2 und Gamecube erscheinen. Wir konnten uns jetzt die drei Konsolenversionen ansehen. Inhaltlich sind alle drei Versionen identisch. Der größte Unterschied ist bei der Optik zu finden. Besonders groß ist dieser aber nicht, da als Entwicklerplattform die Playstation 2 herhalten durfte. Trotzdem kommen die Texturen bei der Gamecube- aber auch in der Xbox Version besser rüber. Daher ist das optisch schwächste Spiel bei der Playstation 2 zu finden, was auch an den berühmten Treppeneffekten liegt, die hier am deutlichsten zu sehen sind. Diese Version ist aber trotzdem sehr gut und daher stellt es keinen spielerischen Nachteil da, wenn man das Spiel auf Sony´s Konsole sieht. Ansonsten ist die Menueführung bei allen drei Spielen identisch genauso wie die Aktionsmöglichkeiten. Naturgemäß ist die Tastenbelegung auch nicht hundertprozentig gleich aber mit allen drei Spielen wird der Käufer wunderbar zurecht kommen. Rundum kann man wohl ohne Probleme feststellen das es eigentlich egal ist welche Version des Spiels man spielt. Die Qualität und die Inhalte sind bei allen drei Konsolen gleich gut. 

 

Fazit:

Das Spiel dürfte wohl ein neuen Maßstab im actionreichen Gameplay darstellen. Noch nie konnte man so viel mit seiner Spielfigur machen. Alle Bewegungen sehen dabei so realistisch aus, das man schon fast meinen könnte, es handelt sich hierbei um den Film. Das liegt natürlich auch daran das die Entwickler des Spiels sehr stark mit der Filmcrew zusammengearbeitet hat. So entstand ein Spiel das sich vor keinem anderen Actionspiel verstecken muß. Eine gute Story eingepackt in einem actionreichen Gameplay mit sehr guter Animation und guter Optik machen das Spiel zu einem Highlight in diesem Jahr. Diesmal kann man wirklich sagen das die Qualität des Titels auch in dem Spiel steckt. Gerade die Slowmotion-Kämpfe machen wirklich Spaß und nie wird man müde neues Moves heraus zu finden. Gut ist auch die Abwechslung in den Kämpfen, da Ihr nicht nur Moves ausführen könnt, sondern auch Waffen verwenden dürft. Dank der Verfolgungsjagden wird auch genügend Abwechslung geboten, so das nie Langeweile aufkommt. Positiv fällt auch auf, das Ihr das Spiel zweimal durchspielen könnt, denn je nach Wahl des Charakters ändert sich der Spielablauf. So kann man als Ghost mal einen Scharfschützen spielen während Niobe im Kampf gegen ein paar Bösewichtern alles geben muß. 

Da diese beiden Spielverläufe zur Verfügung stehen ist es auch nicht ganz so schlimm das Enter the Matrix nur sieben Level und gerade mal pro Figur 8 Stunden Spielzeit bietet. Witzig ist dann auch noch das Ihr im Spiel gesammelte Codes und Stichwörter in einem DOS-Eingabe-Modus eingeben könnt um verschiedene Goodies freizuschalten. Rundum kann man sagen das dieses Spiel eine würdige Umsetzung des Films darstellt und nicht nur ein muß für Matrix-Fans ist. Allerdings kann man auch festhalten das nicht alles Perfekt ist. Einige Macken muß der Spieler schon ertragen wie die Clipping Fehler, verwaschene Texturen oder die etwas kargen Level. Insgesamt stören diese technischen Mängel aber nicht das Gameplay. Es handelt sich hierbei halt nicht um ein Spiel das technisch an Titel wie Splinter Cell heran reicht - trotzdem wird Enter the Matrix nie langweilig und dank der guten Präsentation ist es eine ideale Ergänzung zum Film. Wer Actionspiele mag und einige technischen Probleme übersehen kann wird mit diesem Spiel zufrieden sein und für uns ist Enter the Matrix auf jedenfall ein Pflichtkauf der in keiner guten Sammlung fehlen darf. 

 

Features:

- Tief gehende Story 
- Packende Kampfszenen in nie dagewesenem Martial-Arts Stil 
- Actionreiche Schiessereien 
- Rasante Verfolgungsjagden 
- Schwindelerregende Flugszenen 
- Hacking in die Matrix 
- Extra gedrehte Realszenen für das Spiel mit Original-Schauspielern 
- Original Szenen des Kinofilms

 

 

 

Screenshots:

Wertungsbox:

Enter the Matrix (GCN)

 
 Enter the Matrix
EUR 59,99
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Grafik: 85 %  
Sound: 89 %  
Bedienung: 91 %  
Singleplayer: 86 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 87 %  
Gesamtwertung:  88 %  



 

 

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