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Einleitung:
Vor geraumer Zeit wurde das
Spiel Enemy Territory: Quake Wars großspurig angekündigt. Dann verschwand
der heiß erwartete Science-Fiction-Shooter wieder von der Bildfläche.
Endlich hat die lange Wartezeit ein Ende, denn das Spiel kommt jetzt über Activision auf den deutschen Markt. Bei dem Game handelt es sich um ein neues
Mehrspieler-Shooterspiel, das eine Mischung aus Battlefield und Quake
darstellt. Entwickelt wurde das Actionspektakel von Splash Damage, die
bekannt wurden durch RtCW: Enemy Territory. Wir konnten jetzt die fertige
PC-Version ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung für alle
Egoshooterfans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Selbst so ein Spiel kommt nicht ohne eine kleine Rahmenhandlung aus. Wieder
einmal wird die Erde durch aggressive Außerirdische bedroht. Es sind die
Strogg, die es auf die Menschen abgesehen haben. Das lassen sich die
Erdenbürger natürlich nicht gefallen und so ziehen sie als Global Defense
Force (GDF) los, um die Eindringlinge zurückzuschlagen. Viel mehr werdet Ihr
von der Story nicht mitbekommen, denn eigentlich dient sie nur als Mittel
zum Zweck. Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. Nachdem wir uns ein
einführendes Intro angeschaut und ein Profil erstellt haben, erblicken
wir das obligatorische Hauptmenü. Hier findet Ihr die Bereiche Online-Spiel,
LAN-Spiel, Gegen CPU spielen, Statistik und Optionen. Wie üblich dürft Ihr
unter zu letzt genannten Punkt alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen
und gegebenenfalls die Tastenkonfiguration ändern. Unter Statistik könnt Ihr
außerdem Eure persönliche Auswertung in aller Ruhe ansehen. Am Anfang sollte
jeder erst einmal gegen die recht ansprechenden Computergegner in die
Schlacht ziehen. Auf unterschiedlichen Schlachtfeldern, könnt Ihr Euch in
aller Ruhe mit der Steuerung und dem Spielprinzip vertraut machen. Im
Mittelpunkt stehen natürlich die actionreichen Mehrspielermodis. Hier darf
man im LAN oder über das Internet mit bis zu 32 menschlichen Spielern ein
Match bestreiten. Die Grundregeln in dem Spiel sind recht einfach. In Enemy
Territory: Quake Wars stehen sich die beiden verfeindeten Gruppen der Strogg
und der GDF auf einem Schlachtfeld gegenüber. Ein Team greift an, während
das andere verteidigt. Jedes Schlachtfeld ist in drei oder vier
Schlüsselmissionen oder Primärziele aufgeteilt. Um zu gewinnen muss das
angreifende Team alle Primärziele innerhalb des festgelegten Zeitlimits
erfüllen. Das Verteidigerteam muss eben dieses verhindern. Um ein Ziel zu
erfüllen ist ein bestimmtes Gerät oder Werkzeug erforderlich, das nur eine
bestimmte Charakterklasse mit sich führen kann. Jede Seite hat
selbstverständlich ihre eigenen Klassen, die sich nur minimal von der
jeweils anderen Fraktion unterscheidet. Jeweils fünf Klassen stehen zur
Auswahl. Beide Seiten haben einfache Soldaten/Aggressor, Techniker/Konstruktor
und Sanitäter/Versorger. Hinzu kommen Späher (Feldagent/Oppressor) und
Scharfschützen (Geheimagent/Infiltrator). Die Charakterklassen unterscheiden
sich nicht nur durch die unterschiedlichen Spezialfähigkeiten, sondern auch
durch ihre Bewaffnung voneinander.
Von den Mordwerkzeugen gibt es natürlich viele unterschiedliche. Vom
einfachen Messer über diverse Gewehre bis hin zu Handgranaten ist alles
vorhanden. Wir kämpfen selbstverständlich nicht allein gegen das andere
Team. An unserer Seite agieren weitere Soldaten, die tunlichst
zusammenarbeiten sollten. Damit der Kontakt auch bei CPU Einheiten nicht
abreist, gönnt man uns vorgefertigte Funksprüche. Hierdurch kann man auch
mit dem Computer ordentlich spielen. Ob das dann auch taktisch klug mit
menschlichen Spielern klappt, ist wie immer eine andere Frage. Eines ist
aber sicher, nur das Team was einigermaßen gut zusammenarbeitet, wird am
Ende siegreich sein. Mit unserer Fraktion sollen wir nun diverse Aufgaben
bewältigen. Mal müssen wir einen Ort einnehmen, dann einen Durchgang
schaffen oder eine Brücke errichten. Aber auch Hackerziele stehen auf dem
Tagesprogramm. Wie Ihr evtl. bemerkt habt, sind die Ziele zum Teil
berufsabhängig. So kann z.B. nur ein Techniker Sachen aufbauen. Es muss also
immer klar gestellt sein, dass in einem Team alle Charakterklassen besetzt
sind. Selbstverständlich gibt es auch ein Belohnungssystem. Besonders
effektive Spieler werden für ihre Aktionen mit Erfahrung bzw. verbesserten
Fähigkeiten belohnt. Gespielt wird übrigens auf zwölf unterschiedlichen
Karten. Dabei werden wir viele Orte zu sehen bekommen. Von Industrieanlagen,
über Waldgebiete bis hin zu Wüstenstädten ist alles vorhanden. Auf diesen
Maps werden dann die drei möglichen Spielarten ausgetragen: Kampagne, Ziel
und Stoppuhr. Bei der Kampagne werden einfach drei Karten hintereinander
gereiht. Bei Ziel wird nur eine Karte gespielt. Wird hier das Ziel erfüllt,
ist das Spiel zu Ende. Die interessanteste Spielart dürfte wohl Stoppuhr
sein. Ein Team startet als Angreifer, während das andere Team verteidigt.
Nach einer bestimmten Zeit tauschen die Fraktionen die Rolle und das
Aggressorteam muss die Aufgabe bzw. die vorgelegten Punkte in einer kürzeren
Zeit schaffen. Das war natürlich noch nicht alles. In dem Spiel agieren wir
nicht nur zu Fuß und mit unseren Standartwaffen. Hinzu kommen viele
unterschiedliche Vehikel. Vom einfachen Jeep über Panzer bis hin zu Mechs
reicht das Angebot. Sogar an fliegende Einheiten hat der Hersteller gedacht
und so kann man sich in Enemy Territory: Quake Wars so richtig auslassen.
Die meisten Fahrzeuge darf man dann noch mit mehreren Personen besetzen,
wodurch sie noch schlagkräftiger werden. Damit wir in dem Spiel den
Überblick nicht verlieren, gönnt man uns übrigens eine kleine Karte. Hier
sehen wir nicht nur spielrelevante Orte oder unsere Teamkollegen. Daneben
werden auch die Missionsziele und Kommandoanweisungen angezeigt. So agieren
wir nun mit unserem Team und unserer ausgesuchten Bewaffnung durch die
diversen Schlachtfelder und versuchen das gegnerische Team auszuschalten.
Technik:
Die Grafik ist bei Enemy Territory: Quake Wars ganz ordentlich. Allerdings
werden wir nichts zu sehen bekommen, was man nicht schon aus anderen Spielen
kennt. Allerdings ist das nichts negatives, denn das Spiel orientiert sich
am Genrestandard. Wirklich überzeugen können vor allem die Karten. Sie sind
sehr abwechslungsreich und bieten viele Objekte, die man taktisch klug
nutzen kann. Es wurden viele Details eingebaut, wodurch ein nettes Ambiente
entsteht. Man muss allerdings auch erwähnen, dass die Außenbereiche um
einiges besser rüber kommen, wie die Innenräume. Teilweise sehen die
Gebäudeinnenräume wirklich hässlich aus, was in der heutigen Zeit eigentlich
nicht passieren dürfte. Zumindest werden wir durch tolle Effekte und
Explosionen anständig entschädigt. Wirklich gut sehen die Figuren aus.
Sie wurden ansehnlich modelliert und nicht weniger gut animiert. Toll ist
auch die enorme Weitsicht. Man kann wirklich von erhöhten Orten alles
überblicken. Auf einem ähnlichen Niveau bewegt sich der Sound. Neben diversen Ingame-
lauschen wir auch authentischen Waffen- und Fahrzeuggeräuschen. Hinzu kommen
immer wieder dramatische Funksprüche, die für zusätzliche Spannung sorgen.
Die Steuerung ist erstklassig. Unsere Figur lässt sich zu jeder Zeit sicher
lenken und selber kleinere Kletterpartien sind kein Problem. Das Zielen und
benutzen der Waffen klappt auch sofort und so kann selbst ein Anfänger -
ohne lange Einarbeitungszeit - direkt in das Spiel einsteigen. Sehr gut
lassen sich auch die Fahrzeuge steuern. Selbst fliegende Vehikel kann man
nach kurzer Einarbeitungszeit sicher lenken. Wirklich nützlich ist die
eingebaute Karte, die wirklich alle wichtigen Punkte schnell anzeigt.
Orientierungslos werden wir also nicht über die Schlachtfelder rennen. Etwas
mäßig ist die KI der computergesteuerten Figuren. Spielen wir mit
CPU-Kollegen, wird kaum eine taktische Aktion gelingen. Viel besser haben
uns da schon die Gegner gefallen. Sie sind teilweise hammerhart und somit
eine echte Herausforderung. Optimal um sich auf bevorstehende
Onlineschlachten vorzubereiten.
Fazit:
Enemy Territory: Quake Wars ist ein nettes Science-Fiction-Shooterspiel, das
vor allem Fans von schnellen Actiongames anspricht. Leider muss man dazu
sagen, denn aus dem Spiel hätte ein wirklich erstklassiges Taktikegoshooterspiel werden können. Die Mischung aus Battlefield und Quake
will einfach nicht funktionieren. Das Gameplay ist leider voll auf rasante
Action ausgelegt und so verkommt das Spiel zu einer reinen Metzelorgie.
Zumindest kann man mit den vielen unterschiedlichen Charakterklassen
genretypisch vorgehen. Um dann das Missionsziel zu erfüllen wird das Team
allerdings zusammenspielen müssen. Dank vieler interessanter Waffen, Fahrzeugen und
genialer Karten kann man zumindest unzählige interessante Schlachten
bestreiten. Leider ist der Singleplayerbereich ein wenig zu kurz
ausgefallen. Schon nach wenigen Stunden habt Ihr alles gesehen und dann
bleibt nur noch der Mehrspielerbereich übrig. Dieser kann einen aber über
Wochen am Bildschirm binden. Das liegt zum einen an den Spielmodis und zum
anderen an den clever aufgebauten Missionen. Hinzu kommen tolle Maps, die
einfach optimal zu so einem Spiel passen. Selbst Anfänger werden durch den
einfachen Einstieg und die gute Steuerung sofort in das Spielgeschehen einsteigen
können. Wer also ein actiongeladenes Online-Egoshooterspiel sucht und über
kleinere Macken hinwegsehen kann, der sollte schnell zum nächsten Händler
eilen. Auch wenn nicht alles Perfekt ist, kann Enemy Territory: Quake Wars
einen wunderbar unterhalten.
Features:
- Missionsbasierter Kampf: Enemy Territory:QUAKE Wars lässt die Teams auf
einem Schlachtfeld mit militärischen Zielen gegeneinander antreten (z.B.das
Ausschalten eines wichtigen Verteidigungspostens,das Zerstören eines
bestimmten Ziels). So weiß von vorne herein jeder, wo die Action spielt -
langatmiges Herumlaufen auf der Karte entfällt.
- Wichtiges Teamwork: Dank der "asymmetrischen" Klassen (insgesamt 10)
bietet jedes Team in Enemy Territory: QUAKE Wars ein einzigartiges
Spielerlebnis. Die GDF und Strogg besitzen zwei eigenständige Armeen mit
unterschiedlichen Taktiken und Strategien. Die Spieler werden belohnt, wenn
sie als Team bei der Erfüllung der Missionsziele zusammenarbeiten.
- Individuelle Spielerrollen: Mit den klassenspezifischen Möglichkeiten kann
ein einzelner Spieler zum entscheidenden Faktor einer ganzen Operation
werden, indem er eine wichtige Brücke baut oder die feindliche Verteidigung
infiltriert, um so den entscheidenden Luftschlag zu ermöglichen. Verletzte
Spieler können sich untereinander heilen und wiederbeleben, um wichtige
Aufgaben für das Team vollenden zu können.
- Steigerbare Fähigkeiten und Statistiken: Im Laufe der aus vielen Missionen
bestehenden Kampagne können die Spieler Erfahrung sammeln, befördert werden
und sich so neue Fähigkeiten für das Team aneignen. Zusätzlich werden die
Statistiken global verwaltet und aufgezeichnet,so dass die Spieler ihren
Rang und das Prestige in der Community von Enemy Territory verfolgen können.
- Einfacher Zugang: Enemy Territory:QUAKE Wars hält für neue Spieler mehr
als nur grundlegende Tipps bereit. Es besitzt auch eine ganze Reihe von
Innovationen, die das Spiel für ein breiteres Publikum öffnen, z.B.:·
Einzelmissions-System: Teilt Spielern automatisch Einzelmissionen zu, so
dass Neueinsteiger gleich wissen, was sie tun müssen. · Vereinfachte
Steuerung: Dank der vereinfachten Steuerung können auch Anfänger
Luftfahrzeuge unkompliziert steuern. · Ausgeglichene Kämpfe: Auch wenn die
Spieler befördert werden können und ihre Statistiken mit jedem Spiel
verbessern,sind freigeschaltete Fähigkeiten stets an die Kampagne gebunden,
in der sie erworben werden. Jeder Spieler beginnt eine neue Kampagne mit
denselben Voraussetzungen. Kämpfe zu Fuß oder in Fahrzeugen, Booten oder
Flugzeugen
- Megatexture-Technologie: id Software, bekannt für bahnbrechende
Spiele-Technologie ,hat es erneut geschafft. Die revolutionäre
Megatexture-Technologie ermöglicht Schlachtfelder, die mit mehr als 250
Hektar einzigartig detailliertem Gelände bis zum Horizont reichen.
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