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Enchanted Arms - Review (Xbox 360)

Wertung:
79 %

Einleitung:  

Ubisoft bringt mit Enchanted Arms das erste japanische Rollenspiel für Microsofts Xbox 360 auf den deutschen Markt. Entwickelt wurde das Spiel übrigens von From Software, die bekannt wurden durch Spiele wie Armored Core oder Otogi. Das Rollenspiel-Abenteuer bietet einzigartige Charaktere, bizarre Kreaturen und eine fantasievolle Welt. Als Zauberlehrling Atsuma durchleben wir die Entwicklung vom naiven Studenten zum mächtigsten Hoffnungsträger der Menschheit. Wir konnten das Next-Generation-Rollenspiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich Genrefans auf dieses Spiel freuen können, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Natürlich kommt so ein Rollenspiel nicht ohne eine anständige Story aus. Der Golem-Krieg ist der Name, den die nachfolgenden Generationen einem Konflikt gaben, der vor 1000 Jahren stattfand. Die Golems waren während des Krieges künstlich geschaffene Diener. Diese Zerstörungsmaschinen führen gewissenhaft jeden Befehl ihres Besitzers aus, selbst nach seinem Tod. Infolgedessen verwüsteten sie alsbald die gesamte Welt. Niemand der heute lebenden Bewohner hat eine Vorstellung, worum der Kampf ging und warum der Krieg überhaupt zustande gekommen war. Es ist lediglich bekannt, dass die Golems eines Tages aufhörten zu funktionieren und die Zerstörung somit endete. Die Menschheit baute eilig die Welt wieder auf und nutzte hierfür eine Kombination aus Technik und Zauberei, der einzigen Magie, die sie nicht verloren hatten. Allerdings gierten einige danach, die verloren geglaubten uralten Kräfte wieder zu entdecken. Und so kam es, dass die Katastrophe des Golem-Kriegs immer mehr in Vergessenheit geriet und die Menschen sich immer mehr daran machte, sie erneut aufflammen zu lassen. Bevor wir uns nun in das epische Abenteuer stürzen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, wird ein ansprechendes Intro eingespielt. Anschließend folgt das Hauptmenü mit den Menüpunkten "New Game", "Load Game" und "Xbox Live". Wie Ihr evtl. unschwer erkennt, wurde das Spiel nicht lokalisiert. Das Menü, alle Texte und die Sprachausgabe wurden in englischer Sprache gehalten und so sollte der Spieler einige Englischkenntnisse mitbringen. Kommen wir zurück zum Hauptmenü. Zum einen kann der Spieler unter "Load Game" ein zuvor gespeichertes Spiel fortsetzen. Außerdem dürfen wir eine Golemschlacht über Xbox-Live spielen. Hier kann man dann auch eine Rangliste mit den
besten Spielergebnissen betrachten. Die meisten werden sich allerdings erst einmal für den Singleplayerbereich interessieren. Am Anfang bleibt uns selbstverständlich nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Nachdem wir auf den Menüpunkt "New Game" geklickt haben, sollen wir noch die Game und Sound Optionen (u.a. Sprache: Englisch oder Japanisch) einstellen. Sind auch diese Einstellungen fertig, kann das Abenteuer endlich beginnen. Der Spieler schlüpft nun in die Rolle des aufgeweckten aber auch etwas dürftigen Studenten Atsuma. Enchanted Arms spielt in einer Fantasywelt, in der es Städte wie Yokohama oder London City gibt. In diesen Städten finden wir jede Menge Bewohner, mit denen wir reden können. Die Leute geben häufig wertvolle Tipps und so sollte der Spieler sich nicht scheuen, diese immer wieder anzusprechen. Wirklich leicht fällt das einem nicht, denn minutenlange Gespräche sind die Folge. In den Ortschaften kann der Spieler selbstverständlich auch auf Erkundungstour gehen, allerdings sind die meisten Häuser nicht begehbar. Unser Held agiert auch außerhalb der Ortschaften. Grundlegend muss man aber feststellen, dass alles sehr linear und einfach aufgebaut ist. So etwas wie eine riesige frei begehbare Welt, werden wir leider nicht vorfinden.

Damit der Spieler den Überblick nicht verliert, darf er eine nützliche Minikarte nutzen. Hinzu kommt eine Komplettkarte, die wir separat aufrufen dürfen. Daneben werden wir noch zahllose Kämpfe bestreiten. Das Kampfsystem ist relativ einfach. Kommt es zu einer zufälligen Auseinandersetzung, wird in den Kampfbildschirm gewechselt. Dieser besteht aus einem Kästchenfeld, das in zwei Seiten unterteilt ist. Auf der einen Seite befindet sich unsere Party und auf der anderen die Gegner. Rundenweise werden nun die Aktionen ausgeführt. Ist der Spieler an der Reihe, so muss er als erstes seine Figuren bewegen. Dabei sollte die jeweilige Reichweite berücksichtigt werden. Steht eine Figur zu weit weg, kann diese spätere Aktionen nicht ansetzen. Ziel ist es dann auch noch, so viele Gegner wie möglich zu treffen. Das schaffen wir allerdings nur durch geschicktes ziehen unserer Spielcharaktere. Neben den normalen Attacken können wir auch Heilzauber aussprechen und so angeschlagene Figuren heilen. Außerdem darf der Akteur Items benutzen oder Beschwörungszauber verwenden. Wie bei solchen Spielen üblich müssen wir während eines Kampfes diverse Werte wie Healing Points, Ether Points, EX-Wert oder den Combobalken im Auge behalten. Schließlich verbraucht eine Spielfigur - durch Aktionen - Ether Points und wollen wir eine Beschwörung ausführen, wird ein hoher EX-Wert benötigt. Die Extra-Anzeige füllt sich außerdem auf, wenn jemanden einen Schaden zugeführt wird. Ist dann die Comboleiste gefüllt, dürfen alle Partymitglieder einen Kombinationsangriff ausführen. Natürlich hat jedes Teammitglied andere Fähigkeiten, die der Spieler geschickt einsetzen sollte. Machen wir alles richtig, so sind die Gegner schnell besiegt und der Kampf gewonnen. Ist die Schlacht dann beendet, wird unsere Truppe komplett geheilt. Allerdings geschieht dieses nur, wenn genügend Vital-Punkte zur Verfügung stehen. Zum Glück kann der Spieler teure Items verwenden, um diese wieder aufzufüllen. Daneben gibt es noch Skillpoints, die unsere Statuswerte erhöhen oder neue Fähigkeiten einbringen. Neben Erfahrungs- und Fertigkeitspunkte erhalten wir oftmals auch nützliche Items. Brauchen wir die Gegenstände nicht, so darf man diese in den obligatorischen Shops verkaufen. Hier kann man außerdem nicht nur Gegenstände kaufen oder verkaufen, sondern auch Zauberei benutzen - um Golems und Waffen herzustellen. Ein Golem ist übrigens eine magische Puppe, die als Ersatz für menschliche Arbeit gedacht ist. Er wird aus Core-Material und Gems hergestellt. Diese Grundstoffe erhalten wir in den Schlachten oder Shops. Die Einheiten werden grundlegend in Golem-Angriffs-Einheiten, Verteidigungs-Einheiten und Rückgewinnungs-Einheiten unterschieden. Jeder Golem verfügt natürlich über seine eigenen Fertigkeiten und Attribute. So erkunden wir nun die unterschiedlichen Landschaften bzw. Städte, führen endlose Gespräche, erschaffen neue Waffen oder Golems und kämpfen alle Nase lang gegen diverse Gegner. Wer ein wenig Abwechslung sucht, sollte auch mal in das Casino gehen. Hier kann sich der Spieler mit verschiedenen Minispielen wie Golem Battle, Bingo, Slot Game oder Roulette ausgiebig beschäftigen.

 

Technik:

Enchanted Arms hat eine ganz ordentliche Grafik. Eine wirkliche Next-Gen-Optik werden wir allerdings nicht zu sehen bekommen. Wir agieren zum einen in netten Ortschaften. Diese wirken allesamt etwas steril und leblos. Hinzu kommen weitläufige Außenbereiche. Etwas besser sehen die Charaktere und Kreaturen aus, von denen es gut 100 unterschiedliche gibt. Diese wurden nett modelliert und animiert. Außerdem werden wir einige Effekte zu sehen bekommen. Bei den Kämpfen wird dann noch ein wahres Grafikfeuerwerk abgefeuert. Es sieht schon toll aus, wenn unsere Spielfiguren Angriffe ausführen. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Zum einen wird eine passende Musik eingespielt, die allerdings mit der Zeit nervt. Hinzu kommt, dass sich die Musikstücke oft wiederholen. Ein wenig mehr Abwechslung wäre nicht schlecht gewesen. Daneben werden viele passende Ingamegeräusche eingespielt. Die Sprachausgabe ist grundlegend in Ordnung. Gute englische Synchronsprecher verleihen den Charakteren eine Persönlichkeit. Allerdings dauern die belanglosen Gespräche oftmals mehrere Minuten. Mit der Zeit werden diese Dialoge zur wirklichen Qual. Etwas schade ist ebenfalls, dass keine deutsche Übersetzung angeboten wird. Seid ihr der englischen Sprache nicht mächtig, werdet Ihr wenig von der Story mitbekommen. Zumindest dürft Ihr Euch auf ein deutsches Handbuch stürzen, dass das Spiel und die Steuerung gut erklären. Mit der Steuerung kann man gut leben. Die Charaktere lassen sich alle präzise lenken und selbst mit den Menüs kommt man sofort klar. Da alles recht einfach gehalten wurde, werden selbst Anfänger schnell in das Spiel einsteigen können. Recht fair ist auch der Schwierigkeitsgrad. Dieser ist so ausgewogen, dass Anfänger aber auch Genrekenner eine passende Herausforderung finden. Fasst man nun alles zusammen, so kann die technische Seite - trotz diverser Kritikpunkte - überzeugen.

 

Fazit:

Viele freuen sich bestimmt darüber, dass endlich ein japanisches Rollenspiel auf der Xbox 360 erscheint. Allerdings müssen wir die Euphorie ein wenig bremsen. Zum einen wird keine deutsche Übersetzung angeboten. Texte, Menüs und die Sprachausgabe werden in Englisch wiedergegeben und so schauen Leute - die der Sprache nicht mächtig sind - in die Röhre. Nur ein deutsches Handbuch leitet Euch in das Spiel passend ein. Auch grafisch hätte man einiges mehr aus dem Spiel rausholen können. Eine wirkliche Next-Gen-Grafik werden wir leider nicht zu sehen bekommen. Nervig ist außerdem noch, dass wir uns nicht wirklich frei in der Welt bewegen können. Ein nettes Leveldesign ist zwar vorhanden, allerdings läuft das Spiel recht linear ab. Dennoch ist nicht alles schlecht. Enchanted Arms hat auch viele gute Seiten. Da wäre zum einen das nette Kampfsystem. Dieses bietet viele Möglichkeiten und so sind spannende und vor allem taktische Kämpfe vorprogrammiert. Ebenso können die vielen Charaktere überzeugen. Jeder hat eine andere Persönlichkeit, welche auch gut herausgestellt wurden. Witzig sind dann noch die Nebenbeschäftigungen - wie das Casino. Mit den Minispielen kann man sich ebenfalls mehrere Stunden gut beschäftigen. Ebenso können die Xbox-Live Battles einige Zeit unterhalten. Wer also auf klassische japanische Rollenspiele steht und mit ein paar Macken leben kann, der darf gerne zuschlagen. Sind Eure Erwartungen nicht zu hoch, so werdet Ihr für gut 40 Stunden gut unterhalten. Uns hat das Spiel eigentlich ganz gut gefallen und so können wir Enchanted Arms allen Japan-Rollenspielfans zum Kauf empfehlen.

 

Features

- Schnell erlernbares Kampfsystem: Ein einfach zu bedienendes Interface, die Möglichkeit Charaktere während eines Kampfes zu bewegen, sowie der Einsatz von Distanzwaffen garantieren ein schnelles, actiongeladenes Gameplay.
- Tiefe Storyline mit über 50 Stunden Gameplay: Erleben Sie zusätzliche Spieltiefe und erfahren Sie im Spiel mehr über alle neuen Charaktere. Das Spiel bietet Ihnen die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wie und in welcher Reihenfolge Sie die Levels mit jeweiligen Mehrfachzielen und Nebenmissionen erledigen wollen.
- Freischaltbare Kreaturen & Wesen: Finden und schalten Sie über 75 spezielle Kreaturen frei, die Sie dann steuern und in Kämpfen als Mitstreiter in ihrem Team einsetzen können. Jedes Wesen ist hinsichtlich seines Aussehens, als auch seiner speziellen Fähigkeiten einzigartig.
- Online Duelle über XBOX Live®: Loggen Sie sich über das XBOX Live® Online Gaming-Portal ein und fordern Sie andere Spieler zu spannenden Duellen heraus. Wählen Sie Ihren besten Charakter und kämpfen Sie sich in der Online-Rangliste an die Spitze.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Enchanted Arms (Xbox 360)

 
 Enchanted Arms
EUR 69,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 78 %  
Sound: 76 %  
Bedienung: 84 %  
Singleplayer: 80 %  
Multiplayer: 75 %  
Spielspaß: 82 %  
Gesamtwertung:  79 %  



 

 

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