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Edna Bricht Aus - Review (PC)

Wertung:
82 %

Einleitung:

Schon seit vielen Jahren kann das Genre der Adventurespiele unzählige Gamer begeistern. Fast jeden Monat kommt ein Spiel nach dem anderen auf den deutschen Markt. Die Spiele überzeugen nicht nur durch viele anspruchsvolle Knobelrätsel und einer guten Story. Auch grafisch können viele Games mit anderen Genres locker mithalten. Einen etwas anderen Weg geht jetzt Daedalic und Xider mit dem Spiel Edna Bricht Aus. In dem Point & Click-Adventure wird auf die etwas altbackene 2D-Optik vergangener Tage gesetzt. Dass dieses Konzept allerdings das Gameplay herunterzieht, können wir schon im Vorfeld ausschließen. Wir konnten uns das witzige und ideenreiche Spiel ausgiebig ansehen. Ob sich eine Anschaffung nicht nur für Old-School-Adventure-Fans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Ein Point & Click-Adventure-Spiel braucht selbstverständlich eine anständige Story. Wir schlüpfen in dem Spiel "Edna Bricht Aus" in die Haut der titelgebenden Hauptheldin. Edna wacht ohne jede Erinnerung in der Gummizelle einer Nervenheilanstalt auf. Wie ist sie hierher gekommen? Sie hat nicht die leiseste Ahnung, doch eines ist sicher: Sie wird zu unrecht festgehalten und muss ausbrechen! Immerhin fühlt sie sich geistig vollkommen gesund - auch ihr sprechender Stoffhase Harvey stimmt ihr da vollkommen zu. Gemeinsam wagen sie die Flucht und treffen dabei auf die skurrilen Mitinsassen, vom Mann im Bienenkostüm bis zu den siamesischen Zwillingen Hoti und Moti. Doch Dr. Marcel, der Leiter des Sanatoriums, lässt nichts unversucht, sie aufzuhalten. Was hat dieser böse Mensch bloß mit Edna vor? Nach und nach erinnert sich Edna an die Zeit vor ihrem Aufenthalt in der Zelle zurück. Bevor wir nun in das Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü. Hier kann der Spieler zum einen die spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Außerdem darf er einen zuvor gespeicherten Spielstand aktivieren oder ein neues Spiel beginnen. Am Anfang bleibt uns notgedrungen nichts anderes übrig, als ein neues Abenteuer zu starten. Wir schlüpfen nun in die Haut von Edna. Sie wacht ohne Erinnerung in der Gummizelle auf und muss flüchten. Schon stehen wir vor dem ersten Problem, denn wirklich klar ist nicht, wie wir aus unserem Gefängnis entfliehen sollen. Kommen wir also zu unseren Möglichkeiten. Das Spiel wird genretypisch mit der Maus gesteuert. Mit unserem Cursor können wir unsere Heldin an jede Stelle des Bildes bewegen. Am unteren Bildschirm sehen wir außerdem eine Interaktionsleiste. Hiermit können wir auswählbare Gegenstände ansehen, in unser Inventar packen oder benutzen. Außerdem darf man mit vorhandenen Charakteren reden. Hinzu kommt unser Inventar, dass wir über einen Tastendruck separat aufrufen.

Wie in klassischen Adventurespielen üblich, drückt der Spieler auf das Verb in der Aktionsleiste und dann auf den Gegenstand oder die Person, mit der man interagieren möchte. Allerdings hat der Hersteller auch an eine nützliche Funktion gedacht. Jedem Gegenstand ist eine nahe liegende Aktion zugeordnet. Mit einem Klick auf die rechte Maustaste wird diese dann direkt ausgeführt. So erkunden wir in einem neuen Spielabschnitt erst einmal die Umgebung. Wer jetzt nicht alles haarklein absuchen möchte, der darf eine Hilfefunktion nutzen. Sobald der Spieler die Leertaste drückt, werden alle wichtigen Orte im Bild durch einen Schriftzug kenntlich gemacht. So erkennt jeder schnell, was wichtig bzw. spielrelevant ist. Alle Objekte werden nun ausgiebig angesehen und gegebenenfalls in unserem Inventar verstaut. An den dafür vorgesehenen Stellen im Spiel werden die Gegenstände dann passend eingesetzt. Nötige Informationen erhalten wir dann durch die vielen erfrischenden Dialoge. Reden wir mit anderen Personen oder Gegenständen, so wird ein Dialogmenü aufgerufen. Hier dürft Ihr nun verschiedene Gesprächsoptionen anwählen. Wir erhalten dadurch nicht nur interessante Informationen oder Hinweise, sondern häufig kommt man auch nur durch diese Unterhaltungen im Spiel weiter. Außerdem sind die Gespräche sehr witzig und so führt man diese recht gerne. Das war aber bei weitem noch nicht alles. Edna begibt sich im Spiel oft auf eine Reise in ihre eigene Vergangenheit. Mit Hilfe von Harvey, unserem getreuen Stoffhasen, kann sie sich an bestimmten Stellen im Spiel tempomorphen (eine Art Zeitreise) und erfährt so mehr über die Zeit vor ihrem Aufenthalt im Irrenhaus. In diesem Modus ändert sich die Benutzerführung des Spiels ein wenig. Zum einen kann man zwischen Edna und Harvey wechseln. Manche Aufgaben im Spiel lassen sich nur lösen, wenn unsere Helden zusammenarbeiten. Allerdings kann der Hase keine Gegenstände einsammeln, sondern nur Gesprächsthemen in seine Leiste ziehen. Bei Edna angekommen werden diese Themen dann aufgegriffen, was schlussendlich neue Fähigkeiten frei schaltet. So erkunden wir nun die diversen Orte, suchen diese nach wichtigen Sachen ab, reden mit Leuten, reisen in die Vergangenheit, erlernen neue Fähigkeiten, lösen eine Aufgabe nach der anderen und folgen der witzigen Story.

 

Technik:

Bei der technischen Seite erwartet jetzt nicht zu viel. Da wäre zum einen die Grafik. Wir werden recht spartanische Hintergrundbilder zu sehen bekommen, die nur wenige Details beinhalten. Zumindest muss man dem Spiel zugestehen, dass der Grafikstil recht gut gelungen ist. Vor allem die diversen Charaktere können hier überzeugen. Auf einem ähnlichen Niveau bewegt sich der Sound. Neben einer stimmungsvollen Musik, werden wir auch vereinzelten Ingamegeräuschen lauschen. Hinzu kommen viele deutsche Synchronsprecher, die den einzelnen Charakteren Leben einhauchen. Leider muss man dazu sagen, dass nicht jede Stimme überzeugt. Oftmals sprechen die Leute etwas überzogen. Nett ist allerdings der Humor im Spiel, der vor allem bei den Dialogen zum tragen kommt. Viele witzige Gespräche können einen gut am Bildschirm binden. Etwas nervig ist dann noch die Steuerung. Die Schaltflächen und das Inventar sind zwar übersichtlich und ordentlich aufgebaut, allerdings ist die grundlegende Bedienung recht umständlich. Wie in früheren Zeiten muss man permanent Schaltflächen drücken, das Inventar aufrufen und dann einzelne Aktionen ausführen. Was früher gut war, muss heute noch lange nicht Spaß machen. Spätestens nach ein paar Stunden wünscht man sich die Steuerung aktueller Adventurespiele zurück. Der Schwierigkeitsgrad ist recht angenehm. Die Rätsel selber sind logisch und so bleibt man nur selten im Spiel hängen. Fasst man nun alles zusammen, so kann die Technik als solide aber auch verbesserungswürdig angesehen werden.

 

Fazit:

Edna Bricht Aus ist ein erfrischend anderes Point & Click-Adventure-Spiel. Grundlegend kann das Old-School-Gameplay überzeugen. Der Grafikstil passt zur Geschichte bzw. den verrückten Charakteren und dank einer ordentlichen Portion Humor, kann das Spiel einen lange am Bildschirm binden. Natürlich werden die optische Aufmachung und vor allem die etwas gewohnheitsdürftige Steuerung nicht jeden ansprechen. Hat man sich allerdings damit abgefunden, so kann man sich wunderbar bei den vielen Rätseln und Gesprächen auslassen. Eine verrückte Story braucht wohl eine etwas andere Aufmachung und das der Stil stimmig ist, kann man dem Spiel nicht absprechen. Wer also mit so einer Zeichentrickgrafik klar kommt, nichts gegen eine etwas umständliche Steuerung hat und klassische Comic-Adventures mit einer netten Story und einem hervorragenden schrägen Humor mag, der darf beruhigt bei diesem Game zuschlagen. Vor allem da der Anschaffungspreis von unter 35 Euro ebenfalls sehr ansprechend ist. Uns hat das Game trotz kleinerer Kritikpunkte sehr gut gefallen und daher können wir Edna Bricht Aus allen Fans von klassischen Adventurespielen ans Herz legen.

 

Features:

- Ein Point&Click-Adventure, wie es klassischer nicht sein könnte - wie in der guten alten Zeit der Adventure-Spiele
- Einzigartiger Comic-Stil, komplett von Hand gezeichnet und vollständig in 2D gehalten
- Skurrile, teils komplett durchgedrehte Charaktere - schräger Humor garantiert!
- Extrem lange Spieldauer dank knackiger Rätsel, umfangreicher Dialoge und über 120 begehbarer Räume

 

 

 

Screenshots:

Wertungsbox:

Edna Bricht Aus (PC)

 
 Edna Bricht Aus
EUR 34,85
Bei Amazon bestellen

Grafik: 78 %  
Sound: 84 %  
Bedienung: 76 %  
Singleplayer: 85 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 88 %  
Gesamtwertung:  82 %  

Systemvoraussetzungen:

Betriebssystem: Windows XP / Vista
Prozessor: Pentium 1Ghz oder gleichwertig
Speicher: 512 MB RAM
Soundkarte: DirectX-kompatibel
Grafikkarte: DirectX-kompatibel, mind. 64 MB Grafikspeicher
Festplatte: 7 GB freier Speicherplatz

 

 

 

 

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