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Einleitung:
Konsolenspieler kennen die
Dynasty Warriors-Reihe schon seid vielen Jahren. Fast jede aktuelle Konsole
hat einen oder mehrere Ableger erhalten. Selbst auf dem PSP und GBA kann man
Dynasty Warriors schon spielen. Mit Dynasty Warriors 4 Hyper kommt nun
endlich auch ein Spiel für den PC auf den deutschen Markt. Wir konnten uns
das Action-Strategiespiel jetzt näher ansehen. Ob sich das Spiel auch auf
dem Computer lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich kommt Dynasty Warriors 4 Hyper nicht ohne eine passende Story aus.
Das 400-jährige Reich der Han-Familie ist zerfallen. Drei Staaten, die
untereinander verfeindet sind und einst als nobel und ehrlich galten,
versuchen sich gegeneinander auszuspielen. Es herrscht das absolute Chaos.
Mehr als 40 spielbare Helden stehen zur Auswahl, um mit ihren
unterschiedlichen Kampfstilen und Waffen Armeen anzuführen, die das Land
wieder unter einer Flagge vereinen. Bevor wir nun in das Geschehen
eingreifen können, gelangen wir - nach einem einführenden Intro - erst
einmal in das Hauptmenü. Hier erblicken wir die Menüpunkte Musou-Modus,
Freimodus, Duell-Modus, Pro-Modus, Bearbeitungsmodus, Enzyklopädie und
Optionen. Wie immer dürfen wir unter Optionen alle spielrelevanten
Einstellungen vornehmen. Unter Enzyklopädie kann sich der Spieler die
Profile, sowie die Liste der aktualisierten Waffen und der eingesammelten
Gegenstände im Mzsou-Modus und im freien Modus ansehen. Wer keine Lust auf
die vorgegebenen Figuren hat, kann unter Bearbeitungsmodus eigene Figuren
erstellen. Bis zu vier neue Offiziere und Leibgarde-Figuren darf man in
diesem Bereich neu kreieren. Kommen wir nun zu den eigentlichen Spielmodis.
Zum einen wäre da der Pro-Modus. In dieser Spielart dürfen wir uns einer
oder allen vier Herausforderungen stellen und neue Rekorde aufstellen. Den
Figuren stehen dabei nur die Grundfähigkeiten zur Verfügung. Ausrüstbare
Gegenstände werden nicht verwendet und mit den Waffen dürfen höchstens 6
Treffer ausgeführt werden. Im Duell-Modus können dagegen 2 Spieler
gegeneinander kämpfen. Dafür stehen vier Ebenen zur Wahl. Die gleichen
Einschränkungen des Pro-Modus gelten auch hier. Bei den anderen beiden
Spielarten - Freimodus und Musou-Modus - kann man ebenfalls zu zweit
spielen. Alleine lohnt sich vor allem der Musou-Modus, der auch die
wichtigste Spielart in diesem Spiel darstellt. Im Freimodus kann der Spieler
nun die Spielabschnitte spielen, die er zuvor freigespielt hat. Kommen wir
nun zu der Hauptspielart - dem Musou-Modus. Nachdem wir diesen gestarten
haben, müssen wir erst einmal eine Truppe wählen. Zur Auswahl stehen Wei, Wu
und Shu. Diese beeinflussen welche Ebene und Figuren zur Verfügung stehen.
Dynasty Warriors 4 Hyper bietet übrigens 40 spielbare Helden, die mit ihren
unterschiedlichen Kampfstilen und Waffen ihre Armeen anführen. Jeder Kämpfer
hat natürlich seine eigene Geschichte und so lohnt sich auch jeder Charakter
zum durchspielen. Bei der Charakterauswahl sehen wir nun unterschiedliche
Bewertungen wie Leben, Musou, Angriff und Abwehr - wodurch wir die Figuren
ein wenig einschätzen können. Nachdem wir nun eine Spielfigur ausgewählt
haben, dürfen wir uns erst einmal einen gut gemachten Film - in deutscher
Sprache - ansehen. Diese Einspielungen erzählen immer wieder die Story und
so müssen wir nicht grundlos in eine Schlacht gehen. Hinzu kommen
eingeblendete Texte, die ebenfalls die Geschichte vorantreiben. Das Spiel
besteht grundlegend aus mehreren Akten. Zu jedem Akt gehören mehrere Ebenen.
Wenn wir die Hauptebene eines Akts geschafft haben, steht der nächste Akt
zur Auswahl.
Der Spieler muss nun eine Ebene auswählen. Die Handlung kann sich ändern,
wenn Ebenen in unterschiedlicher Reihenfolge gespielt werden. Je nach
Spielablauf können auch Ebenen auftauchen, in denen es um bisher unbekannte
Geschichten zu Truppen geht. Im ersten Akt "Der Schwur im Garten" gibt es
z.B. die drei Ebenen: "Die Bedrohung der Gelben Turbane", "Die Festung der
Gelben Turbane" und "Aufstand der Gelben Turbane". Anhand einer kurzen
Beschreibung sehen wir die Missionsziele, die wir in jeder einzelnen Ebene
erledigen sollen. Haben wir uns für ein Level entschieden, kommt ein
weiteres Menü. Hier können wir zum einen unsere Spielfigur und die Leibgarde
ausrüsten. Die Ausrüstungsgegenstände finden wir übrigens zum Teil im Spiel.
Außerdem können wir eine Karte einsehen, die noch einmal die Missionsziele
zeigt. Natürlich kann sich der Spieler auch über seine Gegner informieren.
Schließlich wollen wir wissen, gegen wen wir kämpfen. Ist der Spieler mit
den Vorbereitungen fertig, so braucht er nur noch Start zu drücken und schon
kann die Schlacht beginnen. Wir übernehmen nun die Rolle unserer Spielfigur,
der mit seiner Leibgarde gegen hunderte von Gegnern kämpft. Unsere
Spielfigur bewegt sich dabei frei auf dem Schlachtfeld. Außerdem kann unser
Krieger auf vorhandene Reittiere auf- und absteigen und mit diesen durch
gegnerische Truppen reiten. Die meisten Kämpfe werden wir allerdings zu Fuß
austragen. An unserer Seite kämpft die schon erwähnte Leibgarde, denen wir
Befehle erteilen können. Drei Befehlsarten stehen zur Verfügung - Abwehr,
Angriff und Warten. Bei Warten sammelt sich die Leibgarde an einem Platz und
wartet weitere Befehle ab. Geben wir den Befehl Abwehr so schützen diese
CPU-Mitstreiter unsere Spielfigur und bei Angriff greifen sie Gegner
aggressiv an. Wir kämpfen natürlich viel effektiver wie unsere Begleiter.
Greifen wir an, so stehen unterschiedliche Angriffsmöglichkeiten zur
Auswahl. Unsere Spielfigur kann normale Angriffe genauso ausführen wie Dash
Angriffe, Bogenangriff, Sprungangriff, Sprung-Sturmangriff und den
Musou-Angriff. Letzterer kann nur bei voller Musou-Leiste ausgeführt werden.
Wir erhalten die Energie durch unsere Gegner, indem wir Schläge einstecken
oder selber austeilen. Führen wir nun einen Musou-Angriff aus, so haben
gegnerische Attacken - während dieses Angriffs - keine Auswirkung auf unsere
Figur. Alle Angriffe lassen sich natürlich auch kombinieren und zu Combos
ausbauen. Hierdurch ergeben sich viele unterschiedliche Angriffsvarianten.
Selbstverständlich können wir auch gegnerische Angriffe abwehren. Im laufe
des Spiels werden außerdem auf dem Bildschirm verschiedene Gegenstände
sichtbar. Nehmen wir diese auf, so heilen wir z.B. unsere Spielfigur oder
verbessern unsere Fähigkeiten. Hinzu kommen ausrüstbare Gegenstände, die
unser Krieger anlegen kann. Hierdurch erweitern wir ebenfalls unsere
Fähigkeiten. So kämpfen wir uns nun durch wahre Massen an Gegnern und
versuchen unser Missionsziel zu erfüllen. Nach Abschluss einer Ebene, wird
uns natürlich ein Ergebnis angezeigt. Unter anderem sehen wir auch wie viele
Punkte wir verdient haben. Anschließend geht es in den nächsten
Spielabschnitt.
Technik:
Die Grafik ist ganz ordentlich - auch wenn man auf dem PC schon besseres
gesehen hat. Vor allem bei den Texturen hätte der Hersteller mehr machen
können. Diese sehen ein wenig unscharf aus. Auch ein paar Objekte mehr in
den Levels hätten nicht geschadet. Dafür wurden aber die Spielfiguren gut
modelliert. Hinzu kommen geschmeidige Animationen, denen man gerne zuschaut.
Außerdem wird ein wahres Feuerwerk an Effekten abgefeuert. Ganz nett sind
auch die Umgebungen ausgefallen und Schatten sind genauso vorhanden wie
diverse Lichteffekte. Hin und wieder bekommen wir dann noch ansprechende
Sequenzen zu sehen. Mit dem Sound kann man ebenfalls gut leben. Eine fetzige
Musik begleitet das Geschehen und anständige Kampfgeräusche lassen alles
glaubwürdig klingen. Außerdem bekommen wir während einer Schlacht noch
deutsche Stimmen zu hören, die uns aktuelle Ereignisse mitteilen. Das bringt
uns auch zu den deutschen Synchronsprechern, die den vielen Charakteren eine
ansprechende Persönlichkeit verpassen. Sie klingen in den Sequenzen genauso
gut wie im Spiel und so hört man ihnen gerne zu. Die KI der Gegner ist - wie
in solchen Spielen üblich - sehr mager. Sie sind eigentlich nur dann
gefährlich, wenn sie in Massen auftauchen. Ansonsten ist jeder einzelne
CPU-Kämpfer ein gefundenes Fressen für unsere Waffen. Die Steuerung selber
ist sehr einfach ausgefallen. Schon nach wenigen Minuten kommt man mit
dieser sehr gut klar. Ein paar Probleme gibt es eigentlich nur mit der
Kamera, die in der großen Hektik oftmals den Überblick verliert. Gerade nach
schnellen Drehungen müssen wir oftmals gegen nicht sichtbare Gegner kämpfen.
Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der Technik - trotz diverser
Macken - grundlegend zufrieden sein.
Fazit:
Dynasty Warriors 4 Hyper macht eigentlich viel Spaß. Allerdings gibt es ein
paar Punkte die das Gameplay negativ beeinflussen. Die KI der Gegner ist
genauso schlecht wie die Kamera. Auch eine zeitgemäße Grafik und mehr
Objekte in den Levels wären nicht schlecht gewesen. Dafür bekommen wir aber
ein wahres Feuerwerk an Effekten zu sehen und die Schlachten machen zu Fuß
genauso viel Freude wie auf einem Pferd. Dank vieler unterschiedlicher
Angriffsmöglichkeiten werden die langen Schlachten auch nie langweilig. Zwar
sind die Gegner einzeln betrachtet strohdumm, aber in der Masse werden sie
brandgefährlich. Hierdurch ergibt sich ein angemessener Schwierigkeitsgrad,
der Anfänger genauso fordert wie Genrekenner. Außerdem bietet das Spiel sehr
viele Spielmodis und Charaktere an, wodurch man sich sehr lange mit dem
Spiel beschäftigen kann. Trotz kleiner Kritikpunkte macht die Metzelorgie
sehr viel Spaß und so kann man das Spiel auch jedem Actionspielfan ans Herz
legen. Vor allem bei dem Kaufpreis kann man das Spiel kaum liegen lassen.
Uns hat das Spiel viel Spaß gemacht und daher können wir das Actionspiel
auch zum Kauf empfehlen.
Features:
- Über 40 spielbare Charaktere stehen zur Auswahl
- Über 50 Levels auf 17 Schlachtfeldern, die auf historischen Aufzeichnungen
basieren
- Eigene Charaktergenerierung mit vielen Einstellmöglichkeiten
- Neue Grafiktechnik: dynamische Schatten, Anti-Aliasing, Texture Filtering,
Bumb Mapping und viele weitere Effekte
- Verbesserte künstliche Intelligenz
- Neues Nahkampfsystem
- Coop- und Versus-Modus für zwei Spieler
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