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Einleitung:
Schon seit über 30 Jahren begeistert
Dungeons & Dragons seine Fans. Diverse Spiele sind mittlerweile
erschienen. Zum ersten Mal bekommt nun auch Sonys Handheld einen
Ableger. Es handelt sich dabei um das Atari-Spiel Dungeons & Dragons:
Tactics. Endlich kann man auch auf der PSP dunkle Verliese unsicher
machen und in das bekannte Rollenspiel-Universum eintauchen.
Entwickelt wurde das Game übrigens von Kuju Entertainment, die
bekannt wurden durch PC- und Konsolen-Hits wie z.B. Microsoft Train
Simulator, Call of Duty Finest Hour und Eye Toy Play 2+3! Wir
konnten das rundenbasierte Strategiespiel jetzt ausgiebig testen. Ob
sich eine Anschaffung von Dungeons & Dragons: Tactics lohnt, erfahrt
Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Mit Dungeons & Dragons: Tactics taucht der Spieler in eines der wohl
bekanntesten Rollenspiel-Universen ein und erlebt viele fantastische
Fantasy-Abenteuer! Wir schlüpfen in die Rolle eines jugendlichen
Abenteurers und folgen einer originalgetreuen und faszinierenden
Geschichte aus der Dungeons & Dragons-Welt. Unser Held begibt sich
mitten in den Kampf zwischen zwei rivalisierenden Drachen, welche
sich in den Rang von Göttern erheben und so die Herrschaft über die
D&D-Welt übernehmen wollen. Bevor wir allerdings in das Spiel
starten, wollen wir erst einmal das Hauptmenü besprechen. Hier
findet Ihr die Bereiche "Schnellstart", "Charaktere erstellen",
"Tutorial", "Kampagne beginnen", "Mehrspieler-Spiel beginnen",
"Gespeichertes Spiel laden", "Extras" und "Optionen". Wie üblich
darf man unter zu letzt genannten Punkt alle spielrelevanten
Einstellungen vornehmen. Nette Extras wie das D&D Glossar, die
Bildergalerie, die Musikwiedergabe und die Mitwirkenden findet Ihr
außerdem unter gleichnamigen Punkt. Wer einen zuvor gespeicherten
Einzelspielerspielstand hat, darf dieses dann noch unter
gespeichertes Spiel laden aktivieren. Wer nicht gern alleine spielt,
sollte in den Bereich Mehrspieler gehen. Hier kann man ein
Multiplayergame mit bis zu vier Spielern veranstalten bzw. einem
bestehenden Mehrspielerspiel beitreten. Bevor Ihr Euch allerdings
mit Freunden in das Abenteuer stürzt, sollte jeder erst einmal den
Einzelspielermodus durchspielen. Zu Beginn raten wir jedem, das
Tutorial anzugehen. In dem Übungsbereich erlernt der Spieler die
Grundlagen (Aktionen, Nahkampf, Fernkampf und Magie) des Spiels. Im
Anschluss könnt Ihr beruhigt in die unterschiedlichen
Singleplayermodis wechseln. Da wäre zum einen der Schnellstart. Dem
Akteur stehen vorgefertigte Charaktere für die Kampagne zur
Verfügung. Wer selber eine Spielfigur kreieren möchte, darf dieses
unter "Charaktere erstellen" machen. Dabei gönnt uns der Hersteller
viele Einstellmöglichkeiten. Die Rasse dürfen wir genauso bestimmen,
wie die Gesinnung, Talente oder die Religion. Vom Menschen über
Gnome bis hin zu Orks ist alles vorhanden und so kann sich jeder
Rollenspielfan so richtig auslassen. Mit unserem Avatar starten wir
dann eine neue Kampagne. Unser Charakter wird nun zum Helden
unserer selbst erstellten Abenteuergruppe. Anfänglich verfügt unsere
Gruppe über fünf Gefährten. Im Laufe der Kampagne kann unsere Gruppe
aber auf bis zu elf Gefährten anwachsen. Unser Abenteuer findet am
östlichen Rand von Lindesi statt, einem Bund von Königreichen, die
durch einen menschlichen Großkönig im Westen zusammengehalten
werden. Bei den Vinsaxi handelt es sich um ein Grenzvolk wilder
Menschen, das sich zu Clans zusammengeschlossen haben. Sie wohnen in
den Hügeln und Hochlanden, wo die Geschichte beginnt. Das Spiel
verwendet ein rundenbasiertes System. Normalerweise verfügt ein
Charakter über eine Bewegungs- und eine Standard-Aktion pro Runde.
Allerdings kann man diese Standardaktion auch als Bewegung umsetzen.
Außerhalb eines Kampfes darf der Spieler die Figuren in beliebiger
Reihenfolge bewegen. Im Kampf bestimmt die Initiative die
Zugreihenfolge der Charaktere. Eine bestimmte Figur kann erst dann
wieder eingesetzt werden, wenn alle anderen Charaktere gemäß ihrer
Zugreihenfolge bewegt wurden. Unsere Spielfiguren reisen nun auf
einem Raster bestehend aus Feldern durch die Spielwelt. Jede Figur besetzt ein
Feld auf dem Raster, wobei große Monster auch mehrere Felder
besetzen können. Blaue Felder zeigen die möglichen Bewegungen einer
Spielfigur an. Goldene Felder dagegen geben an, von wo aus ein
Charakter einen Gegner im Nahkampf angreifen kann.
Wir erkunden nun schrittweise die Umgebung und decken immer neue
Bereiche auf. In einem Level gibt es viele dunkle Ecken.
Versteckte Gegner werden nur sichtbar, wenn wir die Felder
aufdecken. Das klappt am besten mit Fackeln, Dunkelsicht oder
Lichtzauber. Mit einem einfachen Tastendruck ruft Ihr das
Aktionsmenü auf. Jetzt kann man seine Figur bewegen, Sturmangriffe
ausführen oder sich zurückziehen. Angriffe dürfen wir
ebenfalls starten, wenn Gegner in der Nähe sind. Vom vollen Angriff,
über Vorbereiten bis hin zur Finte reicht das Repertoire und so kann
man seine Figur taktisch klug einsetzen. Daneben dürfen wir mit
unseren Helden noch mehr machen. Stehen wir z.B. an einem Hebel, so
können wir diesen aktivieren oder bei Kisten diese durchsuchen.
Außerdem sollen wir Gefährten durch Heilung helfen, wenn diese
Probleme bekommen. Diverse Gegenstände, die wir im Spiel finden,
gibt es auch noch. Diese packt der Spieler in seinen Rucksack.
Daneben sollen wir unsere Truppe auch noch ausrüsten. Jeder
Charakter verfügt über eine gewisse Anzahl von Slots, in denen
Gegenstände wie Waffen oder Rüstungen platziert werden. Alle
anderen Objekte, die der Held nicht trägt, wandern ins Inventar.
Waffen spielen in Dungeons & Dragons: Tactics natürlich eine
wichtige Rolle. Auch hier greift der Hersteller in die Vollen.
Nahkampf-, Fernkampf-, Doppel- und Zweihandwaffen lassen unseren
Gegner schnell alt aussehen. Die spielrelevanten Objekte wie Waffen,
Rüstungen, Armbänder, Schilde, Schriftrollen oder Tränke finden wir
übrigens im Spiel (z.B. in Truhen) oder wir erwerben diese bei
Händlern. Letztere haben nicht nur ein reichhaltiges Arsenal an
nützlichen Gegenständen, sie kaufen auch unsere überflüssigen
Objekte. Hierdurch kann man schnell ein paar Taler verdienen.
Allerdings sollte jetzt kein Hamstertrieb ausbrechen. Unsere Figuren
dürfen leider nur eine bestimmte Anzahl an Gegenständen mitnehmen.
Ist das Gewicht zu groß, wird unser Held in seinen Aktionen
behindert. In den Levels findet man allerdings nicht nur nützliche
Truhen. Diverse Fallen erschweren unser Leben und daher sollte man
immer sehr vorsichtig agieren. Bei unseren Erkundungstouren trifft
unsere Gruppe außerdem auf diverse Gegner die uns nach dem Leben
trachten. Jetzt wird in den Kampfmodus geschaltet. Über eine
Initiativliste wird die Kampfreihenfolge der Charaktere festgelegt.
Diese wird zu Beginn eines Kampfes erstellt. Nun darf man seine
Nahkampf- oder Fernkampfangriffe je nach Standort des Gegners
ausführen. Verfügt eine Spielfigur über Magiefähigkeiten, so darf er
diese natürlich auch im Kampf einsetzen. Das gleiche gilt für
vorhandene PSI-Kräfte. Nett ist bei einem Kampf
auch, dass man durch
eine kluge Taktik - wie z.B. das Umzingeln - einen Bonus erhält. Wer also
klug agiert, wird schnell erste Erfolge einfahren. Ist eine Schlacht
geschlagen, erkunden wir die Umgebung weiter, sammeln nützliche
Objekte ein, rüsten unsere Charaktere immer weiter aus und lösen
eine Aufgabe nach der anderen. Kleine Filme halten das ganze dann
noch zusammen. Diese werden immer wieder eingespielt, wenn die Story
vorangetrieben werden soll oder Dialoge ablaufen. So agieren wir
nicht ganz grundlos in dem Spiel.
Technik:
Die Technik hat gute aber auch schlechte Seiten. Da wäre zum einen
die Grafik. Wir agieren in vielen unterschiedlichen Levels die sehr
viele Details zeigen. Viel Wert wurde auch auf diverse Licht und
Schatteneffekte gelegt. Es sieht schon toll aus, wenn wir mit einer
Fackel in der Hand durch die Räume gehen. Hinzu kommen zahllose
Effekte, die immer wieder unser Auge erfreuen. Zufrieden kann man
auch mit den Figuren sein. Diese wurden ordentlich modelliert und
anständig animiert. Allerdings hat die Grafikpracht auch Nachteile.
Ist mal so richtig was los in einem Dungeon, so trüben leichte
Ruckler das ansonsten flüssige Gameplay. Der Sound bewegt sich auf
einem ähnlichen Niveau. Neben diversen Ingamegeräuschen werden wir
auch einer stimmungsvollen Musik lauschen. Ansprechen ist auch die
Kamera. Diese lässt sich stufenlos drehen und selbst
unterschiedliche Neigungswinkel sind möglich. Hinzu kommt eine
Zoomfunktion, wodurch man mehr Übersicht bekommt. Leider wurde aber
auf eine Übersichtskarte genauso verzichtet, wie auf einen Kompass
und so solltet Ihr schon über einen guten Orientierungssinn
verfügen. Die Steuerung der Charaktere geht eigentlich gut von der
Hand. Schlechter sieht es bei den Menüs aus. Wirklich katastrophal
wird es bei Händlern, die keine Sortierungsfunktion haben. Hier
müssen wir lange Liste nach nützlichen Objekten durchsuchen. Etwas
nervig ist auch noch, dass man Waffen oder andere
Ausrüstungsgegenstände nicht mit seinen aktuellen Items vergleichen
kann. Insgesamt hätte man sich ein paar sinnvollere Features bei den
Menüs gewünscht, die einem das Leben erleichtern. Die KI der Gegner
ist genretypisch. Wirklich intelligente Handlungen oder taktisches
Vorgehen sehen wir kaum und so kommt bei den vielen Kämpfen kaum
Freude auf. Fasst man nun alles zusammen, so gibt es doch einige
Punkte bei der technischen Seite die stören.
Fazit:
Dungeons & Dragons: Tactics ist eigentlich ein wirklich gutes
Game.
Die Grafik ist teilweise wunderschön und durch die vielen Details
und Effekte bewegt man sich gerne durch die verschlungenen Dungeons.
Selbst mit dem Sound kann man gut leben, denn es wird
eine gute Stimmung erzeugt. Bei den ganzen Objekten, Waffen und
Rüstungen schlägt das Rollenspielherz ebenfalls schnell höher, denn bis
wir wirklich alles gesehen und gekauft haben, werden viele Stunden
vergehen. Allerdings wird der ganz große Spielspaß durch die doch
dürftige Menüführung ein wenig gebremst. In der heutigen Zeit
erwartet man doch ein wenig mehr von so einem Spiel. Zumindest gibt es zahllose Levels, Quests und Gegner die einen anständig entschädigen. Wer also
Rollenspiele genauso mag wie Strategiegames, der darf gerne bei
diesem Spiel zuschlagen. Könnt Ihr mit kleineren Macken gut leben
und scheut Ihr nicht das D&D-Regelwerk, so werdet Ihr sehr lange in
die interessante Spielwelt eintauchen. Dank vieler taktischer
Möglichkeiten und recht spannender Kämpfe kann man über so einige
Kritikpunkte hinwegsehen. Insgesamt hat uns das Spiel recht gut
gefallen und daher können wir Dungeons & Dragons: Tactics alles
Genrefans zum Kauf empfehlen.
Features:
- Fantasy pur: Führen Sie eine Heldentruppe in taktische Schlachten
und epische Abenteuer!
- Grandioser Spielspaß: Freuen Sie sich auf eine umfangreiche
Einspieler-Kampagne und einen spannenden einen
Zweispieler-Kooperations-Modus!
- Optik vom Feinsten: Detaillierte 3D-Schlachtfelder mit
atemberaubenden Effekten lassen den PSP-Bildschirm beben!
- Mit allen Finessen: Das rundenbasierte Spielsystem bietet
sämtliche Elemente aus dem populären D&D-Universum!
- Volle Psi-Power: Überwinden Sie die abscheulichsten Kreaturen mit
Hilfe mächtiger Zauber!
- Erfahrung gezielt einsetzen: Verbessern Sie die Eigenschaften
Ihrer Helden, um tödliche Fallen zu knacken und andere Hindernisse
zu umgehen!
- Für Jedermann: Die eingängige Steuerung sorgt für einen leichten
Spieleinstieg und bietet Profis trotzdem jede Menge Tiefgang!
- Langzeitmotivation: Mehr als 25 umfangreiche Abeneuer warten auf
die Heldentruppe.
- Erleben Sie dramatische Mehrspieler-Schlachten mit bis zu acht
Teilnehmern per Wireless-LAN-Verbindung!
- Sämtliche Rassen, Character- und Prestigeklassen sind enthalten.
Außerdem wurden sämtliche Kreaturen anhand ihres D&D-Hintegrunds
erschaffen.
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