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Einleitung:
Die Spiele der Driver-Reihe zählen
schon seid Jahren mit zu den erfolgreichsten Konsolenspielen. Schon
der erste Teil wurde gut 500.000 Mal verkauft. Nicht weniger
erfolgreich war der zweite Teil. Wochenlang stand auch Driv3r bei
den Xbox- und Playstation 2-Verkaufscharts auf Platz 1. Jetzt kommt
mit Driver: Parallel Lines der mittlerweile vierte Teil auf den
deutschen Markt. Das Game erscheint übrigens für Playstation 2 und
Xbox. Wir konnten nun die PS 2-Version ausgiebig testen. Ob das
neuste Atari-Spiel an alte Erfolge anknüpfen kann, erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Selbstverständlich kommt so ein Spiel nicht ohne eine anständige Story aus.
Die Geschichte von Driver Parallel Lines beginnt im New York des Jahres
1978. Der Hauptcharakter T. K. (The Kid) wurde engagiert bei einem großen
Coup mitzumachen, der aber völlig schief geht und so wird ihm ein Mord
angehängt, wofür er 28 Jahre ins Gefängnis geht. Aber er kommt zurück mit
einer Mission:... Rache. Im Jahr 2006 wird T.K. aus der Haft entlassen und
hat nur ein Ziel: seine vier verräterischen Komplizen zur Rechenschaft zur
ziehen! Dabei nimmt die Story viele verschiedene spannende Wendungen, da
nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. So werden
Feinde zu Verbündeten und alte Freunde stellen sich uns in den Weg. Bevor
wir in die erste Mission starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne
anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, muss der Spieler erst einmal
ein Savegame anlegen. Anschließen folgt ein stimmungsvolles Intro. Gut
motiviert starten wir nun endlich in das eigentliche Spiel. Wir beginnen
unsere erst Mission im Jahr 1978. Damit wir einen guten Einstand erhalten,
durchlaufen wir erst einmal ein paar Tutorialmissionen. Hier werden wir in
kleinen Schritten die Steuerung und das Spielprinzip kennen lernen. Der
Spieler muss in dem Spiel unterschiedliche Missionen absolvieren, die immer passend
durch deutschsprachige Filme eingeleitet werden. Unser Held soll nun Autos
überführen, Personen befördern oder an diversen Rennen teilnehmen. Außerdem
sollen wir uns auch noch um unseren Fuhrpark kümmern. Grundlegend darf sich der
Spieler frei durch die große Stadt New York bewegen. In dieser Metropole finden wir
nun Primär- und Sekundärmissionen, die aktiviert werden, sobald wir
bestimmte Punkte erreichen. Außerdem haben wir eine Garage, die einen
zentralen Punkt in dem Spiel einnimmt. Im späteren Spielverlauf werden wir
natürlich weitere Garagen erhalten. In diesen dürfen wir unsere Autos
optisch verändern, tunen oder zu anderen Garagen transferieren. Außerdem
kann der Spieler dort speichern. Alle Aktionen kosten natürlich Geld,
welches wir erst einmal verdienen müssen. Anhand der Übersichtskarte
entdecken wir schnell, wo wir geldeinbringende Aufträge wie Auftragsklau,
Geldhai, Straßenrennen, Streckenrennen oder Killeraufträge annehmen können.
Daneben gibt es in der Stadt noch viele Überraschungen, die der Spieler
allerdings eigenständig finden muss. Einige schalten nette Extras wie
verbesserte Lebensenergie oder mehr Nitro für unser Auto frei. In Driver:
Parallel Lines wird der Spieler vor allem diverse Fahrzeuge steuern. Diese
verhalten sich natürlich alle ein wenig anders, so dass das Gameplay sehr
abwechslungsreich ist. Beim fahren dürft Ihr übrigens aus zwei Ansichten
wählen. Neben der Verfolgerperspektive wird auch noch eine
Stoßstangenansicht angeboten.
Egal welche Ansicht oder Fahrzeug der Akteur nun wählt, er wird immer wieder
mit dem dichten Straßenverkehr kämpfen müssen. Klar
spielen wir in einer großen Metropole, wo Staus an der Tagesordnung sind.
Allerdings sollen wir in dem Spiel Verfolger abhängen oder schnell Ziele
erreichen und da stören die vielen neutralen Fahrzeuge gewaltig. Hinzu kommt die Polizei, die uns eigentlich nie in Ruhe lässt. Wie
Kamikazepiloten schießen diese auf unser Fahrzeug zu. Sie versuchen wirklich
alles um uns zu stoppen. Zum Glück können wir auf der Minikarte gut sehen,
wo sie sich gerade befinden und in welche Richtung sie fahren. So kann man
ihnen gut ausweichen und Konflikte vermeiden. Kommt es doch zu einer
Verfolgungsjagd, müssen wir alles tun um unsere Verfolger abzuhängen. Das
ist nicht leicht, denn durch die aggressive Fahrweise der Cops und dem
dichten Verkehr sind Unfälle vorprogrammiert. Natürlich nimmt unser Wagen
schnell Schaden, der eindrucksvoll durch Beulen oder abfliegende Motorhauben
dargestellt wird. Nach diversen Unfällen ist unser Fahrzeug dann auch bald
Schrott und so müssen wir uns schnell nach einem neuen Gefährt umsehen. Da
genügend Autos im Spiel vorhanden sind, finden wir eigentlich sehr schnell
ein geeignetes Objekt. Mit einem Tastendruck sind wir innerhalb von wenigen
Sekunden stolzer Besitzer eines neuen Vehikels. Mit welchem Fahrzeug wir nun
einen Auftrag erledigen, bleibt oftmals uns überlassen. Hierdurch müssen wir
nicht unsere eigenen aufgemotzten Autos aus der Garage holen. Das hat natürlich den
Vorteil, dass wir uns teure Reparaturen ersparen können. So versuchen wir
nun eine Mission nach der anderen zu lösen. Dabei werden wir nicht nur
einfache Fahrmissionen absolvieren. Da unser Held Waffen benutzen kann,
werden wir zusätzlich auch noch actionreiche Schießaufträge erhalten.
Außerdem kann unsere Spielfigur aus dem Fahrzeug schießen und so sind
knallharte Fahrduelle mit Schusswechseln vorprogrammiert. Wie oben schon
erwähnt werden wir natürlich nicht nur in den 70´er Jahren spielen. Mitten
im Spiel kommt der unvermeidliche Zeitsprung in das Jahr 2006. Frisch aus
dem Gefängnis entlassen müssen wir wieder unsere kriminelle Karriere
beginnen. Selbstverständlich passt sich das Spiel dieser Situation an. Neben
neuer Musik werden wir vor allem zeitgemäße Fahrzeuge erhalten. Natürlich
hat sich auch die Stadt weiterentwickelt. Daneben gibt es auch neue Aufträge
und da unser Charakter älter geworden ist, werden wir nun als gestandenen
Mann diese erledigen müssen. So agieren wir nun durch die riesige Stadt,
verdienen Geld, finden nette Extras und bestreiten diverse Missionen.
Technik:
Grundlegend muss man die technische Seite loben. Wir agieren in einer sehr
großen und frei befahrbaren Stadt. Diese wurde mit vielen Objekten, Häusern
und Fahrzeugen versehen. Obwohl viele Sachen dargestellt werden, leidet die Framerate kaum unter dieser Detailflut. Außerdem wird das ganze Spiel durch
tolle Sequenzen zusammengehalten. Diese sehen genauso gut aus, wie die
vielen Effekte. Etwas störend ist allerdings, dass wir bei einem 4:3
Fernseher dicken PAL-Balken sehen. Leute die einen 16:9 Fernseher besitzen
werden damit keine Probleme haben. Ein wenig meckern kann man auch über die
vielen Autos in der Stadt. Aller paar Meter wird man automatisch mit einem
Fahrzeug zusammenstoßen. Zumindest werden wir aber eine wirklich lebendige
Stadt erleben. Viele Passanten laufen auf den Bürgersteigen herum und so
kommt echtes Großstadtleben auf. Leider hat das Spiel eine etwas unsaubere
Physik, wodurch Fahrzeuge sich nicht immer realistisch verhalten. Das merkt
man vor allem bei Unfällen. Ein wenig unverständlich ist auch noch, dass
kleine Bäume kein Millimeter nachgeben, während Laternen umknicken wie
Streichhölzer. Hinzu kommen diverse kleine Bugs, die allerdings nur wenig
das ansonsten gute Gameplay beeinflussen. Zufrieden kann man auch mit den
Ladezeiten sein. Diese sind grundsätzlich sehr kurz ausgefallen. Einzig in
der Garage werden wir etwas länger auf den Ladebildschirm schauen. Wirklich
toll ist der Sound. Vor allem die Musik kann überzeugen. Neben Hits aus den
70´ern werden wir auch stimmungsvolle aktuelle Lieder zu hören bekommen.
Diese sind genauso ansprechend wie die guten deutschen Synchronsprecher oder
die passenden Ingamegeräusche. Die Steuerung ist grundlegend in Ordnung.
Klar manche Autos lassen sich ein wenig schwammig steuern, allerdings liegt
das zum Teil auch an den individuellen Fahreigenschaften. Schließlich ist nicht
jeder Wagen ein Rennbolide. Grundsätzlich wird jeder Spieler aber mit den
Autos schnell klar kommen. Einzig das etwas knifflige Steuern durch den
dichten Verkehr, verlangt ein wenig Übung von Euch. Etwas schlechter sieht es
mit der Lenkung der Spielfigur aus. Diese reagiert nicht ganz so gut auf
unsere Anweisungen. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und so kann man
alle gestellten Aufgaben problemlos lösen. Die KI der Gegner haut einen
leider nicht vom Hocker. Vor allem die Polizisten verhalten sich oftmals so,
als wenn sie den Tod herbeisehnen. Hier hätte man doch ein etwas
intelligenteres Verhalten einbauen können. Fasst man nun alles zusammen, so
kann man trotz kleinerer Kritikpunkte grundlegend mit der technischen Seite
zufrieden sein.
Fazit:
Driver: Parallel Lines ist ein wirklich interessantes Spiel. Der Hersteller
hat die diversen Missionen wunderbar verknüpfen und so wird man diese gerne
bis zum Ende durchspielen. Das kommt unter anderem auch durch die tollen
Sequenzen zustande, die immer wieder eingespielt werden. Außerdem ist das
Gameplay sehr abwechslungsreich und so wird das Spiel nie langweilig. Einzig
die Missionen, die wir zu Fuß bestreiten müssen, nerven ein wenig. Da diese
aber nicht allzu häufig auftauchen, kann man damit gut leben. Natürlich
macht es auch Spaß, die vielen Fahrzeuge auszuprobieren. Dank eines
Tuningbereichs kann man Stunden damit verbringen, die besten Fahrzeuge zu
finden. Wer keine Lust auf den Hauptstrang hat, darf sich dann noch lange
mit den Nebenmissionen beschäftigen. Bis wir alles gesehen haben, wird sehr
viel Zeit vergehen. Nett ist auch, dass wir in zwei Zeitepochen spielen.
Beide Spielbereiche haben ihren eigenen Charme und so nimmt man den späteren
Wechsel gerne hin. Einzig Genreneulinge werden durch den knackigen
Schwierigkeitsgrad ein paar Probleme bekommen. Driver-Veteranen werden
dagegen angemessen gefordert. Wer also den Vorgänger mochte, darf sich
sofort auf Driver: Parallel Lines stürzen. Uns hat das Spiel gut gefallen
und daher können wir das neuste Atarispiel ohne Bedenken zum Kauf empfehlen.
Features:
- Über 260 km photorealistisches Stadtgebiet können erkundet werden.
- 80 fahrbare Fahrzeuge wie Autos, Motorräder und Trucks, jedes in seiner
authentischen Fahrphysik.
- Dank des umfangreichen Fahrzeug-Tunings kann das Fahrverhalten verbessert
und dem Fahrzeug ein cooler und individueller Look gegeben werden.
- Über 40 verschiedene Missionen gilt es zu meistern.
- Zahlreiche Nebenmission erhöhen den Spielspaß.
- Umfangreiches Schadensmodell der Fahrzeuge, welches in der Detailgetreue
und Art der Zerstörung unerreicht ist.
- Innovative und packende Kameraperspektiven
- Lizenzierte Musiktitel unterstützen die packende Atmosphäre.
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