Eine der bekanntesten und ältesten
Spiele-Serien ist ohne Zweifel die Driver-Reihe. Diverse Titel sind
mittlerweile auf den deutschen Markt gekommen. Die Lizenz an
dem Spiel wechselte dann vor geraumer Zeit von Atari zu Ubisoft.
Jetzt folgt die erste Umsetzung eines Driver-Spiels für Sonys
Playstation Portable. Es handelt sich dabei um das Actionspiel
Driver 76. Dieses wurde übrigens von Sumo Digital entwickelt. Wir
konnten uns das Game jetzt genauer ansehen. Ob sich das Spiel nicht
nur für altgediente Driver-Fans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wie bei solchen Games üblich, werden wir nicht ohne Grund in das Spiel
geschickt. Die Geschichte von Driver 76 beginnt zwei Jahre vor Driver:
Parallel Lines. Die Story dreht sich um zwei Charaktere namens Ray und Slink,
die auch beide in Parallel Lines vorkommen. Auf der Suche nach Rays
Traumfrau kommen die beiden in mächtige Schwierigkeiten, denn Rays
Auserwählte ist ausgerechnet die Chefin der größten Triade der Stadt. Die
Story selber ist sehr linear und wird anhand von Comicbildern passend
erzählt. Das Game beginnt im Jahr 1976 in New York. Das grundlegende
Gameplay erinnert stark an Spiele wie GTA. Dabei hält der Hersteller am
bekannten Spielprinzip der Vorgängerteile fest. Es gibt altbewährte
Missionen, in denen wir - in der frei befahrbaren Stadt - diverse primäre
und sekundäre Aufträge erfüllen sollen. Dazu nutzen wir diverse Fahrzeuge,
die wir nach Herzenslust verändern, tunen bzw. modifizieren dürfen.
Von der veränderbaren Lackierung, über Motortuning, austauschbare Teile bis
hin zu NOS-Kits ist alles möglich und so holen wir das letzte aus den
Fahrzeugen raus. Das aufmotzen kostet natürlich Geld, was wir im Spiel erst
einmal verdienen müssen. Die unterschiedlichen Boliden, erhalten wir
übrigens nach erfolgreich abgeschlossene Missionen. Nach dem aufmotzen darf der
Spieler seine Fahrzeuge selbstverständlich auch auf einer Teststrecke testen
und gegebenenfalls weiter verändern. Ihr braucht jetzt keine Angst zu haben,
dass Eure liebevoll veränderten Fahrzeuge nach einer Mission Schrott sind.
Ist ein Auftrag erledigt, befindet sich das Gefährt wieder in unserer Garage
und kann erneut benutzt werden. Das Gameplay selber läuft immer gleich ab.
Von der Stadt New York haben wir eine Straßenkarte, die mehrere auswählbare
Missionen anzeigt. Ist eine Aufgabe erledigt, wird gleich die nächste
Mission eingeblendet und so weiter.
Daneben gibt es noch Bonusaufgaben, die der Spieler in der Stadt selber
finden muss. In dem Spiel gibt es außerdem Sammelgegenstände. Diese darf man
via Ad-Hoc mit anderen Leuten tauschen. Das macht Sinn, denn alle werdet Ihr
in dem Spiel nicht bekommen. Viel wahrscheinlicher ist es, dass wir Duplikate
erhalten, die dann gegen andere Objekte eingetauscht werden dürfen.
Spielerischen Sinn machen diese Extras leider nicht, denn sie erfreuen nur das Herz
von Sammlern. Kommen wir zurück zu den Missionen. Diese decken eigentlich
alle genretypischen Aufgaben ab. Mal sollt Ihr einen bestimmten Punkt
innerhalb einer vorgegebenen Zeit erreichen und ein anderes Mal müssen
Rennen gewonnen werden. Hinzu kommt, dass wir Gangster erledigen oder uns
mit der Polizei anlegen sollen. Insgesamt müssen wir in gut 27 Missionen
unser Können unter Beweis stellen. Hinzu kommen dann noch diverse Nebenjobs.
Der Schwierigkeitsgrad wächst dabei stark an. Am Anfang kann man fast jede
Aufgabe sofort lösen. Später werden die Missionen aber knackiger und so
werden wir diese öfters angehen müssen. Es ist übrigens nicht schlimm, bei
einem Auftrag zu versagen. Wir dürfen diese immer wieder neu angehen. In dem
Spiel wird dann noch hin und wieder geballert. Das geschieht in den
Missionen, in denen wir zu Fuß unterwegs sind. Wirklich prickelnd sind diese
Aufgaben allerdings nicht, denn unsere Figur lässt sich nur träge lenken.
Hinzu kommt die Tatsache, dass wir an jedem Objekt hängen bleiben. Wirklich
anspruchsvoll ist auch die Polizei nicht. Diese zeigen kaum Ehrgeiz und so
sind sie schnell abgehangen. Wer von dem Einzelspielerbereich genug hat,
darf übrigens auch im Mehrspielermodus sein Glück versuchen. Hier warten
diverse Straßenrennen oder andere Wettkämpfe auf Euch. So agieren wir nun
durch die Stadt, nehmen einen Auftrag nach dem anderen an, tunen unsere
Fahrzeuge und sammeln unzählige Objekte.
Technik:
Die Grafik kann grundlegend überzeugen. Wir agieren in einer nett
gestalteten Stadt, die viele Details aufweist. Allerdings wird die Pracht
mit langen Ladezeiten und Rucklern erkauft. Ein wenig werden wir allerdings
durch die gute Weitsicht entschädigt. Toll sehen auch die Autos und
Motorräder aus. Diese wurden detailverliebt gestaltet und so sieht man ihnen
gerne zu. Hinzu kommt ein passendes Schadensmodell. Gut unterhalten können
auch die Comic-Zwischensequenzen, welche die Story immer wieder passend
vorantreiben. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. So überzeugt
das Spiel z.B. durch eine komplette Lokalisierung inkl. deutschen
Synchronsprechern. Die Stimmen passen zwar nicht immer zu den Charakteren,
aber das stört nur wenig. Daneben lauschen wir stimmungsvollen Musikstücken
und vielen Ingamegeräuschen. Die Kamera hat ebenfalls alles im Blick und so
kann der Spieler ordentlich mit den Fahrzeugen agieren. Das bringt uns auch
schon zur Steuerung. Diese ist sehr schnell erlernt. Die Fahrzeuge reagieren
sehr direkt und so kann man jedes Vehikel sicher lenken. Einzig wenn wir aus
einem Fahrzeug schießen, kommt ein wenig Chaos auf. Schließlich
sollen wir gleichzeitig das Gefährt lenken, zielen und Gegner abschießen.
Der Schwierigkeitsgrad ist - wie oben schon erwähnt - sehr angenehm. Zu Beginn
kann der Spieler fast jede Aufgabe auf Anhieb lösen. Später benötigt man zum
Teil mehrere Versuche. Wirklich frustrierend wird das Spiel aber nie. Fasst man alles
zusammen, so kann man - trotz kleinerer Kritikpunkte - mit der technischen Seite
gut Leben.
Fazit:
Driver 76 ist ein nettes Actionspiel, das aber auch negative Seiten aufweist.
So nerven z.B. die langen Ladezeiten und die häufig auftretenden Ruckler.
Hinzu kommen kleinere Grafikbugs. Das stört aber nur wenig, denn wir werden
durch den netten 70er-Jahre Flair anständig entschädigt. Überzeugen können
auch die detailverliebte Grafik und die intuitive bzw. schnell erlernte
Steuerung. Schon nach wenigen Minuten kommt man mit der Lenkung klar und so
kann man direkt in das Spiel einsteigen. Nett ist auch, dass wir die
diversen Fahrzeuge individuell verändern dürfen. Loben muss man den
Hersteller auch, dass das Spiel lokalisiert wurde. In der heutigen Zeit
ist das keine Selbstverständlichkeit. Auch wenn nicht alles Perfekt ist, sich viele
Missionen wiederholen und es kleine technische Schwächen gibt, kann das
Spiel als würdiger Vertreter der Serie angesehen werden. Das grundlegende Gameplay stimmt und so macht es viel Spaß, die diversen Aufgaben zu
meistern. Wer also gerne mal einen Driverteil auf seiner PSP spielen wollte
und nicht zu hohe Erwartungen hat, der darf gerne bei diesem Spiel
zuschlagen. Uns hat das Game ganz gut gefallen und daher können wir auch
eine Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Völlig neue Inhalte exklusiv für PSP: 27 neue Missionen wurden speziell
für PSP entwickelt.
- Vorgeschichte zu Driver Parallel Lines: Der Titel spielt im Jahr 1976,
also zwei Jahre vor den Geschehnissen aus Driver Parallel Lines.
- Mehrspieler-Modus und herunterladbare Inhalte: Die Mehrspieler-Modi
umfassen Straßenrennen, Zerstörungs-Wettkämpfe und viele mehr. Außerdem
können neue Farbpaletten für die gesammelten Autos in der Garage
heruntergeladen werden.
- Das authentische New York der Siebziger Jahre erleben: Realistische
Architektur, Musik, Autos und Kleidung aus den Siebzigern. Das Spielgebiet
umfasst New York von Jersey bis Coney Island.
- Modifizieren von gesammelten Autos: Alle Lieblingsautos aus den 70ern
können gesammelt und mit Hilfe der Einnahmen aus Nebenmissionen modifiziert
werden.
- Schnelle Rennaction im Hollywood-Stil: Schnelle Autorennen und
spektakuläre Unfälle. Diverse Tuningmöglichkeiten sorgen dabei für
atemberaubende Geschwindigkeit.
- Authentischer Soundtrack aus den Siebzigern: Die bekannten musikalischen
Klassiker erwecken die Siebziger zum Leben.