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Driv3r - Review (Xbox)

Wertung:
82 %

Einleitung:

Die Driver Reihe gehört mit gut zwölf Millionen verkauften Einheiten zu den erfolgreichsten Spieleserien aller Zeiten. Nach den beiden ersten Teilen kommt nun der dritte Teil der Spielereihe mit dem Titel Driv3r auf den Markt. Das Game erscheint für Playstation 2, Xbox und PC. Wir konnten das Action-Spiel nun für Microsofts Konsole testen. Ob das neuste Spiel von Atari an die Erfolge der ersten beiden Teile anschließen kann erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Der Spieler schlüpft bei Driv3r in die Rolle des knallharten Undercover-Cops Tanner. Dieser hat es auf eine international organisierte Autoschieberbande abgesehen. Unser Hauptgegner ist die skrupellose Calita, die selbst in der Unterwelt gefürchtet wird. Wir sollen nun ihre Organisation infiltrieren und ihr das Handwerk legen. Dafür werden wir in mehreren Städten reisen. Darunter auch die Metropolen Miami, Nizza und Istanbul. Wer die ersten beiden Teile kennt wird sofort feststellen, dass sich nicht viel geändert hat. Wie gewohnt wird der Spieler mit vielen unterschiedlichen Fahrzeugen unterwegs sein. Gut 70 Fahrzeuge können wir in dem Spiel nutzen. Das fängt beim Kleinwagen an, geht über Lastwagen weiter bis hin zum Sportwagen. Aber auch unterschiedliche Motorräder oder Speedboote dürfen nicht fehlen. Wollen wir in ein Fahrzeug wechseln so halten wir in alter Manier einfach einen Wagen an. Tür auf, Fahrer raus und schon sind wir im Besitz eines neuen Vehikels. Notwenig wird das vor allem, wenn unser aktuelles Fahrzeug schaden nimmt. Bei über 30 umfangreichen Einsätzen werden wir nun die riesigen Städte kennen lernen. Riesig ist der richtige Ausdruck denn das Spiel bietet gut 250 Kilometer Straßennetz und die Städte haben über 35.000 Häuser. In dem Spiel haben wir auch einen Modus, wo wir uns frei durch die großen Städte bewegen können. So dürfen wir alles in Ruhe erkunden und viele Fahrzeuge kennen lernen. Im eigentlichen Spiel hat der Spieler dazu keine Zeit mehr. Davon mal ab werdet Ihr in den Missionen sowieso kaum was von der Stadt zu sehen bekommen. Wollt Ihr den gesamten Umfang der Städte genießen müsst Ihr schon frei durch die Orte fahren. Bei den Missionen muss der Spieler immer die anstehenden Aufgaben im Auge behalten. Beeilen wir uns nicht ist ein Spiel schnell vorbei. Ist eine Aufgabe beendet steht sofort die nächste an. Meistens muss ein Spieler mehrere Aufgaben erledigen, bevor eine Mission endet. Der Schwierigkeitsgrad steigt dann langsam aber sicher an. Später in Istanbul werdet Ihr dann so richtig gefordert.

Alle Missionen sind recht abwechslungsreich gestaltet. Somit muss ein Spieler immer andere Aufgaben erledigen. Es wird daher nie langweilig. Die Mischung stimmt ebenfalls denn wir agieren nicht nur in den Fahrzeugen, sondern auch zu Fuß. Hinzu kommen dann auch noch Kampfeinsätze. Mit unserer Waffe dürfen wir uns wilden Schießereien stellen. Um mit Tanner direkt zu agieren steigen wir einfach aus einem Fahrzeug aus und steuern unsere Spielfigur aus der Third-Person-Perspektive. Nun dürfen wir in der Stadt herumlaufen, in Gebäude rennen und mit unserer Waffe Feinde erledigen. Spielen wir ein freies Spiel so dürfen wir dieses stundenlang machen. Die unterschiedlichen Missionen werden durch eine Story zusammengehalten. Dazu werden immer wieder nette Intros eingespielt. So werden wir nicht nur Miami sondern auch die anderen Städte kennen lernen. Die Zivilisten im Spiel können wir natürlich auch töten. Aber das hat einen echten Nachteil, denn die Polizei wird sofort auf uns aufmerksam. Das gleiche passiert bei Unfällen und so sollten wir uns möglichst ohne Schaden anzurichten durch die Stadt bewegen. Gelingt das nicht so beginnt eine wilde Verfolgungsjagd. Wir können in dem Spiel aber noch mehr machen. Schließen wir eine Mission ab so wird ein Replay angeboten. Mit diesen Actionstreifen dürfen wir unseren eigenen Film zusammen schneiden. Das Meisterwerk darf dann noch über das Xbox Live Netzwerk veröffentlicht werden. Haben wir nun von den Missionen und der freien Fahrt genug können wir auch noch Spielmodis wie die Verfolgungsjagd, Nichts wie weg, Trail Blazer, Überleben, Tor-Rennen und Checkpoint-Rennen angehen. Es werden also sehr viele Spielarten angeboten. Dadurch könnt Ihr Driv3r sehr lange ausnutzen. Leider hat der Hersteller auf ein Highscore-System verzichtet.

 

Technik:

Leider hat das Spiel einige technische Probleme. Vor allem stört das Personen, Hintergründe und Autos einfach aus dem nichts erscheinen. Teilweise sogar kurz bevor wir diese erreichen. Zumindest wurde darauf geachtet das alle Details ordentlich aussehen. Bei den Texturen wurde allerdings wieder geschlampt. Diese sind oft zu grob und wird optisch mal so richtig was geboten bricht gleich die Framerate ein. Allerdings begeistern dann wieder Details wie die realistische Schattenberechnung die kaum Fehler aufweist. Spielen wir bei Nacht wird ein weiteres Problem sichtbar. Lichtkegel erscheinen einfach so aus dem nichts. Hinzu kommen diverse Klippingfehler und die Kollisionsabfrage hätte auch noch eine leichte Überarbeitung verdient. Dadurch wird die insgesamt gute Optik doch sehr runter gezogen. Zumindest kann man sich an den Fahrzeugen erfreuen die sehr detailliert aussehen. Auch die Schäden werden gut wiedergegeben. Hinzu kommen dann auch noch ansprechende Intros die das Spiel immer wieder auflockern. Schade das viele kleine Macken vorhanden sind. Evtl. liegt es ja an den gigantischen Ausmaßen der Stadt das der Hersteller hier so geschlampt hat. Besser schneidet der Sound ab. Neben stimmungsvollen Songs wird der Spieler auch nette Umgebungsgeräusche zu hören bekommen. Auch die Effekte und Unfälle klingen ganz passabel. Mit den Motorgeräuschen kann man ebenfalls gut leben. Der Hersteller hat uns dann auch noch deutsche Synchronstimmen spendiert. Die Sprachqualität kann allerdings nicht immer überzeugen.

Die Steuerung ist bei so einem Spiel besonders wichtig. Allerdings ist dieses ebenfalls ein zweischneidiges Schwert. Mit Fahrzeugen wird ein Spieler schnell klar kommen, auch wenn sich jedes Fahrzeug individuell lenken lässt. Aber das muss auch sein denn ein LKW steuert sich nun einmal anders wie ein Motorrad. Schlimm wird es erst bei Tanner. Müssen wir mit ihm aus der Third-Person-Perspektive lenken wird doch einiges kompliziertet. Vor allem wenn wir die Waffe einsetzen. Das Zielkreuz ist sehr empfindlich und somit können wir nicht sicher auf Feinde zielen. Oft genug stirbt unsere Spielfigur, weil wir einen Feind nicht rechtzeitig treffen. Kommen dann mehrere Gegner wird es noch schlimmer. Zumindest können wir ab und zu ein Medipack einwerfen um den Schaden auszugleichen. Ansonsten ist die komplette Steuerung aber schnell erlernt. Leider ist der Filmbereich dann auch ein wenig merkwürdig. Es kann schon mal vorkommen das sich aufgezeichnete Sequenzen ändern - was natürlich sehr schade ist. Dadurch wird der Bereich ein wenig abgewertet. Es wird aber trotzdem sehr viel geboten, so dass man sich hier sehr lange aufhalten kann. Es macht schon Spaß seinen eigenen Film zusammen zu schneiden. Mit der Kamera wird jeder zufrieden sein. Egal in welchem Modus, der Spieler hat alles im Blick. Da man aber selber die Kamera einstellt fällt dieses auch nicht schwer. Die KI kann sich dann auch noch sehen lassen. Alle Fahrzeuge verhalten sich sehr fair und so wird kein Frust aufkommen. Einzig die CPU gesteuerten Figuren lassen einen oftmals verzweifeln. Fasst man alles zusammen so kann das Spiel technisch nicht ganz überzeugen. Es sind einfach zu viele Macken vorhanden die das Gameplay beeinflussen. Spaß macht das Spiel aber trotzdem und mit den meisten Fehlern kann ein Spieler gut leben.

 

Fazit:

Was hätte aus dem Spiel werden können, wenn es nicht solche technischen Schwächen aufweisen würde? Leider wird der Spieler aber permanent mit diversen Problemen kämpfen müssen. Das Gameplay wird doch ein wenig einschränkt. Vor allem stört die Steuerung bei der Third-Person-Action. Man kann auch noch bemängeln das die Missionen viel zu linear sind. Viele Freiheiten können wir uns in den riesigen Städten nicht erlauben und so müssen andere Spielmodis dafür herhalten. Zumindest wird dieses aber angeboten und so darf der Spieler trotzdem die Städte erforschen. Das eigentliche Spiel ist schnell durchgespielt und somit wird sich jeder wohl um einiges mehr in den anderen Spielmodis aufhalten. Aber es ist nicht alles schlecht in dem Spiel. Im Gegenteil Driv3r hat auch viele gute Seiten, die leider - wegen der Technik - ein wenig untergehen. Optisch wird auch einiges geboten. Die Fahrzeuge und deren Schadensmodelle sehen fantastisch aus und auch die Schatten und Lichteffekte können überzeugen. Der Spieler wird dann auch noch mit guten FMV-Sequenzen verwöhnt. Einfach toll sind die drei Städte. Diese sind nicht nur sehr groß, sondern weisen auch sehr viele Details auf. Es macht einfach riesigen Spaß im freien Spiel Fahrzeuge zu klauen und mit diesen über die Straßen zu heizen. Nett ist dann auch noch der Regisseur-Modus. Hier kann sich jeder lange auslassen und einen actionreichen Film zusammen schneiden. Insgesamt ist das Spiel sein Geld wert. Man muss nur mit den vielen technischen Macken leben können. Schafft man dieses so erlebt man ein actionreiches Spiel das viel Spaß macht. Hätte der Hersteller nur mehr Wert auf die Technik gelegt wäre aus dem Spiel ein Meilenstein geworden. So geht Driv3r leider ein wenig unter. Wer also die Driver Spiele mag darf hier gerne zuschlagen.

 

Features:

- Miami, Nizza und Istanbul: drei Weltstädte und über 250 km Straße wurden detailliert fürs Spiel umgesetzt
- 30 Story-Missionen und viele andere Spielmodis warten auf Euch
- verschiedene Waffen, wie z. B. Pistolen, Maschinengewehre und Granatwerfer
- 70 Fahrzeuge, einschließlich Autos, Boote, Sattelschlepper und Busse
- Revolutionäre Schadensmodelle zerlegen eine Karosse in sämtliche Einzelteile
- Zu Fuß oder mit Fahrzeugen erkunden Sie die Städte
- 30 FMV-Sequenzen mit den Stimmen von Michael Madsen, Ving Rhames, Michelle Rodriguez und Mickey Rourke
- Regisseur-Modus, jetzt mit Zeitlupeneffekt

 

 

 


Wertungsbox:

Driv3r (Xbox)

 
 Driver 3
EUR 59,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 76 %  
Sound: 88 %  
Bedienung: 78 %  
Singleplayer: 84 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 86 %  
Gesamtwertung:  82 %  


 

 

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