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Einleitung:
Die Driver-Serie kann auf
eine erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken. Schon der erste Teil wurde
gut 500.000 Mal verkauft. Nicht weniger erfolgreich war der zweite Teil.
Auch der dritte Teil konnte sich auf der PS2 und Xbox durchsetzen. Ein wenig
verspätet kommt nun die gleichnamige PC-Version auf den deutschen Markt. Wir
durften diese jetzt testen. Ob sich das Spiel auch auf dem PC lohnt, erfahrt
Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Als Undercover-Cop Tanner geht der Spieler zum dritten Mal auf Gangsterjagd.
Diesmal treibt ein Syndikat von Autodieben ihr Unwesen in Miami, und in der
Rolle Tanners schleusen wir uns in die Bande ein. Auf den Spuren des
Gangsterbosses brausen wir nicht nur über den heißen Asphalt der
US-Metropole, sondern auch durch die Gassen Nizzas und geben letztlich sogar
in Istanbul Vollgas. Wer die ersten beiden Teile kennt wird sofort
feststellen, dass sich nicht viel geändert hat. Wie gewohnt wird der Spieler
mit vielen unterschiedlichen Fahrzeugen unterwegs sein. Gut 70 Fahrzeuge
können wir in dem Spiel nutzen. Das fängt beim Kleinwagen an, geht über
Lastwagen weiter bis hin zum Sportwagen. Aber auch unterschiedliche
Motorräder oder Speedboote dürfen wir lenken. Wollen wir in ein Fahrzeug
wechseln so halten wir in alter Manier einfach einen Wagen an. Tür auf,
Fahrer raus und schon sind wir im Besitz eines neuen Vehikels. Notwendig
wird das vor allem, wenn unser aktuelles Fahrzeug schaden nimmt. In über 30
umfangreichen Einsätzen wird der Spieler die riesigen Städte kennen
lernen. Riesig ist der richtige Ausdruck, denn das Spiel bietet gut 250
Kilometer Straßennetz und die Städte haben über 35.000 Häuser. In dem Spiel
haben wir auch einen Modus, wo wir uns frei durch die großen Städte bewegen
können. So dürfen wir alles in Ruhe erkunden und viele Fahrzeuge kennen
lernen. Im eigentlichen Spiel hat der Spieler dazu keine Zeit. Davon mal ab
werdet Ihr in den Missionen sowieso kaum was von der Stadt zu sehen
bekommen. Wollt Ihr den gesamten Umfang der Städte genießen müsst Ihr schon
frei durch die Orte fahren. Bei den Missionen muss der Spieler immer die
anstehenden Aufgaben im Auge behalten. Beeilen wir uns nicht ist ein Spiel
schnell vorbei. Ist eine Aufgabe beendet steht sofort die nächste an.
Meistens muss ein Spieler mehrere Aufgaben erledigen, bevor eine Mission
endet. Der Schwierigkeitsgrad steigt dann langsam aber sicher an. Alle
Missionen sind recht abwechslungsreich gestaltet worden. Hierdurch muss ein
Spieler immer andere Aufgaben erledigen. Die
Mischung stimmt ebenfalls, denn wir agieren nicht nur in den Fahrzeugen,
sondern auch zu Fuß. Hinzu kommen dann auch noch Kampfeinsätze. Mit unseren
Waffen dürfen wir uns wilden Schießereien stellen. Um mit Tanner direkt zu
agieren steigen wir einfach aus einem Fahrzeug aus und steuern unsere
Spielfigur aus der Third-Person-Perspektive. Nun dürfen wir in der Stadt
herumlaufen, in Gebäude rennen und mit unserer Waffe Feinde erledigen.
Spielen wir ein freies Spiel so können wir dieses stundenlang machen. Die
unterschiedlichen Missionen werden durch eine Story zusammengehalten. Dazu
werden immer wieder nette Intros eingespielt. So werden wir nicht nur Miami
sondern auch die anderen Städte kennen lernen. Die Zivilisten im Spiel
können wir natürlich auch töten. Aber das hat einen echten Nachteil, denn
die Polizei wird sofort auf uns aufmerksam. Das gleiche passiert bei
Unfällen und so sollten wir uns möglichst vorsichtig durch die Stadt
bewegen. Gelingt das nicht so beginnt eine wilde Verfolgungsjagd. Wir können
in dem Spiel aber noch mehr machen. Schließen wir z.B. eine Mission ab, so wird
ein Replay angeboten. Mit diesem Actionstreifen dürfen wir unseren eigenen
Film zusammen stellen.
Technik:
Im Vergleich zu den Konsolenversionen hat sich bei der PC-Version leider
nicht viel geändert. Da kommt natürlich schnell die Frage auf, warum das
Spiel gut 9 Monate später auf den Markt kommt. Bekannte Probleme wie die
geringe Personenanzahl auf den Straßen, die etwas niedrige Framerate und die
Pop-Ups sind leider immer noch vorhanden. Zumindest wird man durch die
authentischen Städte Miami, Nizza und Istanbul angemessen entschädigt.
Trotzdem hat das Spiel einige technische Probleme. Vor allem stört das
Personen, Hintergründe und Autos einfach aus dem nichts erscheinen.
Teilweise sogar kurz bevor wir diese erreichen. Zumindest wurde darauf
geachtet, dass alle Details ordentlich aussehen. Bei den Texturen wurde
allerdings wieder geschlampt. Diese sind oft zu grob und wird optisch mal so
richtig was geboten bricht gleich die Framerate ein. Spielen wir bei Nacht
wird ein weiteres Problem sichtbar. Lichtkegel erscheinen einfach so aus dem
nichts. Hinzu kommen diverse Klippingfehler und die Kollisionsabfrage hätte
auch noch eine leichte Überarbeitung verdient. Dadurch wird die insgesamt
gute Optik doch sehr runter gezogen. Zumindest kann man sich an den
Fahrzeugen erfreuen. Diese sehen sehr realistisch aus. Außerdem bietet das
Spiel ein detailliertes Schadensmodell. Hinzu kommen noch ansprechende
Intros die das Spiel immer wieder auflockern. Schade ist vor allem, dass
viele kleine Macken vorhanden sind. Evtl. liegt es ja an den gigantischen
Ausmaßen der Städte, dass der Hersteller hier so geschlampt hat. Besser
schneidet der Sound ab. Neben stimmungsvollen Songs wird der Spieler auch
nette Umgebungsgeräusche zu hören bekommen. Auch die Effekte und Unfälle
klingen ganz passabel. Mit den Motorgeräuschen kann man ebenfalls gut leben.
Der Hersteller hat uns dann auch noch deutsche Synchronstimmen spendiert.
Die Sprachqualität kann allerdings nicht immer überzeugen. Die Steuerung ist
bei so einem Spiel besonders wichtig. Allerdings ist dieses ebenfalls ein
zweischneidiges Schwert. Mit Fahrzeugen wird ein Spieler schnell klar
kommen. Schlimm wird es erst bei Tanner. Müssen wir mit ihm aus der Third-Person-Perspektive lenken wird doch einiges komplizierter. Vor allem
wenn wir die Waffe einsetzen. Das Zielkreuz ist sehr empfindlich und somit
können wir nicht sicher auf Feinde zielen. Da hilft auch die Maussteuerung
nur wenig. Oft genug stirbt unsere Spielfigur, weil wir einen Feind nicht
rechtzeitig treffen. Kommen dann mehrere Gegner wird es noch schlimmer.
Zumindest dürfen wir ab und zu ein Medipack einwerfen um den Schaden
auszugleichen. Mit der Kamera wird jeder zufrieden sein. Egal in welchem
Modus, der Spieler hat alles im Blick. Die KI kann sich dann auch noch sehen
lassen. Alle Fahrzeuge verhalten sich sehr fair. Einzig die CPU gesteuerten
Figuren lassen einen oftmals verzweifeln. Fasst man alles zusammen, so kann
das Spiel technisch leider nicht ganz überzeugen. Es sind einfach zu viele Macken
vorhanden die das Gameplay beeinflussen. Unverständlich ist dabei vor allem,
dass der Hersteller die zusätzliche Zeit nicht für Verbesserungen genutzt
hat.
Fazit:
Viel hat sich leider bei der PC-Version nicht geändert. Man muss sich
immer noch mit den alten Macken der Konsolenversionen herumschlagen.
Wirklich toll sind eigentlich nur die gelungenen Schadensmodelle und die
insgesamt gute Aufmachung bzw. Präsentation. Sitzt Ihr im Auto ist die Welt
noch in Ordnung. Allerdings wird der Fahrspaß immer wieder unterbrochen - da
wir mit Tanner zu Fuß los müssen. Schon nach wenigen Missionen kommt das
Gefühl auf, das wir diese Passagen nur überstehen müssen. Dann kann es endlich wieder mit der interessanten Story
weiter gehen. Zumindest dürfen wir uns zusätzlich im Freie-Fahrt-Modus
auslassen. Es macht richtig viel Spaß in der Stadt sein Unwesen zu treiben.
Das wird man dann auch relativ lange machen, denn das eigentliche Spiel ist
recht schnell beendet. Außerdem kann man sich dann noch stundenlang mit dem
Videomodus beschäftigen. Trotz vieler technischer Macken ist Driv3r ein
nettes Spiel. Allerdings müsst Ihr frustrierende Missionen überstehen - was
bekanntlich nicht jeder schafft. Wer also über die etwas dürftige Technik
hinwegsehen kann darf bei diesem Spiel zuschlagen. Erwartet aber nicht zu
viel.
Features:
- Mehr als 70 steuerbare Fahrzeuge, einschließlich Autos, Fahrräder, Boote,
Sattelschlepper und Busse
- 8 verschiedene Waffen, wie z. B. Pistolen, Maschinengewehre und
Granatwerfer
- Mehr als 30 Missionen
- Über 30 FMV-Sequenzen mit den Stimmen von Michael Madsen, Ving Rhames,
Michelle Rodriguez und Mickey Rourke.
- 3 hochdetaillierte Städte: Miami, Nizza, Istanbul
- 12 lizenzierte Songs
- Rennspiele
- Innovative Spannungskamera
- Regisseur-Modus, jetzt mit Zeitlupeneffekt
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