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Einleitung:
Drachen gehören ohne Zweifel mit zu
den bekanntesten Fantasy-Wesen. Allerdings stehen sie nur selten im
Mittelpunkt eines Spiels. Ein Actionspiel das sich dieser Monster
angenommen hat, ist das recht bekannte Square Enix-Spiel Drakengard.
Der erste Teil erschien übrigens im Mai 2004. Wir konnten uns jetzt Drakengard
2 ein wenig näher ansehen. Ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr
in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich kommt so ein Spiel nicht ohne eine ansprechende Story aus.
Für die Spieler, die den ersten Teil noch nicht kennen, wollen wir
die Geschichte ein wenig genauer erzählen. In dunkler Vergangenheit
gab es eine Epoche, in der die Macht über alles herrschte. Der
Krieg, der zwischen Union und Reich wegen der Siegel geführt wurde,
war von nie bekannter Heftigkeit und führte diese einst so
friedvolle Welt an den Rand der Vernichtung. Unter den Soldaten der
Union befand sich ein Recke namens Caim. Er musste umgehend Macht
erlangen, um seine Schwester zu beschützen, die unlängst zur
Gottheit und Inkarnation der Siegel ausgerufen worden war. In mitten
der Schlacht kreuzte sich sein Weg mit dem des roten Drachen,
Angelus, der den Soldaten des Reiches in die Hände gefallen war.
Fortan kämpften Caim und Angelus unermüdlich, um die Göttin Furiae
zu beschützen. Doch ungeachtet ihrer Tapferkeit wurde das letzte
Siegel gebrochen und die Zerstörung der Welt nahm ihren Lauf.
Ursache für das eingetretene Unheil war ein 16 jähriges Mädchen.
Diesem vom Trübsal erfüllten Kind, mit dem Namen Manah, blieb einzig
die Verehrung der Götter. Nach unzähligen Kämpfen und dem Verlust so
vieler Leben brachte auch die letzte Schlacht keine Entscheidung.
Neue Siegel waren notwenig, um den nun folgenden, fragilen Frieden
zu sichern. Der rote Drache hatte durch die Vereinigung mit Caim
letztendlich die Geheimnisse des menschlichen Herzens zu erforschen
vermocht und opferte seinen Körper für die neuen Siegel. 18 Jahre
sind seither vergangen. Ein Held aus den Tagen des Krieges gründete
den Orden der Ritter des Siegelordens, auf das dieser auf immer
verhindere, dass Angelus Siegel zerbrochen werde. Doch nun ist ein
neuer Drachenritter in den Rängen der Siegelritter erschienen. Sein
Name ist Nowe. Er schließt sich zusammen mit Legna, dem Drachen, der
ihn beschützt und großgezogen hat, den Rittern des Siegelordens an,
von denen er den Spitznamen Drachenkind erhält. Nowes Leben soll
sich auf immer ändern, als er die Bekanntschaft eines Mädchen macht
… ihr Name lautet Manah. Wie nicht anders zu erwarten schlüpft der
Spieler in die Rolle von Nowe. Mit ihm sollen wir nun die Welt
retten. Bevor wir uns in das Abenteuer stürzen, dürfen wir erst
einmal ein gut gemachtes Intro - mit englischer Sprachausgabe und
deutschem Untertitel - ansehen. Anschließend erblicken wir das
Hauptmenü mit den Menüpunkten "Neues Spiel", "Spiel laden" und
"Optionen". Wie gewohnt kann der Spieler unter Optionen alle
spielrelevanten Einstellungen vornehmen und unter Spiel laden einen
zuvor gesicherten Spielstand aktivieren. Am Anfang muss der Spieler
natürlich erst einmal ein neues Spiel starten und einen
Schwierigkeitsgrad (Normal oder Einfach) wählen. Nach einem weiteren
Film starten wir mit unserem Helden in das erste Kapitel.
Damit der Spieler einen guten Einstieg erhält, durchläuft er erst
einmal ein kleines Tutorial. In diesem wir uns die Steuerung in
kleinen Schritten beigebracht. Drakengard 2 ist grundlegend ein
klassisches Hack&Slay-Spiel. Allerdings wird es immer wieder kleine
Flugeinlagen mit dem Drachen Legna geben. Am Boden kämpfen wir gegen
eine Vielzahl von Feinden. Oftmals stehen uns befreundete Soldaten
zur Seite, die allerdings nicht sonderlich hilfreich sind. Wird es
mal eng, so kann unser Held einen fliegenden Drachen rufen.
Anschließend attackieren wir die Bodentruppen aus der Luft. Dieses
klappt leider nicht in Höhlen oder anderen geschlossenen Räumen. Der
Spieler bekämpft - mit dem Drachen - allerdings nicht nur Bodentruppen. Viele Feinde in der Luft
warten ebenfalls auf uns. Die meisten Kämpfe wird unser Held
natürlich am Boden
austragen. Diese Auseinandersetzungen laufen recht genretypisch ab.
Mit zwei Angriffstasten metzeln wir alles nieder, was sich uns in
den Weg stellt. Daneben gibt es noch Magieangriffe, die wir mit der
Zeit dazu lernen. Mit diesen mächtigen Angriffen können wir es dann
problemlos mit hunderten von Gegnern aufnehmen. Natürlich war das
noch nicht alles. Ein kleiner Rollenspielanteil ist auch noch
vorhanden. Jeder besiegte Gegner bringt uns Erfahrungspunkte ein,
wodurch unser Held aber auch der Drache immer weiter aufgebaut
werden kann. Aufbauen dürfen wir ebenfalls unsere Waffen, die mit
der Zeit immer mächtiger werden. So kämpfen wir nun gegen eine
Vielzahl von unterschiedlichen Gegnern. Diese Metzelorgien werden
immer wieder durch diverse Flugeinlagen und Luftkämpfe unterbrochen.
Dabei kann unser gepanzerter Freund nicht nur einfache Feuerbälle
ausspucken. Er verfügt auch über zielsuchende Geschosse, die
Angreifer schnell in Asche verwandeln. Bodentruppen haben natürlich
ebenfalls kaum eine Chance, denn unser Drache fegt förmlich über
diese hinweg. Selbstverständlich muss der Spieler diverse Strategien
ansetzen um erfolgreich zu sein. Dazu können wir manche Missionen
mit Weggefährten wie der attraktiven Manah bestreiten. Aber auch
Eris hat seine individuellen Fähigkeiten. Der Spieler darf übrigens
auch etliche Items in den Levels aufsammeln. Diese Objekte füllen
u.a. unsere Gesundheitsleiste auf oder bringen nützliches Geld ein. Mit der
Knete dürfen wir dann neue Waffen oder anderen Gegenstände kaufen.
Zwischen den Kämpfen wird natürlich immer wieder die Story
vorangetrieben. Leider geschieht dieses oftmals durch Standbilder.
Hin und wieder werden wir aber auch ein paar erstklassige Intros zu
sehen bekommen und so kann man der Story insgesamt gut folgen.
Technik:
Die Grafik haut einen leider nicht vom Hocker. Die Levels sind
genauso detailarm wie die Texturen. Diese sehen außerdem etwas
verwaschen aus. Dafür bietet das Spiel aber herrliche
Massenschlachten. Lobend erwähnen muss man auch, dass alles ohne
Ruckler abläuft. Das ist keine Selbstverständlichkeit, bei den
vielen dargestellten Figuren. Mit unserer Spielfigur kann man
grundlegend zufrieden sein. Unser Held wurde ansprechend modelliert
und animiert und so kämpft man recht gerne gegen die vielen Gegner.
Das gleiche gilt für unseren Drachen, der geschmeidig durch die
Lüfte fliegt. Mit dem Sound kann man ebenfalls zufrieden sein. Neben
passenden Ingamegeräuschen werden wir auch tolle englische
Synchronsprecher zu hören bekommen. Wer der englischen Sprache nicht
mächtig ist, darf natürlich alles über deutsche Texte nachlesen. Bei
der Musik werden wir dann futuristische Klänge zu hören bekommen,
die grundlegend zum Spiel passen. Leider ist die Vielfalt nicht
sonderlich groß und so werden wir immer wieder die
gleichen Songs hören. Mit der Steuerung wird jeder sofort klar
kommen. Dabei lässt sich unsere Spielfigur genauso sicher lenken,
wie der Drache und selbst die diversen Angriffs-Combos gehen leicht von der
Hand. Das liegt zum einen an der sehr einfachen Lenkung und zum
anderen an dem guten Tutorial. Dieses bringt uns am Anfang alle
Moves sehr gut bei. Die Kamera hat eigentlich alles im Blick. Sollte
diese doch einmal eine schlechte Perspektive zeigen, so können wir
den Blickwinkel manuell ändern. Katastrophal ist mal wieder die KI
der Gegner. Diese verhalten sich nicht wirklich intelligent.
Allerdings kennt man das ja von solchen Spielen. Nett wäre auch noch
ein Mehrspielermodus gewesen. Leider fehlt dieser und so müssen wir
uns alleine durch das Spiel schlagen. Fasst man alles zusammen, so
ist die technische Seite ganz in Ordnung - auch wenn es einige
Kritikpunkte bei der Grafik gibt.
Fazit:
Grundlegend ist Drakengard 2 ein solides Hack & Slay Spiel.
Allerdings ist das Gameplay recht monoton. Unsere Hauptaufgabe
besteht darin, hunderte von Gegner zu vertrimmen. Etwas Abwechslung
kommt bei den Flugmissionen auf, die zum Teil wirklich Spaß
machen. Nett ist auch, dass wir unsere Spielfigur aufbauen können.
Der Rollenspielanteile lenkt gut von dem recht einfachen Gameplay
ab. Zufrieden kann man auch mit den tollen Zwischensequenzen sein.
Diese werden allerdings nicht häufig eingespielt. Trotzdem
motiviert einen die Story immer weiter zu spielen. Da Drakengard 2
recht einfach aufgebaut ist, werden sich vor allem Genreneulinge mit
dem Spiel anfreunden können. Eine einfache Steuerung spricht diese
Spieler genauso an, wie der leichte Einstieg oder das flüssige
Gameplay. Genrekenner werden dagegen kaum eine Herausforderung
finden. Nett wäre dann noch eine bessere Grafik gewesen. Diese ist
wirklich nicht mehr zeitgemäß. Wer also nichts gegen eine
mittelmäßige Optik und ein sehr einfachen Gameplay hat, kann gerne
zu diesem Spiel greifen. Das gleiche gilt für die Spieler, die den
ersten Teil mochten. Erwartet allerdings nicht zu viel, denn
Drakengard 2 ist bei weitem kein Meilenstein im Actiongenre.
Features:
- Verwüsten Sie gesamte Armeen zu Land und in der Luft
- Schlagen Sie packende Luftschlachten gegen eine schiere Unzahl von
Gegnern
- Schalten Sie in Echtzeit zwischen bis zu vier verschiedenen
Charakteren um, von welchen jeder über seine eigenen Waffen und
Fertigkeiten verfügt
- Dezimieren Sie die gegnerischen Kräfte mit über 60 tödlichen
Waffen in mehr als 90 lebensgefährlichen Missionen.
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