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Einleitung:
In Japan und den USA konnte
Dragon Quest VIII sehr große Erfolge feiern. Kein Wunder, denn die
Rollenspielreihe zählt schon seid Jahren mit zu den kommerziell
erfolgreichsten Spieleserien. Dank Koch Media kommen nun auch deutsche
Spieler in den Genuss dieses Spiels. Entwickelt wurde das Square Enix-Spiel
übrigens von Level 5. Wir konnten uns Dragon Quest: Reise des verwunschenen
Königs jetzt näher ansehen. Ob sich das Spiel für Rollenspielfans lohnt,
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Das Rollenspiel kommt natürlich nicht ohne eine Story aus. Vor langer,
langer Zeit wurde ein Zepter mit unglaublichen magischen Kräften erschaffen.
Viele Jahre vergingen, in denen es wohl behütet in einem königlichen Schloss
schlummerte. Doch dann erschien der böse Narr mit dem Namen Dhoulmagus. Er
brach das Siegel, dass das Zepter beschützte, und erweckte so dessen
furchterregenden Kräfte. Ein furchtbarer Fluch legte sich über das
Königreich. Die Zeit blieb stehen und verzauberte Dornenranken umschlossen
das Schloss und alle seine Bewohner. Der König und die Prinzessin wurden von
der abscheulichen Magie in seltsame Kreaturen verzaubert. Nur eine Person
konnte dem Fluch unversehrt entkommen: Unser Held. Und so beginnt unsere
Aufgabe, das verwunschene Königreich wiederherzustellen und seine
unglückseligen Einwohner zu retten. Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle
des namenlosen Helden, einem sympathischen kleinen Burschen mit rotem
Kopftuch und knallgelbem Gewand. Bevor wir nun in das Abenteuer starten,
wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet
wurde, erblickt der Spieler ein kleines Menü. Hier dürfen wir ein
bestehendes Spiel fortsetzen oder ein neues starten. Nachdem wir nun ein
neues Spiel gestartet haben, muss der Akteur seinen Namen eingeben.
Anschließend leitet ein ansprechender Film die Story ein. Wir übernehmen nun
die Rolle des einfachen Wachmannes, der mit seiner Truppe loszieht um das
Königreich zu retten. Recht schnell treffen wir auf wichtige Charaktere wie Yangus,
Jessica und Angelo. Das Spiel selber ist sehr linear aufgebaut und so
werden wir permanent einem vorgegebenen Handlungsstrang folgen. Auf unserer
Reise lernen wir natürlich viele Städte und Dörfer kennen. Hier erfahren wir
viel über den Verbleib des Bösewichts Dhoulmagus. Außerdem treffen wir viele
unterschiedliche Charaktere, mit denen wir uns unterhalten können.
Diese Gespräche laufen entweder mit englischer Sprachausgabe und deutschem
Untertitel oder bei unrelevanteren Personen mit reinen Texteinblendungen ab.
Wie bei solchen Spielen üblich sind die Städte auch ideale Orte, wo man neue
Ausrüstungen bzw. Objekte kaufen oder verkaufen kann. Außerdem erhalten wir
hier unsere Aufträge, die uns in abwechslungsreiche Quests führen. Neben
vielen kleinen Gegnern werden wir in diesen Missionen auch öfters mal dicke
Endgegner treffen, die um einiges schwerer zu besiegen sind. Daneben müssen
wir noch durch eine interessant gestaltete Welt reisen. Hier wird der Spieler
genretypisch alle paar Meter von feindlich gesinnten Gegnern gestoppt. Jetzt
werden wir mit dem allseits bekannten Kampfsystem konfrontiert. Gekämpft
wird sehr überschaubar mit einem kleinen Menü. Hier finden wir Befehle wie
Angreifen, Fliehen, Verjagen oder Taktik. Nachdem wir einen Befehl wie
Angriff ausgewählt haben, erscheint ein neues Menü mit weiteren Befehlen.
Diese können wir nun anwählen um die Monster anzugreifen, zu verzaubern oder um
besondere Fähigkeiten und Gegenstände einzusetzen.
Daneben kann unsere Truppe auch fliehen. Dieses gelingt allerdings nicht
immer und werden wir anschließend von den Gegnern angegriffen, haben die
Feinde einen nicht zu verachtenden Angriffsvorteil. Monster kann der Spieler
übrigens auch verscheuchen. Diese Strategie wirkt allerdings nur bei den
Monstern, die schwächer sind als unsere Gruppe. Als letztes kann man noch
den Menüpunkt Taktik wählen. Es erscheint dann eine Liste von Taktiken, die
sowohl einem Individuum als auch der ganzen Gruppe zugewiesen werden können.
Die Gruppenmitglieder werden unsere Anweisung dann automatisch nach eigenem
Ermessen ausführen. In den rundenbasierten Kämpfen kann sich
der Spieler selbstverständlich auch durch diverse Items heilen oder
verteidigen. Ihr merkt schon, dass
dieses Kampfsystem sehr einfach ausgefallen ist. Wer jetzt glaubt, dass
dadurch das Spiel schnell beendet ist, der täuscht sich gewaltig. Die Kämpfe
sind recht hart und nur mit der richtigen Taktik werden wir weiter kommen.
Außerdem überleben wir die Kämpfe oftmals nur mit diversen Items und
Heiltränken. Diese finden wir zum Glück überall in den Levels. Geht uns doch
einmal ein wichtiges Objekt aus, so kann man den Gegenstand schnell beim
nächsten Händler einkaufen. Sterben irgendwann mal alle Partymitglied, so geht die
Welt nicht gleich unter, denn in der nächsten Kirche wird die Truppe wieder
zum Leben erweckt. Einzig unser Goldvorrat halbiert sich und so wird jedes
ableben zum schmerzhaften Erlebnis. Durch die vielen Auseinandersetzungen
erhalten unsere Streiter obligatorische Erfahrungspunkte, die uns
anschließend Levelaufstiege einbringen. Daher ist es nicht verkehrt
unzählige Kämpfe auszutragen. Wer damit nichts anfangen kann, wird
ein kleines Problem bekommen, denn das Spiel besteht zum größten Teil aus
diesen Auseinandersetzungen. Allerdings muss man auch erwähnen, dass diese
Kämpfe sehr viel Spaß machen. Das liegt zum einen an dem einfachen
Kampfsystem. Außerdem wird man förmlich süchtig danach, seine Fähigkeiten,
Ausrüstungen und Magiekünste zu verbessern. Das geschieht übrigens
automatisch, denn jede Figur erhält nach einem Aufstieg direkt die
klassentypischen Fähigkeiten. Uns wird allerdings nicht
alles aus der Hand genommen. Weiterhin sind wir zuständig für die
Waffenfähigkeiten. Hierdurch erhalten wir dann auch unterschiedliche
Spezialangriffe. Welche wir erhalten, liegt daran, welcher Waffengattung wir
angehören. Zur Auswahl stehen Schwerter, Speere, Schlagringe oder Bumerang.
Damit wir uns in dem Spiel gut zurecht finden, hat uns der Hersteller eine
nette Kartenfunktion spendiert. Der Spieler muss die nützlichen Karten
allerdings immer erst finden. Entdecken kann man selbstverständlich noch viel mehr, denn viele
Schatzkisten sind in den Levels versteckt. Außerdem darf der Spieler auch
Gebäude inkl. Schränke durchsuchen. Dabei finden wir nicht nur Objekte,
sondern auch einzigartige Rezepte. Durch diese kann man dann geheime Waffen,
Gegenstände und Rüstungen herstellen. Daneben gibt es noch Spielkasinos und
diverse Minispiele. So agieren wir nun durch die wunderbar
abwechslungsreiche Welt, kämpfen gegen eine Vielzahl von Gegnern und bauen
unsere Charaktere immer weiter auf.
Technik:
Bei Dragon Quest: Reise des verwunschenen Königs werden wir eine
erstklassige Cell-Shading-Grafik zu sehen bekommen. Neben der detaillierten
Welt wird der Spieler auch noch toll modellierte und animierte Charaktere
erblicken, die sich geschmeidig in der Umgebung bewegen. Der Hersteller
zeigt viel Liebe zum Detail und so hält man sich sehr gerne in den einzelnen
Levels auf. Selbst bei dem Charakterdesign der Monstern kann man nicht
meckern. Immer wieder müssen wir gegen sehr abstruse Wesen kämpfen, die
natürlich über spezielle Fähigkeiten verfügen. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Ansprechende Ingamegeräusche sind genauso vorhanden, wie eine stimmungsvolle Musik. Hinzu
kommen professionelle englische Synchronsprecher. Natürlich dürfen wir alles
über deutsche Texte nachlesen. Kommen wir nun zur Kamera. Diese
dürfen wir frei drehen und mit einem Tastendruck wird die Ansicht direkt
hinter unserer Spielfigur gesetzt. Hierdurch haben wir stets alles im Blick.
Mit der Steuerung wird jeder sofort klar kommen. Das liegt zum einen an den
sehr übersichtlichen und einfachen Menüs und zum anderen an der
direkten Charakterlenkung. Schon nach wenigen Minuten hat man alle
Funktionen raus und so kann der Spieler direkt in das Spielgeschehen
einsteigen. Die KI der Gegner ist so, wie man es aus solchen Rollenspielen
kennt. Wirklich intelligent verhalten sie sich nicht. Allerdings kennt man
das ja von solchen Spielen. Fast man nun alles zusammen, so kann die
technische Seite voll überzeugen.
Fazit:
Dragon Quest: Reise des verwunschenen Königs ist ein wirklich fantastisches
Game. Wer gerne japanische Rollenspiele spielt, wird mit diesem Spiel
einfach nur glücklich werden. Das einfache aber dennoch fordernde
Kampfsystem kann genauso überzeugen, wie die vielen unterschiedlichen
Gegner. Hinzu kommen eine nette Spielwelt und sympathische Charaktere. Dank
einer interessanten Story und einem hochmotivierenden Aufbausystem wird man
kaum von dem Spiel loskommen. Auch beim Sound und der Grafik kann man nicht
meckern. Es macht einfach nur Spaß durch die netten Levels zu
streifen. Vor allem macht man
dieses immer wieder gerne, da es an jeder Ecke etwas zu erkunden gibt. Nett
ist auch noch, dass Anfänger aber auch Genrekenner gleichermaßen gefordert
werden. Durch eine einfache Steuerung und Menüführung wird jeder sofort in
das Spiel einsteigen können und so scheitert man höchsten an den etwas
giftigen Gegnern. Mit der richtigen Taktik und ein wenig Übung ist aber jede
Aufgabe lösbar und so wird kein Spieler über- oder unterfordert werden. Wer
also gerne simple aber dennoch fordernde japanische Rollenspiele mag, kann
gerne zu diesem Topgame greifen. Uns hat Dragon Quest: Reise des
verwunschenen Königs sehr gut gefallen und daher können wir das Spiel
wirklich jedem ans Herz legen.
Features:
- Unverwechselbarer visueller Stil (Charakter- und Monsterdesign von Akira
Toriyama, dem Schöpfer von Dragon Ball)
- Angriffe, Zaubersprüche und Spezialfertigkeiten werden erstmals komplett
in detaillierter 3D-Grafik dargestellt
- Bombastischer Soundtrack, aufgenommen vom Tokyo Metropolitan Symphony
Orchestra
- Tadellose PAL-Umsetzung (50Hertz, Vollbild)
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