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Einleitung:
Wer schon immer einmal auf
Nintendos neuster Konsole gegen Drachen kämpfen wollte, hat jetzt die
Gelegenheit dazu. Über Koch Media kommt das D3 Publisher of Europe-Spiel
Dragon Blade: Wrath of Fire auf den deutschen Markt. Dieses erscheint
übrigens exklusiv für das Wii-Videospielsystem. Wir konnten die fertige
Version des actionreichen Hack´n Slay-Spiels jetzt ausgiebig testen. Ob sich
eine Anschaffung für angehende Drachenjäger lohnt, erfahrt Ihr in unserem
Review.
Zum Spiel:
Eine kleine Rahmenhandlung ist natürlich auch vorhanden. Ein junger Krieger
erhebt sich gegen die bösen Drachen, die seine Welt verwüstet haben. Um
erfolgreich zu sein, muss er die sechs Teile der Dragon Blade finden - ein
Schwert, dem die Kraft seiner gefürchteten Gegner innewohnt - und Feuer mit
Feuer bekämpfen. Die Story wird selbstverständlich immer wieder durch nette
Sequenzen passend vorangetrieben. Um diese zu sehen, müsst Ihr allerdings
diverse Abenteuer bestehen. Dazu streifen wir mit unserer Spielfigur durch
unterschiedliche Levels und kämpfen gegen eine Vielzahl von Gegnern. Damit
auch ungeübte Spieler einen leichten Einstieg erhalten, wird zu Beginn erst
einmal die Steuerung in kleinen Schritten erklärt. Die Lenkung ist relativ
simpel. Durch bewegen der Wii-Remote schwingt Ihr Euer Schwert hin und her.
Je nachdem wie wir die Lenkbewegungen ausführen, wird auch unsere Waffe
geschwungen. Daneben kann man noch mit dem Steuerkreuz spezielle Fähigkeiten
aktivieren. Diese erhält unser Held im späteren Spielverlauf durch gewonnene
Kämpfe. Die speziellen Machtattacken sind nicht zu verachten, denn durch
z.B. den Drachenarm kann man mächtige und noch stärkere Angriffe ausführen.
Durch die Drachengestalten Klingen-, Arm-, Schwanz-, Kopf- und
Doppelarmgestalt wird auch teilweise ein wahres Feuerwerk auf den Bildschirm
gezaubert. Diese Kräfte benötigen allerdings Feuerenergie, die unser Held im
Spiel findet. Das war natürlich noch nicht alles. Im Spiel gibt es vier
Könige, die allesamt die Fähigkeiten des Schwertes verbessern können. Dazu
muss der Spieler allerdings im Vorfeld Truhen finden, die eine Scherbe
beinhalten. Bei den Erkundungstouren trifft unsere Spielfigur immer wieder
auf diverse Gegner. Befinden sich diese in der Luft, so kann man die Feinde
durch springen und gleichzeitigem bewegen der Wii-Remote erledigen. Drückt
man zweimal die Z-Taste, so werden sogar Flügelsprünge ausgeführt, sobald
Drachenschwinger vorhanden sind. Damit das Kämpfen auch in größter Hektik
gut funktioniert, darf man seine Feinde mit B anvisieren. Das Treffen wird
hierdurch immens vereinfacht und so haben die Gegenspieler kaum eine Chance.
Das heißt aber noch lange nicht, dass Ihr recht flott durch das Spiel kommt.
Frustmomente kommen nämlich sehr häufig auf. Das liegt vor allem am recht
heftigen Schwierigkeitsgrad. Vor allem bei den diversen Bosskämpfen kann die
Halsschlagader schon einmal anschwellen. Nur mit viel Übung und Geduld wird
man diese besiegen. Wirklich ärgerlich wird es dann noch, wenn man kurz vor
dem Ende stirbt. Hier hätte der Hersteller wirklich einiges besser machen
können. Allerdings bedeutet diese Tatsache auch, dass Genrekenner
ausreichende Herausforderungen in diesem Hack´n Slay-Spiel finden. Da dann
noch die gesamte Spielzeit relativ kurz ausfällt, kann man mit dem doch
recht heftigen Schwierigkeitsgrad gut leben. So agieren wir nun durch die
diversen Levels, sammeln nützliche Items, bauen unsere Waffe immer weiter
auf, kämpfen gegen unzählige Kreaturen und folgen der netten
Hintergrundgeschichte von Bestsellerautor Richard A. Knaar.
Technik:
Nintendos Wii wird von der Grafik nicht wirklich an seine Leistungsgrenze
gebracht. Die Levels sind recht karg mit Objekte bestückt und die Texturen
wirken matschig und nicht wirklich detailliert. Einzig die Weitsicht und
weiter entfernte Gegenden wirken ganz ansprechend. Auch mit den Effekten wie
das Schwert kann man ganz gut leben. Es sieht schon cool aus, wenn das
Flammenschwert geschwungen wird und auf die Gegner einprasselt. Ganz in
Ordnung ist auch das Design von den Figuren. Sie wurden ordentlich
modelliert und animiert. Trotz kleinerer positiver Aspekte kann die optische
Seite dennoch nicht als zeitgemäß bezeichnet werden. Andere Spiele haben
schon eindrucksvoller gezeigt, was alles in der heutigen Zeit möglich ist.
Etwas besser hat uns der Sound gefallen. Eine stimmungsvolle Musik ist
genauso vorhanden, wie viele Ingamegeräusche. Vor allem bei den Endgegnern
wird eine gute Stimmung aufgebaut. Mit der Kamera kann man auch zufrieden
sein. Grundsätzlich hat diese alles im Blick und so kann man seine
Widersacher gut erkennen und finden. Recht einfach ist die Steuerung
ausgefallen. Diese funktioniert mit der Wii-Remote recht gut, auch wenn eine
gewisse Verzögerung den Spielspaß doch schmälert. Ihr müsst schon frühzeitig
anfangen zu schwingen, damit die Bewegungen anschließend passend ausgeführt
werden. Auch die komplette Spielgeschwindigkeit hätte ein wenig dynamischer
ablaufen können. Alles wirkt irgendwie träge. Wirklich fordernd ist der
Schwierigkeitsgrad. Nur wer viel Geduld aufbringt wird gegen die diversen
Gegner und vor allem Endbosse bestehen können. Fasst man nun alles zusammen,
so kann man leider nicht wirklich mit der technischen Seite zufrieden sein.
Es gibt doch so einige Punkte, die das Gameplay negativ beeinträchtigen.
Fazit:
Dragon Blade: Wrath of Fire ist bei weitem kein Meilenstein in der
Videospielgeschichte. Das Gameplay ist leider sehr banal. Wir laufen mit
einem muskelbepackten Helden durch die Gegend und metzeln mit unserem brennenden
Schwert unzählige Gegnermassen nieder. Wirklich abwechslungsreich ist das
leider nicht. Hinzu kommt ein zum Teil ordentlicher Schwierigkeitsgrad bei
den Endgegnern. Anfänger werden hier echte Frustmomente durchleben. Einzig
erfahrene Genrekenner werden durch die gestellten Aufgaben angemessen
gefordert. Die Spiellänge ist dann ebenfalls etwas kurz ausgefallen. Nach
gut sechs bis sieben Stunden ist das Ende erreicht und da kaum
Spielvariationen angeboten werden, ist man nicht sonderlich motiviert, das
Spiel noch einmal einzulegen. Zumindest macht das Game am Anfang kurzweilig
Spaß. Wer also gerne
recht einfach gestrickte Actionspiele mag, diverse Kreaturen mit einem
Flammenschwert verdreschen möchte und eine kurze Spielzeit bevorzugt, der darf bei diesem Spiel
zuschlagen. Erwartet aber nicht zu viel von dem Game.
Features:
- Packende Hintergrundgeschichte von Bestseller Autor Richard A. Knaar,
einem der kreativsten und bekanntesten Schreiber von Warcraft und Diablo
- Mächtige Waffen, Zauber und Spezialattacken, grafisch opulent in Szene
gesetzt
- Steuerung maßgeschneidert für die Nintendo WII
- Eigenes Kampf- und Waffen Upgrade System
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