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Einleitung:
Mit Down in Flames kommt
ein neues Strategiespiel auf den deutschen Markt. Dabei handelt es sich um
die PC-Umsetzung des gleichnamigen Tischkartenspiels. Schon beim Kauf dürfen
sich Spieler freuen, denn das rundenbasierte Strategiespiel kostet gerade
einmal 29,99 Euro. Wir konnten das Spiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich
Down in Flames für Fans solcher Spiele lohnt, erfahrt ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wie nicht anders zu erwarten handelt Down in Flames von Luftkämpfen. Der
Spieler führt den Piloten (Leader) und seinen Flügelmann in diverse
Auseinandersetzungen. Dabei dürfen wir uns für eine der Nationen USA,
Deutschland, UK und Japan entscheiden. Unser Ziel ist es gegnerische
Flugzeuge abzuschießen und zu verhindern, dass unsere eigenen Flugzeuge
abgeschossen werden. Die Spielregeln sind denkbar einfach. Jeder Luftkampf
dauert sechs Runden, nach denen die Überlebenden nur noch wenig Treibstoff
haben und zur Basis zurückkehren müssen. Jede Runde ist dabei nochmals in 5
Schritte unterteilt: Flügelmann, Höhe, Pilot, Ablegen und Ziehen. Beim
ersten Schritt kann unser Flügelmann Karten ablegen. Ist dieses geschehen,
kann der Spieler entweder auf der derzeitigen Höhe bleiben oder auf die
nächst höhere Flughöhe klettern bzw. auf die nächst niedrigere Flughöhe
sinken. Dabei werden unsere beiden Flugzeuge die Flughöhe ändern. Nun darf
der Pilot Karten ablegen. Im vierten Schritt kann der Spieler keine,
irgendwelche oder sämtliche Karten ausspielen. Im Anschluss zieht unser
Pilot neue Karten. Sobald eine Runde vorbei ist, ist der nächste Spieler an
der Reihe. Nachdem alle anderen Spieler am Zug waren, sind wir wieder dran.
Sobald sämtliche Spieler die sechs Runden hinter sich haben, ist das Spiel
beendet. Sollte der Akteur jedoch bereits vor Ablauf aller sechs Runden
sämtliche gegnerische Jagdflieger vernichtet haben, kann er früher zur Basis
zurückkehren. Bei den Auseinandersetzungen werden selbstverständlich diverse
Fenster eingeblendet. Zum einen sehen wir unsere Flugzeuge und die des
Gegners. Außerdem finden wir in der rechten oberen Ecke des
Luftkampffensters Statistiken unseres Piloten. Alle Flugzeuge besitzen 2
unterschiedliche Statistiktabellen. Die eine Statistik zeigt an, wie gut erhalten
bzw. unbeschädigt ein Flugzeug noch ist, die andere hingegen, wie hoch die
Treffer bzw. der Verlust der Ressourcen ist. Im Mittelpunkt stehen natürlich
die Karten. Es gibt drei unterschiedliche Kartentypen: Aktion, Reaktion und
beides. Kommen wir erst einmal zu den Aktionskarten. Sind wir an der Reihe,
so ermöglichen die Aktionskarten die Durchführung einer Aktion. Diese Karten
können jedoch nicht gespielt werden, während unser Gegner am Zug ist. Die
Aktionskarten erlauben es uns, eine bessere Position gegenüber dem
feindlichen Piloten zu erlangen, die Flughöhe unseres Piloten anzupassen,
ein gegnerisches Flugzeug anzugreifen oder eine Extrasalve auf den
gegnerischen Flügelmann oder Bomber abzufeuern.
Reaktionskarten erlauben dann noch, auf eine von unserem Gegenspieler
abgelegten Karten zu antworten. Der Spieler darf diese Karte spielen, wenn
er an der Reihe ist oder wenn der gegnerische Spieler eine Karte gegen uns
gespielt hat, während er am Zug war. Jede Reaktionskarte kann nur auf
bestimmten Karten reagieren, einschließlich anderer Reaktionskarten. Dies
führt oft zu einer ganzen Reihe von abgelegten Karten. Als letztes gibt es
noch die Aktions- und Reaktionskarten. Diese Karten können sowohl eine
Aktion als auch eine Reaktion auf bestimmte andere Karten initiieren. Diese
Flexibilität macht diese Karten sehr schlagkräftig. Und so sieht es dann in
der Praxis aus. Der agierende Spieler startet eine Aktion, indem er eine
Karte spielt. Der Spieler, auf den die Karte abzielt, hat nun die Chance,
hierauf mit einer zu spielenden Karte zu kontern, wodurch wiederum der erste
Spieler mit einer Karte reagieren kann. Dies dauert so lange an, bis ein
Spieler nicht mehr kontern kann. Wenn hierbei der agierende, erste Spieler
als Letzter eine Karte ablegt, war seine anfängliche Aktion erfolgreich.
Legt hingegen der verteidigende Spieler die letzte Karte ab, so wird die
anfängliche Aktion ungültig. Das war allerdings noch nicht alles. Daneben
gibt es noch die Positionierung. Diese bezieht sich auf die relative
Position, die unser Pilot zum feindlichen Piloten einnimmt. Durch die Karten
Manövrieren, Immelmann und Schere, kann man dann die Position des Piloten
anpassen. Die Position des Piloten bestimmt, welche der gegnerischen
Flugzeuge von unserem Flugzeug durch Aktionskarten angegriffen werden kann.
Können wir eine feindliche Maschine angreifen, erscheint ein Fadenkreuz -
welches wir nun anklicken dürfen. Klingt alles ein wenig komplizierter, wie
es in Wirklichkeit ist. Schon nach wenigen Aktionen hat man das Spielprinzip
raus und die spannenden Luftschlachten können beginnen. Dann kann man sich
auch mit den tiefergreifenden Möglichkeiten - wie besondere Fähigkeiten
- beschäftigen. Nett ist dann auch noch, dass unsere Piloten - für das Fliegen
von Missionen und das Abschießen von feindlichen Flugzeugen -
Erfahrungspunkte erhalten. Neben dem Erwerb von zusätzlichen Fähigkeiten
erlauben die erworbenen XPs einem Piloten, bestimmte zuvor gesperrte
Flugzeuge seiner Nationalität zu fliegen. Außerdem erhalten wir für
absolvierte Missionen Orden und können in unserem Rang aufsteigen. Natürlich
kann man das Spiel nicht nur offline spielen. Neben einem üppigen
Einzelspielermodus besitzt das Spiel auch noch einen Mehrspielerbereich.
Hier dürfen wir Online oder Lokal mit anderen menschlichen Spielern diverse
Luftschlachten austragen.
Technik:
Die technische Seite sieht natürlich nicht sonderlich gut aus. Allerdings
kennt man das ja von solchen Spielen. Vor allem optisch wird nicht viel
gezeigt. Der Spieler wird vor allem Statistiken und Zahlen zu sehen
bekommen, die zumindest alle wichtigen Informationen beinhalten. Hinzu
kommen kleine Animationen und gut sortierte Menüs bzw. Schaltflächen. Auf
einem ähnlichen Niveau bewegt sich auch der Sound. Wir werden eigentlich nur
Funksprüche und Motorgeräusche zu hören bekommen. Die Steuerung ist dagegen
sehr gut ausgefallen. Alle Aktionen kann man schon nach wenigen Minuten
sicher ausführen und dank der übersichtlichen Anordnung hat man alles gut im
Blick. Etwas nervig ist eigentlich nur, dass dieses Spiel mit mehreren
Fenstern arbeitet. Es kommt nicht selten vor, dass wir in der Taskleiste
gleich fünf Objekte haben. Das hätte man eindeutig besser lösen können. Die
KI der Computergegner ist relativ gut ausgefallen. Hierdurch kann man sich
auch lange in dem Einzelspielermodus aufhalten. Daneben gibt es noch einen
ansprechenden Mehrspielerbereich. Fasst man nun alles zusammen, so kann
einen die technische Seite nicht wirklich vom Hocker hauen. Vor allem die
Präsentation ist nicht mehr zeitgemäß. Trotzdem ist das Gameplay ganz in
Ordnung.
Fazit:
Solche Spiele muss man natürlich mögen. Wer auf ein actionreiches Gameplay
steht, sollte lieber die Finger von dem Spiel lassen. Grundlegend ist die
Umsetzung des Kartenspiels aber recht gut gelungen. Das Spielprinzip wurde
ansprechend auf den Computer umgesetzt und so macht Down in Flames genauso
viel Spaß, wie das Original. Allerdings ist die Präsentation ein wenig mager
ausgefallen. Vor allem bei der Optik und dem Sound hätte der Hersteller mehr
machen können. Für diesen Spieltyp ist die Grafik aber ganz in Ordnung. Es gibt leider nur wenige Beispiele, die es besser gemacht haben.
Zumindest werden wir in dem Spiel gut sortierte und übersichtliche Menüs
vorfinden und so kann man sich sehr schnell in das eigentliche
Spielgeschehen stürzen. Dank zahlreicher Flugzeuge und Upgrades können
Spieler sich außerdem nicht nur im Solospielermodus lange aufhalten. Auch im
Mehrspielerbereich findet man viele Herausforderungen. Wer also schon immer
gerne das Kartenspiel Down in Flames auf dem Computer spielen wollte, hat
jetzt die Gelegenheit dazu. Dank eines ansprechenden Kaufpreises kann man
kaum etwas falsch machen. Allerdings erwartet jetzt nicht zu viel von diesem
Spiel.
Features:
- Fünf historische Kampagnen
- 4 kriegführende Nationen (Deutschland, Japan, USA und Großbritannien)
- historisch nachgebaute Flugzeuge
- Erfahrungssystem für jeden Piloten und Wingman
- Zahlreiche Luftkampfmanöver möglich für variables Gameplay
- Umfangreicher Onlinemodus für bis zu 4 Spieler
- Einzelspielermodus für schnelle Spiele zwischendurch.
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