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Einleitung:
Im August 2004 war es endlich soweit,
das heiß erwartete PC-Spiel Doom 3 kam in Deutschland auf den Markt.
Als das Spiel dann für Microsofts Xbox angekündigt wurde, war die
Freude bei vielen Konsolenspielern groß. Schließlich konnte das
Computerspiel durchweg gute Wertungen abstauben. Wir durften die
fertige Xbox-Version jetzt testen. Ob die Umsetzung des Horror-Ego-Shooters gelungen ist, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich werdet Ihr nicht grundlos in das Spiel geschickt. Der Spieler
schlüpft in die Rolle eines Marines. Er ist einer der härtesten und
abgebrühtesten Kämpfer der Welt. Für entscheidende Schlachten wurde er
bestens trainiert. Kaum haben wir uns zum Dienst in der
Marsforschungsstation der Union Aerospace Corporation gemeldet, da wird die
Basis auch schon von einer gewaltigen Dämoneninvasion heimgesucht. Als einer
der wenigen Überlebenden fällt uns die Aufgabe zu, unser gesamtes
Kampfgeschick gegen die dämonischen Horden einzusetzen. Wir müssen
herausfinden, was hier schief gelaufen ist und verhindern, dass sich dieses
Unheil weiter verbreitet. Wir sind der Einzige, der noch zwischen Himmel und
Hölle steht. Bevor es aber losgeht erblicken wir erst einmal das Hauptmenü.
Hier finden wir die Menüpunkte Campaign (Kampagne), Multiplayer
(Mehrspieler) und Settings (Einstellungen). Unter Settings dürfen wir wie
gewohnt alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Wer lieber den
Mehrspielerbereich bevorzugt, sollte den Multiplayermodus besuchen. Zum
einen ist ein Match mit Xbox Live über das Internet möglich. Wahlweise
dürfen wir auch über System Link ein Spiel gegen einen Freund wagen. Hier
können bis zu vier Spieler an einem Spiel teilnehmen. Am Anfang wird sich
jeder erst einmal auf den Einzelspielermodus stürzen. Somit starten wir die
Kampagne und aktivieren ein neues Spiel. Bevor es losgeht sollte der Spieler
noch den Schwierigkeitsgrad einstellen. Spielen wir Doom 3 auf einem
Schwierigkeitsgrad durch, so wird später der Modus Nightmare freigeschaltet.
Hier sollten sich nur Experten auf Monsterjagd begeben. Am Anfang
durchlaufen wir erst einmal einen Übungsbereich, wo wir uns mit der
Steuerung vertraut machen. Außerdem wir hier die Story mit kleinen Sequenzen
eingeleitet. Schon nach wenigen Minuten beginnt das Chaos und die ersten
Monster stürmen auf uns zu. Schnell zücken wir unsere Pistole und knallen
den ersten Untoten ab. Nach dem Anfang sieht die Station komplett anders
aus. Flackerndes Licht, zerstörte Ebenen und düstere Töne
treiben uns die Schweißperlen auf die Stirn. Immer wieder hören wir
schreckliches Gestöhne und verzweifelte Schreie lassen erahnen, was uns
gleich erwartet.
Auf der Station werden wir natürlich nicht frei durch alle Räume gehen
können. Immer wieder treffen wir auf verschlossene Türen oder Schränke, die
nur mit einem passenden Code geöffnet werden können. Dank unseres PDA
erhalten wir die passenden Infos. Daneben enthält das Gerät auch viele
Informationen und Sprachaufzeichnungen. Wie in solchen Spielen üblich dürfen
wir auf ein reichhaltiges Waffenarsenal zurückgreifen. Neben der Pistole
sind auch eine Shotgun und eine Machine Gun vorhanden. Daneben gibt es auch
Waffen wie die Soul Cube, die gleich ganze Massen von Gegnern ins Jenseits
schickt. Das Spiel lebt vor allem von der tollen Stimmung. Die Atmosphäre
ist einfach gigantisch. Wir bewegen uns durch düstere Gänge, die spärlich ausgeleuchtet sind. Nur vereinzelt treffen wir auf Lichtquellen die
einen Raum ausleuchten und so fürchtet man an jeder Ecke auf das Schlimmste
zu treffen. Das Spiel enttäuscht uns nicht und so werden wir permanent von
diversen Gegnern attackiert. Damit wir nicht nur im Dunkeln herumtappen hat
uns der Hersteller eine Taschenlampe spendiert. Allerdings hat diese einen
kleinen Nachteil. Wir sehen zwar in einem kleinen Kegel die Umgebung, müssen
aber dafür unsere Waffe ablegen. Nett wenn man dann über ein Monster
stolpert. Der Spieler sollte allerdings auch auf die Geräusche achten, denn diese
kündigen einen Gegner im Vorfeld an. Außerdem hat der Hersteller viele
Schockeffekte eingebaut. Derbe Schläge auf eine Tür oder plötzlich
auftretendes Lachen mit anschließendem Lichtausfall lassen die Hände schnell
feucht werden. Allerdings läuft das Spiel sehr linear ab. Aber das kennt man
ja von anderen Ego-Shootern. Da wir an jeder Stelle im Spiel sterben können
wurde eine Schnellspeicherfunktion eingebaut. Diese sollte der Spieler auch
ausgiebig nutzen. So durchforsten wir nun die düsteren Levels und knallen
alles ab, was sich bewegt.
Technik:
Die Grafik kann voll überzeugen. Dank Bump Mapping wirkt alles sehr
plastisch und realistisch. Hinzu kommen geniale Licht- und Schatteneffekte.
Selbst die Texturen sehen toll aus, auch wenn diese im Vergleich zur
PC-Version ein wenig schlechter rüber kommen. Für Xbox-Verhältnisse ist die
Qualität dennoch gut. Außerdem werden wir in sehr detailreichen Levels
agieren, die genauso gut aussehen wie die Animationen. Trotz der
bombastischen Grafik gibt es nur vereinzelte Ruckler - die kaum das Gameplay
beeinflussen. Der Sound ist sogar noch besser wie die Grafik. Hier wird der
Spieler so richtig verwöhnt. Vor allem durch die vielen Soundeffekte wird
eine düstere und beängstigende Stimmung erzeugt. Leider hat uns der
Hersteller keine deutsche Lokalisierung spendiert. Die Texte werden genauso
in englischer Sprache eingespielt wie die Sprachausgabe. Allerdings ist
dieses nicht ganz so schlimm, da die Story eher nebensächlich ist. Zumindest
wird man durch professionelle englische Sprecher entschädigt. Ebenso
zufrieden darf man mit der Steuerung sein. Diese wurde gut für die Xbox
umgesetzt. Schon nach wenigen Minuten kommt jeder mit der Lenkung klar und
so kann der Spielspaß sofort beginnen. Fasst man alles zusammen, so kann man
mit der Technik mehr als zufrieden sein.
Fazit:
Doom 3 macht auf der Xbox genauso viel Spaß wie auf dem PC. Der Hersteller
hat das Spiel wirklich gut umgesetzt. Wer allerdings bei dem
Horror-Ego-Shooter eine ausschweifende Story erwartet wird leider
enttäuscht. Eine Rahmenhandlung ist zwar vorhanden aber diese ist nur Mittel
zum Zweck. Genauso sieht es mit Rätseln oder der Abwechslung aus. Ihr lauft
wirklich nur durch die Levels und ballert alles ab. Wirklich schlimm ist
dieses nicht, denn das Spiel lebt vor allem von der Stimmung und der
erstklassigen Technik. Hinter jeder Ecke
vermutet man ein neues Monster und durch die vielen Schockeffekte kommt man
kaum von dem Spiel los. Neben dem Singleplayermodus kann man sich auch viele
Stunden im Mehrspielerbereich aufhalten. Wer gerne Egoshooter spielt muss
bei Doom 3 einfach zugreifen. Selten hat ein Spiel aus diesem Genre so viel
Spaß gemacht. Uns hat das Spiel sehr gut gefallen und daher können wir Doom
3 ohne Einschränkungen zum Kauf empfehlen. |