|
Einleitung:
Mit Domination erscheint
der Nachfolger des hoch gelobten rundenbasierten Strategiespiels Massive
Assault. Wieder knallt es zwischen der Phantom League und der Union Freier
Nationen. Das Spiel übernimmt so gut wie alle wichtigen Spielmerkmale des
ursprünglichen Massive Assault. Hinzu kommen vielfältige Spieloptionen,
sowie neue strategische Herausforderungen. Wir konnten das fertige Spiel
jetzt testen. Ob Domination Strategiefans wieder ansprechen kann, erfahrt
Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich darf bei so einem Spiel eine Rahmenhandlung nicht fehlen. Vor fünf
Jahren feierte die Union Freier Nationen ihren Sieg. Als glorreiche Heroen
gingen sie aus dem Kampfgetümmel hervor, die Phantom League zog mit
knirschenden Zähnen von dannen. Aber der Triumph entpuppte sich als
Illusion. Die Neuen Welten stehen wieder in Flammen, überall rasseln
Panzerketten und unbekannte Waffen verwandeln Hauptstädte in Schutt und
Asche. Den Generalstab der Union Freier Nationen trifft diese Attacke völlig
unerwartet. Neuentwickelte, tödliche Einheiten drängen die letzten
Überlebenden der Armee Union Freier Nationen zurück. Jetzt kommt die Zeit
der Gegenwehr. Der Spieler erlebt in dem Spiel taktisch und strategisch
vielseitige Sciencefictionschlachten zu Land, zu Wasser und in der Luft.
Fangen wir aber erst einmal ganz von vorne an. Das Spiel bietet neben einem
Mehrspieler- auch einen ausgiebigen Einzelspielermodus. Im Singleplayermodus
durchleben Strategen zwei große Kampagnen. Gut 20 Szenarien laden zu
tobenden Kugelwechseln ein. Im Mittelpunkt von Domination steht der
Karriere-Modus. Hier dienen sich Heißsporne vom einfachen Gefreiten zum
Feldmarschall hoch. In dem Spiel werden gut 36 unterschiedliche Einheiten in
die Schlacht geführt. Neben bekannten
Einheiten sind auch 10 neue vorhanden. Hierdurch ergeben sich noch
mehr strategische Möglichkeiten. Neben den normalen Truppen gibt es ab und
zu auch mal Einheiten die nicht zerstört werden dürfen. Dank einer
verbesserten Panzerung muss der Gegner schon einiges aufbieten um diese zu
vernichten. Trotzdem sollte der Spieler mit diesen Einheiten vorsichtig
umgehen, ansonsten ist eine Schlacht schnell verloren. Kommen wir nun zum
eigentlichen Spielprinzip. Das Spiel wird auf begrenzten Karten gespielt,
auf denen es Gebiete mit Gebäuden gibt. Im Spielgebiet werden nun die
Truppen am Anfang auf vorhandene Punkte platziert. Bei den Singleplayer-Kampagnen sind die Einheiten nach einer kurzen Story sofort auf
dem Spielfeld vorhanden. Spielt Ihr dagegen mit einem Freund, müssen die
Einheiten erst einmal frei gesetzt werden. Erst wenn die eigentliche Schlacht beginnt,
sieht man wo der Feind steht. Nun soll der Spieler
den Gegner besiegen. Das ist natürlich nicht ganz einfach, denn die
gegnerische Partei wird alles versuchen um dieses zu verhindern. Allen
Akteuren steht ein reichhaltiges Sortiment an unterschiedlichen Fahrzeugen
zur Verfügung. Je nach Kontostand dürfen Panzer, Raketenwerfer, Transporter,
Kampfroboter, Flugzeuge, Schiffe, Amphibienfahrzeuge, Spähfahrzeuge und so
weiter gekauft werden.
Jedes Fahrzeug hat unterschiedliche Eigenschaften wie Bewegungsradius,
Feuerkraft, Reichweite oder Panzerung. Hinzu kommen unterschiedliche Preise.
Starke Einheiten sind natürlich teurer wie schwächere Fahrzeuge. Die
Schlacht selber läuft rundenbasiert ab. Erst macht der eine Spieler seine
Züge inkl. Angriffe und dann ist der andere dran. Das hat im
Mehrspielermodus natürlich den Nachteil, dass Ihr so lange warten müsst bis
der Gegner fertig ist. Im Singleplayermodus kann man diese Phasen wahlweise
überspringen. Sind wir dran, so ziehen wir jedes einzelne Fahrzeug. Uns wird
dabei angezeigt auf welche Felder wir ziehen dürfen. Wichtig ist hierbei
auch noch das Gelände. Auf der Straße kommt Ihr mit Euren Fahrzeugen
schneller voran wie beispielsweise auf einem Berg. Hat sich der Gegner auch
noch an einer engen Stelle verschanzt, kann er gegen eine Übermacht recht
lange bestehen. Jede Einheit hat beim aktivieren einen Kreis, der angibt,
wie weit das Fahrzeug feuern kann. Ist ein Feind in dieser Reichweite dürfen
wir ihn angreifen. Allerdings muss der Spieler beachten, dass er nach dem
feuern nicht mehr ziehen darf. Macht Ihr mal einen nicht ganz so glücklichen
Zug ist das kein großes Problem. Jedes Fahrzeug kann mit der Undo-Funktion
zurückgesetzt werden. Nach einer Runde könnt Ihr erst einmal neue Einheiten
kaufen - wenn genügend Geld auf dem Konto ist. Es gibt für jedes besetzte
Land Punkte. Mit diesen darf der Spieler frische Einheiten erwerben. Punkte
gibt es allerdings nur für die Gebiete, die komplett von einem Spieler
beherrscht werden. So agiert Ihr nun in den vielen unterschiedlichen
Spielarten. Dabei machen die Mehrspielerduelle genauso viel Spaß wie die Singleplayermissionen. Das liegt vor allem an der guten KI, die oftmals sehr
überraschende Aktionen ausführt. Wie stark der Gegner wirklich ist, liegt
natürlich auch am Schwierigkeitsgrad. Gleich drei stehen hier zur Auswahl.
Somit werden Anfänger genauso eine Herausforderung finden wie Genrekenner.
Noch mehr Spaß machen die Duelle gegen menschliche Spieler. Diese spielen
natürlich anders wie ein CPU-Gegner. Egal welchen Spielmodus ihr
nun bevorzugt, es macht richtig viel Spaß, strategisch gegen seine Feinde
vorzugehen. Da sehr viele unterschiedliche Singleplayermodis vorhanden sind,
wird man sich auch sehr lange mit dem Spiel beschäftigen können. Nimmt man
noch den Mehrspielerbereich hinzu, kommt man locker auf über 100
Spielstunden.
Technik:
Die Grafik hat sich zum Vorgänger nur leicht verbessert. Man hat zwar bei
anderen Strategiespielen schon besseres gesehen, aber das gezeigte reicht
aus um das Gameplay gut zu unterstützen. Der Hersteller hätte allerdings ein
paar hochauflösendere Texturen verwenden können und ein paar Details mehr
auf der Spielkarte hätten ebenfalls nicht geschadet. Zumindest werden wir
viele Licht- und Schatteneffekte zu sehen bekommen. Actionreiche Explosionen
fehlen genauso wenig wie annehmbare Animationen. Der Hersteller hat noch
versucht, durch Kamerawechsel mehr Atmosphäre in das Spiel zu bekommen. Vor
allem wenn eine Einheit ausgelöscht wird, schwenkt die Kamera an das
Geschehen heran. Am Anfang ist dieser Effekt noch ganz witzig aber nach ein
paar Stunden stören diese Kamerafahrten nur noch. Mit dem Sound kann man gut
leben. Zum einen wird eine passende Musik eingespielt. Diese klingt genauso
ansprechend wie die deutschen Synchronstimmen. Außerdem werden wir immer
- passend zum Geschehen - nette Soundeffekte hören. Mit der Steuerung wird sich
jeder schnell anfreunden können. Diese ist schnell erlernt und habt Ihr
schon ein paar Erfahrungen in diesem Genre gesammelt, werden alle Aktionen
flüssig von der Hand gehen. Fast man alles zusammen so kann man mit der
gebotenen Technik durchaus zufrieden sein.
Fazit:
Domination kann im Single- aber auch im Multiplayerbereich überzeugen. In
beiden Spielmodis werden viele unterschiedliche Spielarten, Einheiten und
Karten angeboten. Trotz der Neuerungen ist das einfache Spielprinzip gleich
geblieben. Spieler die
Massive Assault kennen werden sich sofort wohl fühlen. Einzig bei der Grafik
hätte der Hersteller ruhig etwas mehr machen können. Da aber die Matches
sehr spannend ablaufen, kann man großzügig über dieses kleine Manko
hinwegsehen. Einen Vorteil hat die Optik - man darf das Spiel auch schon mit
einem etwas schwächeren Rechner spielen. Wer also einfache aber spannende
Strategiespiele mag darf bei diesem Spiel ruhig zuschlagen. Uns hat das
Gameplay sehr gut gefallen und daher können wir Domination auch zum Kauf
empfehlen.
Features:
- Innovatives "Secret Allies"-Konzept
- 2 große Kampagnen, eingebettet in eine spannende Rahmenhandlung
- 20 nicht-lineare Szenarien, 10 Planeten für ein Weltkriegs-Modus
- Neuer Assault- und Karriere-Modus
- Alle Truppenbewegungen, Feuer und Explosionen in lebendigen 3D-Animationen
- 36 detailliert dargestellte Einheiten mit individuellen Einheiten für jede
Fraktion
- Ausgereifte K.I. mit variablem Schwierigkeitsgrad
- Wiederholung von spektakulären Szenen in Zeitlupe mit rasanter
Kameraführung
- Zufallsgenerierte Karten mit politischen Fraktionen
- K.I., Hot Seat, LAN- & Internet-Spielmodi
|