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Einleitung:
Aus
dem Haus Strategy First kommt ein neues Rundenbasiertes Strategiespiel auf
dem Markt. Diese Art von Strategiespiele gibt es nicht sehr oft auf dem
Markt, die wenigen, die es aber gibt, sind dafür um so besser. Die
beliebtesten und kommerziell erfolgreichsten Spiele dieser Art sind
wahrscheinlich die Spiele aus der Civilization-Reihe. Für
Fantasty-Liebhaber gibt es auch noch die sehr gute Heoros of Might &
Magic-Serie, von der gerade ein vierter Teil in Arbeit ist. Doch nun will
ein neuer Vertreter dieses Genre erobern: Disciples 2: Dark Prophecy das
genau diese Sparte angreift!
Zum
Spiel:
Das
Vorbild von Disciples 2: Dark Prophecy ist ganz klar Heoros of Might &
Magic 3.
Das Spiel hat eine typische Fantasty-Story. Das Handlung spielt zehn
Jahre nach dem großem Krieg, den das Menschenimperium siegreich beendet
hat. Doch das Imperium verfällt in Dekadenz und genau zu dieser Zeit
sammeln die alten Feinde wieder Kraft: Die zerstreuten Zwergenstämme
sammeln sich, Untote steigen aus den Gräbern und richten Unheil an und die
verdammte Legion mit ihren Dämonen stiftet reichlich Chaos. Das Imperium
muss diese Feinde wieder in die Flucht schlagen!
Im
Hauptmenue kann man zwischen "Ein-Spieler" und
"Mehrspieler" auswählen. Beim Mehrspieler kann man gegen
menschliche Gegner über LAN oder Internet antreten. Als Einzelspieler kann
man eine Vielzahl von Optionen auswählen. Darunter die
Menuepunkte "Neues Spiel" zum spielen einer neuen Kampagne,
"Neues Einzelspiel" wo man unterschiedliche Szenarien auswählen
kann und zum Schluß noch den Menuepunkt "Eigene Kampagne". Beim
letzten Punkt kommt der Akteur zu einem Editor um eigene Welten zu
erschaffen.
Zu
Beginn einer Partie wählt der Spieler zuerst ein Volk und anschließend eine
Klasse (Kriegs-Lord, Magier-Lord oder Gildenmeister-Lord) aus.
Diese Klassen bedeuten unterschiedliche Fähigkeiten im Spiel wie
z.B. das man zwei Zauber pro Tag, sich regenerierende Gebäude oder bessere
Diebe hat. Nach einem anschließenden Briefing kann
das Spiel beginnen.
Im
Spiel merkt man deutlich, dass von Heoros 3 abgeschaut wurde. Man beginnt
mit einer Stadt und einem Held, umgeben von einer mit Kriegsnebel verdeckten
Karte. Den Anfangshelden kann der Spieler mit ein paar Einheiten und
Artefakten ausstatten und die Fantasy-Welt erkunden. Das Spiel ist in
Schritten und Runden aufgeteilt. Wenn die Schritte verstrichen sind beginnt
die nächste Runde. Dabei steht eine Runde für ein Tag.
Wenn
die Runden so verstreichen, wirst man feststellen, dass sich von der ersten
Stadt ein neuer Bodenbelag über das Land ausbreitet. Denn in Disciples
2 hat jedes Volk seinen eigenen Boden. Das Menschenimperium fühlt sich auf
grünen Wiesen wohl, die Zwerge haben eisige Wüste, die Legion bevorzugt
Lava und die Untoten verrottetes Ödland. Auf dem eigenen Boden bewegen sich
die Einheiten viel schneller als auf neutralem oder gar feindlichem Boden.
Außerdem bringen Goldminen und Manaquellen nur dann Ressourcen ein, wenn
sie auf eigenem Boden stehen. Damit der Spieler nicht ewig warten muß, bis
er an seine Rohstoffe kommt, können bestimmte Helden Standarten
aufstellen, von denen sich auch der Boden ausbreitet.
Soldaten
dürfen in Disciples 2 nie alleine die Welt erkunden. Immer müssen sie brav
ein Held begleiten. Am Anfang kann jeder der drei Standardhelden Kämpfer,
Magier und Aufklärer nur drei Soldaten mitnehmen, aber mit steigender
Erfahrung werden es mehr. Stirbt einer der Helden während eines Gefechtes,
kann man ihn wiederbeleben, außer wenn der Rest der Truppe auch gestorben
oder geflohen ist.
In
den Kämpfen sammeln auch die normalen Kämpfer Erfahrung. Helden bekommen
bei einem Levelaufstieg neue Fertigkeiten oder werden stärker, die Soldaten
mutieren aber zu einer neuen, stärkeren Einheit. Das Ergebnis der Mutation
ist abhängig von den Gebäuden, die der Akteur in seiner Hauptstadt baut.
So wird aus einem Zwerg entweder ein Veteran, der im Nahkampf stark ist oder
ein Gebirgsjäger, der Eisgeschosse durch die Gegend wirft. Damit die
Einheiten nicht schon vor der vierten Upgradestufe ins Gras beißen, kann
man sie zum Glück nach den Kämpfen von ihren Wunden heilen.
In
den Kämpfen wechselt Disciples 2 von den isometrischen 2D-Weltkarte in
einen eigenen Kampfbildschirm. Links steht dort der Angreifer und rechts der
Verteidiger, jeweils in zwei Reihen. Vorne stehen die Nahkämpfer, hinten
die Fernkämpfer. Nahkämpfer dürfen Fernkämpfer erst attackieren, wenn
alle gegnerischen Nahkämpfer getötet sind. Angegriffen wird einfach per
Linksklick, laufen können die Krieger im Kampf nicht, völlig egal wo die
Einheit steht, man kann sie sofort angreifen. Es gibt nicht wie in Heoros 3
eine Gegenattacke und da jeder getroffene Schlag maximalen Schaden
anrichtet, ist die Zugreihenfolge äußerst wichtig.
Vier
Kampagnen erwarten den Spieler, für jeden Volk eine. Die Story wird dabei
aus dem Blickwinkel jedes Volkes anders, und der Anreiz das Spiel öfters
durchzuspielen ist enorm groß, da die Story auch in den Missionen sehr gut
erzählt wird, die Missionen sind sehr stark geskriptet. Nach dem durchspielen der vier Kampagnen, locken Einzelspielszenarien und der
Multipalyer-Modus auf den Spieler. Erstere sind noch spannend und können
auch noch einige Zeit unterhalten, aber der Multiplayer hat das
Genre-typische Problem der hohen Wartezeiten, bis der andere Spieler fertig
ist. Freundlicherweise braucht nur über das Internet jeder Spieler seine
eigene CD, im LAN reicht eine CD für vier Computer aus. Wer keine Lust aufs
vernetzen hat, kann Discilpes 2 auch an einem PC spielen.
Technik:
Dem
Spieler erwartet ein grafisch sehr ansprechendes Spiel, das alles bietet was
man sich von so einem Spiel wünscht. Selten hat man solch liebevoll und
eindrucksvoll gestaltete Charaktere in einem Spiel gesehen. Auch die teils
animierten Hintergründe, Menüs und Kämpfe sind grafisch ebenfalls ein
echter Augenschmaus und es wurde nicht mit Details gegeizt. Der Sound ist
ebenso passend wie stimmungsvoll und fügt sich wunderbar in die Gesamtpräsentation
des Spiels ein. Die Steuerung ist einfach gehalten, so das man schnell damit
zurecht kommt. Nach einem kleinen Blick ins Handbuch versteht man auch das
ganze Spielsystem so das kaum Fragen aufkommen.
Fazit:
Dieses
Spiel ist ein Pflichtkauf für alle Fans von Rundenbasierten
Strategiespielen. Aber auch Fantasy-Liebhaber werden Ihre Freude haben. Das
Verhältnis zwischen Übersichtskarte und Kämpfen ist genau richtig. Grafik
und Story können ebenfalls überzeugen. Einzig allein die Kämpfe selber
sind ein Kritikpunkt. Sie sind sehr einfach gehalten und man hätte sich ein
wenig mehr Eingreifmöglichkeiten gewünscht. Trotzdem wird das Spiel lange
Spaß machen.
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