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Einleitung:
Geht es um das Thema
Rollenspiele, so kommt man an Final Fantasy VII nicht vorbei. Viele
Genrefans bezeichnen das PSOne-Rollenspiel immer noch als das
eindrucksvollste Game. Neben dem Helden Cloud gab es noch viele weitere
charismatische Figuren. Einer davon war der mysteriöse Charakter Vincent
Valentine. Mit diesem starten wir nun in die inhaltliche Fortsetzung des
legendären PlayStation-Rollenspiels. Allerdings handelt es sich bei dem
neusten Square-Enix-Spiel nicht um ein RPG, sondern um ein Action-Shooter.
Wir konnten uns Dirge of Cerberus: Final Fantasy VII jetzt genauer ansehen.
Ob sich die Anschaffung für FF VII-Fans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Selbstverständlich kommt Dirge of Cerberus: Final Fantasy VII nicht ohne
eine anständige Story aus. Der Spieler übernimmt die Rolle des mysteriösen
Charakters Vincent Valentine und steht einer zwielichtigen
Militärorganisation namens "Deepground" gegenüber. Einst gehörten diese
Soldaten zu einem von Shinras geheimsten Projekten, doch nach der Zerstörung
der Hauptstadt Midgar wurden sie unter den Ruinen und Trümmerfeldern
vergessen. Jetzt muss sich Vincent Valentine mit seiner bewährten
Cerberus-Pistole dieser neuen Bedrohung stellen. Bevor wir uns in das
Actionspiel stürzen, das gut drei Jahre nach dem berühmten Rollenspiel
angesiedelt ist, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das
Spiel gestartet wurde, erscheint ein einführendes Intro. Im Anschluss finden
wir uns im Hauptmenü wieder. Hier erblickt der Spieler die Menüpunkte
"Spielstart", "Tutorial-Menü" und "Zusätzliche Features". Unter letzterem
kann sich der Akteur Videosequenzen, Charakter-ansichten, Sound- und
Grafikgalerien ansehen. Hinzu kommen zusätzliche Missionen, die allerdings
am Anfang noch nicht zugänglich sind. Die über 40 Levels darf der Spieler
erst dann angehen, wenn er diese im Spiel freigeschaltet hat. Zu Beginn
solltet Ihr Euch erst einmal in den Übungsbereich begeben. Hier werden einem
das Spielprinzip und die Steuerung gut beigebracht. Hat der Spieler sich im
Tutorial ein wenig aufgehalten, so darf er ohne große Sorgen in den
eigentlichen Spielmodus wechseln. Nachdem wir im Hauptmenü auf Spielstart
gedrückt haben, muss man den Schwierigkeitsgrad (Normal oder Schwer)
bestimmen, einen Speicherpunkt festlegen und die Konfiguration anpassen.
Anschließend folgt ein einführendes Intro. Dieses leitet das Spiel passend
ein. Die Videos werden übrigens in englischer Sprache und deutschem
Untertitel wiedergegeben. Wie man es von Square-Enix-Spielen kennt, ist der
Film nicht nur sehr beeindruckend, sondern auch relativ lang. Im Spiel
selber werden wir dann vor allem Ingame-Sequenzen zu sehen bekommen, die
ebenfalls die Story ordentlich erzählen. Hin und wieder gibt es aber auch tolle gerenderte Movies. Nachdem unser Augen beglückt wurden, starten wir
nun endlich in das Spiel. Ihr schlüpft in die Haut von Vincent Valentine,
der ziemlich actionlastig gegen seine Feinde vorgeht. Wer jetzt glaubt, viele
bekannte Orte aus dem Rollenspiel wieder zu sehen, wird leider
enttäuscht werden. Es sind zwar ein paar vorhanden, ansonsten agieren wir
aber in komplett neuen Umgebungen.
Unser Held muss in dem Spiel mit geballter Feuerkraft gegen seine
Widersacher vorgehen. Daneben kann unser Held auch im Nahkampf Gegner ausschalten. Da bis
auf zwei Grundkombos (Luft und Boden) aber keine weiteren Aktionen möglich sind,
greift man notgedrungen lieber zur mächtigen Waffe. Mit dieser
zielen wir recht grob auf unsere Gegner. Wird ein Fadenkreuz eingeblendet,
kann der Spieler auf den Feuerknopf drücken. Der Rest geht vollautomatisch
und so ist das abknallen kein großes Problem. Wer es ein wenig schwieriger
mag, darf übrigens die Zielfunktion ändern. Dann ist auch das
halbautomatische Zielen möglich. Unsere Waffe bzw. das Waffensystem kann man
insgesamt als gelungen ansehen. Wir agieren grundlegend mit einer Waffe, die
sich mächtig aufrüsten lässt. Mit der Zeit finden wir im Spiel Upgrades
wie z.B. Zielfernrohre oder diverse Läufe. Mit diesen modifizieren wir unseren Schießprügel. Je nach Gegner und Situation, soll der Spieler nun
seine Waffe umrüsten. Dabei tauschen wir z.B. Durchschlagskraft gegen eine
erhöhte Feuerrate oder größere Reichweite. Da man zwischen den Waffen
wechseln darf, ist im späteren Spielverlauf für jeden Feind ein passender
Schießprügel in unserem Sortiment. Das klingt recht interessant, ist es auch
… zumindest am Anfang. Im späteren Spielverlauf findet unser Held aber immer weniger
Teile und so ist das Arsenal schnell gefüllt. Jetzt gibt es kaum etwas Neues
zu entdecken, sondern wir können uns nur noch mit der Modifizierung
beschäftigen. Daneben gibt es auch noch unterschiedliche Munition. Neben der
Standartladung gönnt man uns auch Munition, welche auf die Grundelemente
Feuer, Eis und Blitz verweisen. Diese werden wie ganz normale Muni
abgeschossen. Futter für unsere Waffe und viele weitere Objekte - wie Heilpacks
- finden wir
übrigens im Spiel. Abgeschossene Feinde lassen Objekte genauso liegen, wie
nützliches Gil. Mit der erhaltenen Währung kann der Spieler dann nette
Gegenstände - wie weitere Aufrüstungen für die Waffen - kaufen. Das war
natürlich noch nicht alles. Das Geld darf man auch für Tränke und andere
Hilfsmittel ausgeben. Letzteres nehmen wir z.B. ein, wenn unsere Spielfigur
schaden nimmt. Die Shops selber finden wir hin und wieder im Spiel oder am
Ende eines Levels. Daneben kann sich unser Held auch noch in ein Monster
verwandeln. Der Zustand hält leider nicht lange an und so ist das Vergnügen
schnell vorbei. Ab und zu erledigt
der Spieler dann noch kleinere Aufgaben mit der Katze Caith-Sith. Die
Einsätze beziehen sich allerdings nur auf kurze Stealth-Einlagen. Anschließend
geht es mit Vincent weiter. Dieser soll sich dann noch in fast jedem Level
einem Bosskampf stellen. So agieren wir durch die unterschiedlichen
Abschnitte, knallen alles ab, rüsten unsere Waffen auf und verfolgen die
minutenlangen Sequenzen. Das ganze endet dann nach gut 10 Stunden Spielzeit.
Technik:
Die technische Seite ist leider ein zweischneidiges Schwert. Zum einen wäre
da die tolle Präsentation. Man gönnt uns minutenlange Filme, die zum einen
aus erstklassigen Renderfilmen und zum anderen aus Ingamemovies bestehen.
Diese erzählen sehr gut die Story. Daneben gibt es die Spielegrafik, die
aktuellen Titeln hinterher hinkt. Wir agieren in recht statischen
Umgebungen, die nur wenige Details aufweisen. Außerdem wirkt alles irgendwie
gleich und trist. Hinzu kommen matschige Texturen und kleinere Effekte. Nett
ist zumindest, dass wir einige Charaktere aus dem FF-Universum begegnen.
Gerade Fans des Rollenspiels werden sich darüber bestimmt freuen. Allerdings
werden wir diese nicht spielen können und so beschränkt sich unser Handeln
fast ausschließlich auf Vincent. Dieser wurde zumindest ordentlich
modelliert und animiert. Etwas unverständlich ist aber, dass wir kaum etwas
mit unserem Helden machen können. In den Filmen wird immer wieder
eindrucksvoll gezeigt, wozu dieser Mann fähig ist. Akrobatische Sprung- und beeindruckende
Schusseinlagen lassen uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Anschließend im
Spiel kommt die große Ernüchterung, denn bis auf banales abfeuern unser
Waffen und kleine Doppelsprünge zeigt unser Held kaum etwas von seinen
Fähigkeiten. Noch nicht einmal anständig ausweichen oder eine Seitwärtsrolle
kann er machen. Die Gegner strotzen auch nicht mit Vielfalt. Variationen
gibt es leider kaum und so begegnen wir immer wieder den gleichen
Kontrahenten. Zumindest gönnt man uns hin und wieder Bossgegnern, die um
einiges eindrucksvoller rüber kommen. Mit dem Sound kann man voll zufrieden
sein. Viele Ingamegeräusche sind genauso vorhanden, wie stimmungsvolle
Musik. Selbst die Waffen klingen authentisch und so hört man den Schüssen gerne zu.
Professionell sind auch die englischen Synchronsprecher. Eine deutsche
Sprachausgabe gönnt man uns leider nicht. Zumindest darf man alles über
deutschsprachige Texte nachlesen. Die Steuerung ist grundlegend in Ordnung.
Das liegt zum einen daran, dass unser Held wenig machen kann. Hierdurch ist
das Pad nicht überladen und der Spieler erlernt schnell die Lenkung. Hinzu
kommt eine kinderleichte Zielfunktion. Das anvisieren eines Gegners klappt
auf Anhieb und so vergeudet man kaum Munition. Die Kamera darf der Spieler
außerdem in jede Richtung justieren. Da der Akteur den
Blickwinkel frei einstellen darf, verliert man nur selten den Überblick. Die
KI der Gegner ist mehr als mager. Feinde zeigen kaum intelligente Handlungen
und so sind nur die Bosskämpfe eine Herausforderung für uns. Fasst man alles
zusammen, so gibt es doch einige Kritikpunkte bei der Technik.
Fazit:
Dirge of Cerberus: Final Fantasy VII hätte ein wirklich gutes Spiel werden
können. Fantastische Intros sind genauso vorhanden, wie eine ansprechende
Story. Allerdings scheitert das Spiel an der Technik. Die Optik ist genauso
durchschnittlich wie das Gameplay. Grundlegend muss
der Spieler immer wieder das gleiche machen und wirklich frei kann er sich
auch nicht in den Levels bewegen. Unser Held agiert in sehr gradlinigen
Spielabschnitten, die kaum Abwechslung anbieten. Zumindest ist das
Waffensystem interessant und so macht es gerade am Anfang sehr viel Spaß,
passende Waffen zu bauen. Im späteren Spielverlauf kommen allerdings kaum
noch neue Upgrades hinzu
und so kann man sich nur noch auf die Gegner konzentrieren. Diese verhalten
sich leider sehr unmenschlich. Währen nicht die Bosskämpfe, so würde man
kaum auf erwähnenswerten Widerstand treffen. Zumindest werden wir durch die
vielen langen Sequenzen ein wenig entschädigt. Wer jetzt glaubte, dass Dirge
of Cerberus: Final Fantasy VII an die Klasse des Rollenspiels herankommt,
den müssen wir leider enttäuschen. Das Spiel ist leider nichts anderes, wie
ein mittelmäßiger Actionshooter im Final-Fantasy-Universum. Wer in dieser
Welt unbedingt mal ballern wollte, der wird mit dem Game bestimmt ein paar spaßige
Stunden verbringen. Alle anderen werden wohl keine großen Luftsprünge
machen, wenn sie hier zuschlagen. Zumindest reißt Euch das Spiel kein großes
Loch in den Geldbeutel. Gerade einmal 35 Euro verlangt man für das Spiel,
was voll in Ordnung geht.
Feature:
- Beeindruckende Zwischensequenzen und Bosskämpfe, 46 neue Bonusmissionen
- Wiederkehrende Helden aus dem Originalspiel und dem CGI-Anime Advent
Children
- Inhaltliche Fortsetzung des legendären PlayStation-Rollenspiels Final
Fantasy VII
- Besiege den Gegner mit beeindruckenden Schussangriffen aus der Luft und
vernichtenden Nahkampfkombos
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