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Einleitung:
Japanische Hersteller hatten bis jetzt keinen großen Wert darauf gelegt,
dass ihre Spiele auf der Xbox erscheinen. Um so erfreulicher ist für Xbox
Besitzer die Tatsache, dass nun Capcom das Spiel Dino Crisis 3 exklusiv für
Microsofts Konsole bringen wird. Das Spiel konnte vor allem auf Sonys
Playstation die Massen begeistern und so wird es einige Spieler geben die
sich auf den dritten Teil des Actionspiels freuen. Wir konnten jetzt die
fertige Xbox-Version testen. Ob sich das Spiel für actionbegeisterte Spieler
lohnt erfahrt Ihr in unserem Review:
Zum Spiel:
In dem Spiel wird der Spieler in das Jahr 2548 versetzt. Das Raumschiff
Ozymandius, das seit drei Jahrhunderten vermisst wird, taucht ohne
Vorwarnung wieder auf und nimmt Kurs auf die Erde. Als Mitglied einer
intergalaktischen Marine-Gruppe ist der Spieler nun mit der Untersuchung
dieses Vorfalls betraut worden. Im Vorfeld muss man wohl erwähnen das Dino
Crisis 3 nichts mit den ersten beiden Teilen zu tun hat - auch wenn Dino
Crisis Fans bestimmt wissen was mit der Crew geschehen ist. Ihr schlüpft nun
in die Rolle des Söldners Patrick. Schnell stellt Ihr fest das Dinosaurier
das Raumschiff erobert haben. Diese sind nicht gerade freundlich gestimmt
und so müsst Ihr Euch mit allen Mitteln verteidigen. Zum Glück kann Euer
Held auf ein reichhaltiges Waffenarsenal zurückgreifen. Dieses reicht vom
Maschinengewehr über Streulaser bis hin zu Energieprojektilen. Mit diesen
Mitteln müsst Ihr nun die Urviecher aus dem Weg räumen. Diese martialische
Aufgabe wird allerdings nicht allzu schwer gemacht, denn Zielen wird der
Held durch die Auto-Funktion von selber.
Reichen Euch die normalen Waffen nicht aus so könnt Ihr auch so genannte
Wasps nutzen. Wasps sind kleine Roboter die selbstständig durch die 3D Räume
fliegen. Wird ein Ziel entdeckt erledigt sich das Problem von selbst. Reicht
die Feuerkraft mal nicht aus und es wird wirklich brenzlig so könnt Ihr
immer noch Euer Jetpack nutzen. Mit diesem dürft Ihr Euch aus der
Gefahrenzone entfernen. Das ist aber nicht die einzige Aufgabe des Jetpacks,
denn auch für diverse Sprungeinlagen wird dieser benötigt. Neben der Action
muss der Spieler auch noch obligatorische Rätsel lösen. Diese bestehen aus
Schalter- aber auch Puzzlerätseln die das Spielgeschehen ein wenig
auflockern. Euer Auftrag wird auch erschwert, da Ozymandius bewegliche
Sektionen besitzt und um den richtigen Weg zu finden müssen diverse
Computerterminals bedient werden. Hierbei gilt das versperrte Wege später
frei werden können, da sich die Umgebung ändern kann. Das kann natürlich ein
wenig verwirrend sein aber da der Hersteller an eine passende Karte gedacht
hat wird der Spieler sich damit schon einigermaßen zurecht finden. Weitere
Hilfe bekommt der Spieler dann auch noch durch die Speicherpunkte. Hier darf
man Textmitteilungen nachlesen und Heilpacks oder Munition kaufen. Außerdem
werden an diesen Punkten auch Datenblätter angeboten, die über die
Dinosaurier informieren. So darf nun der Spieler gegen die Übermacht
antreten.
Technik:
Das größte Problem bei dem Spiel ist wohl die automatische Kamera. Zwar kann
man auch manuell in eine Egoperspektive schalten und dann sich frei
umschauen, aber das hilft kaum weiter, wenn der Held von Dinosauriern gejagt
wird oder vor Sprungeinlagen verzweifelt. Die Kamera schwenkt pausenlos in
diverse Richtungen und der Spieler hat keine Möglichkeit diese selber
einzustellen. Besonders schlimm wird es, wenn das Jetpack zum Einsatz kommt.
Dieser alleine ist schon eine Herausforderung und da dann noch eine Kamera
hinzu kommt, die alles noch problematischer macht, sind Frustmomente schon
vorprogrammiert. Ein weiteres Problem ist das Leveldesign. Schnell verliert
man die Orientierung und rennt wahllos umher um zu sehen wo es weiter geht.
Aber nicht alles ist schlecht an dem Spiel. Technisch bietet es auch so
manche positive Aspekte. So sind z.B. die Optik und die Effekte recht gut
gelungen. Hinzu kommen die nett dargestellten Räume mit den hochglänzenden
Texturen. Am meisten wir aber einen die Dinopracht ins staunen bringen.
Diese wurden wirklich gut in Szene gesetzt. Gute Animationen sorgen dafür,
dass sie fast echt aussehen und wenn man dann noch den Sound hört fängt das
Zittern schnell an. Schade nur, dass ansonsten recht viel vergeigt wurde.
Neben oben genannten Punkten kommt auch noch hinzu, dass sehr oft geladen
wird. Wenigstens wird der Spieler mit guten Intros entschädigt. Trotzdem
bleibt der Beigeschmack der insgesamt nicht ausgereiften Technik.
Fazit:
Dino Crisis 3 hätte das Zeug dazu ein wirklich gutes Spiel zu werden. Leider
wird daraus nichts, denn zu viele technischen Macken sorgen dafür, dass der
Spielspaß schnell absinkt. Das fängt vor allem bei der Kamera an und hört
beim Leveldesign auf. Wenigsten bekommt man schöne Umgebungen und vor allem
Dinosaurier zu sehen. Wenn der Spieler dann noch die schwierigen Jetpack
Einlagen übersteht wird er neben den kleinen Rätseln vor allem eines machen
- ballern was die Waffen hergeben. Man muss aber zugeben, dass dieses
wirklich Spaß macht, denn die Gegner in Form von Dinosauriern sind wirklich
gut gelungen. Ab und zu wird man dann noch mit einen guten Intro für die
Mühen belohnt, so dass sich der Spieler immer wieder aufraffen kann weiter
zu machen. Wenn das Spiel nur ein wenig besser bei der Technik wäre hätte es
das Potenzial zu mehr gehabt. So ist es leider nur ein mittelmäßiges Spiel
was aber trotzdem ein wenig Spaß bringt. Dino Crisis 3 empfehlen können wir
vor allem den Actionfans die bei problematischen Kameraeinstellungen nicht
die Nerven verlieren. Alle anderen dagegen werden wohl schnell die Lust
verlieren.
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