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Einleitung:
Aktuell kommt der
Hollywood-Blockbuster Beowulf von Paramount Pictures und Shangri-La
Entertainment in die deutschen Kinos. Passend dazu veröffentlicht Ubisoft
das Actiongame "Die Legende von Beowulf: Das Spiel". Erscheinen wird das
Game übrigens für Playstation 3, Xbox 360, PC und Sony PSP. Wir konnten
jetzt die fertige Version für Microsofts Next-Gen-Konsole ausgiebig testen.
Ob sich das Xbox 360-Spiel nicht nur für Filmfans lohnt, erfahrt Ihr in
unseren Review.
Zum Spiel:
Wir schlüpfen in dem Spiel in die Haut von Beowulf, dem legendären
nordischen Krieger mit der Stärke von 30 Männern. Arrogant, egozentrisch und
gierig nach Ruhm und Gold begeben wir uns auf die Reise nach Dänemark, um
ein blutrünstiges Monster zu jagen, das Verwüstung über das eisige Land
bringt. Aber das Böse überlebt und wir schließen einen Pakt, um noch mehr
Ruhm und den dänischen Thron zu beanspruchen. Als König muss der Spieler den
Konsequenzen unserer bestialischen Taten ins Auge sehen, auch wenn sich der
Krieg wie ein Schleier langsam über das Land legt. Ihr führt nun Eure Recken
in die Schlacht, um Feinde zu zerschmettern und Titanen aus uralten Zeiten
zu fällen, die unser Königreich und unser Volk zu bedrohen suchen. Bevor wir
mit dem unerschrockenen Helden in den Kampf ziehen, wollen wir erst einmal
das Hauptmenü besprechen. Dieses erscheint direkt nach dem Spielstart. Hier
findet ihr die Punkte "Neues Spiel", "Extras" und "Optionen". Unter zu letzt
genannten Punkt dürft Ihr wie gewohnt alle Einstellungen wie Grafik, Audio
oder Steuerung Euren Bedürfnissen anpassen. Nett ist auch der Bereich
Extras. Dort verstecken sich Trophäen, Bonusmaterial und eine nette
Filmvorschau. Bevor wir allerdings alles betrachten können, müssen so einige
Sachen im Hauptspiel erledigt werden. Daher starten wir ein neues Spiel und
nachdem man den Schwierigkeitsgrad (Recke/Legende) bestimmt hat, wird die
Steuerung anhand eines einfachen Bildes schnell erklärt. Es folgt das
obligatorische Intro in Spielgrafik, das uns stimmungsvoll in das Game
bringt. Jetzt durchlaufen wir ein paar Übungsaufgaben, die uns
das Spiel und die Steuerung näher bringen. Es wird schnell klar, das unser
spielbarer Held mehr kann, wie nur Blut zu vergießen. Unsere Spielfigur muss
Wände hinaufklettern, Objekte aufnehmen, Waffen austauschen und Feinde
vermöbeln. Das war selbstverständlich noch nicht alles. Magische Kräfte hat
unser muskelbepackter Held dann auch noch. So kann er z.B. einen Wutausbruch
herbei schwören, wodurch er noch stärker und mächtiger wird. Das geht dann
so weit, dass er in einen wahren Blutrausch verfällt. Selbst seine eigenen
Leute sind dann nicht mehr vor ihm sicher. Allerdings kann er in diesem
Zustand auch viele Objekte als improvisierte Waffen benutzen. Säulen,
Stalagmiten uns sogar Felsen stellen handliche Gegenstände für unseren
Helden dar. Es ist also nicht unbedingt schlecht, wenn wir getroffen werden.
Je mehr unsere Spielfigur einsteckt, desto schneller füllt sich die
Wutanzeige auf. Ein König muss natürlich ein paar Gefolgsleute haben, die an
seiner Seite kämpfen. Ihre Anzahl variiert allerdings, denn erst zu späteren
Zeitpunkten haben wir die gut zwölf Mann starke Truppe vollständig zusammen.
Denen dürft Ihr sogar einfache Befehle geben und so kommt ein Hauch von
Taktik in das Spiel. Es gibt selbstverständlich auch Missionen, die wir
alleine bestreiten.
Die meisten Kämpfe laufen dann unter einer wahren Blutflut ab. Durch unsere
wuchtigen Schläge zerbersten die Feinde förmlich. So ist es auch kein
Wunder, dass dieses Spiel keine Altersfreigabe bekommen hat. Wer jetzt
glaubt, dass wir nur in altbekannter Hack and Slay-Manier Gegnermassen ins
Jenseits schicken, der täuscht sich gewaltig. Daneben gibt es auch viele
andere Handlungen. So gibt es diverse Quick Time Events. Bei den so
genannten QTE muss der Akteur zum richtigen Zeitpunkt vorgegebene Tasten
drücken um z.B. den Takt beim Rudern vorzugeben. Nur wer den richtigen
Button genau trifft, wird das Level weiterspielen können. Versagt Ihr bei
diesen Aufgaben, so ist das allerdings nicht schlimm. Das Spiel beginnt
einfach kurz vorher und so sind Frustmomente kein wirkliches Thema. Neben
den länger andauernden Aufgaben müsst Ihr aber auch kurze Quick Time Events
überstehen, die den Helden mit der Umgebung interagieren lassen. Es folgen
im Anschluss weitere Aufgaben, die nur gemeinsam mit Euren Leuten bestanden
werden können. Das bezieht sich nicht nur aufs Kämpfen. Mit ihrer Hilfe kann
man z.B. versteckte Abschnitte aufsuchen. Den Kriegern dürfen wir auch
Anweisungen geben. Außerdem wird es uns erlaubt die Jungs aufzubauen und
die Truppe komplett zu verwalten. Je weiter wir kommen, desto mehr
Fähigkeiten bekommen wir zugesprochen. Diese werden mit der Zeit sogar noch
verbessert. So ein Spiel kommt, notgedrungen nicht ohne Waffen aus. Davon
gibt es sehr viele, die auch im Kampf kaputt gehen können. Zum Glück darf
unser Held immer neu Waffen aufsammeln. Jede Waffenart (Einhänder, Bidenhänder, Schild usw.) verfügt über ihre eigenen Eigenschaften (Schaden,
Tempo, Combos usw.) und ist gegen eine gewisse Form von Gegner besonders
effektiv. Allerdings ist unsere Spielfigur auch ohne Waffen sehr mächtig.
Durch seine enorme Stärke kann er Feinde mit bloßer Hand niederschmettern.
Viel mehr Spaß macht allerdings das niedermetzeln mit einer scharfen Klinge,
da die Aktionen dann noch actionreicher rüber kommen. In regelmäßigen
Abständen trifft der Spieler außerdem auf obligatorische Bossgegner. Diese
Titanen haben es wirklich in sich, denn teilweise füllen sie den kompletten
Bildschirm aus. Allerdings braucht jetzt keiner Angst zu bekommen. Wie immer
hat jeder noch so böse aussehende Widersacher eine Schwachstelle. Haben wir
diese erst einmal gefunden, gibt es kein Pardon für unseren Gegner. Das
ganze wird übrigens durch viele eingespielte Filme gut zusammengehalten. Wir
werden also niemals Grundlos in einen Blutrausch verfallen und wilde Bestien
und Monsterhorden erledigen.
Technik:
Die Grafik ist eigentlich nicht schlecht. Viele Details in der Umgebung sind
genauso vorhanden, wie unzählige Objekte und bombastische Effekte. Gerade
bei den Kämpfen wird ein wahres Feuerwerk auf dem Bildschirm gezaubert.
Kommen dann noch die haushohen Bestien ins Bild, stockt einem zum Teil der
Atem. Allerdings gibt es auch Sachen die stören. So wirkt vieles sehr
verschwommen. Vor allem bei den Wutausbrüchen kann man kaum noch etwas
erkennen. Die Charaktere sehen grundsätzlich auch gut aus, auch wenn sie ein
wenig künstlich wirken. Vor allem bei den Gesichtern hätte man noch mehr
raus holen können. Zumindest sind ihre Animationen recht geschmeidig.
Wirklich gefallen hat uns das düstere Ambiente und das komplette Setting der
Levels, die wirklich abwechslungsreich sind. Hinzu kommen dann noch viele
eingespielte Filme, die alles ansprechend zusammenhalten. Das bringt uns
auch schon zum Sound. Dieser ist wirklich genial. Die musikalische
Untermalung passt optimal zum Spiel. Viele passend eingespielte
Ingamegeräusche sind ebenfalls vorhanden. Selbst mit den deutschen
Synchronsprechern kann man gut leben. Die Steuerung ist dann auch schnell
erlernt. Man wird langsam mit den Möglichkeiten vertraut gemacht und so wird
jeder direkt in das Spiel hinein finden. Allerdings ist das Kombosystem ein
wenig unausgegoren. Man hat bei den Schlag-Kombos einfach das Gefühl, dass
vieles mit Glück anstatt mit Können zu tun hat. Die KI der Gegner ist leider
genretypisch mager. Die breite Masse der Feinde stürzt fast hirnlos auf uns
zu und so sind sie ein gefundenes Fressen für unseren bärenstarken Helden.
Selbst die Bestien haben oftmals nur bestimmte Aktionen drauf, die sich nach
kurzer Zeit wiederholen. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass dieses
Spiel einfach ist. Durch die große Gegnerschar ist es nicht immer leicht,
gestellte Aufgaben zu lösen. Hinzu kommen knackige Quick Time Events, die
wir oftmals wiederholen müssen. Fasst man nun alles zusammen, so kann die
technische Seite trotz kleinerer Kritikpunkte grundlegend überzeugen.
Fazit:
Die Legende von Beowulf: Das Spiel ist kein schlechtes Actiongame. Es gibt
viele spannende Kämpfe gegen zum Teil monströse Gegner. Vor allem die
Bestienkämpfe wurden toll in Szene gesetzt. Das tröstet dann auch ein wenig
über die Massenschlachten hinweg. Diese sind leider viel zu eintönig. Vor
allem wegen dem etwas drögen Kombosystem. Nett ist allerdings, dass man uns
viele Waffen und Spezialfertigkeiten gönnt. Auch die komplette Präsentation
mit dem tollen Sound kann einen gut am Bildschirm binden. Der Hersteller hat
außerdem auf eine gewisse spielerische Vielfalt gesetzt. Wir werden immer
wieder andere Sachen erledigen müssen. Klug gesetzte Quick Time Events
lockern das Gameplay genauso auf, wie atemberaubende Bossfights. Allerdings
gibt es auch diverse Punkte die stören. So hätte die Grafik noch mehr
Next-Generation sein können. Wirklich nervig sind dann noch die diversen
unscharfen Passagen. Gerade bei den Wutausbrüchen unseres Helden, kommt das
eigene Blut mächtig in Wallung. Es ist zwar in Ordnung, dass man diesen
Zustand etwas anders darstellt, allerdings sollte der Spieler alles noch
erkennen können. Außerdem ist es etwas Schade, dass so ein Spiel keinen
Mehrspieler-Koop-Modus hat. Gemeinsam hätte das Game noch mehr Spaß gemacht.
Viel zu kurzlebig ist das Actionspiel dann auch noch. Schon nach wenigen Stunden
habt Ihr Die Legende von Beowulf komplett durchgespielt. Wer also das
Wikingerzeitalter und dementsprechend Beowulf mag, keine kurze Spielzeit
scheut und mit kleinen technischen Macken leben kann, der darf ruhig bei
diesem Spiel zugreifen.
Features:
- Episches Abenteuer: Der Spieler taucht tief in die Geschichte ein und
erlebt 30 Jahre aus dem Leben von Beowulf, die es nicht im Film zu sehen
gibt. So erfährt er mehr über das Leben von Beowulf und über sein schweres
Erbe.
- Erweitere deine Armee: Bis zu 12 Untergebene begleiten Beowulf und
unterstützen ihn im Kampf gegen wilde Bestien und Monsterhorden.
- Mächtige Angriffe: Beowulf verfügt über machtvolle Attacken und kann
Spezialwaffen wie massive Pfeiler im Kampf einsetzen.
- Befehlshaber: Der Spieler gibt Befehle, besetzt die Positionen seiner
Armee und wählt die richtigen Waffen aus, um im Kampf gegen den Feind
bestehen zu können.
- Verbesserte Fähigkeiten: Je nach Benutzung erhöhen sich die Fähigkeiten
von Beowulf automatisch. Kombinationen oder Angriffe parieren - setzt der
Spieler seine Fähigkeiten gekonnt ein, wird Beowulf mächtiger als zuvor.
- Spektakuläre Grafik: Die mystische Welt von Beowulf wird im Spiel neues
Leben eingehaucht. Dank der nächsten Stufe der ausgezeichneten YETI
Technologie, die bereits in Tom Clancy's Ghost Recon Advanced Warfighter®
und Tom Clancy's Ghost Recon Advanced Warfighter® 2 zum Einsatz kam, bietet
Beowulf™ dem Spieler eine unerreichte visuelle Erfahrung
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