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Einleitung:
Eigentlich müsste jeder die
berühmten Nachwuchsdetektive Justus Jonas, Bob Andrews und Peter Shaw
kennen. Als "Die Drei ???" erobern die kleinen Helden schon seid Jahrzehnten
deutsche Kinderzimmer. Zahllose Hörspiele und Bücher erfreuen mehrere
Generationen von Kinderherzen. Jetzt kommt endlich auch ein passender Film
in die deutschen Kinos. Es handelt sich dabei um "Die Drei ??? - Das
Geheimnis der Geisterinsel". Ein gleichnamiges Spiel darf natürlich nicht
fehlen. Unter dem Label Anaconda erscheint das Action-Adventure von Team
4Head fast zeitgleich im Handel. Das Game wird übrigens exklusiv für
Nintendos neusten Handheld kommen. Wir konnten uns die fertige NDS-Version
jetzt ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel nicht nur für Filmfans lohnt,
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
In dem Spiel "Die Drei ???: Das Geheimnis der Geisterinsel" wird die gleiche
Geschichte erzählt, wie in dem gleichnamigen Film. Für Die Drei ??? geht es
nach Südafrika in den wohlverdienten Urlaub: Peters Vater hat die Detektive
auf die Geisterinsel eingeladen. Hier soll er der steinreichen Miss Wilbur
beim Bau eines Themenparks helfen. Selbst Justus lässt sich zu dem Urlaub
überreden, und so startet das Ermittlertrio in eine vermeintlich entspannte
Zeit. Schon kurz nach ihrer Ankunft wartet aber ein neuer Fall auf die drei:
Der so genannte Tokolosh, ein mysteriöses Ungetüm, verunsichert nämlich die
komplette Arbeiter-Belegschaft. Schon bald stoßen die drei Detektive auf ein
Geheimnis, das bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht - und mehr mit ihrem
Leben zu tun hat, als ihnen lieb ist. Dieses Abenteuer scheint ihr größter
Fall zu werden. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü,
indem Ihr zum einen die obligatorischen Spieleinstellungen vornehmen könnt.
Außerdem darf man einen bestehenden Spielstand laden oder ein neues Spiel
starten. Im Spiel angekommen, schlüpft der Gamer nun in die Haut der drei
Detektive. Die Steuerung ist relativ einfach. Mit dem Steuerkreuz bewegt Ihr
die ausgewählte Spielfigur. Mit der Schultertaste wird zwischen den Figuren
Justus, Peter und Bob gewechselt. Spezialbewegungen des jeweiligen
Charakters führt ihr dann mit dem Y-Knopf und die Sonderfähigkeiten mit dem
X-Knopf aus. Die zweite Sonderfähigkeit wird dann noch mit dem A-Knopf und
die dritte mit dem B-Button aktiviert. Das Touchscreen wurde ebenfalls mit
einbezogen. Über den unteren Bildschirm kann man besondere
Eingabemöglichkeiten wie die Auswahl der Spielfigur, das Bewegen der Karte,
den Aufruf der Statistik und die Minispiele steuern. Das was es dann auch
schon. Nach wenigen Minuten hat jeder Spieler die Funktionen erlernt und so
kann man sehr schnell in das Spielgeschehen einsteigen.
Wie gerade erwähnt hat jeder Detektiv spezielle Fähigkeiten. Der geniale
Kopf der Truppe ist Justus. Er kann schleichen, schieben bzw. ziehen, einen
Baseball werfen und Objekte untersuchen. Peter dagegen ist das Sport-Ass der
Truppe. Seine Stärken liegen in der offenen Konfrontation. Er kann besonders
gut rennen, Tritte ausführen, springen und mit einem Blasrohr Juckpulver
verschießen. Als letztes wäre da noch Bob. Er ist für Recherchen und das
Archiv zuständig. Daher liegen seine Stärken beim Heilen und Tarnen.
Außerdem kann er besonders gut schwimmen und eine Räuberleiter machen. Mit
den diversen Fähigkeiten ist die Truppe unschlagbar und so müssen sie viele
unterschiedliche Aufgaben bestehen. Die Spielwelt, in der wir agieren,
besteht aus mehreren Levels, durch die sich die drei Detektive ihren Weg
bahnen müssen. Von einem Abschnitt zum nächsten kann man nur gelangen, wenn
sich alle Markierungen am Levelende befinden und alle Aufgaben gelöst
wurden. Welche Aufgaben wir erledigen sollen, erfährt der Spieler durch
kleine Dialoge zu Beginn einer Mission, oder wenn sich die Detektive mit
anderen Figuren unterhalten. In den Levels findet der Spieler übrigens viele
Dinge. Schlüssel benötigt Ihr z.B. um Türen zu öffnen. Außerdem gibt es
diverse Sachen, die wir für andere Personen besorgen sollen. Hinzu kommen
Beweise wie Fingerabdrücke, vergilbte Fotos und chiffrierte Codeschnipsel.
Diese wertet man am Levelende in einem kleinen Minispiel aus. Das war
selbstverständlich noch nicht alles. Während einer Mission findet Ihr auch
noch Geheimnisse und Munition für Bobs Blasrohr, Bälle für Justus und
Erste-Hilfe-Päckchen für Bob, womit er seine Freunde verarztet. Neben dem
Einsammeln gibt es noch eine Menge anderer Interaktionen. Schalter sind
genauso vorhanden, wie Plattformen, Hindernisse, Schwere Kisten und Truhen.
In der Spielwelt lauern noch weitere Gefahren in Form von diversen Gegnern
und Fallen auf Euch. Zum Glück können wir die meisten recht leicht
überlisten oder mit unseren Fähigkeiten ausschalten. Haben wir dann eine
Mission geschafft, erhält der Spieler zunächst eine Auswertung. Es folgt die
Zentrale. Hier warten nun die Minispiele auf den Gamer. Da wären die
Dechiffriermaschine, das Anfertigen von Fingerabdrücken oder das Erstellen
von Phantombildern. Nach einer erfolgreichen Auswertung der Beweise kann man
dann zur nächsten Mission wechseln. So erkunden wir nun ein Level nach dem
anderen, suchen diese nach wichtigen Objekten ab, überlisten gefährliche
Fallen und Gegner, interagieren mit der Umgebung und folgen der
ansprechenden Story.
Technik:
Kommen wir nun zur technischen Seite. Da wäre zum einen die comichafte
Grafik. Wirklich prickelnd ist diese leider nicht. Wir agieren in sehr
detailarmen Levels die nur wenige Gegenstände aufweisen. Hin und wieder
erblickt Ihr mal ein wenig Vegetation oder ein paar Objekte. Das war es dann
auch schon. Außerdem wurde alles sehr eckig gestaltet. Viel besser haben uns
die Spielfiguren gefallen. Sie wurden im Lego-Stil gehalten. Das heißt, es
sind meist kleine runde Figuren die sich nett animiert bewegen. Kleinere
Effekte gibt es dann auch noch. Auf einem ähnlichen Niveau bewegt sich der
Sound. Es gibt stimmungsvolle Musikstücke, die gut zur Handlung passen.
Allerdings wiederholen sich die Melodien öfters. Auf eine Sprachausgabe
wurde komplett verzichtet. Dafür dürft Ihr alles über eingeblendete Texte
nachlesen. Daneben lauschen wir noch vielen Ingamegeräuschen, die passend
eingespielt werden. Die Steuerung ist schnell erlernt. Dank eines
anfänglichen Übungsbereiches wird jeder schnell mit den einzelnen Funktionen
klar kommen. Außerdem reagieren die Figuren sehr direkt auf unsere
Anweisungen und so sind die gestellten Aufgaben kein wirkliches Problem. Das
bringt uns auch schon zum Schwierigkeitsgrad. Wirklich schwer ist das Spiel
nicht. Allerdings soll es auch das jüngere Publikum ansprechen und so
kann man damit gut leben. Das kann man leider von der KI der
computergesteuerten Gegner nicht sagen. Diese verhalten sich äußerst
unintelligent. Hier hätte man einiges besser machen können. Fasst man alles
zusammen, so kann die Technik als solide aber auch unspektakulär bezeichnet
werden.
Fazit:
Die Drei ???: Das Geheimnis der Geisterinsel ist eine nette Umsetzung auf
Nintendos kleinen Handheld. Vor allem jüngere Spieler werden viel Spaß mit
dem Spiel haben. Allerdings sollten sie nicht viel Wert auf eine opulente
Grafik legen. Hier hat das Spiel klare Schwachpunkte. Die Stärken liegen ganz
wo anders. So kann zum einen die rätsellastige Story überzeugen. Hinzu
kommen die netten Minispiele zwischen den Missionen und ein einfaches
Gameplay in den Levels. Wer also einfache Action-Adventure-Games genauso
mag, wie die drei bekannten Helden, der darf ruhig zu diesem Spiel greifen.
Sind Eure Erwartungen nicht allzu hoch, so werdet Ihr für ein paar Stunden
gut unterhalten. Die Drei ???: Das Geheimnis der Geisterinsel ist also genau
das richtige für junge Nachwuchsdetektive.
Features:
- offizielles Spiel zum Film
- das komplette Abenteuer des Kinofilms an den Originalschauplätzen
- vertieft die Story des Films
- drei spielbare Charaktere mit einzigartigen Fähigkeiten
- anspruchsvolle Rätsel, knackige Puzzles und aufregende Action
- liebevolle Umsetzung der Kultromane
- clevere Mini-Detektivspiele, z.B. Fingerabdrücke identifizieren oder
Phantombilder erstellen
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