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Einleitung:
Eine der erfolgreichsten
Actionspielreihen aller Zeiten ist ohne Zweifel die Devil May Cry-Serie.
Seit gut sechs Jahren hackt sich der Dämonenjäger durch fiese Monstermassen.
Mittlerweile sind schon über sieben Millionen Exemplare der Marke über den
Ladentisch gegangen. Allerdings ist es in letzter Zeit recht ruhig um die
Spielreihe geworden. Der letzte Teil kam vor gut drei Jahren auf den Markt und so
verwundert es auch keinen, dass die Fangemeinde sehnsüchtig auf einen Next-Gen-Nachfolger wartet. Dieser kommt nun über Capcom in die
Händlerregale. Erscheinen wird das Spiel übrigens auf Microsofts Xbox 360
und Sonys Playstation 3. Diese Version konnten wir uns jetzt ausgiebig
ansehen. Ob sich das lange Warten gelohnt hat, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Bevor wir in Devil May Cry 4 gegen fiesen Dämonen vorgehen, wollen wir
erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem Ihr zum ersten Mal das Spiel
eingelegt habt, könnt Ihr in aller Ruhe einen Kaffe trinken gehen. Das ist
jetzt kein schlechter Witz, sondern die reine Wahrheit. Die anfängliche
Installationsroutine dauert gut 30 Minuten. Erst wenn diese abgeschlossen
ist, kann das Abenteuer endlich beginnen. Der lästige Anfang ist allerdings
schnell vergessen, denn es folgt ein kleiner Film - inkl. englischen Sprechern
und deutschem Untertitel - der uns stimmungsvoll auf das Spiel einstimmt. Im
Anschluss erscheint das obligatorische Hauptmenü. Hier kann der Gamer ein
neues Spiel starten, einen bestehenden Spielstand aktivieren oder die
spielrelevanten Optionen für das Spiel, den Sound, die Helligkeit, Steuerung
usw. einstellen. Zu Beginn bleibt uns notgedrungen nichts anderes übrig, wie
ein neues Spiel zu starten. Bevor wir in das düstere Actionspiel einsteigen
können, müssen wir noch bestimmen, ob das Tutorial aktiviert werden soll und
den Schwierigkeitsgrad festlegen. Endlich wird die Story passend durch ein
Intro eingeleitet. Wie schon in den Vorgängerspielen, kommt auch dieser Teil
nicht ohne eine anständige Story aus. Diese wird übrigens immer wieder durch
unzählige Filme stimmungsvoll vorangetrieben. Das Spiel versetzt uns in eine
düstere Welt, in der eine neue Hauptfigur auf uns wartet. Es ist der
Ordensritter Nero der am Anfang recht gelangweilt in einer Kirche einem
Gottesdienst beiwohnt. Plötzlich stürzt eine grauhaarige Gestalt durch das
Kirchendach und fängt an Unheil zu stiften. Er tötet das Oberhaupt des
Ordens. Zum Glück sind wir anwesend, um schlimmeres zu verhindern und so
stellen wir uns dem Eindringling in den Weg. Es folgt ein Tutorial, wo wir
erst einmal in aller Ruhe die Steuerung und die Fähigkeiten unseres Helden
kennen lernen. Nachdem wir dem Eindringling gezeigt haben, wer Herr im Haus
ist, verschwindet dieser wieder. Das ist der Auftakt der 20 Kapitel
umfassenden Geschichte, die nicht nur gut durch die vielen eingespielten
Filme erzählt wird, sondern auch viele überraschende Wendungen mit sich
bringt. Viel mehr wollen wir jetzt nicht über die Story erzählen, denn
schließlich wollen wir Euch nicht zu viel verraten. Kommen wir lieber zum
Gameplay. Ihr schlüpft nun in die Haut des neuen Hauptcharakters Nero. Ihr
müsst nicht traurig sein, dass es nicht die altbekannte Spielfigur Dante
ist. Nero bringt nicht nur Schwung in die Story, sondern er hat auch
spielerisch so einiges drauf. Kleine Überraschungen kommen später aber auch
noch.
Das Gameplay selber ist so, wie es sich Fans der Reihe wünschen: Es ist
einfach, schnell und bombastisch in Szene gesetzt. Wir agieren mit unserer
Spielfigur wie gewohnt, recht frei durch vorgegebene und zum größten Teil
lineare Levels. Magiebarrieren hindern uns oftmals am weiterkommen. Erst
wenn Ihr die auftauchenden Feinde besiegt habt, wird z.B. eine Tür oder
Durchgang freigegeben und wir können unseren Weg fortsetzen. Fiese
Widersacher treffen wir allerdings nicht nur in diesen Räumen. Auch auf den
normalen Wegen werden wir immer wieder von diversen Wesen angegriffen. Das
war natürlich noch nicht alles. Imposante Bosskämpfe warten dann auch noch
auf uns. Hier ist nicht nur fleißiges Button drücken angesagt, denn ihr
müsst auch schnelle Reaktionen und ein gutes Timing haben, um diese zu
besiegen. Erscheint ein Feind, so kann unsere Spielfigur
unterschiedliche Angriffe ausführen. Da wäre nicht nur eine Projektilwaffe,
mit der wir weiter entfernte Gegner niederschießen können, sondern auch das
obligatorische Riesenschwert. Die Klinge hat es wahrlich in sich, denn Nero
kann diese per Knopfdruck aufladen. Es folgen noch heftigere Attacken. Hinzu
kommt der neue Devil Bringer an seiner rechten Hand. Hiermit haut man alles
nieder, was sich uns in den Weg stellt. Ist ein Gegner etwas entfernt, so
kann man diesen auch mit dem Arm zu sich ziehen und weitere Attacken
ansetzen. Die unterschiedlichen Angriffsvarianten kombinieren wir nun mit
diversen Combos zu atemberaubenden und effektvollen Attacken. Wie wir
kämpfen und wie gut unser Stil ist, hat selbstverständlich eine Bedeutung.
Am Ende eines Levels werden unsere Leistungen bewertet und zu einer
Gesamtnote verrechnet. Hierdurch erhält der Spieler dann Aufrüstungspunkte,
die man später in seine Figur bzw. in seine Fähigkeiten investieren darf.
Neben den actionreichen Kämpfen, warten noch weitere Herausforderungen auf
den Spieler. So müssen zum Beispiel kleinere Geschicklichkeitspassagen
überwunden werden. An vordefinierten Punkten kann unser Held mit Hilfe
seines Devil Bringer zu ansonsten unerreichten Orten gelangen. Hinzu kommen
kleinere Rätselaufgaben, die allerdings eher die Ausnahme sind. Hin und
wieder gibt es auch noch Geheimmissionen, in denen man z.B. in einer
vorgegebenen Zeit Monster niedermetzeln muss. Die Umgebung wurde ebenfalls
in das Spiel integriert, denn fast alles lässt sich zerstören. Das macht
auch Sinn, denn überall warten nette Belohnungen auf Euch. Mit den
erhaltenen Power-Ups kann man dann in einem speziellen Bereich Aufwertungen
für unsere Fähigkeiten oder nette Objekte wie Heiltränke oder eine
verlängerte Lebensleiste kaufen. Das ganze wird wie immer mit vielen
wunderschönen Filmen zusammengehalten, die permanent die Story vorantreiben.
Man wird wirklich gut motiviert immer weiter zu spielen. So erkunden wir nun
die recht großen Levels, suchen diese nach nützlichen Objekten ab, kämpfen
gegen viele unterschiedliche Gegner, zeigen unser Können in imposante
Bosskämpfen, bauen unsere Figur und seine Fähigkeiten immer weiter auf und
folgen der sehr interessanten Story.
Technik:
Das Spiel hat nicht nur ein einmaliges Gameplay, sondern auch eine
erstklassige Technik. Da wäre zum einen die Grafik. Ihr werden zum einen
viele unterschiedliche Umgebungen zu sehen bekommen, die unzählige Details
aufweisen. Abwechslungsreiche Texturen warten genauso auf Euch, wie tolle
Licht- und Schattenspiele. Hinzu kommen unzählige Effekte und Wettereffekte.
Vor allem bei den Kämpfen kommt man kaum noch aus dem Staunen heraus.
Teilweise wird ein wahres Grafikfeuerwerk abgefeuert. Das Beste an der Sache
ist übrigens, das selbst im größten Getümmel die Framerate konstant bleibt.
Die Grafikpracht macht auch bei den Figuren nicht halt. Bei der
Gegnervielfalt lässt sich der Hersteller wirklich nicht lumpen. Von Robotern,
über Fantasiewesen bis hin zu diversen Monstern ist alles vorhanden. Hinzu
kommen atemberaubende Bossgegner, die toll in Szene gesetzt wurden. Das
bringt uns auch schon zu den Sequenzen, die massenhaft eingespielt werden.
Gut eine Stunde Film gönnt man uns, die einen wunderbar unterhalten.
Wirklich genial wurde auch unsere Spielfigur modelliert und animiert. Es
sieht schon cool aus, wenn sich unser Held durch die Levels bewegt und seine
akrobatischen Angriffe ausführt. Die Kamera hat ebenfalls alles im Blick.
Diese dürft Ihr zu jeder Zeit nachjustieren und so entgeht Euch kein Detail
im Spiel. Einzig in engen Gängen und bei vielen Gegnern kommen kleinere
Frustmomente auf. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlich guten Niveau.
Immer passend werden die diversen Ingamegeräusche eingespielt und eine
stimmungsvolle Musik begleitet das Geschehen. Gut besetzt wurden auch die
englischen Synchronsprecher. Es ist allerdings ein wenig schade, dass der
Hersteller auf eine deutsche Sprachausgabe verzichtet hat. Zum Glück dürfen
sich alle sprachunkundige Spieler auf deutsche Übersetzungstexte stürzen.
Die Steuerung ist erfreulich einfach. Die Tasten wurden sinnvoll belegt und
obwohl unser Held viele Aktionen drauf hat, wirkt nichts überladen. Selbst
Angriffe in der Luft funktionieren auf Anhieb. Damit wir im Chaos den
Überblick behalten, kann man Gegner auch fest anvisieren. So fällt es einem
nicht schwer, sich auf einen Feind zu konzentrieren. Dank eines anfänglichen Tutorial wird auch ein Anfänger mit den unterschiedlichen Aktionen gut klar
kommen und so kann jeder sehr schnell in das Spiel einsteigen. Wer jetzt
allerdings glaubt, dass man bequem mit einer Tötungsart alle Feinde besiegt,
wird schnell eines besseren belehrt. Jeder Feind hat eine eigene
Schwachstelle, die es zu finden gilt. Daher muss man sich mit sämtlichen
Waffen und Kampfarten auseinandersetzen. Da allerdings alles sehr einfach
funktioniert, wird man selbst durch das ausgiebige Combosystem nicht
überfordert. Neulinge dürfen übrigens auch eine Automatikfunktion
aktivieren, wodurch man lange Spezialangriffe spielend leicht ausführen
kann. Der Schwierigkeitsgrad ist recht moderat ausgefallen. Es gibt zwar
Passagen die nicht einfach zu bewältigen sind, allerdings kommt man mit ein
wenig Übung durch jeden Spielabschnitt. Fasst man nun alles zusammen, so
kann man mit der technischen Seite mehr als zufrieden sein.
Fazit:
Devil May Cry 4 ist genau das, was wir uns erhofft haben. Das Spiel ist
schnell, actionreich und toll inszeniert. Es macht einfach nur Spaß mit den
Figuren durch die Levels zu streifen und gegen die vielen unterschiedlichen
Gegner zu kämpfen. Schon nach kurzer Zeit hat man die Möglichkeiten der
Figur verinnerlicht und so wird eine atemberaubende Attacke nach der anderen
auf dem Bildschirm abgefeuert. Das ganze wird dann noch durch unzählige gut
gemachte Sequenzen zusammengehalten. Teilweise kann man hier getrost das Pad
aus der Hand legen, denn die Filmeinspielungen dauern oftmals mehrere
Minuten. Anschließend geht es hochmotiviert weiter. Sehr spaßig sind auch
die Bosskämpfe, die wirklich alles von uns abverlangen. Damit das Gameplay
nicht zu einseitig abläuft, gönnt uns der Hersteller dann noch kleinere
Geschicklichkeits- und Rätselaufgaben. Hinzu kommt ein motivierendes Waffen-
und Figurenaufwertungssystem. Allerdings muss man auch erwähnen, dass es
kleinere Kritikpunkte gibt. Das Spiel ist weiterhin sehr linear aufgebaut.
Auch die anfängliche Installation von gut 30 Minuten sorgt ein wenig für
Unverständnis. Zum Glück muss man das nur einmal am Anfang überstehen. Etwas
besser hätten auch die Kamera in bestimmten Situationen und die Ladezeiten
sein können. Wirklich schlimm sind diese kleinen Kritikpunkte aber nicht.
Ansonsten hat der Hersteller fast alles richtig gemacht. Das Gameplay ist
genauso ansprechend wie die Story und so können wir das Game wirklich jedem
Actionfan ans Herz legen. Uns hat der neuste Teil der Reihe wirklich gut
gefallen und daher müssen wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Vom Produzenten des ersten "Devil May Cry™"-Titels und von "Resident Evil™
4".
- Hochauflösende Bilder mit einer Bildwiederholungsrate von 60 Fps.
- Explosive Mischung aus Alt und Neu: Der Newcomer Nero trifft auf einen
alten Bekannten - Dante.
- Neue Figuren und Umgebungen.
- Typische Mischung aus Feuergefechten und Schwertkämpfen.
- Für kreatives Erledigen von Feinden gibt es eine Extra-Belohnung.
- Einzigartiger "Devil Bringer"-Arm für Combos.
- Dante und Nero sind mit ausgeklügelten Waffen und spektakulären
Kampftechniken ausgestattet.
- Nero kann seinem Schwert bis zu drei Level mehr Power und damit
Angriffsoptionen mit verstärkter Durchschlagskraft verleihen.
- Dante kann jetzt Kampfstile und Waffen im fliegenden Wechsel austauschen
und die verrücktesten Combos durchführen.
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