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Einleitung:
Nur selten kommt ein Spiel
raus das so viele Genre miteinander verbindet. Eigentlich ist der neuste
Deus Ex-Teil als Action-Adventure angekündigt worden aber ohne Problem kann
man das Spiel auch in die Bereiche Egoshooter oder Rollenspiel einteilen.
Das sich Deus Ex von der breiten Masse der Spiele abheben kann zeigte schon
vor ein paar Jahren der erste Teil. Nun kommt das neuste Spiel mit dem Titel
Deus Ex: Invisible War auf den Markt. Wieder wird vieles angekündigt was für
ein geniales Spiel spricht. Wir konnten jetzt die fertige Xbox-Version
testen. Ob die hohen Erwartungen erfüllt werden können erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Die Story spielt zwanzig Jahre nach der des ersten Teils. Es werden zwar ein
paar Anspielungen gemacht aber ansonsten darf man sich auch in das Abenteuer
stürzen ohne den ersten Teil je gespielt zu haben. Deus Ex: Invisible War
ist ein eigenständig Spiel das ohne Vorkenntnisse auskommt. Der Spieler
schlüpft in die Rolle von Alex D, einem Studenten der Tarsus Academy. Ihr
dürft dieses Spiel übrigens auch als weiblichen Charakter durchspielen. Der
Held darf an eine Eliteausbildung teilnehmen die im Forschungszentrum
Security Operations Residency durchgeführt wird. Dort muss er sich
körperlichen aber auch geistigen Aufgaben stellen. Die ruhigen Zeiten sind
aber schnell vorbei, denn ein terroristischer Angriff auf Chicago zerstört
die ganze Stadt. Der Held macht sich nun auf um die Hintergründe
aufzudecken. Bevor wir das Spiel aber starten müssen wir erst einmal einen
Charakter, dessen Aussehen und Frisur bestimmt. Anschließend erwachen wir in
dem Spiel, wo wir recht planlos beginnen. Schon nach kurzer Zeit entdecken
wir unterschiedliche Fraktionen wie kirchliche Sekten, kapitalistische
Organisationen oder Terroristen. So verwirrend die Strukturen aussehen ist
auch die Story. Bis zum Ende wissen wir nicht was für eine Rolle uns
zugesprochen wird. Das Ende des Spiels wird maßgeblich durch die Handlung
des Helden bestimmt. Diese Innovation sorgt dafür, dass wir nicht - so wie
in anderen Spielen - einer gradlinigen Story hinterher jagen. Uns stehen
immer wieder mehrere Optionen zu Verfügung die unsere Persönlichkeit
beeinflussen. So erreichen wir auch mal Punkte, wo wir vor der Frage
gestellt werden für wen wir arbeiten wollen. Sollen wir einen Mann töten
oder lieber seinen Mordauftrag annehmen und dann unseren ehemaligen
Auftraggeber killen? Damit wir den Überblick bei den ganzen Wendungen nicht
verlieren steht uns ein Quest-Tagebuch zur Verfügung. Dort werden die
Aufträge inklusive der Auftraggeber eingetragen. Es kann dann auch mal
passieren, dass wir mehrere Aufträge bekommen, die sich extrem
widersprechen. Welchen wir dann ausführen bleibt uns überlassen.
Je nach Belohnung muss nun der Spieler selber entscheiden welchen Auftrag er
erfüllen will. Leider haben diese unterschiedlichen Aufträge oftmals einen
gravierenden Nachteil. Sie liegen sehr weit auseinander und so rennen wir
nicht selten durch das halbe Spiel um eine Aufgabe zu erledigen. Bei dem
herumlaufen fallen dann auch die langen Ladezeiten extremer auf. Da manche
Belohnungen sehr klein ausfallen ist oftmals zu wenig Motivation vorhanden
um alle zu erledigen. Je nach Spielweise könnt Ihr das Spiel dann zu einem
Egoshooter oder zu einem Rollenspiel machen. Durch die spielerische Freiheit
und den ganzen Nebenquests wird die Vorgehensweise komplett freigestellt. So
dürfen wir gestellte Aufgaben auch auf unterschiedliche Art bewältigen.
Entweder wir knallen alles nieder was uns vor die Flinte kommt oder wir
wählen die etwas komplizierte Methode. Wachposten können so zum Beispiel
überredet werden. Hier stehen uns entsprechende Antworten und Fragen zur
Verfügung die den weiteren Ablauf beeinflussen. Außerdem können wir Wachen
auch umgehen, indem wir in Stealth-Manier um sie herum schleichen oder
Lüftungsschächte benutzen. Die Story passt sich der Spielweise an. Unsere
Entscheidungen sorgen dann auch dafür, dass wir unterschiedliche Gegner und
Aufträge erleben dürfen. Es lohnt sich daher auch das Spiel noch einmal
durchzuspielen. In den unglaublich großen Levels gibt es dann noch viele
versteckte Bonusmissionen und Waffen. Wer alles mitnimmt wird es insgesamt
leichter haben da die Spielfigur viele interessante Objekte erhält. Unser
Held hat außerdem die Fähigkeit Biomods anzulegen. Diese verbessern nicht
nur die körperlichen, sondern auch die geistigen Fähigkeiten. Diese Biomods
und deren Updates sind im Spiel verteilt und können somit nach und nach
gefunden werden. So verbessern wir unsere Sprungkraft oder das Schleichen
aber auch Selbstheilung ist möglich.
Neben den legalen gibt es auch noch illegale Verbesserungen wie die
Fähigkeit Computer zu Hacken oder die Roboterkontrolle. Je nachdem für was
wir uns entscheiden entwickelt sich unser Charakter für die eine oder die
andere Richtung. Wollen wir mehr auf das Schleichen gehen ist es ratsam das
Hacken zu nehmen, da anschließend Überwachungskameras und Roboter kaum noch
ein Problem darstellen. Will man dann doch die rabiatere Variante spielen,
so nimmt man lieber Mods die den Körper aufbauen. So kann man die Gegner
dann auch vernichten oder umgehen. Dem Spieler ist es komplett freigestellt
wie er das Spiel durchspielen möchte. Natürlich gibt es auch viele Waffen.
Die Pistole ist genauso vorhanden wie eine Schrotflinte. Aber auch
futuristischere Waffen wird man verwenden können. Energieklingen werden wir
genauso erhalten wie EMP-Gewehre. Alle Waffen darf der Spieler dann auch
noch verändern. Mit den richtigen Modifikationen werden so aus kleinen
Waffen echte Todbringer. Hinzu kommen dann noch besonders gute Waffen die
der Spieler allerdings auch sehr schwer erhält. Wer sie nicht findet kann
zumindest auf viele nützliche Items wie Granaten zurückgreifen. Mit
herumliegenden Multitools dürft Ihr dann auch noch Schlösser knacken. Da
nicht genügend Multitools vorhanden sind müsst Ihr Euch gut überlegen welche
Tür oder Kiste Ihr öffnet. Da zu jeder Zeit gespeichert werden kann ist
ausprobieren schon fast Pflicht. Wer keine große Lust auf Suchaktionen hat
sollte sich mal den Händlern zuwenden. Diese bieten ebenfalls viele Waffen
und nützliche Gegenstände an. Selbstverständlich kostet diese Ware auch Geld
und so ist es oft aufwendiger die Sachen zu kaufen wie im Spiel zu finden.
Mit den richtigen Kontakten lassen sich aber auch Rabatte heraushandeln.
Über ein gut geordnetes Inventar verwaltet der Akteur seine Waffen und
Objekte. Hier könnt Ihr dann alle Informationen nachlesen, Modifikationen
ausführen oder sortieren. So darf der Spieler nun sehr frei in den Levels
agieren und je nach Wunsch eine Richtung einschlagen. Ein erneutes Spielen
lohnt sich durch die vielen Wendungen ebenfalls, so dass Ihr sehr lange Deus
Ex: Invisible War genießen könnt.
Technik:
Optisch kommt das Spiel ganz gut rüber. Alles sieht sehr realistisch aus.
Hinzu kommen viele Details und Objekte die wir nutzen können. So dürfen wir
fast alle Objekte nehmen und werfen. Das fängt bei Gläsern an und endet bei
Sesseln. Aber auch Bälle kann man aufnehmen die dann physikalisch korrekt
springen bzw. abprallen. Die Licht und Schatteneffekte können dann auch
überzeugen. Hier wird der Spieler einiges zu sehen bekommen. Waffeneffekte
und Explosionen lassen dann ebenfalls keine Wünsche offen. Ein paar Ruckler
stören allerdings das gute Gesamtbild. Ein wenig schlechter kommen auch die
Gesichter rüber die zwar nett anzuschauen sind aber trotzdem sehr plastisch
wirken. Hier hätte der Hersteller ein wenig mehr machen können. Bei den
Animationen sieht man ebenfalls das sich der Entwickler angestrengt hat.
Alle Figuren bewegen sich relativ geschmeidig durch die Spielewelt. Der
Sound kann ebenfalls überzeugen. Die Synchronsprecher sind grandios und da
sehr viele bekannte Sprecher engagiert wurden merkt man schnell was für eine
Mühe sich der Hersteller gemacht hat. Hinzu kommen unzählige Gespräche die
wir uns stundenlang anhören dürfen. Die Umgebungsgeräusche aber auch die
Waffen und Explosionen klingen dann auch noch sehr realistisch und so wird
ein sehr gutes Ambiente geschaffen das durch die Musik toll untermalt wird.
Die Steuerung ist einfach angeordnet und wenn man sich eine gewisse Zeit mit
dem Spiel beschäftigt hat wird selbst die volle Belegung des Pads schnell
ins Blut übergehen. Ein paar Probleme gibt es dann aber bei Sprüngen. Hier
wird man evtl. ein paar Versuche brauchen bis man alles fehlerfrei schafft.
Die Menüs können sich sehen lassen. Hier wurde alles sehr übersichtlich
angeordnet. Man wünscht sich nur ein größeres Inventar um mehr Objekte
aufnehmen zu können. Die KI der Gegner ist dann auch in Ordnung. Sie
verhalten sich zwar nicht immer so wie wir es erwartet haben aber trotzdem
zeigen sie einige Variationen. Da unterschiedliche Schwierigkeitsgrade
vorhanden sind werden Anfänger genauso gefordert wie Profis. Fasst man alles
zusammen kann das Spiel trotz leichter Macken begeistern.
Fazit:
Deus Ex: Invisible War wird den Spieler vom Anfang bis zum Ende fesseln. Vor
allem die gute und innovative Story lässt einen kaum los. Da fällt es auch
nur selten schwer ewig durch die gleichen Gegenden zu laufen um Aufträge zu
erfüllen. Durch die vielen Wahlmöglichkeiten und die Belohnungen wird
genügend Motivation geboten um fast alle Aufträge auszuführen. Schade nur,
dass wir immer wieder an den Ladepunkten vorbeilaufen müssen um weitere
Strecken zu bewältigen. Mit der Zeit will man den Ladebildschirm einfach
nicht mehr sehen. Trotzdem wird der Akteur vieles entdecken was Spaß macht.
Auch der Rollenspielbereich mit dem Aufbauen des Charakters kann überzeugen.
Zwar werden nicht sehr viele Aufbaustufen angeboten aber zumindest kann man
durch die entsprechende Wahl die Spielfigur für seine Zwecke verbessern.
Ebenso gut wird es bei den Spielern ankommen das sie sich frei für eine
Lösung entscheiden können. Will man wie in einem Shooter spielen ballert man
einfach alles ab. Möchte der Spieler dann lieber ein wenig gewaltfreier
agieren nimmt er die Stealth -Methode. Fasst wir alles zusammen so kann Deus
Ex: Invisible War voll überzeugen. Zwar ist nicht alles perfekt aber das
kritikwürdige wird den Spielspaß nicht mindern. So wird die etwas kurze
Spielzeit von ca. 15 Stunden sehr schnell vorüber gehen. Da Ihr aber ruhig
ein zweites Mal loslegen könnt ist genügend Motivation geboten um sich noch
länger mit dem Spiel zu beschäftigen. Wer also interaktive Spiele mag muss
bei Deus Ex: Invisible War einfach zugreifen.
Features:
- Actiongeladenes Abenteuer in der Ego-Perspektive mit Shooter-Elementen.
- Fähigkeit, Persönlichkeit und Story entwickeln sich nach Vorgaben des
Spielers
- Stealth-Gameplay - Nutzen Sie den Schutz der Dunkelheit und agieren Sie
lautlos, damit Ihre Gegner keinen Verdacht schöpfen.
- Variables Gameplay - Sie entscheiden selbst, wie Sie Probleme lösen und
wie Sie vorgehen.
- Treffen Sie moralische Entscheidungen und erledigen Sie Ihren Auftrag
absolut gewaltfrei.
- Unzählige Gegenstände, Eigenschaften und nanotechnische Implantate
verleihen Ihrem Helden übermenschliche Fähigkeiten: Schauen Sie durch Wände,
springen Sie 40 Meter in die Luft, regenerieren Sie schwere Verletzungen
oder schlagen Sie dem Radar Ihrer Gegner ein Schnippchen.
- Alle Aktionen beeinflussen den Verlauf der dynamischen, nicht-linearen
Handlung sowie die Entwicklung Ihres Helden. In DX2 haben Sie absolute
Handlungsfreiheit!
- Dank der verbesserten taktischen KI arbeiten Kreaturen und menschliche
Gegner zusammen und gehen sogar getarnt gegen Ihren Helden vor.
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