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Einleitung:
Ein Zeitalter das in
Shooterspielen nicht allzu häufig verwendet wird ist das des Wilden Westens.
Dabei bietet sich diese Epoche für Ego-Shooter-Spiele doch sehr gut an. Das
dachte sich auch Human Head und Atari und so dürfen wir nun das Spiel Dead
Man´s Hand auf der Xbox begrüßen. In dem Spiel könnt Ihr nach Herzenslust
alles abknallen was Euch vor die Flinte läuft. Neben dieser Version
erscheint auch ein PC-Ableger. Wir konnten das Spiel für Microsofts Xbox
jetzt testen. Ob sich Dead Man's Hand gegen die vielen Ego-Shooterspiele
durchsetzen kann erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Der Spieler schlüpft in die Rolle von El Tejon einem Revolverheld der nach
Rache sinnt. Er wurde von der Bande The Nine hintergangen und zum sterben
zurückgelassen, nur weil er das Töten von Frauen und Kinder nicht gut fand.
Seid diesem Zeitpunkt sucht er die Mitglieder der Bande um Rache auszuüben.
Vor allem steht der Anführer Tennessee Vic auf seiner Abschussliste. Trotz
der ansprechenden Story und der Umgebung ist Dead Man's Hand eher ein
Fun-Shooter. Dieser Eindruck kommt vor allem durch die Optik und die
Spielart zustande. Trotzdem startet Ihr nicht wie bei anderen Ego-Shootern
grundlos in das Abenteuer. Der Spieler beginnt unbewaffnet in einem
Gefängnis wo er gleich ausbricht. Bevor wir nun eine Waffe in die Hand
gedrückt bekommen, erlernen wir die Steuerung. Neben laufen dürfen wir auch
springen und ducken. Außerdem dürfen Leitern benutzt werden. Anschließend
erhalten wir erste Waffen mit denen wir uns ein wenig vertraut machen
können. Kurze Zeit später kommen schon die ersten Gegner. Das Spiel ist in
unterschiedliche Levels und Teilabschnitte unterteilt. Diese dürfen zu jeder
Zeit einzeln angegangen werden, sobald wir einen Bereich erreichen. Im Spiel
selber dürfen wir nicht speichern. Sterben wir so müssen wir den kompletten
Bereich neu angehen. Wir dürfen nun ballern was die Waffen hergeben. Die
Levels sind sehr linear aufgebaut. Nach einigen Metern erscheinen die Gegner
in Fenstern, Türen oder auf der Straße. Mit schneller Reaktion und guter
Treffsicherheit werden diese erledigt. Die Umgebung spielt dann ebenfalls
eine sehr wichtige Rolle. Ihr könnt nämlich auch Gegner mit Objekten im
Level erledigen. Das geschieht durch zerschießen von Dynamitfässern.
Außerdem dürft Ihr auch noch durch zerquetschen Feinde beseitigen. Dafür
müsst Ihr einfach Wagen, Bäume oder Felsen ins Rollen bringen die dann die
Gegner niedermähen. Da dieses um einiges schwieriger ist erhaltet Ihr dafür
extra Punkte.
Diese sind für den Highscore wichtig der am Ende ermittelt wird. So habt Ihr
immer wieder einen Grund, ein Level noch einmal durchzuspielen. Wer will
nicht den besten Punktestand haben. Punkte bekommt Ihr dann auch noch durch
besondere Tötungsarten wie Serienkill oder Explosionskill. Aber auch das
abschießen von Hüten oder das zerstören von Scheiben, Lampen, Bildern oder
Schildern bringt was für die Gesamtpunktzahl ein. Außerdem wird die
Trefferquote berücksichtigt. So schießt Ihr auf fast alles was im Raum
herumliegt. Die Gegner verhalten sich nur bedingt intelligent. Oft genug
bleiben sie einfach stehen oder warten nur darauf erschossen zu werden.
Zumindest bewegen sie sich ab und zu mal oder laufen weg um allerdings nach
wenigen Sekunden wieder zu kommen. Etwas schwerer sind die Endgegner in den
Levels. Diese bestehen aus den ehemaligen Bandenkollegen. Je weiter Ihr
kommt desto stärker werden diese. Bei diesen Figuren wird dann auch eine
Lebensleiste eingeblendet die wir runterknallen müssen. Im Spiel nehmen wir
natürlich auch Schaden. Die Gesundheit wird dann durch Medipacks wieder
aufgefüllt. Außerdem können wir auch noch Munition aufsammeln die wir
dringend brauchen. Waffen gibt es auch reichlich. Mit der Zeit bekommt Ihr
immer neue Knarren die vor jedem Level ausgesucht werden dürfen. Jede hat
dabei andere Eigenschaften. Vom Riflegewehr über die Schrotflinte bis hin
zum Colt ist alles vorhanden. Außerdem dürfen wir auch noch mit
Dynamitstangen herum werfen. Nett ist vor jedem Level auch, dass wir um
Extras pokern dürfen. Wer ein gutes Blatt hat darf so extra Munition oder
Leben mit ins Spiel nehmen. Verliert Ihr ein Pokerspiel so startet Ihr mit
den Grundwerten. Vor jedem Level darf der Spieler den Schwierigkeitsgrad
bestimmen. Dead Man's Hand hat drei davon. Allerdings darf ruhig ein
schwierigerer genommen werden da das Spiel ansonsten sehr schnell vorbei
ist. Zumindest hat man noch die Möglichkeit sein Highscore zu verbessern.
Neben dem Singleplayermodus darf dann auch noch über das Xbox Live Netzwerk
ein Mehrspielerduell ausgetragen werden. Leider sind nicht viele Maps
vorhanden.
Technik:
Technisch kann das Spiel nicht immer überzeugen. Das fängt schon bei den
Intros an die die Story immer wieder vorantreiben. Hier werden oft nur
einzelne Bilder gezeigt die mit englischer Sprache und deutschem Text die
Geschichte erzählen. Aber auch Filme werden verwendet die dann wieder ganz
passable sind. Die Optik kommt insgesamt gut rüber. Leider bietet das Spiel
aber sehr schwache und leicht verschwommene Texturen. Zumindest sind die
Levels mit vielen Details ausgearbeitet worden, so dass insgesamt ein nettes
Ambiente entsteht. Besser schneidet die Physikengine ab. Viele Objekte
lassen sich zerstören oder zumindest wegschießen. Unverständlich ist nur das
hinter vielen Glasscheiben eine Bretterwand ist. Trotzdem macht es schon
riesigen Spaß alles anzuknallen. Die Gegner sehen dann auch nur mittelmäßig
aus. Ein paar Polygone mehr hätten nicht geschadet. Hinzu kommen sehr
hölzerne Bewegungen die man ebenfalls besser hätte machen können. Ab und zu
kommt es dann auch mal zu derben Rucklern inkl. schlechter Framerate. Der
Sound schneidet ein wenig besser ab. Es wird eigentlich alles geboten was
man bei so einem Spiel erwartet. Ein wenig merkwürdig ist nur das man die
Gegner nicht anhand der Stimmen ermitteln kann. Egal wo sie sich befinden,
sie klingen immer gleich laut. So kann ein Feind mal direkt neben einen
stehen oder weit weg sein. Mit der Steuerung wird jeder schnell zurecht
kommen. Sie ist zwar ein wenig träge aber das stört nur wenig. Ansonsten
bewegt man sich sehr sicher durch die Levels. Man kommt auch in das Spiel
gut rein. Es gibt zwar kein Trainingslevel aber durch den Anfang bekommt Ihr
einen guten Einstieg. So kann ein Gamer das Spiel auch nach Monaten wieder
rausholen um sofort weiter zu machen. Ihr werdet nichts verlernt haben.
Wirklich merkwürdig ist die Trefferzone bei dem Game. Ihr müsst nicht genau
zielen um einen Gegner zu killen. Es reicht schon aus neben ihm zu zielen um
dann einen Treffer zu landen. Da das Spiel aber eher eine Funshooter ist
kann man großzügig darüber hinweg sehen. Anders wäre es auch nicht erklärbar
das man ganze Balkone mit einem Schuss zum Einsturz bringt. Der Hersteller
hat halt alles auf die einfache Bedienung abgestimmt. Insgesamt hat die
Technik viele Macken die teilweise den Spielspaß trüben. Findet man sich mit
diesen zurecht wird man aber das witzige Gameplay genießen können.
Fazit:
Das Spiel hat einige positive aber auch viele negative Punkte. Gut hat uns
das gesamte Ambiente gefallen. Zwar wird die Story nicht toll erzählt aber
durch das Leveldesign geht man hoch motiviert an die Aufgaben heran. Da die
Optik dann ganz OK ist kann man durch das gute Gameplay auch mit den etwas
dürftigen Texturen leben. Wirklich störend ist eigentlich nur die niedrige
Framerate an manchen Stellen. Zumindest wird der Spieler durch die gute
Physikengine entschädigt. Es macht einfach nur Spaß auf alles zu ballern. So
jagt man auch gerne öfters durch ein Level um sein Highscore zu verbessern.
Dank eines kleinen Onlinemodus werden auch Mehrspielerfans angesprochen.
Schade ist nur das kein 2 Spielermodus vorhanden ist. So muss man schon das
Xbox Live Netzwerk nutzen um mit anderen zu spielen. Lange kann dieser aber
nicht binden. Dafür hätte der Hersteller mehr bieten müssen. So entwickelt
sich das Spiel in jeder Spielart zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen das
nach wenigen Stunden erledigt ist. Die Stunden die Ihr erlebt sind aber sehr
witzig und machen jede menge Spaß. Auch wenn das Spiel nicht sehr
tiefschichtig ist reicht das gebotene aus um die Zeit gut zu vertreiben.
Natürlich kann man das Spiel nicht mit erstzunehmenden Egoshooterspielen
vergleichen. Es ist halt eher ein Fungame das im Wilden Westen angesiedelt
ist. Wer also einfache lineare Fun-Ego-Shooter mag und nichts gegen Cowboys
hat, kann bei Dead Man's Hand problemlos zuschlagen. Leute die lieber ernst
gemeinte Egoshooterspiele mögen werden mit Dead Man's Hand wohl weniger
glücklich werden.
Features:
- 20 komplexe Abenteuer in den Wüsten, Bergen, Minen, Flussdampfern und
Städtchen des Wilden Westens.
- Detailliert ausgearbeitete Innen- und Außenschauplätze: vom baufälligen
Saloon über weite Steppenpanoramen bis hin zu dunklen Bergwerk-Schächten.
- Ein motivierendes Wertungssystem vergibt Punkte für die Taten des
Spielers. Hierdurch erhöht sich dessen Ruhm, um zu einer echten
Western-Legende aufzusteigen. So erlernt der Spieler zudem neue Fähigkeiten
wie z.B. spektakuläre Trickschüsse.
- Etliche authentische Feuerwaffen stehen zu Auswahl: Sagen Ihnen Pistole,
Büchse oder Flinte nicht zu, greifen Sie zur Whiskeybombe, Dynamitstange
oder zum Gatling-Maschinengewehr.
- Packende Mehrspieler-Duelle am geteilten Bildschirm oder über Xbox Live!
Stellen Sie ein Team zusammen oder treten Sie gegeneinander an - jede
Konstellation ist möglich!
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