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Das Geheimnis der Mumie - Review (PC)

Wertung:
75 %

Einleitung:

Adventurefans können nun sehen was osteuropäische Unternehmen so leisten können, denn die ukrainische Spieleschmiede Frogwares bringt das Adventure Sherlock Holmes - Das Geheimnis der Mumie auf den Markt. Als Publisher wurde Wanadoo gefunden die jeweils eine englische und eine französische Version veröffentlichen. Bei uns in Deutschland übernimmt die Aufgabe des Distributors Modern Games bzw. Flashpoint. Wir hatten jetzt die Gelegenheit das Spiel zu testen. Ob sich ein Kauf lohnt erfahrt ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Das Spiel befindet sich auf einer CD, die bei der Installation mindestens 130 MB benötigt. Maximal werden rund 650 MB gebraucht. Die Installation läuft sehr einfach ab und dürfte keine Probleme für den Spieler darstellen. Nachdem das Spiel gestartet wurde gelangt der Spieler in das Hauptmenue wo die Spieloptionen eingestellt werden können. Natürlich dürfen hier auch Spielstände geladen oder ein neues Spiel gestartet werden. Wenn man nun ein neues Spiel beginnt, wird ein Einführungsintro abgespielt.

Sherlock Holmes wird im Jahre 1899 von Elizabeth Montcalfe um Hilfe gerufen. Sie ist die Tochter eines berühmten Ägyptologen und Sammler. Ihr Vater verschwand vor 6 Monaten und das einzige was sie weiß, ist das die Polizei von einem Selbstmord ausgeht. Der Spieler übernimmt die Rolle von Sherlock Holmes. Das Abenteuer beginnt im Haus Montcalfe Manor. Ein Diener öffnet dem Detektiv die Tür um anschließend sofort zu verschwinden. Elizabeth kann ihn leider noch nicht empfangen und so kann der Held sich in ruhe umschauen. Alleine ist der Detektiv nicht denn jemand schleicht im Dunkeln herum und die Mumien in dem Gebäude verhalten sich auch merkwürdig. Sherlock Holmes beginnt nun mit seinen Ermittlungen. 

Im Schloss angekommen übernimmt der Spieler die Steuerung von Sherlock Holmes. Diese läuft recht einfach ab denn alle Aktionen werden mit der Maus ausgeführt. Wir spielen aus der First-Person-Perspektive und können die Figur so in alle Richtungen bewegen. Diese Bewegungen laufen ohne störendes ruckeln ab und so kommt ein reibungsloses Spielen zustande. In der Mitte des Bildschirms befindet sich ein Cursor der die Richtung vorgibt oder bei Objekten die Bereitschaft anzeigt diese zu untersuchen. Als normale Anzeige sieht der Spieler eine Hand die einen Pfeil hält. Sobald sich diese in eine geöffnete Hand ändert kann der Spieler Objekte aufnehmen. Erscheint eine richtungsweisende Hand wird dadurch ein Szenenwechsel angedeutet. Manipulationen sind durch eine Hand mit Schraubenschlüssel gekennzeichnet und sobald eine Lupe zu sehen ist kann der Spieler zoomen. 

Wie in fast jedem Adventure finden wir auch bei diesem Spiel ein Inventar. Dieses ist sehr gut geordnet und alle Objekte werden deutlich dargestellt. Als zusätzliche Hilfe bekommt der Spieler noch einen Beschreibungstext. Objekte dürfen aufgenommen werden und bleiben so lange in der Hand bis man dieses wieder ablegt oder mit anderen Gegenständen kombiniert. Sobald Objekte nicht mehr verwendet werden können verschwinden sie aus dem Inventar, so das der Spieler nur noch benötigte und wichtige Items sieht. Daneben gibt es auch noch einen Bereich, wo der Spieler gesammelte Dokumente einsehen kann und einen weiteren Menuepunkt wo Gedanken des Detektivs niedergeschrieben sind. Diese Bereiche dienen dazu im Spiel weiter zu kommen, da wichtige Informationen hier nachzulesen sind. 

Daneben ist vor allem das Absuchen der einzelnen Level sehr wichtig. Zwar muß der Spieler hier den Cursor recht genau positionieren aber in der Regel verändert sich die Hand recht schnell, sobald was interessantes entdeckt wird. Da in dem Spiel öfters zeitabhängige Abschnitte vorkommen sollte der Spieler eine der sechs Speicherplätze nutzen um seinen aktuellen Spielstand zu sichern. So agiert nun der Detektiv in rund fünf unterschiedlichen Spielelevel. Dabei müssen über 35 Räume (z.B. Bibliotheken, Lagerräume, Ausstellungsräume oder geheime Zimmer) sorgsam durchsucht werden und so findet der Held insgesamt ca. 100 Gegenstände, die mal mehr oder weniger zum weiterkommen beitragen. Desweiteren warten ca. 30 Puzzle und 30 Rätsel auf den Detektiv die alle unterschiedlich komplex sind. Somit ergibt sich eine Spielzeit von ca. 20 Stunden. In dieser Zeit muß der Spieler vor allem Objekte und Dokumente finden und gegebenenfalls auch kombinieren. Die Rätsel sind eine gute Abwechslung zu dieser doch recht frustrierender Arbeit. Zum Glück konnten wir keine Sackgassen finden. Es gibt aber einige Stellen, wo der Detektiv sterben kann. 

 

Technik:

Der Spieler kommt nicht daran vorbei alle Räume sorgsam abzusuchen. Dabei hilft eine gute Steuerung und ein Cursor der recht großzügig anzeigt, wenn wichtige Objekte überflogen werden. Dazu kommt ein gut angeordnetes Menue das die Handhabung recht einfach macht. Wer dennoch fragen hat darf das etwas knappe Handbuch durchlesen das nochmals alles beschreibt. Wirklich notwenig ist dieses aber nicht. Animationen werdet Ihr kaum zu sehen bekommen und bis auf ein paar Mechanismen ist alles recht starr. Dafür bekommt Ihr einige nette Videosequenzen zu sehen die Leben in das Spiel bringen. Die normale Spielegrafik wird recht gut dargestellt und so kann man hier wenig bemängeln. Der Sound paßt zum Spiel und die Musik unterstützt recht gut das Ambiente. So wird diese auch schneller, wenn der Held unter Zeitdruck gerät. Im Spiel selber gibt es nur wenige Soundeffekte die aber alle gut eingespielt werden. Der Schwierigkeitsgrad ist bei diesem Adventure recht hoch, so das gerade Anfänger einige Schwierigkeiten bekommen könnten das Ende zu sehen. Gerade die Bereiche - wo eine Zeit abläuft - verlangt alles vom Akteur ab. 

 

Fazit:

Sherlock Holmes - Das Geheimnis der Mumie wird nicht jeden begeistern können. Gerade Spieler die nicht oft Adventure spielen werden große Probleme haben das Ende zu sehen. Das liegt vor allem daran das die Rätsel und Aufgaben - vor allem unter Zeitdruck - nicht jedermann Sache sind. Wer allerdings Herausforderungen sucht wird diese bei Sherlock Holmes - Das Geheimnis der Mumie finden. Rundum kann man wohl feststellen, das dieses Spiel nicht das beste Adventure ist - was man in diesem Genre spielen kann - aber trotzdem macht es Spaß, da es doch recht anspruchsvoll ist. Trotz vieler Situationen wo der Titelheld sterben kann ist das Spiel aber nicht unfair. Leider sind auch Unterhaltungen eher selten und die Aktionen spielen sich meist in leeren Räumen ab. Wer aber Adventure-Spiele in der First-Person-Perspektive mag und eine Herausforderung in knackigen Rätseln sucht, kann mit dem Spiel sehr viel Spaß haben. Ein Pflichtkauf ist dieses Spiel nicht aber sein Geld ist es wert und daher muß jeder selber entscheiden, ob er sich das Spiel zulegen will. Im Endeffekt wird die Entscheidung wohl daran getroffen werden, ob ein Spieler Adventure in diesem Stil mag oder nicht. Eine Herausforderung ist "Sherlock Holmes - Das Geheimnis der Mumie" mit den knackigen Rätseln auf jeden Fall.

Screenshots:

Wertungsbox:

Das Geheimnis der Mumie (PC)

 
 Das Geheimnis der Mumie
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Grafik: 78 %  
Sound: 76 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer: 71 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 68 %  
Gesamtwertung:  75 %  

Min. Hardware:

- Pentium oder AMD 350 Mhz 
- Arbeitsspeicher: 64 MB RAM 
- 8 MB Grafikkarte 
- CD-ROM-Laufwerk 
- mindestens 130 MB Festplattenspeicher
- Soundkarte

 

 

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