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Das Eulemberg Experiment - Review (PC)

Wertung:
75 %

Einleitung:

Artematica und WalkOn bringen mit "Das Eulemberg-Experiment" ein neues Adventurespiel auf den deutschen Markt. Das Spiel ist eine Produktion von Vincent Chalvon-Demersay und David Michel und wurde inszeniert von Stephane Berry, dem Regisseur der populären Fernsehserie Totally Spies. Das Eulemberg-Experiment basiert dabei auf den Charakteren und Hintergründen eines populären italienischen Mystery-Comics (Martin Mystère). Wir konnten uns das klassische Point & Klickabenteuer jetzt ausgiebig ansehen. Ob sich eine Anschaffung für Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Wie bei solchen Spielen üblich kommt auch Das Eulemberg-Experiment nicht ohne eine Story aus. Im Mittelpunkt steht Adam Quinn, der nach einer schlaflosen Nacht einen Anruf erhält. Ein befreundeter Archäologe, der berühmte Professor Eulemberg vom M.I.T., ist in seinem Haus tot aufgefunden worden. Er wurde ermordet und wir sollen der Polizei helfen, den Mord aufzuklären. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand weiß ist, dass gerade in jenem Moment jemand anders an einer unheilvollen Maschine arbeitet, die das Schicksal der Welt verändern könnte. Gleichzeitig meldet sich ein kranker, alter Obdachloser und behauptet von sich selbst Adam Quinn zu sein, aber das kann natürlich unmöglich der Wahrheit entsprechen. Bevor wir nun in das Spiel starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint erst einmal das Hauptmenü mit den Menüpunkten "Neues Spiel", "Spiel laden", "Optionen" und "Beenden". Wie gewohnt kann man unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Hier finden wir auch den Menüpunkt Extras, der Grafiken und Videosequenzen enthält. Diese kann man sich allerdings erst ansehen, wenn sie im Spiel freigeschaltet wurden. Kommen wir zurück zum Hauptmenü. Hier kann man unter "Spiel laden" einen bestehenden Spielstand aktivieren oder unter "Neues Spiel" direkt in das Abenteuer starten. Nach einem kleinen Film schlüpfen wir in die Rolle des Adam Quinn. Bevor sich unser Held auf den Weg zum Tatort macht, muss er sich allerdings erst einmal ankleiden und den Mechaniker kontaktieren, der sein Auto repariert. Einfach ist das nicht, denn unsere Frau Laura hat den Zettel - mit der Nummer der Autowerkstatt - zerrissen und die beiden Einzelteile in der Wohnung versteckt. Außerdem rückt Iashi, unser Diener, den Schlüssel für den Kleiderschrank nicht raus. Also durchsuchen wir die Wohnung und nehmen alles mit, was nach einem nützlichen Gegenstand aussieht. Nachdem wir zwei Zettelfragmente gefunden haben, können wir die Werkstatt anrufen und unser Wagen wird vor die Haustür abgestellt. Den Schlüssel für den Kleiderschrank erhalten wir, nachdem unser Held seinen Diener mit einer Statue bestochen hat.

Ihr merkt schon, dass alles sehr genretypisch abläuft. Der Spieler muss in dem Spiel Orte nach nützlichen Gegenständen absuchen, diese mitnehmen, mit Leuten sprechen und kleinere Rätsel lösen. Diese sind recht logisch aufgebaut und so kommt man schnell auf die Lösung. Dabei wurde auf Vielfalt geachtet, denn von Objekt- bzw. Inventarrätseln bis hin zu Code-Rätseln ist alles vorhanden. Pfiffig ist auch das Silberscheibenrätsel, worauf wir jetzt allerdings nicht näher eingehen wollen. Schließlich möchten wir nicht zu viel vorwegnehmen. Schnell fällt bei den Rätseln aber auf, dass kleinere Logikfehler vorhanden sind. Warum müssen wir z.B. unserem Diener eine Statue geben, damit er uns den Schlüssel aushändigt. Etwas unverständlich ist auch, dass wir oftmals Objekte erst nehmen können, wenn wir zuvor deren Nutzen erkannt haben. So darf Adam ein Reinigungsmittel erst dann einstecken, wenn er zuvor eine verschmutzte Waschmaschine untersucht hat. Hierdurch werden wir gezwungen, unnötige Wege zu gehen. Übersehen wir eine Kleinigkeit, so geht oftmals das frustrierende Suchen los. Gefundene Objekte werden dann in unserem Inventar verstaut. Diese kombiniert der Spieler mit anderen Gegenständen oder verwendet diese an spielrelevanten Orten bzw. Personen. Hierdurch ergeben sich neue Aufgaben, die nicht unbedingt linear abgearbeitet werden müssen. Klar orientiert sich das Spiel an der Story, dennoch ist es dem Spieler freigestellt, welche parallelen Aufgaben er gerade erledigen möchte. Neben unserem Haupthelden werden wir auch noch andere Charaktere steuern. Dabei schlüpfen wir nicht nur in den Körper der attraktiven Laura, sondern auch in den eines alten Landstreichers. So agieren wir durch die unterschiedlichen Orte, die uns bis in den mexikanischen Dschungel führen. Jeder Ort wird penibel untersucht und nach wichtigen Objekten durchforstet. Nachdem der Spieler ein Rätsel gelöst hat, erhalten er - durch Gespräche oder kleineren Filmeinspielungen - wichtige Informationen bzw. es wird die Story weitergeführt.

 

Technik:

Die Grafik ist ganz nett ausgefallen. Wir werden zum einen vorgerenderte Hintergründe zu sehen bekommen, die viele Details aufweisen. Hinzu kommen nett gezeichnete Charakteren, die sich allerdings etwas hölzern bewegen. Außerdem hat der Hersteller bei der Kollisionsabfrage geschlampt. Die Figuren laufen oftmals durch Gegenstände oder bleiben an unsichtbaren Barrieren hängen. Daneben werden auch ein paar Zwischensequenzen gezeigt, die allerdings keine gute Qualität haben. Ganz nett ist auch der Sound. Zum einen hören wir eine stimmungsvolle Musik, die dezent im Hintergrund läuft. Selbst nach Stunden klingt diese nicht nervig und so kann man dieser wunderbar lauschen. Hinzu kommt, dass die Musik je nach Aufenthaltsort wechselt. Die Ingamegeräusche wurden außerdem gut platziert. Zum richtigen Zeitpunkt werden immer passende Töne eingespielt. Etwas schlechter ist die Sprachausgabe. Es wurden zwar professionelle Sprecher wie Wolfgang Pampel engagiert, diese sprechen allerdings oftmals etwas unmotiviert ihre Sätze runter. Hinzu kommt, dass die Sprache nicht Lippensynchron abgespielt wird. Etwas schade ist auch, dass nur die gesprochene Sprache synchronisiert wurde. Die übrigen Handlungen und Gedanken werden leider nur per Text ausgegeben. Kommen wir nun zur Steuerung. Diese erfolgt über die Maus und dank gut sortierter Menüs bzw. einem übersichtlichen Inventar wird man schnell mit der Lenkung klar kommen. Dank hilfreicher Hotspots erkennt der Spieler auch direkt, wo er welche Aktion ansetzen kann. Leider erscheinen diese aber nur, wenn wir den Mauszeiger direkt über den gewünschten Ort halten. Etwas daneben und wir übersehen sehr schnell ein Objekt. Mit der rechten und linken Maustaste werden anschließend die Aktionen kinderleicht ausgeführt. In dem Spiel bewegen wir unsere Spielfigur ebenfalls mit der Maus. Durch einen Klick auf den Boden oder Tür bewegt sich unser Charakter zu dem gewünschten Ort. Allerdings läuft er nicht und so müssen wir weite Strecken sehr langsam zurücklegen. Das nervt mit der Zeit, vor allem, wenn wir unnötige Wege gehen. Die Wegfindung ist außerdem nicht optimal, denn oft geht unser Held unnötige Strecken. Hier hätte der Hersteller einiges besser machen können. Das gleiche gilt für die Kamera. Diese wechselt selbst in einem einzelnen Raum und so ist es oftmals verwirrend, wenn der Blickwinkel sich ändert. Wir verlieren hierdurch oft Objekte aus den Augen.

 

Fazit:

Das Eulemberg-Experiment erfindet das Genre natürlich nicht neue. Grundlegend müssen wir immer wieder das gleiche machen. Orte penibel durchsuchen, spielrelevante Objekte mitnehmen, diese gegebenenfalls kombinieren und an den richtigen Orten bzw. Personen verwenden. Kleine Rätsel wie Objekt- und Coderätsel sind dann ebenfalls vorhanden. Daneben soll der Spieler noch minutenlange Dialoge führen, die wir durch anklicken unterschiedlicher Sätze beeinflussen können. Nett ist auch, dass wir nicht nur mit einer Spielfigur agieren. Der Spielspaß wird allerdings durch ein paar technische Probleme gebremst. Vor allem die Steuerung und Kamera nerven mit der Zeit. Hinzu kommen kleinere Logikfehler und die Tatsache, dass wir Gegenstände erst mitnehmen können, wenn wir deren Verwendungszweck kennen. Dadurch muss der Spieler oft unnötige Wege gehen. Ansonsten ist das Spiel recht einfach gehalten und so werden selbst Genreneulinge nicht überfordert. Das Spiel endet dann nach gut 10 bis 12 Stunden. In dieser Zeit werden wir eigentlich recht ansprechend unterhalten. Wer also klassische Point & Klick-Adventure mag und nichts gegen eine mittelmäßige Technik hat, der darf gerne zuschlagen. Uns hat das Spiel - trotz diverser Macken - gut gefallen und so können wir "Das Eulemberg-Experiment" hartgesottenen Adventurefans ans Herz legen. Erwartet allerdings nicht zu viel von dem Spiel.

 

Features:

- Atmosphärische Abenteuergeschichte: Erleben Sie eine spannende Spielhandlung, welche Sie in dieser Form nur ausaufwändigen Mystery-Filmen her kennen.
- 3D Grafik: Tauchen Sie ein in hochwertige 3D-Grafiken und genießen Sie den Detailreichtum von echtzeitgerenderten Spielfiguren.
- Professionelles Produktionsteam: Das Spiel wurde vom bekannten Regisseur Stéphane Berry, bekannt durch die Fernsehserie "Totally Spies", inszeniert.
- Über 10 Stunden Spielspaß: Sie verbringen zahlreiche unterhaltsame Nachmittage mit der Lösung der Mysterien von "Das Eulemberg-Experiment".
- 9 Kapitel in 12 Locations: Lassen Sie sich von der einzigartigen Handlung in 9 Kapiteln fesseln und erforschen Sie 12 einzigartige Orte und Locations.
- Über 20 Nichtspieler-Charaktere: Interagieren Sie mit zahlreichen handlungsrelevanten Figuren, welche diese einmalige Welt für Sie lebendig werden lassen.
- 13 Videosequenzen: Über ein Dutzend Videosequenzen erzeugen eine einzigartige Atmosphäre voller Spannung, rätselhafter und tragischer Ereignisse.

 

 


 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

Das Eulemberg Experiment (PC)

 
 Das Eulemberg-Experiment
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 76 %  
Sound: 72 %  
Bedienung: 74 %  
Singleplayer: 78 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 76 %  
Gesamtwertung:  75 %  

Systemvoraussetzungen:

- Betriebssystem: Windows XP/ME/2000/98
- Pentium III 733 MHz (oder vergleichbar)
- 128 MB RAM
- 16 MB 3D-Grafikkarte
- 700 MB freier Festplattenspeicher

 


 

 

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