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Einleitung:
Artematica und WalkOn
bringen mit "Das Eulemberg-Experiment" ein neues Adventurespiel auf den
deutschen Markt. Das Spiel ist eine Produktion von Vincent Chalvon-Demersay
und David Michel und wurde inszeniert von Stephane Berry, dem Regisseur der
populären Fernsehserie Totally Spies. Das Eulemberg-Experiment basiert dabei
auf den Charakteren und Hintergründen eines populären italienischen
Mystery-Comics (Martin Mystère). Wir konnten uns das klassische Point &
Klickabenteuer jetzt ausgiebig ansehen. Ob sich eine Anschaffung für
Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wie bei solchen Spielen üblich kommt auch Das Eulemberg-Experiment nicht
ohne eine Story aus. Im Mittelpunkt steht Adam Quinn, der nach einer
schlaflosen Nacht einen Anruf erhält. Ein befreundeter Archäologe, der
berühmte Professor Eulemberg vom M.I.T., ist in seinem Haus tot aufgefunden
worden. Er wurde ermordet und wir sollen der Polizei helfen, den Mord
aufzuklären. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand weiß ist, dass gerade in
jenem Moment jemand anders an einer unheilvollen Maschine arbeitet, die das
Schicksal der Welt verändern könnte. Gleichzeitig meldet sich ein kranker,
alter Obdachloser und behauptet von sich selbst Adam Quinn zu sein, aber das
kann natürlich unmöglich der Wahrheit entsprechen. Bevor wir nun in das
Spiel starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das
Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint erst einmal das Hauptmenü
mit den Menüpunkten "Neues Spiel", "Spiel laden", "Optionen" und "Beenden".
Wie gewohnt kann man unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen
vornehmen. Hier finden wir auch den Menüpunkt Extras, der Grafiken und
Videosequenzen enthält. Diese kann man sich allerdings erst ansehen, wenn
sie im Spiel freigeschaltet wurden. Kommen wir zurück zum Hauptmenü. Hier
kann man unter "Spiel laden" einen bestehenden Spielstand aktivieren oder
unter "Neues Spiel" direkt in das Abenteuer starten. Nach einem kleinen Film
schlüpfen wir in die Rolle des Adam Quinn. Bevor sich unser Held auf den Weg
zum Tatort macht, muss er sich allerdings erst einmal ankleiden und den
Mechaniker kontaktieren, der sein Auto repariert. Einfach ist das nicht,
denn unsere Frau Laura hat den Zettel - mit der Nummer der Autowerkstatt -
zerrissen und die beiden Einzelteile in der Wohnung versteckt. Außerdem
rückt Iashi, unser Diener, den Schlüssel für den Kleiderschrank nicht raus.
Also durchsuchen wir die Wohnung und nehmen alles mit, was nach einem
nützlichen Gegenstand aussieht. Nachdem wir zwei Zettelfragmente gefunden
haben, können wir die Werkstatt anrufen und unser Wagen wird vor die Haustür
abgestellt. Den Schlüssel für den Kleiderschrank erhalten wir, nachdem unser
Held seinen Diener mit einer Statue bestochen hat.
Ihr merkt schon, dass alles sehr genretypisch abläuft. Der Spieler muss in
dem Spiel Orte nach nützlichen Gegenständen absuchen, diese mitnehmen, mit
Leuten sprechen und kleinere Rätsel lösen. Diese sind recht logisch
aufgebaut und so kommt man schnell auf die Lösung. Dabei wurde auf Vielfalt
geachtet, denn von Objekt- bzw. Inventarrätseln bis hin zu Code-Rätseln ist
alles vorhanden. Pfiffig ist auch das Silberscheibenrätsel, worauf wir jetzt
allerdings nicht näher eingehen wollen. Schließlich möchten wir nicht zu
viel vorwegnehmen. Schnell fällt bei den Rätseln aber auf, dass kleinere
Logikfehler vorhanden sind. Warum müssen wir z.B. unserem Diener eine Statue
geben, damit er uns den Schlüssel aushändigt. Etwas unverständlich ist auch,
dass wir oftmals Objekte erst nehmen können, wenn wir zuvor deren Nutzen
erkannt haben. So darf Adam ein Reinigungsmittel erst dann einstecken, wenn
er zuvor eine verschmutzte Waschmaschine untersucht hat. Hierdurch werden
wir gezwungen, unnötige Wege zu gehen. Übersehen wir eine Kleinigkeit, so
geht oftmals das frustrierende Suchen los. Gefundene Objekte werden dann in
unserem Inventar verstaut. Diese kombiniert der Spieler mit anderen
Gegenständen oder verwendet diese an spielrelevanten Orten bzw. Personen.
Hierdurch ergeben sich neue Aufgaben, die nicht unbedingt linear
abgearbeitet werden müssen. Klar orientiert sich das Spiel an der Story,
dennoch ist es dem Spieler freigestellt, welche parallelen Aufgaben er
gerade erledigen möchte. Neben unserem Haupthelden werden wir auch noch
andere Charaktere steuern. Dabei schlüpfen wir nicht nur in den Körper der
attraktiven Laura, sondern auch in den eines alten Landstreichers. So
agieren wir durch die unterschiedlichen Orte, die uns bis in den
mexikanischen Dschungel führen. Jeder Ort wird penibel untersucht und nach
wichtigen Objekten durchforstet. Nachdem der Spieler ein Rätsel gelöst hat,
erhalten er - durch Gespräche oder kleineren Filmeinspielungen - wichtige
Informationen bzw. es wird die Story weitergeführt.
Technik:
Die Grafik ist ganz nett ausgefallen. Wir werden zum einen vorgerenderte
Hintergründe zu sehen bekommen, die viele Details aufweisen. Hinzu kommen
nett gezeichnete Charakteren, die sich allerdings etwas hölzern bewegen. Außerdem hat der Hersteller bei der Kollisionsabfrage
geschlampt. Die Figuren laufen oftmals durch Gegenstände oder bleiben an
unsichtbaren Barrieren hängen. Daneben werden auch ein paar
Zwischensequenzen gezeigt, die allerdings keine gute Qualität haben. Ganz
nett ist auch der Sound. Zum einen hören wir eine stimmungsvolle Musik, die
dezent im Hintergrund läuft. Selbst nach Stunden klingt diese nicht nervig
und so kann man dieser wunderbar lauschen. Hinzu kommt, dass die Musik je
nach Aufenthaltsort wechselt. Die Ingamegeräusche wurden außerdem gut
platziert. Zum richtigen Zeitpunkt werden immer passende Töne eingespielt.
Etwas schlechter ist die Sprachausgabe. Es wurden zwar professionelle
Sprecher wie Wolfgang Pampel engagiert, diese sprechen allerdings oftmals
etwas unmotiviert ihre Sätze runter. Hinzu kommt, dass die Sprache nicht
Lippensynchron abgespielt wird. Etwas schade ist auch, dass nur die
gesprochene Sprache synchronisiert wurde. Die übrigen Handlungen und
Gedanken werden leider nur per Text ausgegeben. Kommen wir nun zur
Steuerung. Diese erfolgt über die Maus und dank gut sortierter Menüs bzw.
einem übersichtlichen Inventar wird man schnell mit der Lenkung klar kommen.
Dank hilfreicher Hotspots erkennt der Spieler auch direkt, wo er welche
Aktion ansetzen kann. Leider erscheinen diese aber nur, wenn wir den
Mauszeiger direkt über den gewünschten Ort halten. Etwas daneben und wir
übersehen sehr schnell ein Objekt. Mit der rechten und linken Maustaste
werden anschließend die Aktionen kinderleicht ausgeführt. In dem Spiel
bewegen wir unsere Spielfigur ebenfalls mit der Maus. Durch einen Klick auf
den Boden oder Tür bewegt sich unser Charakter zu dem gewünschten Ort.
Allerdings läuft er nicht und so müssen wir weite Strecken sehr langsam
zurücklegen. Das nervt mit der Zeit, vor allem, wenn wir unnötige Wege
gehen. Die Wegfindung ist außerdem nicht optimal, denn oft geht unser Held
unnötige Strecken. Hier hätte der Hersteller einiges besser machen können.
Das gleiche gilt für die Kamera. Diese wechselt selbst in einem einzelnen Raum und so
ist es oftmals verwirrend, wenn der Blickwinkel sich ändert. Wir verlieren
hierdurch oft Objekte aus den Augen.
Fazit:
Das Eulemberg-Experiment erfindet das Genre natürlich nicht neue. Grundlegend müssen
wir immer wieder das gleiche machen. Orte penibel durchsuchen,
spielrelevante Objekte mitnehmen, diese gegebenenfalls kombinieren und an
den richtigen Orten bzw. Personen verwenden. Kleine Rätsel wie Objekt- und
Coderätsel sind dann ebenfalls vorhanden. Daneben soll der Spieler noch
minutenlange Dialoge führen, die wir durch anklicken unterschiedlicher Sätze
beeinflussen können. Nett ist auch, dass wir nicht nur mit einer Spielfigur
agieren. Der Spielspaß wird allerdings durch ein paar technische Probleme
gebremst. Vor allem die Steuerung und Kamera nerven mit der Zeit. Hinzu
kommen kleinere Logikfehler und die Tatsache, dass wir Gegenstände erst
mitnehmen können, wenn wir deren Verwendungszweck kennen. Dadurch muss der
Spieler oft unnötige Wege gehen. Ansonsten ist das Spiel recht einfach
gehalten und so werden selbst Genreneulinge nicht überfordert. Das Spiel
endet dann nach gut 10 bis 12 Stunden. In dieser Zeit werden wir eigentlich
recht ansprechend unterhalten. Wer also klassische Point & Klick-Adventure
mag und nichts gegen eine mittelmäßige Technik hat, der darf gerne
zuschlagen. Uns hat das Spiel - trotz diverser Macken - gut gefallen und so
können wir "Das Eulemberg-Experiment" hartgesottenen Adventurefans ans
Herz legen. Erwartet allerdings nicht zu viel von dem Spiel.
Features:
- Atmosphärische Abenteuergeschichte: Erleben Sie eine spannende
Spielhandlung, welche Sie in dieser Form nur ausaufwändigen Mystery-Filmen
her kennen.
- 3D Grafik: Tauchen Sie ein in hochwertige 3D-Grafiken und genießen Sie den
Detailreichtum von echtzeitgerenderten Spielfiguren.
- Professionelles Produktionsteam: Das Spiel wurde vom bekannten Regisseur
Stéphane Berry, bekannt durch die Fernsehserie "Totally Spies", inszeniert.
- Über 10 Stunden Spielspaß: Sie verbringen zahlreiche unterhaltsame
Nachmittage mit der Lösung der Mysterien von "Das Eulemberg-Experiment".
- 9 Kapitel in 12 Locations: Lassen Sie sich von der einzigartigen Handlung
in 9 Kapiteln fesseln und erforschen Sie 12 einzigartige Orte und Locations.
- Über 20 Nichtspieler-Charaktere: Interagieren Sie mit zahlreichen
handlungsrelevanten Figuren, welche diese einmalige Welt für Sie lebendig
werden lassen.
- 13 Videosequenzen: Über ein Dutzend Videosequenzen erzeugen eine
einzigartige Atmosphäre voller Spannung, rätselhafter und tragischer
Ereignisse.
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