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Einleitung:
Nachdem das Spiel schon auf
der Playstation 2 und Gamecube erschienen ist können nun auch Xbox Besitzer
zu dem Spiel greifen. In Dakar 2 dürft Ihr eine der härtesten Rennen der
Welt nachspielen. Es handelt sich dabei um die weltberühmte Rally Paris -
Dakar, wo Fahrer mit unterschiedlichen Fahrzeugen versuchen, in ihrer Klasse
als erstes ans Ziel zu gelangen. Ob das Spiel die anderen Konsolen-Versionen
übertreffen kann und ob es besser ist als der erste Teil erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Bei der Rally Paris - Dakar handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Rally,
denn hier versuchen hunderte von Teilnehmern mit verschiedenen Fahrzeugen
wie Motorrad, Geländewagen oder LKW der Natur zu trotzen. Die Ausfallrate
ist hierbei sehr hoch und so erreichen nur wenige das endgültige Ziel.
Acclaim hat nun dieses Rennen in dem Spiel Dakar 2 simuliert. Der Spieler
kann aus verschiedenen Spielmodis auswählen. Zur Auswahl stehen Arcade,
Zeitrennen und die eigentliche Rally. Der wichtigste Modus hierbei ist der
Karrieremodus, wo die Rally nachgespielt wird. Desto weiter man hier kommt,
desto mehr wird in den anderen Bereichen freigeschaltet. Gespielt werden
darf in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Desto höher der Spieler
den Schwierigkeitsgrad auswählt, desto besser werden die Gegner und desto
problematischer wird die Rally selber. Wenn der Spieler auf leicht spielt
ist die Rally recht schnell beendet da nach drei Abschnitten schon Schluss
ist.
In den einzelnen Rennen fährt der Fahrer nicht gegen direkte Konkurrenten,
sondern gegen die Uhr. Bei Checkpunkten und am Ziel seht Ihr die aktuelle
Platzierung und die Abstände zu den anderen Fahrern. Da die Uhr das Maß für
den Erfolg ist fährt der Fahrer auch ohne störende Gegner seinen Kurs ab.
Nur selten seht Ihr mal andere Fahrer die aber trotzdem ab und zu
auftauchen. Diese müssen dann recht zügig überholt werden damit man die
vorgegebene Zeit erreichen kann. Ist ein Spieler zu langsam wird er nicht
zum nächsten Rennen zugelassen und so endet die Rally recht plötzlich. Dank
der Speicherfunktion kann man aber schnell einen neuen Versuch wagen. Leider
fällt schnell auf das die Strecken sich oft nur auf Rundkurse beschränken
was eigentlich nicht zu dieser Rally passt. Schließlich wird bei dem
original die Stadt Dakar angestrebt und da macht es wenig sinn immer im
Kreis zu fahren. Wer weiß schon was sich der Hersteller dabei gedacht hat.
Gefahren wird mit drei unterschiedlichen Fahrzeugtypen. Zur Auswahl stehen
hier Motorräder, Geländewagen und LKW´s. Viele Fahrzeuge müssen aber erst
noch freigespielt werden, sodas am Anfang erst einmal nur wenige Fahrzeuge
zur Auswahl stehen. Alle Fahrzeuge verhalten sich auch anders und so kann
man mit den Zweirädern viel besser um Kurven kommen wie mit einem dicken
LKW. Immer wieder wird der Spieler dann mit diesen Fahrzeugen Unfälle bauen
die nicht ohne Folgen bleiben. Das Fahrverhalten ändert sich mit den
Schäden, aber zum Glück können Reparaturen im Rennen zum Teil vorgenommen
werden. Ob das wirklich Sinn macht bei einer Simulation lassen wir mal
offen. Bei einem Rennen stehen dann auch noch verschiedene
Kameraperspektiven zur Auswahl. Leider wurde auf eine Cockpit Ansicht
verzichtet. Wer dann vom Singlespiel genug hat darf sich mit Freunden in den
Vierspieler Splitscreen Modus stürzen. Leider wurde die Xbox Live
Unterstützung gestrichen sodas man nicht online gegen andere Fahrer antreten
kann.
Technik:
Technisch gesehen ist Dakar 2 nicht bei den besten Rennspielen angesiedelt.
Das liegt zum teil auch an der Fahrphysik die bei fast allen Fahrzeugtypen
ähnlich ist. Gesteuert wird sehr direkt. Jede Lenkbewegung wird sehr schnell
auf das Fahrzeug übertragen. Leider gehören Unfälle zur Tagesordnung, was
dann nicht immer nur am Fahrer liegt. Der Randbereich der Straßen ist eine
gefährliche Gegend. Kommt das Fahrzeug mal zu weit an den Rand wird es
schnell mal aus der Bahn geworfen und das sogar bei Stellen die man
eigentlich gefahrlos befahren kann. Zwar könnte man sich auch davon fern
halten aber irgendwie haben die Fahrzeuge einen leichten drang zu diesen
Bereichen, so das der Fahrer dieses kaum verhindern kann. Fahrt Ihr dann
einigermaßen sicher ist es aber möglich diese später bekannten Stellen zu
meiden. Da die Steuerung recht gut und direkt gelungen ist wird das
Fahrverhalten mit der Zeit immer sicherer, sodas auch die ersten Plätze
angegangen werden können.
Optisch wird das Spiel recht ansprechend und detailreich gestaltet. Die
Level aber auch die Fahrzeuge sehen recht gut aus und lassen kaum Wünsche
offen. Ein paar Ruckler wird der Spieler aber dafür zu sehen bekommen.
Positiv fällt dann noch auf, das die Xbox-Version keine Pal Balken aufweist.
Leider wurde auf eine 60 Hz Unterstützung verzichtet was eigentlich
unverständlich ist. Trotzdem ist das Spiel optisch recht ansprechend was
auch an den Schadensmodellen liegt. So fallen auch mal Türen aus den
Fahrzeugen oder Beulen verzieren die einst glatte Karosserie. Wie in allen
Versionen des Spiels sind die Bewegungen des Motorradfahrer recht mager.
Viel zu steif sitzt er auch in Kurven auf seinem Gefährt. Beim Sound kann
man eigentlich kaum was bemängeln. Die Motoren klingen recht realistisch
aber ansonsten wird der Spieler kaum was von der Umgebung mitbekommen.
Höchstens wenn ein Fahrer einen Bach durchfährt wird ein leichtes plätschern
eingespielt. Entschädigt wird der Spieler aber durch die doch ansprechenden
Musik, die ein gutes Ambiente schafft.
Fazit:
Schade das ein wenig geschlampt wurde. Eigentlich hätte das Spiel das Zeug
dazu ein richtig gutes Rennspiel zu sein. Aber leider schafft Dakar 2 dieses
nicht, weil einfach zu viele Probleme existieren. Zum einen wäre da die
schwammige Steuerung die vor allem zu spüren ist, wenn ein Fahrzeug hohe
Geschwindigkeiten erreicht. Auch die Unfallbereiche im Randbereich sind
einfach zu heftig ausgefallen, sodas der Spieler sich oft genug fragen muß
warum der Wagen schon wieder aus der Strecke geworfen wird. Trotz allem kann
sich der Spieler mit der Zeit an diese Probleme gewöhnen und mit ein wenig
Übung geht dann erst die richtige Rally los. Das fahren gegen die Uhr wird
mit der Zeit immer spannender und da trotz recht einsamer Fahrten ab und zu
ein anderes Fahrzeug auftaucht bekommt man nie das Gefühl alleine auf der
Strecke zu sein. Die Spielvielfalt ist durch die unterschiedlichen Modis und
Schwierigkeitsgrade auch recht hoch, so das ein Spieler mit diesem Spiel
recht lange Zeit verbringen kann. Dakar 2 ist außerdem keine echte
Simulation, sondern eher ein Arcaderacer. Große Unterschiede zwischen der
Xbox-Version und der Playstation 2 Variante gibt es eigentlich nicht, sodas
sich ein warten nicht unbedingt lohnt. Grundsätzlich gehört das Spiel nicht
zu den besten Rennspielen aber es ist auch bei weitem nicht so schlecht, das
man es nicht spielen kann. Vor allem der Karrieremodus und die guten
Strecken sorgen dafür das man immer wieder ein Rennen startet. Wer
Rallyspiele mag und über ein paar technische Probleme hinweg sehen kann wird
mit einem Kauf zufrieden sein. Wer sich nicht sicher ist sollte vor einen
Kauf Dakar 2 erst einmal anspielen um dann die richtige Entscheidung zu
treffen.
Feature:
- Im Gegensatz zu üblichen Rallyspielen bietet Dakar 2 eine aufregende
Alternative, die den Spieler von Stadtabschnitten in Frankreich, Spanien und
Marokko bis zu typischen Dakar Landschaften führt
- Komplett lizenzierte Wagen, Trucks und Motorräder
- Schadensmodell bei allen Fahrzeugen - sichtbar und physikalisch, d.h. der
Schaden wirkt sich auf das Fahrverhalten der Fahrzeuge aus. Räder eiern,
Bremsen versagen, Motoren laufen heiß...
- 3 Fahrzeugtypen: Rennwagen vs. Trucks vs. Motorräder in einem 600
Wagenrennen von Paris nach Dakar
- Interaktion mit der Umgebung inklusive Tiere, Bevölkerung, Wasser, Büsche,
Bäume etc.
- Mit dem Original-Kommentator von Eurosport
- Exklusives Interviewmaterial und Rallyausschnitte im Spiel
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