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Einleitung:
Mit dem Spiel Daemon Vector
bringt Frogster Interactive ein neues Kampfrollenspiel auf den deutschen
Markt. Schon beim Kauf werden wir positiv überrascht, denn das Spiel kostet
gerade einmal 29,99 Euro. Wir konnten uns Daemon Vector jetzt ein wenig
näher ansehen. Ob nicht nur der Kaufpreis überzeugen kann, erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich kommt auch dieses Spiel nicht ohne eine Story aus. Die Reise des
Marco Polo im 14. Jahrhundert inspirierte viele aristokratische Häuser zum
Aussenden von Expeditionen ins ferne Asien, um sich an den dortigen Schätzen
zu bereichern. Der Sohn eines solchen Abenteurers entdeckte unter dem
Vermächtnis seines Vaters ein geheimnisvolles Siegel mit dem Namen "Fu-Xi"
und lernte nach langen Studien von seiner unermesslichen Macht. Durch das
Öffnen des Siegels setzte er ungeahnte Kräfte frei - Menschen verwandelten
sich in grausame Monster und fielen alles an, was sich um sie bewegte. Die
Überlebenden verließen fluchtartig die befallenen Gebiete, doch für die
"Seuche" galten keine Grenzen. Gerade als die Erde am Abgrund des Chaos
schwebte, machen sich zwei Menschen auf, um sich dem Verderben entgegen zu
stellen. Die Story wird am Anfang passend durch ein englischsprachiges Intro
eingeleitet. Anschließend finden wir uns im Hauptmenü wieder. Hier erblickt
der Spieler die Menüpunkte "Neues Spiel", "Spiel laden" und "Option". Wie gewohnt
können wir unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Ist
ein Spielstand vorhanden, so können wir diesen unter Spiel laden aktivieren.
Am Anfang müssen wir natürlich ein neues Spiel starten. Anschließend folgt
ein Menü, indem wir uns eine Spielfigur aussuchen. Angeboten werden zum
einen die männliche Spielfigur Asgard und der weibliche Charakter Rhea.
Asgard Roy, genannt das Wahnsinnige Schwert, ist von adeliger Abstammung und
war überall als hervorragender Schwertkämpfer bekannt. Sein Vater entsendet
ihn, um den Tod Nyvens zu untersuchen, der der beste Freund seines Vaters
und der Vater von Rhea war. So zieht Asgard los, um Nyven zu rächen und sich
neuen Herausforderungen zu stellen. Mit seinem großen und dennoch flinken
Schwert nimmt er es mit allen Monstern auf, die seinen Weg kreuzen. Rhea
dagegen entstammt der heimlichen Ehe Nyvens mit einem Bauernmädchen namens
Seana. Sie hat das weiße seidige Haar ihrer Mutter geerbt und den mächtigen
alten Speer ihres Vaters. Als ihre Eltern ermordet wurden, sann Rhea auf
Rache und machte sich auf den Weg in deren Heimatstadt, um Gerechtigkeit
einzufordern. Beide Spielfiguren haben natürlich unterschiedliche
Charakterwerte und so spielen sie sich jeweils etwas anders. Das war aber
noch nicht alles. Asgard und Rhea haben verschiedene Ziele und daher
schlagen sie auch unterschiedliche Wege ein. Der selbstbewusste Asgard
beginnt in einem Dorf, in dem es vor Feinden nur so wimmelt. Mit seinem
Schwert kämpft der Held gerne gegen die diversen Monster. Rhea hingegen sinnt auf Rache und
zieht es vor, sich heimlich zur Basis des Feindes vorzuarbeiten. Hierdurch
haben wir die Möglichkeit unterschiedliche
Wege zu gehen. Nachdem wir nun eine Spielfigur ausgewählt haben, folgt ein
weiterer Film. Dieser führt den Charakter passend in das Spiel ein. Wir werden in
dem Spiel übrigens weitere Rendersequenzen zu sehen bekommen. Diese treiben
die Story mit englischer Sprache und deutschen Texten immer wieder voran.
Wir starten nun in einer Kaserne, welcher eine Art Trainingsbereich
darstellt. Hier trifft unsere Spielfigur unterschiedliche Leute, die uns - über deutsche
Textfenster - nützliche Hinweise geben. Wir erfahren wie man kämpft, wie man
sich verteidigt und das man in Kisten nützliche Objekte findet. Ein paar
Übungskämpfe dürfen wir auch noch machen, bevor es in das eigentliche Spiel
geht. Der Spieler gelangt nun auf die Weltkarte. In diesem Bereich könnt Ihr
den Abenteuerpfad wählen. Bereits bewältigte Stufen werden durch blaue
Punkte angezeigt; neue Stufen durch rote Punkte. Unsere aktuelle Position
ist durch eine Fahne gekennzeichnet. Uns werden in diesem Bereich also unterschiedliche
Missionen angeboten. Nachdem wir ein Level ausgewählt haben, gelangen wir in
den angewählten Spielabschnitt. Hier dürfen wir uns nun mit zahllosen Untoten auseinandersetzen. Wir spielen in einer Third-Person-Perspektive und
die Kamera können wir frei drehen. Unsere Hauptaufgabe ist es nun die vielen
Gegner durch diverse Schläge niederzustrecken. Dieses geschieht durch
stetiges Klicken auf die linke Maustaste. Daneben gibt es noch andere
Angriffsmöglichkeiten, wie unseren sekundären Angriff mit der rechten
Maustaste. Außerdem kann der Spieler eine Spezialattacke mit der mittleren
Maustaste ausführen. Als letztes können wir noch den so genannten
Instant-Kill-Move ausführen. Dazu müssen wir erst blocken und dann
zuschlagen. Hierdurch können wir einen am Boden liegenden Zombie sofort
töten. Allerdings klappt dieses nur, wenn wir ein wenig Zeit haben und nicht
von anderen Untoten angegriffen werden. Um einen Bereich abzuschließen,
müssen wir nun alle vorhandenen Feinde erledigen. Entweder öffnen sich
anschließend automatisch verschlossene Tore oder wir erhalten einen
Schlüssel von erledigten Gegnern. Mit diesem kann unsere Spielfigur eine Tür
auch selber öffnen. Rollenspiel-Elemente sind in dem Spiel ebenfalls
vorhanden. Wir erhalten zum Beispiel von besonders starken Gegnern diverse
Ausrüstungsgegenstände wie Waffen, Ringe oder Rüstungen. Hin und wieder
können wir außerdem mit anderen Charakteren sprechen. Von diesen
erhalten wir dann Infos oder ebenfalls neue Ausrüstungsgegenstände. Im
Ausrüstungsmenü können wir die erhaltenen Objekte dann anlegen. Hierdurch
wird unsere Lebensenergie, Angriffskraft oder Verteidigungsstärke gesteigert
oder die Abwehr gegen Feuer oder Gift erhöht. Nach Abschluss eines Levels
kann sich der Spieler zusätzlich den aktuellen Status seines Charakters
ansehen. Anschließend stürzen wir uns in den nächsten Spielabschnitt.
Technik:
Die Technik ist leider nicht sonderlich gut ausgefallen. Die Texturen sehen
sehr verwaschen und undetailliert aus. Hinzu kommen relativ wenig Objekte in den Levels. Hier hätte man bei weitem
mehr machen können. Das gleiche gilt für die CPU-Figuren. Diese wurden
genauso schlecht modelliert wie animiert. Viel zu hölzern bewegen sie sich
durch die Levels. Selbst unsere Spielfigur sieht nur ein wenig besser aus.
Allerdings bewegt sich unser Held geschmeidiger durch die Spielabschnitte.
Hin und wieder bekommen wir noch ein paar kleine Effekte wie Feuer oder
Spezialangriffe zu sehen. Bei der Kamera hätte man ebenfalls einiges besser
machen können. Das schwenken der Ansicht klappt noch recht gut aber es ist
genauso wenig eine Zoomfunktion vorhanden wie eine Blickwinkeländerung. Der
Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Die Musik passt zwar zum
Spiel, allerdings wird diese ständig wiederholt und so nervt sie mit der
Zeit. Bei den Soundeffekten wird es nicht besser. Hier wurde ganz klar an
der Vielfalt gespart. Immer wieder werden die gleichen langweiligen Töne
eingespielt. Das beste Beispiel dafür sind die Schrittgeräusche, die
überhaupt nicht realistisch klingen. Die Steuerung ist dagegen ganz in
Ordnung. Unsere Spielfigur macht eigentlich immer das, was wir ihr sagen.
Allerdings ist die Lenkung sehr monoton, da wir hauptsächlich auf die linke
Maustaste klicken. Das bringt uns auch schon zum Schwierigkeitsgrad. Dieser
ist sehr einfach. Das liegt vor allem an der nicht vorhandenen KI der
Gegner. Diese stürmen direkt auf uns zu. So etwas wie zurückweichen kennen
sie nicht und durch ihre Langsamkeit sind sie ein gefundenes fressen für
unsere Spielfigur. Unverständlich ist auch noch, dass die Gegner erst aktiviert
werden, wenn wir fast vor ihnen stehen. Selbst wenn wir in Sichtweite gegen
andere Untote kämpfen, bleiben die CPU-Figuren seelenruhig stehen. Hierdurch
werden die Kämpfe schnell langweilig. Fasst man nun alles zusammen, so kann
die technische Seite leider nicht überzeugen.
Fazit:
Daemon Vector hat zwar gute Ansätze aber leider auch viele Macken. Vor allem
die technische Seite haut einen nicht vom Hocker. Das Gameplay ist dann auch
noch sehr monoton. Um in einem
Level weiter zu kommen, brauchen wir eigentlich nur einen dummen Gegner
nach dem anderen zu töten. Dazu benötigen wir hauptsächlich die linke
Maustaste. Der Hersteller hätte neben einer besseren
Grafik und Sound auch mehr Vielfalt in das Spiel einbauen können. Immer
wieder kämpfen wir gegen die gleichen Gegner und der lineare
Levelaufbau bringt ebenfalls keine Abwechslung in das Spiel. Außerdem ist der
Schwierigkeitsgrad so einfach gehalten, das selbst Anfänger anfangen zu
gähnen. Zumindest stimmt der Kaufpreis. Für unter 30 Euro darf man stundenlang seine Maus vergewaltigen und viele Gegner ins Jenseits schicken.
Wer also auf sehr einfache und monotone Kampfspiele steht, kann bei diesem
Spiel zuschlagen. Alle anderen sollten doch lieber zu einem anderen Spiel
greifen oder zumindest vor einem Kauf ein Probespiel wagen.
Features:
- Zahlreiche Attacken-Kombos erlauben verschiedene Kampfstrategien.
- Erstaunliche visuelle Effekte in Zeitlupenaufnahmen.
- Mit jedem neuen Level werden weitere Fähigkeiten und Attacken verfügbar.
- Jeder Held folgt seiner eigenen Geschichte und bietet somit einen Anreiz
zum wiederholten Durchspielen.
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