Einleitung:
Nach dem großen Erfolg des Spiels
Traitors Gate bringt The Adventure Company einen zweiten Teil auf
den Markt. Es handelt sich hierbei um das Spiel Cypher: Code der
Verdammnis. In dem Spiel wird der Agent Raven in eine neue Mission
geworfen. Er soll gefährliche Terroristen in alten babylonischen
Stätten jagen. Wir konnten jetzt die fertige PC-Version testen. Ob
sich das Spiel lohnt erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Extremisten entwickeln einen heimtückischen Computervirus. Über
geheime Satelliten und getarnte Kommunikationssysteme vernetzt,
haben sie nur ein Ziel: Amerika durch Anschläge zu attackieren und
damit den Weltfrieden zu zerstören. Der Agent Raven heftet sich im
Wettlauf gegen die Zeit an ihre Fersen um die Erde zu retten. Der
Spieler steuert hierbei den Agent Raven durch babylonische Stätte
und labyrinthähnliche, in der Wüste versteckte Kellersysteme. Hier
befindet sich das Hightech-Labor der Staatsfeinde. Nun soll der
Spieler zahlreiche Puzzles und kniffelige Herausforderungen lösen um
die Feinde aufzuhalten. Bevor das Spiel losgeht dürfen wir erst
einmal ein nettes Intro ansehen.
Nachdem wir ein neues Spiel gestartet haben erblicken wir unsere
Spielfigur aus der Third-Person-Perspektive. Gesteuert wird der Held
mit Tastatur und Maus. Dabei wird die Richtung mit den Tasten und
der Blickwinkel mit der Maus bestimmt. Raven hat einige nützliche
Spionagewerkzeuge wie Gasmasken und Bomben, sowie eine
Fiberoptik-Kamera bei sich. Zusätzlich hilft das Pentagon Internal
Affairs Department. Auch die i-Moc unit, die per Netzhaut-Scanning -
über TV-Monitore - beispielsweise Türschlösser öffnet, darf genutzt
werden. Außerdem haben wir Schriftstücke bei uns die hilfreiche
Tipps geben. Diese sollte der Spieler unbedingt durchlesen. So
agieren wir nun in den Level und versuchen die vielen taktischen,
logischen und umgebungsbedingte Rätsel zu lösen.
In den meisten Räumen müssen wir nun irgendwelche Aufgaben
erledigen. Das sind zum Beispiel Schalter oder Hebelrätsel. Am
Anfang erblicken wir einen Raum, indem es anscheinend nicht weiter
geht. Nachdem wir nun unsere Unterlagen durchforstet haben, erkennen
wir schnell, dass ein Geheimschalter vorhanden sein muss. Diesen
finden wir dann auch recht zügig - da uns eine Zeichnung hilft. So
kommen wir in den nächsten Abschnitt, wo es dann mit weiteren
Rätseln weiter geht. Der Spieler muss in den Räumen aufpassen, da
sich dort Fallen oder giftige Tiere befinden können. Tappen wir dort
rein ist die Mission sofort beendet. Zum Glück gibt es aber eine
Speichermöglichkeit, so dass wir mit einem Speicherpunkt direkt
weiter machen können.
Technik:
Optisch sieht das Spiel ganz nett aus. Neben den guten Texturen
erblicken wir auch angenehme Licht und Schatteneffekte. Leider sehen
die Räume ein wenig steril aus. Die Figur selber sieht ebenfalls
ganz passabel aus, auch wenn sie sich ein wenig hölzern bewegt. Die
Steuerung mit Tastatur und Maus ist schnell erlernt und so wird hier
kaum ein Spieler große Probleme bekommen. Leider werden manche
Aktionen wie zum Beispiel Schalter drücken nicht immer ausgeführt.
Steht man ein wenig daneben so passiert nichts. Hinzu kommt das man
die Belegung nicht ändern kann. So frage ich mich heute noch, warum
der Hersteller die Aktionen nicht auf die linke Maustaste gelegt
hat. Die Figur ist dann auch noch von den Bewegungen sehr
eingeschränkt. So bleiben wir fast an jedem Stein hängen. Daneben
darf der Spieler einen netten Sound genießen. Allerdings man diesen
im Spiel nur selten zu hören bekommen. Leise Klänge werden ab und zu
mal eingespielt. Ansonsten bekommen wir nur noch Geräusche zu hören,
wenn wir Aktionen z.B. an Schaltern ausführen. Leider ist dieses
Ambiente ein wenig langweilig und so kommt nur selten richtig gute
Stimmung auf. Der Hersteller hat uns dann noch eine komplette
Übersetzung gegönnt. So dürfen wir neben der Sprache auch sämtliche
Schriftstücke in deutscher Sprache lesen.
Fazit:
Cypher: Code der Verdammnis hätte in gutes Spiel werden können.
Leider reicht es nicht ganz dazu, da einige Punkte zu bemängeln
sind. Zum einen wäre da das Ambiente. Die Räumlichkeiten sorgen zwar
für ein nettes Umfeld aber da viele Räume sehr spartanisch
ausgestattet sind wird nicht viel Abwechslung geboten. Hinzu kommt
das der Sound nur das notwenigste bietet. Zumindest kommentiert der
Held einige Aktionen, so dass wir neben Schalterdrücken auch mal was
anderes zu hören bekommen. Auch die Steuerung ist nicht vorbildlich,
denn der Spieler darf noch nicht einmal die Tasten frei
konfigurieren. Dann sind die Aktionen auch noch auf der Enter-Taste
gelegt, so dass wir oft umgreifen müssen. Hier wäre es besser
gewesen die Maustasten zu benutzen. Hinzu kommt auch noch das man
theoretisch an jeder Ecke sterben kann, denn die Fallen schlagen
blitzschnell zu. Dank einer guten Savefunktion wird dieses aber kein
großes Problem werden. Zumindest sorgen die Fallen für ein wenig
Spannung. Die Rätsel sind zwar sehr abwechslungsreich aber richtig
fordert sind sie leider nicht. So können diese vor allem
Genreanfänger begeistern. Profis werden sich wohl eher langweilen.
Trotz allem ist Cypher: Code der Verdammnis ein nettes
Knobel-Adventure das vor allem Genre Neulinge begeistern wird. Da
das Spiel aber wenig Aktioneinlagen bietet wird es wohl für viele zu
öde sein. Wer sich nicht davon abschrecken lässt kann ein Spiel
erleben was trotz technischer Macken zeitweise fesseln kann.
Features
o spannende Locations, beispielsweise der Mittlere Osten, verborgene
Höhlensysteme in der Wüste oder unterirdische High-Tech Labore,
sorgen für Abwechslung
o verschiedenste Ausrüstungsgegenstände und Spionagemittel wie
Satelliten oder Computerviren helfen oder gefährden den Helden
o taktische, logische und umgebungsbedingte Rätsel fordern Spieler
und unterstützen die Story
o atmosphärischer Soundtrack verhilft zu absoluter Spielerfahrung