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Einleitung:
Fans von Adventurespielen
können Ihre Festplatte putzen und die Maus entstauben, denn Momentum Digital
Media Technologies und Phoenix Rising Productions veröffentlichen mit Culpa
Innata ein neues und vor allem sehr düsteres Adventure in Deutschland.
Dieses erscheint übrigens exklusiv auf dem PC. Wir konnten uns jetzt die fertige
Version ausgiebig ansehen. Ob sich das Game für Genrefans und
Hobbykriminologen lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Eine spannende Story darf natürlich bei einem Adventure nicht fehlen.
Adrianopolis im Jahre 2047: Es ist das goldene Zeitalter der Menschheit. Zum
ersten Mal in der Geschichte haben sich die Länder mit den wichtigen
Ressourcen in einer Weltunion vereinigt. In dieser utopischen Gesellschaft,
in der "Das überleben der Besten" gilt, erfolgt der nächste unvermeidliche
Schritt. Nur die Elite kann würdig unter dem Banner der Weltunion leben -
die Klügsten, Gesündesten und Reichsten. Die altruistischen Neigungen, die
die individuelle Entwicklung und den wirtschaftlichen Fortschritt
behinderten, werden aufgegeben, Krankheiten und Kapitalverbrechen existieren
nicht mehr und die Zukunft hat nie besser ausgesehen. Aber diese perfekte
Welt hat ein Geheimnis. Dieses Geheimnis ist nun bereit gelüftet zu werden.
Ein Bewohner der Weltunion wurde in Russland ermordet, einem der wenigen
verbliebenen Randstaaten. Dieser Mord trifft sonderbarerweise mit dem
Unfalltod eines prominenten Professors in Adrianopolis, der wichtigen
Grenzstadt zwischen der Weltunion und Russland, zusammen. Der
Friedensoffizier Phoenix Wallis wurde beauftragt, die Morduntersuchungen zu
führen. Jung und unerfahren macht sie bald Entdeckungen die ihre
Vorstellungskraft übersteigen, als sich plötzlich aus unerklärlichen Gründen
Hacker und Staatsfeinde für Phoenix zu interessieren beginnen. Ihre
Untersuchungen decken die rätselhaften Hinweise auf, die sie viel tiefer in
die mysteriöse Kriminalgeschichte führen und stellen eine Herausforderung
dar, nicht nur diesen Fall aufzuklären, sondern auch standhaft in ihrem
Glauben an die Weltansichten zu sein, die sie geschworen hat zu beschützen.
Bevor wir nun in das Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von
vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint
das obligatorische Hauptmenü. Hier dürft Ihr unter Optionen die
spielrelevanten Einstellungen anpassen oder in ein zuvor gesichertes oder
neues Spiel starten. Im Anschluss folgt ein einführendes Intro inkl.
deutscher Sprachausgabe, das uns stimmungsvoll in das Adventure hinein
bringt. Jetzt schlüpft der Spieler endlich in die Haut der attraktiven
Phoenix Wallis. Culpa Innata ist ein klassisches Point-&-Click-Adventure-Spiel
und dementsprechend wird fast alles mit der Maus gemacht. Mit dieser steuern
wir auch unsere Heldin durch die diversen Hintergrundbilder. Unsere
Mausanzeige kennzeichnet dabei mögliche Interaktionen wie die Bewegung
unserer Figur oder wenn wir mit Gegenständen agieren können. Fahrt Ihr mit
dem Cursor über ein Objekt, so wird uns sofort gezeigt, ob wir diesen kennen
oder noch untersuchen müssen. Außerdem kann man Dinge aufnehmen oder
manipulieren. Hin und wieder darf unsere Figur auch Objekte bewegen oder
eingesammelte Gegenstände verwenden.
Auf unseren Erkundungstouren trifft man auch diverse Charaktere, mit denen
man ausschweifende Dialoge führt. Das war natürlich noch nicht alles.
Daneben kann man noch Bilder aufnehmen, die dann im Inventar erscheinen. Zu
Beginn erhält Phoenix einen Personal Assistant (PA), der viele Funktionen
besitzt. Im Inventar findet Ihr außerdem viele Gegenstände, die wir während
der Ermittlung aufgesammelt haben. Hier kann man diese dann noch einmal
untersuchen oder benutzen. Die kennen gelernten Personen findet Ihr
ebenfalls in unserem PA. Diese darf man hin und wieder auch mal über ein
Bildtelefon anrufen. Damit wir uns in der virtuellen Welt zurecht finden,
gönnt uns der Hersteller eine nette Karte. Mit dieser kann man sich nicht
nur in der Spielwelt orientieren, sondern auch schnell zu gewünschten Orten
gelangen. Dort angekommen, erkundet der Spieler wieder die Umgebung und
untersucht alles, was wichtig erscheint. Dabei werden wir übrigens oftmals
lange Wege zurücklegen müssen. Die Welt ist relativ groß und da wir häufig
etwas benötigen, werden wir dementsprechend oft durch die Gegend gescheucht.
Ein Problem, das viele Genrevertreter haben. Die eingesammelten
Informationen werden dann in unser Tagebuch niedergeschrieben. So kann man
alles später noch mal nachvollziehen. In unserem Büro gibt es dann noch
einen Computer. Mit seinen Fähigkeiten werden kleinere Rätsel wie
Datenbankrecherchen, Entschlüsselungen oder 3D-Bilddatenrekonstruktionen
gelöst. An eine weitere nette Sache hat der Hersteller dann auch noch
gedacht. Wir dürfen unsere Schönheit auch umziehen. Unsere Spielfigur wird
also nicht die ganze Zeit in den gleichen Klamotten herumlaufen. Es kommt
sogar vor, dass wir uns neu einkleiden müssen. Es macht sich schließlich
nicht gut, wenn wir mit einer Uniform ins Nachtleben eintauchen. So erkunden
wir nun die diversen Umgebungen, durchsuchen diese nach nützlichen Objekten,
reden mit vielen Leuten, lösen kleinere Aufgaben bzw. Rätsel wie
Kombinationsrätsel oder Knobelaufgaben und folgen der recht interessanten
Story.
Technik:
Mit der technischen Seite kann man ganz zufrieden sein. Da wäre zum einen
die Grafik. Wir werden viele unterschiedliche Umgebungen erblicken, die
teilweise nette Details zeigen. Allerdings gibt es auch immer wieder Räume,
die sehr karg aussehen. Außerdem sind viele Texturen unscharf. Hier haben
andere Genrevertreter schon eindrucksvolleres gezeigt. Zumindest gönnt man
uns nette Beleuchtungen und kleinere Effekte. Viel besser sehen die vielen
Sequenzen aus. Man merkt sofort, dass hier der Entwickler viele Arbeit rein
gesteckt hat. Das ist auch notwenig, denn die Story muss bei solchen Spielen
- durch gut gemachte Filme - anständig zusammengehalten werden. Das schafft
das Spiel meistens auch. Die Movies zeigen viele nette Kamerafahrten,
wodurch alles sehr cineastisch wirkt. Etwas magerer kommen die Charaktere
rüber. Unsere Spielfigur sieht zwar nett aus, mehr aber auch nicht. Hinzu kommen die Gesichter, die ebenfalls ein wenig
anspruchsvoller sein
könnten. Bei den Animationen hat man auch schon geschmeidigere
Bewegungen gesehen. Viel zu hölzern bewegen sich die Figuren im Spiel. Dafür
gönnt man uns viele Gestiken, die ein wenig entschädigen. Der Sound hat uns
dagegen gut gefallen. Eine stimmungsvolle Musik begleitet das Geschehen und
kleine Ingamegeräusche werden immer passend eingespielt. Nett sind auch die
deutschen Synchronsprecher, die ihre Arbeit gut machen. Sie klingen zwar hin
und wieder etwas künstlich, als wirklich störend haben wir das allerdings
nicht empfunden. Die Kamera hat alles im Blick. Es wird uns
ständig eine feste Perspektive gezeigt, die alles gut erkennen lässt. Mit
der sehr einfachen Steuerung wird jeder schnell klar kommen. Diese
orientiert sich am Genre und somit wird jeder, der schon einmal so ein Spiel
gespielt hat, direkt in das Abenteuer einsteigen können. Der
Schwierigkeitsgrad ist recht ausgewogen. Die Rätsel sind logisch und nicht
allzu schwer. Dennoch gibt es ein paar Aufgaben, die einen zum Schwitzen
bringen.
Fazit:
Culpa Innata erfindet das Genre nicht neu. Es erwarten Euch typische
Adventure-Elemente wie viele unterschiedliche Umgebungen, aufsammelbare
Objekte und unzählige Gespräche. Hinzu kommen diverse Rätsel und Aufgaben,
die in altbekannter Manier gelöst werden. Auch bei der Grafik reißt das
Spiel keine Bäume aus. Die Optik ist hübsch, mehr aber auch nicht. Trotzdem
hat das Spiel auch packende Momente, die einen an den Monitor fesseln. Das
kommt vor allem durch die wirklich ansprechende Story zustande. Die
gesellschaftskritische Geschichte beinhaltet viele Wendungen und das
Gameplay ist nonlinear aufgebaut. Hierdurch wird man gut motiviert, ein
weiteres Mal das Spiel durchzuspielen. Wer also nicht nur High-End-Games
spielen muss, eine gute Story genauso bevorzugt, wie klassische
Adventureelemente, der wird von dem Spiel nicht enttäuscht sein. Auch wenn
nicht alles Perfekt ist, hat uns Culpa Innata gut gefallen und so können wir
es Genrefans ans Herz legen.
Features:
- Benutzerfreundliche und intuitive Maussteuerung (Point&Click)
- interessante Story
- Intuitives Dialogsystem mit verzweigenden Gesprächsfolgen
- 3D-gerenderte Charaktere und Umgebungen
- Cutscenes auf hohem technischen Niveau
- Nicht-lineare Story
- Mehr als 50 unterschiedliche Charaktere
- Über 50 diverser Umgebungen
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