Geschicklichkeits- bzw.
Denkspiele sind eher ein zweitrangiges Genre. Dennoch gibt es viele Gamer,
die gerne ihre grauen Gehirnzellen anschmeißen um knifflige Aufgaben zu
lösen. Wer solche Spiele mag, der darf seine PSP jetzt entstauben, denn die
Würfelknobelei Cube kommt auf den deutschen Markt. Wie der Titel es schon
verrät, stehen abstruse Würfel im Mittelpunkt dieses Spiels. Schon beim Kauf
kommt die erste kleine Überraschung, denn das neuste D3 Publisher of
Europe-Spiel kostet noch nicht einmal 30 Euro. Ob sich das Spiel nicht nur
für Knobelexperten lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Bevor wir uns in die ersten von gut 135 3D-Leveln stürzen, wollen wir erst
einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint
das obligatorische Hauptmenü. Hier findet Ihr die Menüpunkte "Ein Spieler",
"Zwei Spieler", "Level-Editor", "Optionen" und "Extras". Unter zu letzt
genannten Punkt greift Ihr auf nette Extras im Spiel zu. Die spielrelevanten
Einstellungen, könnt Ihr außerdem unter Optionen anpassen. Wer gerne ein
wenig kreativ sein möchte, der sollte in den Level-Editor wechseln. Das ist
ein Tool, mit dem wir eigene Cube-Level erstellen oder bearbeiten können.
Somit kann jeder Spieler, der ein wenig Zeit investiert, unendlich viele
Levels spielen. Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. Dieses kann man zum
einen mit zwei Leuten spielen. Dazu benötigt Ihr allerdings eine zweite PSP
und ein weiteres Game. Ist alles vorhanden, so könnt Ihr in den Spielarten
Sammeln, Zusammen, Sieg und Rennen diverse Knobelaufgaben gemeinsam oder
gegeneinander bestreiten. Die meisten werden allerdings den
Einzelspielerbereich bevorzugen. Diesen erreicht Ihr unter dem Menüpunkt ein
Spieler. Hier kann man in den oben schon erwähnten 135 Leveln seine
Puzzle-Fertigkeiten trainieren. Anfangs stehen drei Zonen zur Auswahl.
Schließen wir in einem Abschnitt zwei Zonen ab, so werden schwierigere Zonen
im nächsten Abschnitt freigeschaltet. Das Spiel beginnt dann an der
Startplattform. Von hier aus kann der Spieler auf seine bereits
freigeschalteten Levels, sowie auf eine Reihe von Trainingsleveln zugreifen.
Diese sind nützlich um die Grundlagen des Spiels zu erlernen. Daneben gibt
es noch Portale für leichte, mittlere, schwere und Bonus-Bereiche. In jedem
Level müssen Aufgaben innerhalb einer bestimmten Zeit erledigt, Hindernisse
überwunden und Rätsel gelöst werden. Außerdem muss der Akteur den Ausgang
erreichen.
Auf unserem Bildschirm sehen wir nicht nur das Level, sondern auch noch eine
Schlüsselanzeige. Diese gibt an, wie viele Schlüssel der Spieler schon
eingesammelt hat. Hinzu kommt eine Zeitlimitanzeige. Hier wird die Zeit
angezeigt, innerhalb derer man das Level abschließen muss. Schaffen wir das
ganze unter dem Gold-Zeitlimit, so können wir sogar "Golden" werden. Die
Steuerung ist relativ einfach. Mit den Pfeiltasten kann man unseren Cube
recht intuitiv auf dem Untergrund bewegen. Mit der L bzw. R-Taste wir die
Kamera geschwenkt. Wahlweise darf man außerdem mit dem Analogpad die Kamera
drehen. Hinzu kommt ein Zoom, den wir mit der Dreiecks- und Viereckstaste
bedienen. Kommen wir dann an Gegenständen, so muss man diese mit X
aktivieren. Das war es dann auch schon. Nach wenigen Minuten kommt jeder mit
der Steuerung klar und so kann man sehr schnell in das Spielgeschehen
einsteigen. Gespielt wird nun auf sehr verworrenen Würfeluntergründen, die
immer neue Herausforderungen für uns bereithalten. Um den zahllosen
Hindernissen auszuweichen, braucht es nicht nur ein helles Köpfchen, sondern
auch räumliche Vorstellungskraft. Schließlich wechseln wir ständig die
Oberfläche bzw. drehen das komplette Spielfeld, um z.B. auf die Unterseite
der zu begehenden Würfel zu gelangen. Oben oder unten spielt also bei Cube
keine Rolle. Wichtig ist allein der richtige Weg um den Ausgang zu finden
ohne dabei Bomben oder anderen Hindernissen zu begegnen. Dabei sammeln wir
nette Items auf und lösen diverse Aufgaben. Rollen wir dann auf den Ausgang
eines Levels, erscheint der Siegerbildschirm. Es folgt eine kleine
Statistik, die angibt, wie lange wir für das Level gebraucht haben und wie
viele Schlüssel man eingesammelt hat. Im Anschluss geht es in das nächste
oder wahlweise in das gleiche Level. So knobeln wir uns nun mit unserem
Würfel durch diverse Spielabschnitte, lösen kleinere Aufgaben, sammeln
Schlüssel ein und überlisten knifflige Hindernisse.
Technik:
Die Grafik ist nicht sonderlich eindrucksvoll. Allerdings muss man dabei
beachten, dass es sich hierbei um ein Knobelspiel handelt. Die Optik ist
daher eher zweckmäßig. Wir werden viele bunte Laufflächen erblicken, die
leider nur wenige Details zeigen. Passend dazu wird allerdings ein
futuristisches Hintergrundbild eingeblendet, das immer wieder kleinere
Effekte zeigt. Unser Würfel sieht dann auch recht karg aus. Allerdings stört
das bei so einem Spiel nicht wirklich. Viel wichtiger sind die Denkaufgaben
und diese sind reichlich vorhanden. Um Herausforderungen zu lösen bedienen wir uns einer
sehr einfachen aber auch guten Steuerung. Unser Würfel reagiert sehr direkt
auf unsere Anweisungen. Außerdem haben wir mit wenigen Tasten alles im Griff
und so kann man - schon nach einer sehr kurzen Einarbeitungszeit - direkt in das Spiel
einsteigen. Erwähnen muss man allerdings, dass man grundsätzlich nicht viel
machen kann. Bis auf die Lenkbewegung, braucht Ihr nur noch die Kamera
drehen bzw. zoomen und die Aktionstaste drücken. Wirklich kompliziert ist
das wirklich nicht. Das bringt uns auch schon zum Schwierigkeitsgrad. Dieser
ist recht anspruchsvoll, denn die gestellten Aufgaben haben es später
wirklich in sich. Alles beginnt aber sehr einfach und so wird man gut in das
Spiel und die Herausforderungen geführt. Langsam aber sicher werden die
Levels dann komplizierter und so kommen selbst Genrekenner ins Schwitzen.
Der Sound passt dann noch zum Spiel. Wirklich viel werden wir allerdings
nicht zu hören bekommen. Meistens lauschen wir fetzigen Klängen, die gut zum
Geschehen passen. Fasst man alles zusammen, so kann die technische Seite als
solide aber auch unspektakulär bezeichnet werden.
Fazit:
Es ist schon klar, dass man solche Spiele mögen muss. Nicht jeder wird sich
lange mit einem Würfel und vielen unterschiedlichen dreidimensionalen Räumen
beschäftigen können. Wer allerdings erst einmal so richtig in das Spiel
eingestiegen ist, wird kaum noch von Sonys Handheld los kommen. Die Aufgaben
werden immer anspruchsvoller und da dann auch noch die Steuerung sehr einfach
ist, kann man sich voll und ganz auf die gestellten Herausforderungen konzentrieren.
Vor allem muss man ein räumliches Vorstellungsvermögen besitzen, um wirklich
schnell durch die Levels zu kommen. Ist man dann hinter das Spielprinzip
gestiegen, will man nur noch weiter machen. Das Gameplay ist äußerst
motivierend und da sehr viele Cube-Level vorhanden sind, kann man
wirklich lange Zeit mit dem Spiel verbringen. Nutzt Ihr dann noch den
Editor, so sind die spielerischen Möglichkeiten fast unendlich. Wer also
einfache, fordernde und umfangreiche Denkspiel mag und nichts gegen eine
spartanische Grafik hat, der wird mit dem Spiel viel Freude haben. Uns hat
Cube gut gefallen und daher können wir das Game allen Genrefans ans Herz
legen. Vor allem weil der Anschaffungspreis sehr moderat ist.
Features:
- Spannende Multiplayerspiele im gegeneinander oder im Coop Modus möglich
- Eigene Kreation und Austausch von Rätseln möglich
- Volle Ausnutzung des 3 dimensionalen Raumes
- 135 Rätsel in 9 verschiedenen Umgebungen