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Einleitung:
Deep Silver und Koch Media
bringen mit Crusty Demons ein neues Moto-Cross-Spiel auf den deutschen
Markt. Dieses erscheint übrigens exklusiv für die PlayStation 2. Bei dem
Game handelt es sich um eine Kombination aus Extremsport-Gameplay,
Freestyle-Tricks und halsbrecherischen Stunts. Wir konnten Crusty Demons
jetzt ausgiebig testen. Ob sich ein Kauf für angehende Stuntfahrer lohnt,
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Das Actionspiel lässt die extreme Zerstörungswut der Crusty Demons neu
aufleben und ermutigt die Spieler dazu, spektakuläre Unfälle zu bauen und
ihren Fahrer im Spiel den größten Gefahren auszusetzen - natürlich alles im
Namen der Unterhaltung! Die Crusty Demons sind übrigens eine Biker-Gang, die
rund um den Globus tourt, um der Welt ihre atemberaubenden Bike-Stunts und
verrückten Parodie-Einlagen auf ihren heißen Öfen zu zeigen. Bevor wir uns
auf die Motorräder begeben, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen.
Nachdem Crusty Demons gestartet wurde, soll der Spieler die Sprachauswahl
bestimmen. Zur Wahl stehen die englische, spanische, französische,
italienische und deutsche Sprache. Nachdem wir dann einen Speicherpunkt
angelegt haben, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten "Story Modus",
"Teufelsrennen", "Freeride", "Multiplayer", "Freischaltbar" und
"Optionen".
Wie gewohnt darf man unter letzterem Punkt alle spielrelevanten
Einstellungen wie z.B. Spiel- oder Soundoptionen vornehmen. Außerdem wird es
uns hier erlaubt, Spielstände zu sichern oder neu zu aktivieren. Unter dem
Menüpunkt "Freischaltbar" findet man außerdem Videos, Fahrer und eine
Fotogalerie. Allerdings müssen diese im Spiel erst freigespielt werden. Das
bringt uns zu den eigentlichen Spielarten. Zum einen dürft Ihr in den Modus
Freeride gehen. Hier kann sich jeder erst einmal in aller Ruhe in den
freigeschalteten Bereichen umschauen. Dieser Modus bietet sich übrigens
wunderbar an um das Spiel und die Steuerung kennen zu lernen. Wer es etwas
anspruchsvoller mag, sollte in ein Teufelsrennen starten. Bei dieser
Spielart fahren wir gegen die Uhr und versuchen diverse Aufgaben zu erfüllen.
Der Spieler soll z.B. innerhalb einer vorgegebenen Zeit Marken finden, Absprungziele
zerstören und vor allem Punkte durch atemberaubende Stunts einsammeln. Die
wichtigste Spielart ist ohne Zweifel der Story-Modus. Hier soll sich
der Akteur auf einen Einsatz des Chaos und Zerstörung begeben. Bevor Ihr
allerdings loslegt, erstellt Ihr ein passendes Profil. Im Anschluss folgt
ein einführender Film, der mit Bildern, englischer Sprachausgabe und
deutschem Text die Story einleitet. In dem Spiel schlüpfen wir in die Rolle
eines Bikers der Crusty Demons, der um seine Seele fährt. Die Truppe hat
einen Deal mit dem Teufel abgeschlossen, um unsterblich zu sein. Allerdings
läuft nicht alles nach Plan. Wir ackern nun durch unterschiedliche Szenarios
um den Vertrag rückgängig zu machen. Zu Beginn soll der Spieler - wie in den
anderen Spielmodis - erst einmal eine Spielfigur auswählen. Diese Biker
besitzen unterschiedliche Eigenschaften, die unterteilt werden in
Luftkontrolle, Fluglänge, Empfindlichkeit und Trickfähigkeit.
Das war selbstverständlich noch nicht alles. Auf der Weltkarte bestimmen wir
einen Ort, den wir befahren wollen. Obwohl hier mehrere angeboten werden (u.a.
Texas, Arizona, New York, Cancun, Amsterdam, Rio oder Tokio), kann man zu
Beginn nur in zwei Abschnitte gehen. Die restlichen werden erst später
freigeschaltet. Das gleiche gilt natürlich auch für die Fahrer und
Motorräder. Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein passender Untersatz. Auch
hier gibt es unterschiedliche. Die Bikes haben alle verschiedene Werte in
den Bereichen Wheelie, Stoppie, Spin, Nitro Tankzeit, Nitro Verbrennung und
Geschwindigkeit. Nachdem Ihr alles ausgesucht habt, darf es endlich
losgehen. Wir fahren nun in diversen Arealen, in denen es viele Rampen,
versteckte Orte und Sprungmöglichkeiten gibt. An diesen sollen wir
atemberaubende Sprünge ausführen. Je spektakulärer diese sind, desto mehr
Punkte erhalten wir. Dazu stehen über 100 coole Trick-Moves zur Verfügung,
die natürlich erst einmal erlernt werden müssen. Damit unser Biker für die
Sprünge genügend Anlauf bekommt, darf er Nitro nutzen. In die Luft
katapultiert, folgen nun wilde Moves im Stil von Tony Hawk´s. Allerdings
erhalten wir auch Belohnungen, wenn unser Fahrer derbe stürzt. Dieses wird
dann förmlich zelebriert. Neben einer bedienbaren Zeitlupe, gibt es auch viel
Blut und passende Geräusche. Außerdem erhalten wir massig Punkte für den
Aufprall, ein gebrochenes Genick oder zerschmetterte Gliedmaße. Stürze und
Unfälle sind also ein wesentlicher Bestandteil des Spiels. Das sieht man
auch anhand der Statistik, die das verlorene Blut mitzählt. Die Stunts
sollen übrigens nicht nur auf Bikes geschafft werden. Viele andere Fahrzeuge
- darunter ein Eiswagen, Rasenmäher, ATV und Mini-Bikes - laden ebenfalls zu
Gewaltorgien und wilden Stuntfahrten ein. Ganz grundlos sollen wir
selbstverständlich nicht durch die Gegend heizen. Im Hauptspiel treffen wir
auf Charaktere mit denen wir reden können. Diese geben uns immer wieder
kleinere Missionsaufgaben. Wer nicht gerne allein spielt, der sollte auch
mal in den Multiplayermodus gehen. Hier warten diverse Herausforderungen auf
die menschlichen Fahrer. In den Spielarten Rennen, Fangen, Diebstahl,
Stunt-Gefechte oder Crash und Klau dürft Ihr Euch so richtig per Splitscreen
auslassen. Selbstverständlich finden diese Wettbewerbe an unterschiedlichen
Orten statt und so gibt es auch hier einiges zu sehen. Der Fahrer darf dabei
genauso frei bestimmt werden, wie das Motorrad. Hinzu kommen Einstellungen
wie Zeitbegrenzung oder Rundenanzahl. So agieren wir nun in den
unterschiedlichen Spielmodis, führen wilde Stunts aus und bringen unser
Motorrad an seine Leistungsgrenze.
Technik:
Die technische Seite haut einen zwar nicht vom Hocker, dennoch gibt es
einiges zu sehen. Wir agieren zum einen in netten Arealen, in denen es vieles
zu entdecken gibt. Allerdings werden diese Bereiche mit detailarmen und
verschwommenen Texturen dargestellt. Hier hat man selbst auf der Playstation
2 schon besseres gesehen. Zumindest gibt es zerstörbare Gegenstände und
kleinere Effekte, die ein wenig entschädigen. Daneben erblicken wir Figuren,
die nur wenige Details aufweisen. Wirklich toll animiert wurden diese
ebenfalls nicht. Unser eigener Fahrer zeigt allerdings schöne Moves, die vor
allem bei den Stunts gut rüber kommen. Wirklich extrem laufen dann die
Unfälle ab. Diese werden viele als geschmacklos ansehen, denn unsere
Spielfigur wird bei einem Crash ordentlich in die Mangel genommen. Das wird
dann entsprechend mit viel Blut (das gegen den Bildschirm klatscht) extrem
untermalt. Hinzu kommt eine steuerbare Zeitlupe, die passende Schreie und
Deformierungen des Körpers beinhaltet. Das Geräusch von berstenden Knochen
fehlt ebenso wenig und so ist einem schnell klar, warum das Spiel eine USK
18 Einstufung erhalten hat. Der übrige Sound ist in Ordnung. Fetzige Musik
begleitet das Spektakel und selbst die Motorräder klingen recht realistisch.
Allerdings wurden sie nicht gut abgestimmt, denn viel zu oft erklingen die
gleichen Motorgeräusche. Daneben darf der Spieler auch englischen Synchronsprechern
lauschen. Diese machen ihre Arbeit recht gut. Spieler die der Sprache nicht
mächtig sind, dürfen übrigens alles über deutsche Texte nachlesen. Die
Kamera ist ein wenig gewohnheitsbedürftig. Nur selten richtet sich
die Ansicht optimal aus und so sind wir immer gezwungen den Blickwinkel
nachzujustieren. In der Hektik des Geschehens wird der Spieler hierdurch
oftmals überfordert. Hinzu kommt, dass sich die Ansicht automatisch
verschiebt, wenn wir zu dicht an Gegenständen heranfahren. Hier hätte man
einiges besser machen können. Die Steuerung zeigt ebenfalls Macken, denn die Motorräder lassen sich
viel zu schwammig lenken. Außerdem stürzen wir recht oft, was allerdings zum
Spiel dazu gehört. Schließlich wird nicht ohne Grund ein Unfall derart
inszeniert. Trotzdem nervt es mit der Zeit, wenn man selbst bei einem
kleinen Fahrfehlern den Asphalt küsst.
Der Schwierigkeitsgrad ist dennoch recht angenehm. Mit ein wenig Übung schafft man
alle Aufgaben und so sind Frustmomente nur selten. Obwohl es bei der Technik
viele gute Ansätze gibt, hatte man einiges besser machen können. Wirklich
zufrieden kann man mit dieser leider nicht sein.
Fazit:
Potenzial hat Crusty Demons durchaus. Die Mischung aus Tony Hawk´s, FlatOut
und einem Rennspiel kann grundlegend überzeugen. Es macht schon Spaß mit den
diversen Vehikeln wilden Stunts auszuführen. Dabei setzt das Spiel
allerdings zu sehr auf die Unfälle. Diese werden zum Teil geschmacklos in
Szene gesetzt. Irgendwie bekommt man das Gefühl nicht los, als wenn es nur
um die Crashs geht. Klar gehört das zur Grundidee des Spiels, allerdings ist
die Inszenierung etwas überzogen. Spätestens nach einer viertel Stunde hat
man sich an den Blutspritzern satt gesehen und auch die tödlichen Schreie
bzw. die Zeitlupen stören dann nur noch. Außerdem stürzt unsere Figur etwas
zu häufig. Will man intensiv Stuntkombos ausprobieren, wird man permanent
durch die Unfälle davon abgehalten. Nett ist allerdings, dass es viele
unterschiedliche Fahrzeuge gibt. Es ist wirklich eine gelungene Abwechslung,
wenn der Spieler mit einem Eiswagen die Rampen unsicher macht. Nett wären
dann noch eine zeitgemäßere Grafik, eine bessere Kamera und Steuerung
gewesen. Hierdurch wird ebenfalls das Gameplay negativ beeinflusst. Dennoch
darf man dem Spiel nicht abstreiten, das es für eine gewisse Zeit
unterhalten kann. Wer also schon immer einmal wilde Stunts mit
knochenbrechenden Unfällen auf der Playstation 2 ausführen wollte, der darf
ruhig zuschlagen. Erwartet Ihr nicht zu viel von dem Spiel und mögt Ihr
brachiale Crashs mit viel Blut, dann werdet Ihr einen Kauf nicht bereuen.
Alle anderen müssen bei diesem Spiel nicht unbedingt zuschlagen.
Features:
- Das komplett lizenzierte Spiel präsentiert Seth Enslow, Jeremy "Twitch"
Stenberg, Ronnie Faisst, Kenny "The Cowboy" Bartram und Dan Pastor
- Tonnenweise Stunt-Moves! Tricks ohne Ende - Spielen Sie über 100 coole
Trick-Moves frei, die die zu radikalen Stunt-Kombos ausbauen können
- Komplette Rag-Doll-Simulationen sorgt während Unfällen und Zusammenstößen
für Realismus pur und jede Menge Abwechslung
- 16 abwechslungsreiche Level im Einzelspieler-Modus und 6 Mehrspieler-Level
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