Als 1997 das Spiel Final
Fantasy VII auf Sonys erster Playstation erschien, konnte es nicht nur
eisenharte Rollenspielfans in seinen Bann ziehen. Viele bezeichnen das Spiel
sogar heute noch als das beste Game der Reihe. Alle die bekennende FF-Fans
sind, können ihr Sparschwein nun schlachten, denn Koch Media bringt das
Spiel Crisis Core: Final Fantasy VII für Sonys Handheld auf den deutschen
Markt. Das neuste Spiel von Square-Enix erzählt dabei die Vorgeschichte zum
siebten Teil und schließt somit Storylücken, die bei FF VII aufkamen. Wir
konnten die fertige PSP-Version jetzt ausgiebig testen. Ob sich das Spiel
für Rollenspielliebhaber lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Final Fantasy ohne eine Story, wäre wie Fußball ohne einen Ball. Daher könnt
Ihr Euch auch diesmal auf eine spannende Geschichte freuen. Der
Shinra-Konzern gewinnt durch sein Monopol auf Mako-Energie und seine
militärische Macht immer mehr an Einfluss. Die aufblühende Stadt Midgar ist
der Hauptsitz des Konzerns und zugleich ein Symbol für dessen Aufschwung.
Shinra steht kurz davor, die absolute Weltherrschaft an sich zu reißen.
Soldat ist eine perfekt ausgebildete Kampftruppe innerhalb des
Shinra-Konzerns. Die Elite dieser Gruppe - diejenigen, die stark genug sind,
den Rang eines Erste-Klasse-Soldaten zu bekleiden - wird von der Bevölkerung
geschätzt und verehrt. Zack ist ein junger Zweite-Klasse-Soldat, dessen
großes Ziel es ist, in die erste Klasse aufzusteigen. Seine Tage verbringt
er damit, unter der Leitung seines Mentors, der Erste-Klasse-Soldaten Angeal,
verschiedene Aufträge auszuführen. Während einer Mission in Wutai
verschwindet eine große Gruppe von Soldaten, die von Erste-Klasse-Soldat
Genesis angeführt werden. Die äußerst ernste Lage veranlasst die
Shinra-Vorsitzenden, noch mehr Soldaten in das Gebiet zu entsenden, in der
Hoffnung, den Krieg mit Wutai zu beenden - und das massenhafte Verschwinden
der Männer zu untersuchen. Die Auserwählten für diese Mission sind Zack und
Angeal. Was verbirgt sich hinter dem Verschwinden von Genesis? Welche
Geheimnisse verbinden die drei Erste-Klasse-Soldaten? Auf Zack wartet ein
grausamer und schicksalhafter Kampf. Die Story wird wie gewohnt durch
brillante Sequenzen immer wieder stimmungsvoll vorangetrieben. Hinzu kommen
viele Dialoge, die ebenfalls zur guten Geschichte beitragen. Crisis Core:
Final Fantasy VII bietet allerdings noch viel mehr. Das Spiel hat neben
einer riesigen Hauptstory auch noch gut 300 Nebenquests, die Ihr ebenfalls
absolvieren könnt.
Kommen wir nun zum Gameplay. Das Action-Rollenspiel setzt vor allem auf
viele zufallsbedingte Kämpfe die in Echtzeit ablaufen. Immer wieder tauchen
Gegner auf. Diese könnt Ihr nun mit dem spielbaren Charakter auf
unterschiedlicher Art und Weise niederstrecken. Zum einen werden mit der
X-Taste normale Angriffe ausgeführt. Gegnerische Attacken wehren wir
wahlweise mit Ausweichen oder Blocken ab. Hinzu kommen unsere Zauber und
Spezialfähigkeiten, die wir sehr einfach mit einem Tastendruck aktivieren
können. Wahlweise darf der Spieler auch noch Objekte einsetzen, die sich in
seinem Inventar befinden. Selbstverständlich werdet Ihr im späteren
Spielverlauf nur weiter kommen, wenn Ihr eine gute Mischung aus allen
Angriffsformen findet. Wer z.B. nur auf physische Angriffe setzt, wird
schnell das zeitliche segnen. Teilweise werden wir allerdings auch
gezwungen, bestimmte Handlungen nicht mehr auszuführen, denn jede Aktion
verbraucht eine gewisse Anzahl an Punkten. Sind diese aufgebraucht, so muss
man diese mit Hilfe von Items wieder auffüllen. Die Objekte gehen uns
eigentlich auch nie aus, denn im Spiel finden wir viele nützliche
Gegenstände z.B. in Kisten. Hinzu kommt ein fast nie endender Geldsegen. Mit
der verdienten Knete kann man dann in Shops wunderbar Items kaufen. Waffen
und Ausrüstungsgegenstände sind natürlich auch vorhanden. Rollenspielfans
kennen das bekannte Handelssystem ja zur Genüge. Kommen wir aber zurück zum
Kampfsystem. Neben den Echtzeitkämpfen ist auch das innovative
Digital-Mind-Wave-Kampfsystem neu. Mit dieser Slot-Maschine bekommen wir die
Möglichkeit, Spezialattacken einzusetzen oder die berühmten Final Fantasy
Beschwörungen zu nutzen. Außerdem verbessert es unsere Attribute. Die
einzelnen Scheiben zeigen Portraits mit Zahlen. Die Kombination aus den
Zahlen ergibt dann Extras, Limit Breaks oder wenn es schlecht läuft nichts.
Das DMW spielt aber auch bei den Levelaufstiegen eine wichtige Rolle. Das
bedeutet natürlich auch, dass unsere Entwicklung ein wenig zufällig abläuft.
Die Erfahrungspunkte werden aber hierbei nicht komplett außer Acht gelassen.
Daneben gibt es noch die bekannte Materia, das beliebe Ausrüstungssystem.
Hiermit dürft Ihr euren Helden mit verschiedenen Fertigkeiten ausstatten.
Das geschieht über Slots, die mit der Zeit immer zahlreicher werden. Hinzu
kommt, dass Ihr die unterschiedliche Materia miteinander kombiniert und so
neue Substanzen generiert. In dem Spiel werden wir natürlich nicht nur
einfache Gegner treffen. Hin und wieder bekommen wir es auch mit
hammerharten Feinden - sog. Bossgegnern - zu tun, die man nur gut vorbereitet
besiegen kann. So erkunden wir nun die Umgebung, reden mit vielen Leuten,
nehmen diverse Quests an, kämpfen sehr actionreich gegen viele
unterschiedliche Feinde, bauen und rüsten unseren Charakter immer weiter
auf, folgen der Story und genießen die vielen erstklassigen
Filmeinspielungen.
Technik:
Neben einem guten Gamplay gibt es auch eine erstklassige technische Seite.
Vor allem die tollen Filmsequenzen motivieren uns immer wieder,
weiter zu spielen. Hinzu kommt die Grafik im Spiel. Zwar werden wir öfters
die gleichen Hintergründe erblicken, das ist aber nicht sonderlich schlimm.
Entschädigt werden wir dafür mit vielen Details und tollen Effekten. Auch
die Figuren können überzeugen. Sie wurden ordentlich modelliert und
animiert. Der Sound haut einen dann auch noch fast um. Viele bekannte
Melodien und Soundeffekte wurden verwendet und so kommt schnell das passende
FF-Ambiente auf. Sehr einfach ist auch die Steuerung. Die Tasten wurden gut
belegt und so kann man sehr schnell in das Spielgeschehen einsteigen. Hinzu
kommen gut sortierte und nicht überladene Menüs. Der Schwierigkeitsgrad
bewegt sich außerdem auf einem recht einfachen Niveau. Dank der mäßigen KI
der Gegner haben wir nur selten Probleme und so kommen kaum Frustmomente
auf. Einzig bei den Bossgegnern wird alles von uns abverlangt. Hier müssen
wir schon im Vorfeld alles richtig machen, uns gut ausrüsten und mit der
richtigen Taktik in den Kampf gehen. Gewinnt man diese Auseinandersetzung,
so freut man sich fast ein Bein ab, da man wirklich etwas geschafft hat. Fasst
man alles zusammen, so kann man mehr als zufrieden mit der Technik sein.
Fazit:
Crisis Core: Final Fantasy VII ist ein wirklich tollen Action-Rollenspiel,
dass nicht nur Fans der Serie begeistern wird. Vor allem durch die
erstklassige Präsentation kommt man kaum noch von der PSP los. Aber auch die
komplexe Handlung und die vielen Nebenquests können einen gut an den
Handheld binden. Die Grafik ist dabei genauso vorbildlich, wie der Sound und
dank einer einfachen Handhabung werden selbst Genreneulinge schnell mit dem
Game klar kommen. Wer also spannende und actiongeladene Rollenspiele mit
einer tollen Story mag, der muss bei dem neusten Square-Enix-Spiel einfach
zuschlagen. Nicht nur FF-Veteranen werden sich bei dem Spiel sofort wohl
fühlen. Uns hat Crisis Core: Final Fantasy VII sehr gut gefallen und daher
können wir das Spiel jedem PSP-Besitzer ans Herz legen.
Features:
- Atemberaubende 3D-Grafik und beeindruckende CG-Cutscenes
- Die Vorgeschichte zum beliebtesten Final Fantasy aller Zeiten
- Viele Extras für Final-Fantasy-Fans
- Actionreiche Kämpfe in Echtzeit