|
Einleitung:
Fans von spannenden
Kimi-Adventures können sich freuen, denn Xiders bringt das PC-Spiel Criminal
Intent auf den deutschen Markt. Das Spiel ist im Stil der bekannten TV-Serie
gehalten. Als Detective Robert Goren sollt Ihr vier knifflige Mordfälle
lösen. Die Fälle stammen übrigens aus der Feder von einem der Serienautoren.
Noch eine erfreuliche Nachricht gibt es, denn der Anschaffungspreis liegt
bei gerade einmal 30 Euro. Wir konnten uns jetzt das
fertige Spiel näher ansehen. Ob sich eine Anschaffung für angehende
Ermittler lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich kommt das Spiel nicht ohne eine anständige Story aus. Diese dreht
sich um vier Todesfälle. Der ehrgeizige Staatsanwalt Martin Castillo wird
mit zahlreichen Stichwunden tot aus dem East River gefischt. Eine
bildhübsche junge Frau wird in einem Hotelzimmer ermordet. Lisa Stokes
Pulsadern sind aufgeschnitten und interessanterweise ist ein Kissenbezug
über Ihr Gesicht gelegt und der Bank-Vizepräsident James Warren wird in der
Diele seines Hauses von einem Angreifer mit einem Baseballschläger zu Tode
geprügelt. Während der Aufklärung der einzelnen Mordfälle wird Detective
Goren klar, dass zwischen ihnen eine Verbindung besteht. Aber welche? Wir
schlüpfen selbstverständlich in die Rolle des Ermittlers und führen ihn
Schritt für Schritt durch die Ermittlungen. Wir werden die Tatorte nach
Hinweisen absuchen, Labortests, Überwachungsberichte und Überprüfungen
anordnen. Bei der Befragung von Zeugen und dem Verhör von Verdächtigen
bestimmen wir, welche Fragetechnik zur Anwendung kommt und als Detective
Goren ist es unsere Aufgabe, die Mörder zur Strecke zu bringen und der
Justiz zu übergeben. Bevor wir allerdings auf die Jagd nach dem Mörder
gehen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem wir das Spiel
gestartet haben, wird ein kleiner Film eingespielt. Hier erhalten wir drei
Akten bzw. Fälle die gelöst werden müssen. Die Reihenfolge spielt dabei
keine Rolle. Wir dürfen uns also selber aussuchen mit welchem Fall wir
beginnen möchten. Nachdem die drei Fälle aufgeklärt sind, folgt ein
weiterer, der die ersten Mordfälle verbindet. Unser eigentliches Ziel ist
es, den vierten Fall zu lösen und die ganze Wahrheit aufzudecken. Der
Spieler
startet nun mit seiner Spielfigur am ersten Tatort. Unseren Charakter
dürfen wir frei in einem begrenzten Bild bewegen. Wahlweise kann man diesen
Ort in vorgegebenen Richtungen verlassen und weitere Örtlichkeiten erkunden.
In einem Bild sind so einige Objekte versteckt. Der Spieler soll diese - mit Hilfe
seines Cursors - entdecken. Fahren wir mit der Maus über einen
spielrelevanten Punkt, so wird der Cursor andersfarbig dargestellt. Hierdurch
erkennen wir direkt, ob ein Gegenstand näher untersucht werden muss. Jetzt
stehen uns verschiedene Aktivitäten zur Auswahl. Zum einen kann der Detective ein Objekt ansehen, um neue Informationen zu erhalten. Daneben
darf man gegebenenfalls Aktionen an einen Gegenstand ausführen oder diesen
einsammeln.
Das war natürlich noch nicht alles. Wir können auch relevante Sachen
analysieren. Im Anschluss werden davon ein Labortest und ein
Ermittlungsbericht erstellt. Wenden wir dagegen die Analyse bei einem Zeugen
an, so wird dieser überwacht. Die anschließenden Testberichte erhalten wir
dann im Kriminallabor von den zuständigen Beamten. Damit
wir wissen, wann ein Bericht fertig ist, wird der Detectiv rechtzeitig
darüber informiert. Dazu nutzen wir unseren einblendbaren PDA. Dieser
speichert übrigens auch die Hinweise, so dass man zu späteren Zeitpunkten
alles bequem nachlesen kann. Die gefundenen Hinweise werden
selbstverständlich automatisch kombiniert. Hierdurch erhalten wir die
Möglichkeit neue Orte oder Personen aufzusuchen. Das geht recht einfach über
eine Karte, die alle Örtlichkeiten beinhaltet. Im Spiel werdet Ihr dann noch
auf viele Charaktere treffen, mit denen Ihr reden könnt. Die Gespräche sind
für unsere Ermittlungen sehr wichtig. Allerdings ist es nicht immer einfach
die Informationen aus den Leuten herauszuholen. Bei der Zeugenbefragung
stehen nicht nur die diversen Fragen zur Auswahl. Der Spieler bestimmt
daneben auch, wie die Befragung durchgeführt werden soll. Die Möglichkeiten
im Fragemodus reichen von Streitlustig, Schmeichelnd, Gradlinig bis hin zu
Einfühlsam. Jeder Befragte reagiert anders auf unsere Fragestellung und so
sind seine Antworten immer unterschiedlich. Folgen haben eine richtige bzw.
falsche Befragung natürlich auch. Über Balken erkennen wir, ob uns ein Zeuge
wichtige Informationen gibt, bzw. ob er verstimmt ist über unsere
Vorgehensweise. Übertreiben wir es, so wird er selber die Befragung
abbrechen und wir müssen ihn zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal
ansprechen. Hierdurch bekommt man das Gefühl, als wenn man wirklich ein Verhör
durchführt. Haben wir einen Täter langsam in die Ecke gedrängt, hilft
oftmals ein Durchsuchungsbefehl weiter - um ihn zu überführen. Nachdem wir so
einen beantragt haben, kann eine Durchsuchung beginnen. Die
verschiedenen Indizien und Beweise werden dann am Laptop gesammelt.
Hierdurch wird der Fall analysiert und es entsteht ein Täterprofil. Stimmt
dieses dann mit einem Verdächtigen überein, so ist der Fall so gut wie
aufgeklärt. So durchsuchen wir nun die unterschiedlichen Orte nach
relevanten Objekten, untersuchen diese, sprechen mit vielen
Personen, lösen kleinere Rätsel und überführen
schlussendlich den Mörder.
Technik:
Die technische Seite ist leider nur mittelmäßig. Da wäre zum einen die
Grafik. Wir agieren in starren und recht klein gehaltenen Bildern. Diese
dürfen wir oftmals nach wenigen Schritten verlassen und so neue Bilder
aufdecken. In den verschiedenen Abschnitten findet der Spieler dann viele Details
die grundlegend gut hervorgehoben sind. Hierdurch und durch die
Cursorfunktion entdecken wir schnell, wo sich Handlungen lohnen. Das schützt
uns allerdings nicht davor, dass wir oftmals das ganze Bild nach wichtigen
Objekten absuchen müssen. Die Levels selber wurden leider nicht zeitgemäß
gestaltet. Oftmals sehen wir verwaschene Texturen, die sich erst nach kurzer
Zeit scharf stellen. Dennoch kann man sich in den authentischen Bildern gut aufhalten. Hinzu kommen dann noch diverse Personen,
die sich etwas steif und künstlich bewegen. Auch die Gesichter hätten ein
wenig lebendiger gestaltet werden können. Einzig der Hauptcharakter wurde
recht gut getroffen. Um einiges besser kommt der Sound rüber. Neben einer
stimmungsvollen Musik werden wir auch diversen Ingamegeräuschen lauschen.
Hinzu kommen die professionellen Originalsprecher. Diese machen ihre Arbeit
wirklich gut und so kann man den Dialogen sehr gut folgen. Die Steuerung ist
genretypisch. Schon nach wenigen Minuten kommt man mit der Lenkung klar und so kann
man recht schnell in das Spielgeschehen einsteigen. Einzig ein einführendes Tutorial vermisst man ein wenig. Ließt man aber das Handbuch, so stellt das
kein wirkliches Problem dar. Ein paar kleinere Schwierigkeiten macht dann noch der
Cursor. Dieser leuchtet oftmals nur auf, wenn man wirklich genau über ein
Objekt fährt. Das nervt mit der Zeit. Die Kamera hat dann noch alles gut im
Blick. Diese zeigt eine Szene immer aus einem festen Blickwinkel und so
findet man sich in einen Abschnitt schnell zurecht. Der Schwierigkeitsgrad ist
dann noch sehr angenehm. Anfänger aber auch Genrekenner werden immer eine
passende Herausforderung finden. Auch wenn es einige Kritikpunkte gibt, kann
man insgesamt mit der Technik gut leben.
Fazit:
Criminal Intent bietet eigentlich genau das, was Genrefans
erwarten. Eine interessante Story ist genauso vorhanden, wie viele Rätsel
und ein guter Spannungsbogen. Ist man erst einmal so richtig in das Spiel
eingestiegen, will man unbedingt wissen, wie es weiter geht. Dabei vergisst
man auch schnell, dass man eigentlich immer das gleiche macht. Orte nach
wichtigen Objekten absuchen, diese untersuchen, die Ergebnisse abholen und
unzählige Gespräche führen. Diese machen in dem Spiel am meisten Spaß.
Das liegt zum einen an den professionellen deutschen Synchronsprechern. Zum
anderen hat der Hersteller es gut verstanden, eine anständige
Befragungstechnik einzubauen. Hierdurch muss man genau überlegen, wie man eine
Person befragt. Wer also spannende Kriminalfälle ohne viel Action mag und
mit einer eher mittelmäßigen Technik leben kann, der darf gerne bei diesem
Spiel zuschlagen. Vor allem der Anschaffungspreis motiviert einen nochmals
hier zuzugreifen. Für unter 30 Euro bekommt man ein wirklich spannendes
Spiel.
Features:
- Adventure nach der beliebten TV-Serie mit Original-Lizenz
- Inklusive Serienstars
- Alle vier Mordfallgeschichten von einem Originalautor der Serie
geschrieben
- Mehr als 60 sprechende Charaktere und 70 verschiedene Orte
|