|
Einleitung:
Das
seltene Genre der Zerstörungsraserei erhält nun ein neues Spiel. Es
handelt sich dabei um das Spiel Crash, aus dem Haus Rage. Wenn man die
letzten Jahre betrachtet, gab es wirklich nicht viele Spiele die dieses
Genre beliefert. Es waren eigentlich nur Spiele wie die legendären
Destruction Derby Teile (PSOne) oder Demolition Racer (PSOne). Crash ist nun
das erste Spiel dieser Art das auf der Xbox erscheint. Grundsätzlich kann
man wirklich fragen, warum nicht eher ein solches Spiel auf den neuen
Konsolen erschienen ist, wenn man die lange Zeit sieht und vor allem die
Beliebtheit dieser Spiele. Nun ist auf jeden Fall das Warten beendet und
jeder kann sich in die Zerstörungsorgie auf der Xbox werfen.
Zum
Spiel:
Das
altbekannte runden- und positionsbasierte Rennen findet in Crash nicht
statt. Anstatt dessen behackt sich der Spieler größtenteils in diversen
Arenen mit anderen Gegnern. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf dem
Variantenreichtum verschiedener Crash-Moves. Neben den klassischen
Jeden-Gegen-Jeden-Rennen gibt es noch diverse Variationen wie z.B. ein
Stunt-Challenge oder auch ein Geschicklichkeitstest.
Als
Einzelspieler wird man in den Karrieremodus gehen. Dort wird der Spieler zu
diversen Schauplätzen gelangen, wo er an unterschiedlichen Zerstörungsrennen
teilnimmt. Die meisten Arenen bieten drei unterschiedliche Rennen, die im
laufe des Spiels freigeschaltet werden. Ebenso wie die Rennen wird auch der
Fuhrpark mit der Zeit erweitert. Insgesamt stehen dem Spieler am Ende des
Spiels 10 verschiedene Fahrzeuge und 16 unterschiedliche Arenen zur Verfügung.
Im Arcarde-Modus kann der Gamer dann auch noch benutzerdefinierte Rennen
zusammenbasteln.
Die
Autos sehen wirklich gut aus. Vor allem die klassisch gestalteten US-Autos
fallen positiv auf. Leider fehlt dem Spiel eine offizielle Lizenz, was sich
aber nicht störend auf das Gameplay auswirkt. Grundsätzlich sind die Autos
in drei Kategorien aufgeteilt, was sich dann auch in unterschiedlichen
Performance-Merkmalen zeigt. Hot Rods sind sehr stabil aber durch das hohe
Gewicht auch sehr langsam. Im Gegensatz dazu stehen die Stock Cars, die zwar
sehr schnell sind aber auch wenig Panzerung aufweisen. Die dritte Klasse
sind die Muscle Cars die eine Art Mittelwert bilden.
Nach der
Auswahl des Autos geht es ab in die Arena. Dort einmal angekommen gibt es
kein zurück mehr. Im Mittelpunkt stehen nun nur noch die Gegner und die
spezielle Aufgabe die das Rennen beinhaltet. Zum schnellen wenden wird eine
Handbremse eingesetzt und um schnell auf Geschwindigkeit zu kommen stehen
Nitros zur Verfügung. Das Ausweichen ist bei dem Spiel genauso wichtig wie
das rammen der Gegner. Am Ende des Spiels zeigt sich dann, wer wirklich
gewonnen hat. Das ist nicht unbedingt immer der mit den meisten Zusammenstößen.
Ganz nach Aufgabenstellung gewinnt auch der Fahrer, der am ende als letztes
übrig bleibt, egal wie viele andere Wagen er vernichtet hat. Meistens
werden aber Punkte gezählt die von verschiedenen Faktoren abhängig sind.
Frontales Rammen gibt eine feste Punktzahl, andere Aktionen wie z.B. das
Rammen mit der Wagenseite und das anschließende überschlagen des anderen
Fahrzeugs bedeuten weit aus höhere Punkte die durchaus unterschiedlich hoch
sein können. Wenn dann noch auf speziellen Stunt-Strecken waghalsige Stunts
hingelegt werden, kommen weitere Punkte auf das eigene Konto. Rundum wird
alles geboten was sich der Spieler wünscht. Das Spiel bietet insgesamt 19
unterschiedliche Spielarten wie z.B. Jäger (alle jagen ein bestimmtes
Auto), der letzte gewinnt, jeder gegen jeden, Fangen (jedes Auto mindestens
einmal rammen) usw. Man sieht schon an der kleinen Auswahl das keine Wünsche
offen bleiben.
Am
Ende des Rennens werde spezielle Auszeichnungen vergeben. U.a. wer den
spektakulärsten Crash hingelegt hat usw.. Diese Auszeichnungen haben aber
keine Bedeutung, sondern dienen nur der umfangreichen Statistik, die man
sich zwischen den Rennen ansehen kann.
Neben
dem Einzelspiel kann der Spieler natürlich auch mit anderen Leuten
gegeneinander antreten. Ein
Spiel mit bis zu 4 Leuten ist möglich. Dabei stehen dann die
freigeschalteten Autos und Strecke zur Verfügung.
Technik:
Technisch
bietet das Spiel nur wenig schwächen. Neben der Unterstützung von
speziellen Features wie 16:9 oder Dolby Digital 5.1 wird auch ein PAL
60-Modus angeboten. Die Autos sind detailverliebt gestaltet. Noch nie konnte
man ein grafisch so aufgemotztes Schadensmodell bewundern. Eine hohe Anzahl
von Polygonen macht die gute Optik möglich. Auch die Lichteffekte mit
Lackspiegelungen in Echtzeit lassen den Gamer nur staunen. Leider wurde dort
ein wenig übertrieben, so das man als zerstörter Gewinner immer noch glänzt,
als wenn man gerade aus der Waschstraße kommt. Die Stecken sind dagegen
schlichter gehalten. Dafür sind sie aber mit guten Texturen ausgestattet.
Die ganze Grafikpracht fordert allerdings ein Opfer. Die Framerate geht
leider öfters mal in die Knie. Was aber vor allem negativ auffällt sind
die extrem langen Ladezeiten die der Spieler ertragen muß. Oft dauern sie
über 45 Sekunden. Selbst wenn man ein Spiel neu starten will bedeutet
dieses ein erneutes Laden.
Der
Sound dagegen ist besser gelungen. Die Sounduntermalung im Spiel, sowie die
Motorengeräusche passen genau zum Spiel, genauso wie die Karambolagereräusche.
Das Spiel selber besitzt weiterhin eine deutsche Sprachausgabe und deutsche
Texte. Viel wert wurde auch auf die Musik gelegt die im Spiel läuft.
Fetzige Soundtracks bringt weitere Stimmung ins Spiel.
Fazit:
Als erstes muß
man erst mal sagen das Crash einen Riesen Spaß macht. Leider gibt es auch
schwächen in dem Spiel die eine höhere Wertung nicht zulassen. Als erstes
stört die unglaublich lange Wartezeit beim Laden. So was sollte heutzutage
nicht mehr vorkommen. Auch eine Erweiterung der Wettbewerbe wäre wünschenswert
gewesen. Gerade mal ein Wettbewerb kann man bestreiten und so alles
Freispielen. Danach kann der Spieler zwar noch auf die Wagen und Strecken
zugreifen aber nicht mehr in einem anderen Turnier. Gerade bei einem Spiel
was so viel Spaß macht, wäre ein größerer Umfang wünschenswert
gewesenen. Trotzdem bietet das Spiel langen Spielspaß den ich hier nicht
schmälern will. Weitere Probleme gibt es mit der Technik. Heftige
Ruckeleinlagen kommen zwar selten aber auch regelmäßig vor.
Das
Spiel hat natürlich auch viele gute Aspekte. Eine brilliante Wagenoptik und
schönes Arenendesign spornen immer wieder zum spielen an. Auch die
unterschiedlichen Regeln der Rennen machen das Spiel nie langweilig.
Bei
der Fahrphysik hatte man ein wenig mehr Realismus einbringen können. Das
Spiel verhält sich eher wie ein Arcarderace was trotz Handbremse usw. nie
ein richtiges Fahrgefühl aufkommen läßt. Trotzdem ist das Spiel sein Geld
wert. Stunden langer Spielspaß ist garantiert und die Xbox erhält ein
guten Zerstörungsraser der sich nicht vor den alten Klassikern wie
Destruction Derby verstecken muß.
|