|
Einleitung:
Über dtp entertainment kommt ein neues Echtzeit-RPG auf den deutschen Markt.
Es handelt sich dabei um das Nintendo DS-Spiel Contact. Dieses ist ab
sofort für 39,99 Euro im Handel erhältlich. Wir konnten das neuste Rising
Star Games-Spiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich das Rollenspiel für Genrefans lohnt,
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wie bei Rollenspielen üblich, kommt so ein Spiel nicht ohne eine
Rahmenhandlung aus. Die Story erzählt von Terry, einem Jungen, der
versehentlich in die Misere eines außerirdischen Professors hineingezogen
wird. Bei dessen Notlandung auf Terrys Welt wurden die Energie-Kristalle aus
dem Antrieb seines Raumschiffes über den ganzen Planeten verstreut.
Gemeinsam mit dem Spieler macht sich Terry auf den Weg, diese zu finden.
Doch überall lauern Gefahr und Verrat - denn auch andere, finstere Gruppen
versuchen, die Kristalle für ihre Pläne zu missbrauchen. Und wer ist der
geheimnisvolle Professor wirklich? Bevor wir in das Abenteuer starten,
wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet
wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Fortfahren"
und Nintendo WI-FI Connection. Wechselt Ihr in den zuletzt genannten
Bereich, so könnt Ihr Daten mit Freunden tauschen. Das Spiel bietet aber
noch mehr. Dank WiFi-Verbindung nehmen Spieler bis zu acht ihrer Freunde mit
ins Game. Im Multiplayer-Modus erlernte Fähigkeiten können dann im
Singleplayer-Modus genutzt werden. Für die meisten wird allerdings am Anfang
erst einmal der Einzelspielerbereich interessant sein. Über den
Titelbildschirm kann man entweder ein bestehendes Spiel fortsetzen oder ein
neues Game beginnen. Wir schlüpfen nun in die Haut des kleinen Helden Terry. Mit
ihm sollen wir die oben erwähnten Energie-Kristalle finden. Unser Handheld zeigt grundlegend zwei Bereiche an. Unsere Spielfigur wird auf dem
Touchscreen über die Planetenoberfläche gelenkt. Den Professor sehen wir
dagegen im oberen Bildschirm. Dieser gibt öfters interessante Hinweise und
Sprüche ab. Außerdem kann man ihn beobachten, wie er an seinem Rechner
arbeitet oder mit einem Hund spielt. Wir agieren nun mit unserer Spielfigur in unterschiedlichen Arealen. Hier soll der Akteur zum einen
unzählige Kämpfe gegen diverse Monster austragen. Kommt es zu einer
Auseinandersetzung, so wird in den Kampfmodus umgeschaltet. Jeweils
abwechselnd können nun die Kontrahenten Attacken ausführen. Terry wird dabei
jeweils die Waffe ziehen, die er gerade angelegt hat.
Unser Held kann im Kampf Spezialtechniken oder Techs wie Doppelblitz,
Tröpfeln oder Ausweiden einsetzen, um mehr Wirkung zu erzielen. Diese Techs
müssen durch Verwendung verschiedener Waffenarten und das Tragen bestimmter
Kostüme erlernt werden. Ist dann die Energieleiste des Gegners leer, haben
wir gewonnen. Neben normalen Feinden werdet Ihr dann noch auf Bossgegner
treffen. Diese Fights sind natürlich etwas härter und so muss man schon mehr
Geschick aufbringen um diese zu schlagen. Durch gewonnene Kämpfe leveln wir
genretypisch unsere Spielfigur auf. Dabei verbessern wir Fähigkeiten wie
Stärke, Verteidigung, Gewandtheit, Agilität, Weisheit, Ausdauer oder
Geschick. Durch unsere Taten werden außerdem Werte wie Ruhm, Mut oder Karma
verbessert. Getötete Feinde lassen außerdem viele nützliche Gegenstände
oder Münzen fallen, die wir später in Läden gegen andere Items tauschen
können. Das Spiel bietet dabei obligatorische Waffen genauso an, wie
nützliche Dietriche - um verschlossene Schlösser zu knacken. Hinzu kommen
essbare Items die unsere Lebensleiste wieder auffüllen. Da unser Magen
allerdings nicht unendlich viel aufnehmen kann, muss man sorgsam mit den
Lebensmitteln umgehen. Außerdem muss Terry oftmals Nahrung erst zubereiten. Dazu gehen wir in unser Menü, wo wir u.a.
verschiedene Werkzeuge finden. Wir schlüpfen in diverse Kostüme, die uns
besondere Fähigkeiten verleihen. Mit diesen kann man dann Aufgaben wie
Angeln oder Stehlen erledigen. In dem Spiel sollen wir außerdem noch eine
virtuelle Welt erforschen. Diese besteht aus genretypischen Wäldern,
Stränden und so weiter. Hinzu kommen finstere Dungeons, in denen es immer
etwas zu entdecken gibt. Man findet z.B. Siegel. Diese sind unglaublich
mächtig. Uns stehen dabei zwei Arten von Siegeln zur Verfügung: Persönliche
Siegel und Tricksiegel. Damit lassen sich dann viele fantastische Wirkungen
erzeugen. Hin und wieder treffen wir auch auf skurrile Leute, mit den
wir reden müssen. So erkunden wir nun die unterschiedlichen Umgebungen,
sammeln Items ein, kämpfen gegen eine Vielzahl von Gegnern, lösen kleinere
Rätsel, bauen unseren Charakter immer weiter auf und folgen der recht
ansprechenden Story.
Technik:
Bei der Grafik werden wir zwei Seiten sehen. Zum einen ein sehr
spartanischen Laborbereich mit dem Professor (oberen Screen) und zum
anderen eine nette Optik im Touchscreen. Im letzteren werden wir hübsch
gezeichnete Hintergründe erblicken, in denen man sich gerne aufhält. Da
immer wieder andere Umgebungen erscheinen, ist das Spiel sehr
abwechslungsreich. Die beiden Bildschirme unterscheiden sich also vom
Aussehen gewaltig. Allerdings muss man auch erwähnen, dass beide
Screens zusammen das Spiel stimmungsvoll rüber bringen und so kann man
insgesamt mit der Optik gut leben. Die etwas magere Grafik im oberen
Bildschirm stört
auch deswegen nicht, da man meistens mit Terry zu tun hat. Der Professor tritt nur in Erscheinung, wenn er seine
Kommentare abgibt. Nett sind dann noch die vielen unterschiedlichen Figuren. Wir werden immer wieder auf andere Gegner treffen, die von
Würmern über Maschinen bis hin zu Klonen reichen. Etwas dürftig sehen
allerdings die Animationen aus. Die Figuren bewegen sich viel zu steif durch
die Abschnitte. Hier hätte der Hersteller eindeutig mehr machen können. Der
Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Wir werden neben diversen Ingamegeräuschen auch einer stimmungsvollen Musik lauschen. Leider hören wir
immer wieder die Laute des Professors und seines Tieres. Was am Anfang noch
recht lustig klingt, wird mit der Zeit echt nervig. Viel zu oft werden diese
Töne eingespielt. Mit der Steuerung kann man voll zufrieden sein. Unsere
Spielfigur lässt sich sicher lenken und selbst mit den Menüs kommt man
sofort klar. Das Agieren mit dem Steuerkreuz funktioniert genauso gut, wie
die TS-Steuerung. Fasst man nun alles zusammen, so kann man insgesamt mit
der technischen Seite zufrieden sein.
Fazit:
Contact ist ein nettes Rollenspiel, das über viele Stunden gut unterhalten
kann. Etwas gewohnheitsbedürftig ist allerdings der Grafikstil im oberen
Screen. Zum Glück wird man eine zeitgemäße Optik in der eigentlichen
Spielwelt erblicken, die angemessen entschädigt. Gefallen kann dann
noch das Zusammenspiel der beiden Bildschirme. Durch die witzigen Kommentare
wird das Gameplay immer wieder aufgelockert. Da stören die ewig gleichen
Soundeinspielungen nur wenig. Nett ist auch die Präsentation. Wir werden gut
durch das Spiel geführt und die Story wird spannend erzählt. Das Gameplay
selber ist sehr genretypisch. Der Spieler wird die meiste Zeit kämpfen und
seine Figur aufleveln. Hinzu kommen viele Erkundungstouren und kleinere
Nebenhandlungen. Das war es dann auch schon. Zumindest wird man ständig
etwas zu tun bekommen und so wird das Spiel niemals langweilig. Nett sind
dann noch die recht spannenden Bosskämpfe, die einiges mehr vom Spieler
abverlangen. Am meisten kämpfen wir natürlich gegen normalen Gegnern. Diese
werden allerdings mit der Zeit ein wenig lästig. Auch wenn das Spiel das Genre nicht
revolutioniert, kann es doch Rollenspielfans an Nintendos Handheld fesseln.
Wer also aktuell ein nettes Rollenspiel sucht, der darf gerne bei Contact
zugreifen. Uns hat das Spiel gut gefallen und daher können wir eine
Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Komplexes Real-Time RPG auf dem Nintendo DS
- Spiele mit bis zu 8 Spielern im Multiplayer Wi-Fi Modus
- Erlerne im Multiplayre Modus Fähigkeiten und nutze Sie im Singleplayer
Modus
- KI ist sich des Spielers bewusst und kommentiert sogar die Fortschritte.
|