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Einleitung:
Stealth-Action-Spiele gibt
es mittlerweile wie Sand am Meer. Jetzt versucht DreamCatcher mit dem Spiel
Cold War das Genre aufzumischen. Entwickelt wurde das Game übrigens von den
Mindware Studios. Beim Anschaffungspreis kommt gleich die erste Freude auf.
Für gerade einmal 29,95 Euro könnt Ihr dieses Spiel schon kaufen. Neben
einer PC- kommt auch eine Xbox-Version in Deutschland auf den Markt. Wir
konnten jetzt beide Versionen testen. Ob sich eine Anschaffung lohnt,
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich werdet Ihr nicht grundlos hinter den eisernen Vorhang geschickt.
Wir schreiben das Jahr 1986. Matt Carter, freiberuflicher Journalist aus den
USA, reist zwecks Story-Recherche nach Moskau. Der harmlose Trip kippt
schnell zum Überlebenskampf: Zwölf Stunden nach seiner Landung wacht der
Journalist im KGB-Gefängnis auf. Um seiner scheinbar ausweglosen Situation
zu entfliehen und die Hintergründe für seine Entführung aufzudecken, bleibt
Carter nur Improvisationsgeschick und Erfindungsreichtum. Mit selbstgebauten
Gadgets und entwendeten Waffen ausgestattet, steht er vor der fast
unlösbaren Aufgabe, sowjetische Elite-Truppen zu überlisten und die
Verschwörung zu enttarnen. Nachdem wir das Spiel gestartet haben, suchen wir
erst einmal einen passenden Spielmodus aus. Bei der PC-Version stehen gleich
vier Varianten zur Auswahl. Handlung, Zeit, Pazifist und Geist. Handlung ist
der übliche Modus, den jeder am Anfang nehmen sollte. Daneben gibt es aber
auch die Spielart Zeit, wo wir die Levels in einer bestimmten Zeit schaffen
müssen. Bei Pazifist sollen wir in einem Level keinen Töten und bei Geist
dürfen wir kaum Alarm auslösen. Alles Spielarten die wir erst angehen
sollten, wenn wir das Spiel schon einmal durchgespielt haben. Wir fangen
natürlich mit der Handlung an. Bei der Xbox-Version ist dieses übrigens der
einzige Anfangsspielmodus. Nun kommt die Wahl des Schwierigkeitsgrades.
Unter Leicht, Mittel und Schwer suchen wir einen passenden aus und schon
kann das Spiel beginnen. Jetzt folgt ein Film, der die Story mit
Comicbildern und deutschen Sprechern einleitet. Wir schlüpfen nun in die
Rolle von Matt Carter. Am Anfang läuft alles erst einmal sehr gemächlich ab,
denn die Steuerung und das Spielprinzip wird uns in kleinen Schritten
erklärt. Was erwartet Euch nun in diesem Spiel. Zum einen ist Cold War ein
Stealth-Action-Spiel und daher sind genretypische Features wie
Schattenanzeige, dunkle Ecken, diverse Verstecke und so weiter vorhanden.
Wie bei anderen Genrevertretern können wir auch betäubte Feinde aufnehme,
durchsuchen und verstecken, damit sie von anderen Wachen nicht gefunden
werden. Die typischen Überwachungskameras fehlen in dem Spiel dann genauso
wenig wie Sicherheitskonsolen oder Laserbarrieren.
Wie wir eine Aufgabe bewältigen, bleibt allein uns überlassen. Schleichend
oder gewaltbereit - alle Möglichkeiten stehen uns offen. Beim ersten
durchspielen werden wir allerdings kaum auf unsere unterschiedlichen Waffen
verzichten. Nutzen wir diese, schaltet das Spiel von der Third-Person in eine
Schulterperspektive um. Mit einem Fadenkreuz können wir jetzt auf Feinde
schießen. Daneben muss der Spieler alles gründlich absuchen. Kommen wir an
einer Stelle, wo sich ein Objekt befindet, wird automatisch ein Menü
eingeblendet. Nun wählen wir aus verschiedenen Handlungen eine aus. Das
gleiche passiert übrigens, wenn wir uns an Gegner
heranschleichen. Über das eingeblendete Menü befehlen wir unserer Spielfigur die Wache
auszuschalten. Das Spiel bietet natürlich auch eine Kartenfunktion, die uns
immer den richtigen Weg zeigt. Allerdings müssen wir aufpassen, da sich
überall Wachen und Überwachungskameras befinden. Daher sollte unsere
Spielfigur immer schön schleichen und einen Schatten aufsuchen. Die Aufgaben
wurden recht vielseitig gestaltet. So sollen wir mal Objekte finden,
eine Person beschützen oder jemanden überwältigen um an Infos zu kommen.
Nicht immer sind wir der Mann an der Front. Es kommt auch mal vor, das wir
an Überwachungskameras sitzen und einen Mitstreiter an Wachen vorbeilotsen.
Selbstverständlich können wir auch viele Gegenstände benutzen. Das
interessanteste Objekt ist ohne Zweifel die Röntgen-Kamera. Mit dieser ist
es möglich durch Wände, Decken oder Türen zu sehen. Das war aber noch nicht
alles, denn die Kamera kann auch noch durch Wände Energiestöße abfeuern.
Hierdurch lassen wir schnell mal eine ahnungslose Wache zu Boden gehen.
Damit haben wir diese allerdings nicht getötet, sondern nur schlafen gelegt.
Dieser Zustand hält nicht für immer an und so sollten wir sicherheitshalber
lieber ein Betäubungsmittel nachreichen. Wirklich interessant ist das
Feature, dass unser Held alle möglichen Gegenstände zusammenbauen kann - MacGyver lässt grüßen. Aus wirklich unnützen Objekten zaubern wir
gefährliche oder nützliche Gegenstände. So erforschen wir nun die unterschiedlichen
Levels, weichen Wachen aus, erledigen diese auch manchmal und basteln aus
Alltagsgegenständen missionswichtige Objekte. Begleitet wird das ganze durch
eine nette Story.
Technik:
Optisch kommt das Spiel - bei beiden Versionen - ganz ordentlich rüber. Die
Umgebungen haben viele Details und auch die Texturen lassen alles sehr
realistisch aussehen. Hinzu kommt das gute Charaktermodell unserer
Spielfigur. Leider sehen die computergesteuerten Figuren nicht ganz so gut
aus. Hier hätte man sich ruhig mehr anstrengen können. Das gleiche gilt für
die Animationen. Die Figuren bewegen sich leider viel zu steif durch die
Levels. Der Hersteller hat dann noch nette Licht- und Schatteneffekte
eingebaut. Genauso gut sehen Nebel, Feuer und Explosionen aus. Grundsätzlich
kann man also mit der Grafik zufrieden sein. Klar diese reicht nicht an
Genretopspiele heran. Allerdings muss man auch den Anschaffungspreis
berücksichtigen. Für den Kurs kann man kein Spiel erwarten, was technisch
alles in den Schatten stellt. Schade ist nur, dass die Filmeinspielungen
oftmals nur aus Comicbildern bestehen. Passende Filme würden die Story viel
glaubwürdiger rüber bringen. Mit dem Sound kann man dann auch gut leben.
Neben passenden Ingamegeräuschen werden wir auch gute deutsche
Synchronsprecher zu hören bekommen. Hinzu kommt eine dynamische Musik, die
für zusätzliche Spannung sorgt. Die Steuerung ist bei beiden Versionen ein
wenig nervig ausgefallen. Zum einen bewegen wir uns viel zu träge. Das lahmt
das Gameplay gewaltig ab. Hinzu kommt die verschachtelte Anordnung der
Aktionshandlungen. Es wird einige Zeit in Anspruch nehmen, bis wir uns damit
zurecht finden. Habt Ihr aber eine gewisse Zeit gespielt, kommt Ihr immer
besser mit der Steuerung klar. Die KI ist ebenfalls nicht grandios
ausgefallen. Viel zu oft verhalten sich die CPU-Figuren unmenschlich. Die
Kamera ist ganz in Ordnung. Da wir diese selber einstellen können,
haben wir eigentlich alles gut im Blick. Fasst man alles zusammen, so kann
die Technik nur teilweise überzeugen. Leider stören ein paar Punkte,
wodurch das Gameplay empfindlich leidet.
Fazit:
Schade aus Cold War hätte wirklich etwas werden können. Allerdings
scheitert das Spiel an dem linearen Gameplay und dem sehr langsamen Spielcharakter.
Der Hersteller hätte unserer Spielfigur ruhig mehr Dynamik verpassen können. Leider sieht
es selbst beim Rennen so aus, als wenn er schleicht und so bewegt man sich
sehr ungern durch die Levels. Schade ist dann auch noch, dass wir kaum mit
der Umgebung interagieren dürfen. So gut wie alles ist starr im Level
platziert. Zumindest dürfen wir uns auf eine interessante Story freuen.
Hinzu kommt, dass es uns überlassen bleibt, wie wir z.B. Wachen ausschalten.
Das waren zum Glück noch nicht alle guten Punkte. Wirklich toll ist das
Bastel-Feature. Auch die Neuerungen wie die Röntgen-Kamera machen viel Spaß.
Cold War ist insgesamt ein solides aber auch kurzes Stealth-Actionspiel,
das leider ein paar kleine Macken aufweist. Trotzdem können sich Genrefans
mit dem Spiel intensiv beschäftigen. Wenn man dann noch den Anschaffungspreis sieht,
bekommt man eigentlich recht viel für sein Geld. Wer also aktuell ein nettes
Schleich-Actionspiel sucht und mit ein paar nervigen Punkten leben kann,
darf gerne zu diesem Spiel greifen.
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